Ein Tummelfeld für Musiktüftler

SunVox ist ein modularer Synthesizer, mit dem man am iPad, Windows-PC oder Mac Musik komponiert – sogar dann, wenn man mit Noten nichts am Hut hat.

Dank Digitaltechnik dürfen sich auch talentlose Sänger und Musiker als Superstars fühlen. Konsolen-Spiele wie Guitar Hero oder iPad-Apps wie GarageBand greifen denjenigen Zeitgenossen unter die Arme, bei denen der Blockflötenunterricht Abwehrreaktionen auslöste und musikalische Bildung heute fehlt. In den Musik-Spielen und -Apps kann sich selbst ungeübtes Schrummeln hören lassen.

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Die Anatomie eines digitalen Musikstücks.

Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, der vertieft sich in das Programm SunVox. „Ein Tummelfeld für Musiktüftler“ weiterlesen

Gratis für Windows programmieren

Microsoft stellt Module seiner Entwicklungsumgebung kostenlos zur Verfügung. So lassen sich erste Schritte in der VisualBasic-, C++- oder C#-Programmierung unternehmen.

Seit 2004 stellt Microsoft abgespeckte Versionen seiner Entwickler-Software VisualStudio kostenlos zur Verfügung. Während sich mit der kostenpflichtigen Vollversion Programme in verschiedenen Sprachen entwickeln lassen, enthalten die Express-Varianten nur Werkzeuge für eine Sprache.

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Das klassische Hello-World-Programm, gratis mit Visual Basic Express entwickelt.

Microsoft peilt mit diesen Express-Versionen die «Nonprofessionals» an – Leute, die als Hobby oder aus Interesse mit der Softwareentwicklung beschäftigen, damit aber kein Geld verdienen möchten. Etwa 18 Millionen Hobbyisten gab es laut Schätzungen von Microsoft, als das Projekt gestartet wurde. Das sind rund dreimal so viele wie die 6 Millionen Männer und Frauen, die berufsmässig codieren.
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Musik-Lego

Die Reactable-App ist eine Art elektronisches Instrument, dem man durch Kombination von virtuellen Klötzchen Musik entlockt.

Die App Reactable bildet auf dem iPad und auf Android-Geräten ein Synthesizer nach. Das Vorbild funktioniert mit einem Tangible User Interface, das heisst, mit einer anfassbaren Benutzerschnittstelle. Auf einem runden Tisch werden Klötzchen platziert, die untereinander in Verbindung stehen, Signale produzieren, weiterreichen, verändern und so quasi aus dem Nichts elektronische Musik oder Klangwelten generieren. Wie eine Live-Performance mit einem Reactable aussieht, kann man auf Youtube ansehen:


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LSD für die Augen

Eines der coolsten Softwareprojekte, dem ich in letzter Zeit begegnet bin, ist Peacock. Das Programm wird vom Hersteller als Visual Laboratory verkauft, und genau das ist es: Man wirft optische Versatzstücke zusammen, gibt vor, wie diese mit einander reagieren sollen, und hat, im Idealfall, am Ende ein Resultat mit berauschender Wirkung. Salopp gesagt: Es ist ein Drogenlabor für digitale Rauschmittel, die am Bildschirm konsumiert werden.
Etwas weniger salopp gesagt: Peacock gehört in die Kategorie der Bildgenerierungsprogramme und damit zu Software wie Kandid, Chaoscope oder ContextFree (ich habe diese Programme vor vier Jahren im «Publisher»-Artikel Pixelkunst aus dem Elektronenhirn vorgestellt). „LSD für die Augen“ weiterlesen