Ein digitales Puzzle im Grossformat

Ich bin Opfer meines eigenen Perfek­tio­nis­mus geworden: Mein eigent­lich schon ab­geschlos­senes Word­press-Projekt sollte noch eine kleine Verbes­serung erfahren – was mir lange Nächte und um ein Haar auch Wein­krämpfe ein­ge­tra­gen hätte.

Anfang April habe ich das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts verkündet. Und mich offensichtlich in mir selbst getäuscht. Denn wie sich zeigt, bin ich in der Lage, eine Sache auch weit über ihren gottgewollten Endpunkt hinaus zu treiben.

Also, es handelt sich um mein Projekt 2020, das Mitte 2022 nun hoffentlich endgültig so ausgereift ist, dass sogar mir nichts mehr einfällt, was ich verbessern könnte.

Dieses Projekt bestand darin, eine in Microsoft Access gespeicherte Datenbank web- und zukunftstauglich zu machen. In der Datenbank, die ich seit 1992 pflege, sind meine in diversen Medien erschienen Artikel im Volltext und mit einigen Metadaten erfasst. Ich habe einige Dinge ausprobiert und mich dann entschieden, die Daten mittels WordPress online zu erschliessen – was sich als hervorragende Wahl entpuppt hat.

Nachdem das Projekt eigentlich abgeschlossen war, hat mich eine Sache nicht in Ruhe gelassen: „Ein digitales Puzzle im Grossformat“ weiterlesen

Angewandte Web-Automatisierung

Hunderte Daten­sätze von Hand in ein Web­formular eintip­pen oder ein­kopie­ren? Nein – denn das müsste sich doch auto­mati­sieren lassen. Und ja: so gehts.

Seit bald drei Jahren entschädigt die Schweizer Verwertungsgesellschaft für Urheberrechte, Pro Litteris, nicht nur Autoren von Büchern, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, sondern auch Blogger. Ich habe seinerzeit gefragt, ob jetzt der warme Geldregen für uns Blogger kommt. Die Antwort war damals ein Nein. Die Erfassung der Beiträge im System der Pro Litteris erschien mir viel zu aufwändig, als dass es sich für mich als Blogger lohnen würde.

Nun hatte ich neulich Gelegenheit, auf diesen Entscheid zurückzukommen. Und zwar aus zwei Gründen: Erstens habe ich in den letzten Jahren viel Erfahrung mit WordPress gesammelt. Zweitens hatte ich zwei Automatisierungslösungen getestet, die mir die Hoffnung nährten, dass ich meine bei Pro Litteris würde erfassen können, ohne sie einzeln, Blogpost für Blogpost, hinterlegen zu müssen.

Und in der Tat: Das hat geklappt. Und natürlich erkläre ich gerne, wie ich es gemacht habe: „Angewandte Web-Automatisierung“ weiterlesen

Einmal alles zum Mitnehmen, bitte

Die Wordpress-Erweiterung WP RSS Aggregator zieht Inhalte von mehreren Quellen zusammen und zeigt sie, laufend aktualisiert, auf einer Website an – und zwar ohne, dass der Nutzer selbst einen RSS-Reader nutzen müsste. Ich schildere konkrete Anwendungsfälle.

Seit Juni 2012 gibt es in der Rubrik Werkschau und Linkstau eine Übersicht meiner neuen Artikel und Podcast, die ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von Hand zusammenstelle.

Es gibt zwei Probleme mit dieser Übersicht: Erstens muss ich sie von Hand zusammenstellen. Und zweitens ist sie immer nur dann aktuell, wenn ich das gerade getan habe. Schon eine Woche später fehlen die allerneuesten Beiträge – also typischerweise jene, die gerade am meisten interessieren.

Ich habe mir darum überlegt, wie sich dieses Problem beheben liesse. Es bestand bis anhin in den unterschiedlichen Quellen. Da es nicht auf allen Websites einen passenden RSS-Feed gibt, kann ich die nicht automatisch zusammenziehen und in einem konsolidierten Liste anbieten, so wie es mir vorschweben würde.

Doch zum Glück gibt es dafür seit einigen Wochen eine Lösung: „Einmal alles zum Mitnehmen, bitte“ weiterlesen

No sponsored content in this blog. (Goddam it!)

Warum es sinnlos ist, mir Mails mit der Anfrage zu schicken, ob man hier im Blog bezahlte Inhalte unterbringen kann. Nein, kann man nicht.

Eine Nebenwirkung meines Umstiegs auf WordPress besteht in einem vergrösserten Mailaufkommen. Ich bekomme inzwischen täglich Mails von Leuten, die fragen, was es wohl kosten würde, hier im Blog einen Beitrag unterzubringen – natürlich ohne, dass irgendwo steht, dass es sich um einen gesponsorten Beitrag handelt.

Ich mache mir noch nicht einmal die Mühe, diesen Leuten zurückzuschreiben, sondern markiere ihre Mails unzeremoniell als Spam. An dieser Stelle nehme ich ausserdem die Gelegenheit wahr, ihnen mitzuteilen, dass ich sie für Arschkrampen halte, die meine Zeit  verschwenden: „No sponsored content in this blog. (Goddam it!) weiterlesen

Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts

So toll es ist, Anwender zu sein – der richtige Spass geht los, wenn man selbst Hand anlegt, Code schreibt und sich seine Web­site zurecht­biegt. Allerdings droht die Gefahr, dass man vor lauter Eupho­rie die Ver­häl­tnis­mäs­sig­keit aus den Augen verliert.

Dank meines Projekts 2020 hatte ich Gelegenheit, noch etwas mehr an WordPress herumzubasteln. Bei diesem Projekt ging es darum, meine seit dreissig Jahren gepflegte Artikeldatenbank ins Web zu bringen.

Nachdem ich verschiedene Wege ausprobiert habe, bin ich bei WordPress gelandet. Ich habe den Import via CSV vorgenommen, anschliessend die Suchmöglichkeiten meinen Bedürfnissen angepasst und Hand an das Theme gelegt, dass die zusätzlichen Datenbankfelder angezeigt werden.

Das Resultat kann sich sehen lassen; es ist unter archiv.matthiasschuessler.ch zu finden.

Nachdem die hauptsächliche Arbeit erledigt war, hatte ich das Vergnügen, mich um einige Details zu kümmern. Zu diesen Details gehören folgende Dinge: „Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts“ weiterlesen

So wird WordPress «gehackt»

In Word­press sind in­divi­duel­le Meta­da­ten (custom fields) eine mächtige Waffe, wenn es darum geht, Zu­satz­in­for­matio­nen anzu­zei­gen und eine Web­site mit krea­tiven Fea­tures aus­zu­statten.

Was tun mit einer Access-Datenbank, wenn man die dort gespeicherten Informationen nicht nur an seinem Windows-PC, sondern auch am Smartphone und überall zur Verfügung haben möchte? In meinem Projekt 2020 habe ich einige Ideen durchexerziert und bin schliesslich bei WordPress gelandet.

In meinem Fall geht es um die Datenbank mit meinen Artikeln, die ich seit ungefähr 1992 führe. Ich habe sie in eine WordPress-Installation überführt, in der meine gesammelten Artikel stecken und die via archiv.matthiasschuessler.ch abrufbar ist. Hier beschreibe ich, wie ich die Datenübernahme von Access nach WordPress durchgeführt habe und hier geht es darum, wie man die Suche verbessert, sodass ich bei der Abfrage meine Artikel nach Medium und zeitlich eingrenzen kann.

So weit, so gut. Eine Sache war bis jetzt jedoch unbefriedigend. „So wird WordPress «gehackt»“ weiterlesen

Wundersame Auferstehung zweier totgeglaubter Podcasts

Endlich ist unser Archiv auf nerdfunk.ch komplett: Auch die alten Folgen des Digital­ma­ga­zins sind dort wieder ver­füg­bar und sogar der legen­däre «Digitalk» wurde auf­er­weckt: Wie das Wunder von­statten­ging.

Im Internet ist nichts für ewig, haben wir schon vor einiger Zeit festgestellt. Viele Websites verschwinden aus dem Netz, weil der Betreiber das Zeitliche segnet und der Hoster den Server abschaltet, wenn niemand mehr die Rechnung begleicht.

Todesfälle sind nicht der einzige Grund, wenn Inhalte aus dem Web verschwinden. Eine häufige Ursache besteht auch darin, dass die Leute nicht mehr gewillt sind, den Aufwand zu betreiben, der notwendig ist, um eine Site technisch und in Sachen Sicherheit auf der Höhe der Zeit zu halten. Gerade Content-Management-Systeme sind diesbezüglich türkisch. Wenn man sich für ein Produkt entschieden hat, dass nicht mehr aktualisiert wird, bleiben oft nur zwei Optionen: Entweder mit viel Aufwand eine Migration zu einem neuen System durchzuführen oder aber die Site vom Netz zu nehmen.

Ich stand vor einiger Zeit wegen dieses Blogs hier genau vor dieser Frage: „Wundersame Auferstehung zweier totgeglaubter Podcasts“ weiterlesen

Wie man die miserable WordPress-Suche verbessert

Eine der Schwachstellen des global beliebtesten Content-Management-Systems ist die unterentwickelte Suchfunktion. Anhand meiner neuen Artikeldatenbank führe ich vor, wie sich dieses Manko beheben lässt.

WordPress ist nicht nur ein Content Management System, sondern auch ein Tummelplatz für Nerd-mässig veranlagte Spielkinder. Und es ist eine Software, die man auf vielfältige Weise zweckentfremden kann.

Eine solche Zweckentfremdung beschreibe ich im Beitrag Trick 77 für historische Datensammlungen: Es geht darin um mein Projekt, meine seit 1981 in Microsoft Access geführte Artikeldatenbank ins Netz zu verfrachten. Das Resultat der Bemühungen ist unter  archiv.matthiasschuessler.ch zu finden.

Diese Lösung erfüllt ihren Zweck gut: „Wie man die miserable WordPress-Suche verbessert“ weiterlesen

Trick 77 für historische Datensammlungen

Ich habe endlich einen Weg gefunden, wie ich meine Artikeldatenbank in MS-Access-Form ins Web bekomme und via Handy bewirtschaften kann. Die Lösung ist einfach – und fast genial. 😉

Kurz vor Ende des letzten Jahres ist mir aufgegangen, dass mein Projekt 2020 noch der Vollendung harrt. Zur Rekapitulation: Es geht um die Datenbank meiner Artikel, die ich seit ungefähr 1992 in Microsoft Access führe.

Diese Lösung ist nicht mehr zeitgemäss: Ich hätte gerne eine Möglichkeit, von überallher und auch mobil auf mein Archiv zuzugreifen. Darum soll diese Datenbank entweder ins Web oder aber wenigstens aufs Smartphone.

Ich habe zu diesem Zweck mehrere Möglichkeiten getestet: „Trick 77 für historische Datensammlungen“ weiterlesen

Höhenflug oder Bruchlandung?

Für die meisten Wordpress-Nutzer ist die Jetpack-Installation so sicher wie das Amen in der Kirche. Ein Dogma, dass man unbedingt hinterfragen müsste – allein weil dieses Plugin aus Datenschutzgründen problematisch ist.

Der Umzug dieses Blogs auf WordPress ist genau drei Jahre her. Das Langzeit-Fazit ist positiv. Ich habe es nicht bereut. Meine Bloggerei ist viel effizienter geworden und mein Blog gefällt mir besser – auch wegen Dinge wie dem Posts On This Day-Plugin von Jeremy Herve. So simpel das ist, macht es mir Freude, jeden Tag ein paar meiner eigenen Blogposts zu entdecken, von denen ich in vielen Fällen keine Ahnung mehr hatte.

Eine Frage bleibt jedoch. Ich habe seinerzeit das Jetpack-Plugin ganz selbstverständlich installiert. Es liefert schliesslich auf einen Schlag eine ganze Reihe von Funktionen, die man sonst mühsam über einzelne Erweiterungen einrichten müsste. Es sind insgesamt gut fünfzig Funktionen, die hier aufgezählt sind.

Von denen brauche ich die folgenden: „Höhenflug oder Bruchlandung?“ weiterlesen