Jetzt wissen wir, warum der Hengst Elons Krafttier ist

Wer gehofft hatte, diese Woche nichts vom umtrie­bigen und gross­mäuli­gen Tesla-Chef lesen zu müssen, sieht sich getäuscht. Diese Woche bekom­men wir es nicht mit einer der übli­chen Geschmack­losig­keiten, sondern einem hand­fes­ten Sex-Skandal zu tun.

Eine SpaceX-Flugbegleiterin sagte, Elon Musk habe sich vor ihr entblösst und ihr ein eindeutiges Angebot gemacht, woraufhin das Unternehmen 250’000 US-Dollar Schweigegeld bezahlt habe.

Wenn man denkt, das Spektrum von Elon Musks Exzentrizität und Selbstherrlichkeit sei ausgereizt, dann kommt «Business Insider» daher und berichtet von einem Skandal, der sich gut ins Bild einfügt, das wir uns in den letzten Monaten und Jahren machen konnten, aber die Sympathiewerte trotzdem noch einmal massiv nach unten drückt. Denn sexuelle Übergriffe sind kein Kavaliersdelikt, wie es sich sogar in so abgelegenen Orten wie den Chefetagen von Milliardenkonzernen herumgesprochen haben müsste.

Die Details dieses Skandals sind von der Natur, dass man lachen müsste, wenn die Sache nicht zum Weinen wäre. Zitat aus dem Artikel von «Business Insider»: „Jetzt wissen wir, warum der Hengst Elons Krafttier ist“ weiterlesen

Dumm, dümmer, Facebook

Das soziale Netzwerk hat diese Woche doppelt versagt: Gefähr­liche Inhalte wurden geför­dert statt gebremst und bei der Moderation von Kinder­porno­grafie setzt Facebook falsche Priori­täten. Plus: Trumps Twitter-Alter­native «Truth Social» ist ein Flop.

Mark Zuckerbergs soziales Netzwerk hat ein Problem mit sogenannt schädlichen Inhalten: Die Moderation und die technischen Mittel, die Fakenews, Verschwörungstheorien, Propaganda und pornografische Inhalte beseitigen sollten, erfüllen den Zweck nicht.

Nicht nur das – die Algorithmen haben offenbar ein geschlagenes halbes Jahr lang kontraproduktive Arbeit geleistet und derlei Inhalte in den Timelines der Nutzer sogar nach oben gespült. «Ein Facebook-Fehler führte über einen Zeitraum von sechs Monaten zu einer Zunahme der Aufrufe von schädlichen Inhalten», berichtet «The Verge». Ein massiver Ranking-Fehler habe während eines halben Jahres die Hälfte aller News-Feed-Ansichten potenziellen «Integritätsrisiken» ausgesetzt, heisst es in dem Bericht, der dem Newsportal vorliegt: „Dumm, dümmer, Facebook“ weiterlesen

Ein endgültiger Ausstieg bei Twitter, Hü und Hott bei Microsoft

Eine Würdigung von Jack Dorsey und die Frage, wie es mit Twitter nach dessen Abgang weitergeht. Plus im Wochenrückblick: Der Windows-Konzern kann sich nicht entscheiden, wie weit er bei der Protektion seines Browsers gehen will.

Just setting up his twttr (Jack Dorsey von Joi Ito, CC BY 2.0).

Jack Dorsey kehrt Twitter den Rücken

Am letzten Montag hat Jack Dorsey mitgeteilt, er gebe seinen Posten als Twitter-Chef ab. Er hat den Kurznachrichtendienst vor 15 Jahren gegründet und übergibt den Chefposten nun an Parag Agrawal, der bislang Technik-Chef des Unternehmens war.

Dorsey hat Twitter im März 2006 zusammen mit Biz Stone und Evan Williams gegründet, wobei deren Unternehmen Odeo ursprünglich eine Plattform fürs Podcasten hätte entstehen sollen. „Ein endgültiger Ausstieg bei Twitter, Hü und Hott bei Microsoft“ weiterlesen

Mehrere Bussen für Apple – und eine Klage für Microsoft

Die Wettbewerbshüter und die US-Tech-Konzerne: In Italien gab es diese Woche Bussen für Apple, Amazon und Google – dass Apple zur italienischen Staatskasse gebeten wird, kam in den letzten Jahren häufiger vor. Und in Deutschland hat Microsoft wegen Teams und Onedrive eine Klage am Hals.

Diese Woche gab es gleich zwei Bussen für Apple – und zwar in einem Land, das äusserst gern Bussen gegen Apple verhängt. Sosehr, dass mindestens ein Platz in Rom nach Tim Cook benannt werden sollte.

Busse 1 für Apple und Amazon

Damit habe ich verraten, dass das bussfreudige Land Italien heisst. Erstens wurden dort diese Woche Apple und Amazon gebüsst. Sie müssen wegen einer Marktabsprache 225 Millionen US-Dollar zahlen. Im Bericht von Reuters wird das so erklärt: „Mehrere Bussen für Apple – und eine Klage für Microsoft“ weiterlesen

86’001 US-Dollar für ein iPhone mit USB-C

Ein modifiziertes iPhone, das via USB-C geladen werden kann, wird für eine Riesensumme versteigert. Ein guter Grund für Apple, ernsthaft über den Lightning-Stecker nachzudenken. Plus im Wochenrückblick: Youtubes Scheinheiligkeit.

Beitragsbild: Es gibt neuerdings ein einziges iPhone, das mit diesem Kabel mit Strom versorgt werden kann (USB Type-C plug von Santeri Viinamäki/Wikimedia, CC BY-SA 4.0).

Vielleicht hätte ich doch Robotertechnik studieren sollen? «The Verge» berichtet, dass ein umgebautes iPhone auf Ebay für 86’001 US-Dollar verkauft worden ist. Anstelle des normalen Lightning-Anschlusses gibt es eine USB-C-Buchse.

«The Verge» hält diesen hohen Preis nicht für ungewöhnlich; im Gegenteil: „86’001 US-Dollar für ein iPhone mit USB-C“ weiterlesen

«Netter Versuch, Steve!»

Eine schöne Anekdote, wie Steve Jobs – der vor genau zehn Jahren gestorben ist – Mac OS auf die Rechner von Dell bringen wollte. Doch vor dieser Geschichte müsst ihr die News zum Facebook-Ausfall, zu den neuen Regeln bei Youtube und zu Windows 11 und Office 2021 über euch ergehen lassen.

Beitragsbild: Steve Jobs shows off iPhone 4 at the 2010 Worldwide Developers Conference (Matthew Yohe/Wikimedia, CC BY-SA 3.0).

Zu Steve Jobs kommen wir gleich. Doch erst noch etwas anderes: „«Netter Versuch, Steve!»“ weiterlesen

Googles lustige, aber sinnlose Bing-Schmähung

Google will die rekordhohe Kartellstrafe der EU nicht zahlen und führt ausgerechnet Bing als Kronzeuge an. Amazons Hausroboter Astro braucht noch eine echte Aufgabe und: Facebook kommt in einer Anhörung vor dem US-Senat wegen der Risiken von Instagram für junge Menschen ganz schlecht weg.

Alphabet, die Mutterfirma von Google behauptet, die meisten Leute würden mit Bing nach Google suchen:

«Wir haben Beweise vorgelegt, die zeigen, dass die häufigste Suchanfrage auf Bing bei weitem Google ist», sagte Alfonso Lamadrid, ein Anwalt des Unternehmens Alphabet Inc.

Gesagt hat Lamadrid das vor dem Gericht der Europäischen Union in Luxemburg, in dem der Konzern gegen die Wettbewerbsbusse in Höhe von fünf Milliarden Dollar ankämpft, die die EU 2018 verhängt hat. Die Kartellstrafe wurde damals verhängt, weil Google die Dominanz bei Android dazu nutzt, seine Suchmaschine und andere Apps unter die Leute zu bringen.

Die Argumentation, die in einem Beitrag von Bloomberg.com zu lesen ist, besagt nun, die Nutzer würden Google freiwillig verwenden und nicht deswegen, weil sie dazu gezwungen würden. „Googles lustige, aber sinnlose Bing-Schmähung“ weiterlesen

Apple wollte Instagram wegen Menschenhandels aus dem Store werfen

Menschenhandel lässt Facebook annähernd kalt – China verbietet Bitcoin und Co. – Google hat in Indien ein Quasi-Monopol und deswegen nun Ärger – Microsoft zeigt neue Hardware. Und: Sicherheitslücke in alten Apple-Geräten.

Apple wollte 2019 offenbar Instagram aus dem Store werfen, weil die BBC aufgedeckt hat, dass in der App Sklaven zum Verkauf angeboten worden seien.

Die BBC bezieht sich in einem Beitrag von gestern auf den Bericht im Wall Street Journal, wonach Facebook-Mitarbeiter zwar Posts im Zusammenhang mit Drogenkartellen und Menschenhandel zur Sprache gebracht hätten, es vonseiten der Geschäftsleitung aber keine nennenswerte Reaktion darauf gab – auch wenn Facebook beteuert, die Ausbeutung von Menschen sei verboten und Menschenhandel werde bekämpft.

Der ursprüngliche Beitrag von BBC News Arabic ist auf Youtube zu sehen: „Apple wollte Instagram wegen Menschenhandels aus dem Store werfen“ weiterlesen

Hirnriss hoch zwei

Windows 11 wird in Zukunft beträchtliche Mengen an unnötigem Elektroschrott verursachen. Doch das Bitcoin-Minig ist schon jetzt für gigantische Mengen an Technik-Abfall verantwortlich – was schlicht und ergreifend eine Schande ist.

Schon nächsten Monat gilt es ernst mit Windows 11: Am 5. Oktober erfolgt die Vorstellung, am 20. Oktober soll das System in den Handel kommen. So legt es zumindest dieser Tweet hier nahe: Wenn man den Screenshot des «ästhetisch ansprechenden» Betriebssystems vergrössert, sieht man die Datumsangabe und die Uhrzeit 11:11.

Obwohl das neue System vor der Tür steht, gibt es im Handel noch diverse Computermodelle, die nicht kompatibel sein werden – dies haben Stichproben von «Heise» ergeben: „Hirnriss hoch zwei“ weiterlesen

Bei all dem Hass im Netz – war da #Pimmelgate wirklich nötig?

Hamburgs Innensenator Andy Grote ist beleidigt, die völlig missratene vernetzte Brille von Facebook, Fernseher von Amazon und eine Sammelklage gegen Apple – das sind die Digitalthemen der Woche 36.

Hamburgs Innensenator Andy Grote hat einen Strafantrag gestellt, weil er sich einen Tweet nicht gefallen lassen wollte, in dem ihm etwas nicht sehr Freundliches beschieden worden ist: «Du bist 1 Pimmel», hiess es darin

Nach drei Monaten führte die Polizei in einer Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Pauli eine Hausdurchsuchung durch, in der der mutmassliche Urheber des Tweets vermutet worden war. Auf Twitter las sich das wie folgt: „Bei all dem Hass im Netz – war da #Pimmelgate wirklich nötig?“ weiterlesen