Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen

Der «Schnellzugriff» des Windows Explorers hilft, Dokumente kurz und schmerzlos in die richtige Ablage zu verschieben. Darum hier Tricks, wie sich der «Schnellzugriff» ausreizen lässt.

Klickt man bei Windows mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner, erscheint das Kontextmenü, in dem es unter anderem den Menüpunkt Senden an gibt. In dem wiederum finden sich diverse Ordner und Befehle. Wählt man einen Ordner aus, wird die markierte Datei dorthin verschoben oder kopiert. Man kann auch Programme dort deponieren, mit denen man dann Aktionen mit der ausgewählten Datei in Gang setzen kann.

So unscheinbar dieser Senden an-Befehl auch ist: Ich nutze ihn dauernd. Er hilft mir bei der Organisation meines Dateiablage: Ich habe die wichtigsten Ordner verknüpft, sodass heruntergeladene Dateien mit zwei Klicks aus dem Ordner Downloads sinnvoll verräumen kann. Das Gleiche tue ich mit Objekten, die ich via Onedrive zwischen Computern austausche.

Ich habe mir seinerzeit sogar einen Trick überlegt, wie ich den Senden an-Befehl noch besser an meine Bedürfnisse anpassen kann: „Unter Windows Dateien und Dokumente schnell und unkompliziert verräumen“ weiterlesen

Microsoft hat sich kein Bein ausgerissen

In Windows 11 gibt es eine App namens Media Player: Sie spielt Musik und Videos ab, hat mit dem klas­sischen Win­dows Media Player (WMP) ansons­ten nichts gemei­sam. Ein würdiger Nach­folger?

Im Beitrag Der Windows Media Player müffelt gewaltig hatte ich seinerzeit kritisiert, dass Windows keine vernünftige App zur Musikwiedergabe vorzuweisen hat. Den Windows Media Player gibt es zwar noch, aber der ist nichts mehr als eine Behelfslösung. Darum braucht man eine Dritt-App; zum Beispiel Aimp (Zum Glück gibt es etwas Besseres als WinAmp) oder VLC UWP (Der wiedergeborene VLC-Player überzeugt noch nicht).

Die gute Nachricht ist: Mit Windows 11 hat Microsoft das Manko beseitigt. Im Betriebssystem ist eine Musik-App enthalten, die diese Bezeichnung verdient. Sie heisst Media Player, hat aber mit dem klassischen Wiedergabeprogramm für Medieninhalte unter Windows nur den Namen, minus das Windows, gemeinsam. Im Vergleich zum klassischen WMP ist diese neue App aufgeräumter, mit einem aufs Notwendigste beschränkten Funktionsumfang, dafür aber einer gefälligen Oberfläche.

Zu den Funktionen für die Wiedergabe zählen beim Media Player ein Equalizer, variable Wiedergabegeschwindigkeiten (von 0,25- bis zweifachem Tempo) und der Möglichkeit, zehn Sekunden zurück und dreissig Sekunden vorwärts zu springen. Es gibt einen Miniplayer (Ctrl m), der immer im Vordergrund bleibt, zufällige Wiedergabe (Ctrl h) und Wiederholung (Ctrl t). Es existiert auch die Möglichkeit, über das Wiedergabemenü (erkennbar an den drei Punkten rechts unten im Programmfenster), die Wiedergabe auf ein externes Gerät umzulenken (Auf Gerät abspielen, Ctrl k).

Und auch nett: „Microsoft hat sich kein Bein ausgerissen“ weiterlesen

Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops

Hat es Microsoft mal wieder vergeigt? Um die virtuellen Desktops sinn­voll zu nutzen, muss man sie unter­scheiden können – und dafür braucht es sepa­rate Wall­paper-Bilder. Die sind bei Windows 11 möglich – aber nur, wenn man diesen Trick hier kennt.

Im Beitrag Gewöhn dich daran, alter Mann! habe ich mich ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man seine Anwendungen und Fenster möglichst sinnvoll organisiert. Man kann sich einen riesigen Bildschirm kaufen oder mit mehreren Displays arbeiten, zum AltTabulator-Weltmeister avancieren oder auch mit mehreren virtuellen Desktops arbeiten. Letztere lassen sich auch hervorragend mit Snap-Layouts und Snap-Gruppen kombinieren – siehe hier.

Zur Rekapitulation: Die virtuellen Desktops ermöglichen es, mehrere Bildschirmansichten einzurichten. „Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops“ weiterlesen

Was sind eigentlich Snap-Layouts und Snap-Gruppen in Windows 11?

Eine der von Microsoft gefeierten Neue­rung im Betriebs­system ist die Möglich­keit, Fenster an­zuor­dnen und zu gruppieren. Ich erkläre, wie das funk­tioniert – und was fehlt, damit diese Funk­tionen all­tags­taug­lich wären.

In Windows 11 gibt es zwei mysteriöse neue Funktion, die beide irgendetwas mit einer fragwürdigen Eurodance-Kombo namens Snap! zu tun haben, die mit dem grottigen Song I’ve Got the Power 1989 einen internationalen Hit hatte¹.

Nein, Scherz. Die Euro-Gruppe hatte ein Ausrufezeichen im Namen, bei diesen beiden Funktionen namens Snap-Gruppen und Snap-Layouts gibt es das Ausrufezeichen nur in Form von marketingmässigen Übertreibungen. Microsoft stellt sie nämlich als produktivitätssteigernde Effizienz-Wunderwaffe dar.

Da stellen sich zwei Fragen. Erstens: Worum handelt es sich? Und zweitens: Ist was dran an Microsofts Behauptungen? „Was sind eigentlich Snap-Layouts und Snap-Gruppen in Windows 11?“ weiterlesen

Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit

Wer sucht, der findet sie sogar bei Windows 11: die Bildschirmschoner. Dabei wäre es an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die endgültig zu beerdigen.

Mit Windows 11 verschwinden einige Funktionen, die teils vor nicht allzu langer Zeit als Neuerung eingeführt worden sind. Eine davon ist die Zeitleiste. Sie wird bei Windows 10 über den Knopf Aktive Anwendungen aufgerufen, der neben dem Suchfeld in der Taskleiste zu finden ist.

Das ist bedauerlich – aber ich könnte damit leben, wenn das die Folge einer umfassenden Entrümpelungsaktion wäre. Ich denke an Dinge wie die Werbung im Startmenü, die Widgets in Windows 11, den Windows Media Player, Windows Fax und Scan, XPS, die Windows-Aktivierung, Candy Crush Saga – und noch x andere Dinge, die ich vergessen oder verdrängt habe. Fühlt euch frei, sie in die Kommentare zu schreiben.

… echt, könnt ihr es fassen? „Fliegende Toaster und andere digitale Relikte aus der Vergangenheit“ weiterlesen

Der wahre Fortschritt in Windows 11

Auf die Gefahr hin, für einen Ironiker gehalten zu werden: Die bemerkens­wer­tes­ten Neue­rungen, die es in Windows 11 zu entdecken gibt, finden sich im Editor (Notepad) – einem tradi­tions­reichen Programm, das sich trotz neuem Look und nütz­lichen Features treu bleibt.

Windows 11 habe keine wirklich bemerkenswerten Neuerungen zu bieten, habe ich bemängelt. Microsoft passe die Optik an, aber ohne in funktioneller Hinsicht einen Schritt in die Zukunft zu machen.

Nun komme ich nicht umhin, dieser Aussage eine Fussnote hinzuzufügen. Es gibt nämlich eine App, in der Microsoft so viele und so radikale Neuerungen eingeführt hat, wie man sie in Windows 11 ansonsten vergeblich sucht. Es handelt sich um den Windows Editor, auch bekannt als notepad.exe.

Die wichtigste Neuerung ist, dass es sich nicht mehr um eine klassische WinAPI-Anwendung handelt, sondern um eine auf der mit Windows 8 eingeführten Schnittstelle, die damals Metro hiess, später aber in Universal Windows Platform (UWP) umbenannt worden ist: „Der wahre Fortschritt in Windows 11“ weiterlesen

Der halbherzige Versuch von Windows 11, uns beim Arbeiten zu helfen

Die Uhr-App in Micro­softs Be­triebs­sys­tem kann mehr, als nur die Zeit anzu­zeigen und als Wecker zu dienen. Neuer­dings will sie auch zu mehr Kon­zen­tra­tion verhelfen. Das funk­tioniert so halb.

Es gibt in Windows 10 eine App namens Alarm & Uhr, die mutmasslich kein Nutzer jemals geöffnet hat. Denn wieso auch? Die Zeit zeigt einem Windows rechts unten im Infobereich der Taskleiste an. Und wenn man einen Wecker setzen will, dann verwendet man dazu das Smartphone und nicht den Windows-PC. Denn im Gegensatz zum Handy fährt man den Rechner nach der Arbeit herunter, was zur Folge hat, dass keine Benachrichtigung erfolgt.

Die App ist trotzdem einen Blick wert. Sie hat inzwischen nämlich mehr auf Lager als die aktuelle Uhrzeit und eine Weckfunktion. Bei Windows 10 gibt es drei weitere Funktionen, nämlich die folgenden: „Der halbherzige Versuch von Windows 11, uns beim Arbeiten zu helfen“ weiterlesen

Wie Windows 11 ganz handzahm wird

Die wichtigsten Einstellungen, mit denen man Microsofts neues Betriebssystem ohne allzu viel Ärger für produktive Arbeit nutzt. Und einige Worte zum HP Spectre x360 Convertible 14, auf dem ich Windows 11 im Einsatz habe.

Ich habe Windows 11 hier im Blog (So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht) und bei der Tamedia ausführlich vorgestellt (Unsere Antworten auf die wichtigen Fragen). Da mein in die Jahre gekommener Windows-Rechner nicht kompatibel ist, habe ich Windows 11 zu Testzwecken via Virtual Box auf meinem Macbook installiert.

Das funktioniert und hat mir einen ersten Eindruck vermittelt. Es ist aber ohne Zweifel keine gute Methode, um das System unter Praxisbedingungen kennenzulernen; allein das träge Ausführungstempo ist ein echtes Hindernis. Darum habe ich HP um ein aktuelles Testgerät mit Windows 11 gebeten und ein HP Spectre x360 Convertible 14 (ea0xxx) zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich habe hier im Blog zwei nahe Verwandte dieses Modells ausführlich getestet, nämlich das x360 13 mit etwas kleinerem 13-Zoll-Bildschirm und das x360 15 mit dem 15-Display. Über das Gerät selbst brauche ich daher nicht allzu viele Worte zu verlieren: „Wie Windows 11 ganz handzahm wird“ weiterlesen

So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht

Microsofts Strategie mit Windows 11 ist nachvollziehbar – und trotzdem ein grosser Fehler. Wenn Microsoft nicht aufpasst, ist Windows bald der beste Grund für den Kauf eines iPads.

Für die Tamedia-Websites habe ich mir Windows 11 in der aktuellen Betaversion näher angeschaut. Die Erkenntnis lautet, dass Microsoft die nächste Version verjüngen will: Der Kachel-Look, der mit Windows 8 eingeführt wurde, ist inzwischen neun Jahre alt. Das ist keine Ewigkeit, aber lange genug, dass er nicht mehr taufrisch wirkt.

Und in dieser Zeit hat sich viel verändert: Smartphones und Tablets sind zur dominierenden Geräteform geworden. Mit dem Ende von Windows 7 ist Anfang 2020 das PC-Zeitalter an sein Ende gelangt. Wohlverstanden: Der Personal Computer existiert weiterhin und hat auch nach wie vor seine Berechtigung. Aber er gibt nicht mehr den Takt an. Die mobilen Geräte, Smartphone und Tablets, diktieren die Entwicklung. Das sieht man auch exemplarisch bei Apple, wo Mac OS nur noch die Neuerungen von iOS, iPad OS und der iCloud nachexerziert.

Und eben: Auch Windows 11 beugt sich nun dieser unvermeidlichen Entwicklung. „So fortschrittlich, dass man es bald gar nicht mehr braucht“ weiterlesen