Wie man Foto-Weltmeister wird

Die Idee von Gurushots klingt bestechend: In einer globalen Community bewertet man Fotos, nimmt mit seinen Bildern an einem globalen Wettbewerb teil und hat die Chance auf schöne Preise. Nur schade, dass diese Ausmarchungen mit Fairness nichts zu tun haben.

Fotos schiessen ist das eine – aber was tut man dann mit der Ausbeute? Klar, man kann sie ansehen, ausdrucken oder in Fotobücher packen; meine Tipps dazu finden sich hier.

Es gibt eine weitere Möglichkeit, zumindest für die ernsthaften Fotografen: Denn wenn einen der Ehrgeiz packt, dann will man mit seinen Bildern eine grössere Öffentlichkeit beglücken. Man lädt seine Bilder bei einer Fotoplattform hoch, gestaltet eine Portfolio-Website. Oder noch besser: Man macht eine Ausstellung oder gewinnt einen Fotowettbewerb.

Im digitalen Raum bietet GuruShots Fotografen mit Ambitionen und einer kompetitiven Ader eine Möglichkeit, sich auszutoben. Die Website bzw. App für Android und fürs iPhone/iPad ist nach eigenen Angeaben «the world’s greatest photography game»; also eine Art Foto-Weltmeisterschaft. „Wie man Foto-Weltmeister wird“ weiterlesen

Bücher gibt es auch ohne Buchverlage

Es gibt im Büchermarkt auch eine Amateurliga: Tauschbörsen für Geschichten, bei denen man nicht nur lesen, sondern auch veröffentlichen kann. Ich habe mir Wattpad näher angeschaut.

Wenn es eine Redewendung gibt, die unsere Lebenssituation passend beschreibt, dann ist das diejenige von der Qual der Wahl. In allen erdenklichen Lebensbereichen gibt es ein so grosses Angebot, dass wir konstant gezwungen sind, zu wählen, Entscheidungen zu treffen und das Gefühl auszuhalten, dass es höchst wahrscheinlich ist, dass wir viele noch viel schönere, bessere und passgenauere Optionen übersehen haben.

Der Fachbegriff dafür ist Multioptionsgesellschaft. Gelegentlich wird auch das Wort Überflussgesellschaft verwendet, aber mir ist das zu moralisierend. Ich finde es nicht übel, eine grosse Auswahl zu haben, auch wenn ein so reichhaltiges Angebot eine Schattenseite hat. Es ist unbestritten, dass es den Dingen einen zusätzlichen Wert verleiht, wenn sie knapp sind: „Bücher gibt es auch ohne Buchverlage“ weiterlesen

Wie man Aufgaben im Web automatisiert

Ob man nun Informationen aus dem Web abgreifen möchte («scraping») oder automatisiert mit Twitter, Facebook, Linkedin, Youtube oder einer beliebigen anderen Site interagieren will – mit Browserflow erledigt man solche Aufgaben effizient und nervenschonend.

Als Erstes bedanke ich mich bei Markus Ritzmann: Er hat mich mit diesem Tweet hier auf die Idee gebracht, Browserflow vorzustellen.

Browserflow ist eine Browser-Erweiterung, die es zu meinem Leidwesen bislang nur für Google Chrome gibt, die aber so spannende Dinge tut, dass ich gewillt bin, meinem Lieblingsbrowser Firefox zumindest für spezifische Zwecke den Rücken zu kehren.

Die Erweiterung ist dazu da, Interaktionen mit Websites zu automatisieren. Was das konkret bedeutet, sieht man in der Gallery: Dort gibt es für einige grosse Sites vorgefertigte Abläufe: „Wie man Aufgaben im Web automatisiert“ weiterlesen

Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten

Manycam ist ein kleines Fernsehstudio im Software-Format: Mit der App verwendet man in Videokonferenzen oder im Live-Streaming mehrere Kameras und blendet Videos, Bilder und Text ein.

Fürs Streaming und für Videokonferenzen kann man nicht nur die eingebaute Webcam, sondern auch eine Spiegelreflex-, Videokamera oder aber das Smartphone verwenden: Diese Möglichkeiten habe ich in den beiden Beiträgen Eine richtige Kamera für Videokonferenzen und fürs Streaming und Das Smartphone als Webcam behandelt.

Damit diese Sache nun richtig rund wird, braucht es noch ein Puzzleteilchen: Nämlich die Möglichkeit, zwischen all den Video-Inputs zu wechseln. Eine Bildregie wie beim Fernsehen, mit der Möglichkeit, dem Publikum unterschiedliche Perspektiven zu liefern. Diese machen den Vortrag per Videokonferenz oder die Übertragung im Live-Stream deutlich abwechslungsreicher. Es besteht die Chance, dass man sich einen Profi-Bonus einhandelt. Und je nach Situation ergibt sich auch ein echter Vorteil, indem man über eine zweite Kamera Gegenstände oder Notizen zeigen oder Bilder, Videos und Präsentationen zuspielen kann.

Stellt sich die Frage: Wie geht dieser Zaubertrick? „Mal eben schnell das eigene Fernsehprogramm starten“ weiterlesen

Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt

Eine geheime, unerfüllte Leidenschaft meinerseits ist die Produktion eines Animationsfilms. Das Equipment und Ideen sind vorhanden und auch die passende App ist auserkoren. Jetzt fehlt nur noch etwas.

Kinder wecken Erwartungen bei ihren Eltern: Manche wünschen sich, dass ihre Söhne und Töchter zu irgendwelchen Höhenflügen ansetzt: Akademische Grade erringt, in der Armee mindestens den Rang des Korpskommandanten erreichen, in eine adlige Familie einheiraten oder in Hollywood durchstarten – irgendetwas in der Art.

Ich bin in dieser Sache weniger spezifisch. Ich bin zufrieden, wenn der Nachwuchs keine arschlochhaften Charakterzüge entwickelt, sondern sich als senkrechtes menschliches Wesen entpuppt. Was, bei Licht betrachtet, auch kein kleiner Wunsch ist. Nebenbei hoffe ich ausserdem noch, dass ich meine Tochter irgendwann dafür begeistern kann, mit mir einen Stop-Motion-Film zu drehen.

Wie beschrieben habe ich in meiner Jugend noch das Medium des Super-8-Films miterlebt. Bei dem waren die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten im Vergleich zur heutigen Handykamera  primitiv. Doch mit manchen Kameras konnte man einzelne Frames belichten. Das fand ich extrem faszinierend: „Eine App, bei der es mir in den Fingern juckt“ weiterlesen

Etwas mehr Google’scher Digitalsierungswillen, bitte!

Es gibt hierzulande viele schöne Archive für Fotos, Videos und Tonaufnahmen. Die Präsentation dieser Schätze lässt aber leider sehr zu wünschen übrig.

Wenn mich die Nostalgie überkommt, dann neige ich dazu, in alten Fotoarchiven zu stöbern. Da ist zum Beispiel das Bildarchiv der ETH-Bibliothek oder, speziell für Winterthurer Belange, das Bildarchiv der Winterthurer Bibliotheken.

Die Bildersammlung der ETH Zürich: Hier hat man die Möglichkeit, die Fotosuche nach Zeitperiode einzugrenzen.

So toll es ist, dass es diese Archive gibt, so wenig beglückt bin ich über die Präsentation der Bilder. Zum Beispiel die Weboberfläche des Winterthurer Bildarchivs: Dass sie nicht für Mobilgeräte und kleine Bildschirme optimiert ist, lässt sich noch verschmerzen.

Doch ich würde mir wünschen, dass sich die Grösse der Vorschaubilder anpassen liesse. Die Thumbnails mit einer langen Kante von um die 200 Pixeln sind etwas gar klein, sodass ständig zwischen der Bildliste und der Einzelansicht hin und her wechselt: Wenn man wenigstens die Escape-Taste drücken könnte, um die Voransicht zu schliessen.

Besonders unbefriedigend ist die Suchfunktion. „Etwas mehr Google’scher Digitalsierungswillen, bitte!“ weiterlesen

Für die etwas Fleissigeren und Begabteren unter uns

Falls ich doch noch zum Ukulenen-Virtuosen heranreifen sollte, wird die Yousician-App daran schuld gewesen sein.

Aus Gründen, die hier nicht näher erläutert werden sollen, gibt es in unserem Haushalt neuerdings eine Ukulele. Ja, so ein Ding, mit dem man in Handarbeit Töne herstellt, die im Idealfall nicht allzu grässlich klingen. Es soll sogar Leute geben, die sogar Wohlklingendes zustande bringen. Für mich völlig unvorstellbar. Aber in musikalischen Belangen bin ich leider kein Massstab.

Ich bin sosehr kein Massstab, dass ich generell eher davon abrate, die mit Musik getaggten Beiträge hier im Blog überhaupt zu lesen. Sie sind wahrscheinlich von einer derartigen Naivität und einem Unwissen geprägt, dass man die Zeit, die man fürs Lesen bräuchte, auf alle Fälle für etwas Sinnvolleres einsetzen könnte. Ich halte mir aber zugute, dass ich mir meiner diesbezüglichen Unfähigkeit ansatzweise bewusst bin und daher wenigstens nicht dem Dunning-Kruger-Effekt zum Opfer gefallen bin.

Wie auch immer: wider besseres Wissen schreibe ich heute über eine App, die in den Bereich gehört, von dem ich keine Ahnung habe: „Für die etwas Fleissigeren und Begabteren unter uns“ weiterlesen

Cineastische Feinkost im Breitbildformat

Zweieinhalb heisse Tipps in einem einzigen Blogpost: Ihr erfahrt von zwei Filmpodcasts, die beide «70mm» heissen. Und von einem spannenden netzkulturellen Phänomen für Filmnerds.

Podcasts für Cineasten sind nicht gerade ein seltenes Phänomen – eher im Gegenteil. Es gibt sie in allen Geschmacksrichtungen und für sämtliche Vorlieben. Und auch in exotischen bis absurden Ausprägungen.

In die letztere Kategorie würde ich Minutenweise Matrix einsortieren. Bei diesem Projekt sind eine Handvoll Verrückter – und es tut mir leid, dass mir keine andere Bezeichnung für diese Leute einfällt – auf die Idee verfallen, den Film Matrix von 1999 und den Wachowskis, in Schnipsel von je einer Minute aufzuteilen und in einer einzelnen Podcast-Folge zu würdigen: «Insgesamt sind wir auf knapp 70 Stunden gekommen, um diesen 137 Minuten dauernden Film zu besprechen.»

Sosehr ich das Engagement schätze, fehlt mir leider die Zeit für derlei Eskapaden. Aber ich verspreche: Nach meiner Pensionierung werde ich mir ein, zwei Folgen anhören.

Aber ich habe einen Film-Podcast entdeckt, der mir nach einigen Folgen noch immer gut gefällt: „Cineastische Feinkost im Breitbildformat“ weiterlesen

Was haben Hugh Hefner und Andy Warhol gemeinsam?

Ich gehe einem weiteren schönen Bereich des User Generated Content auf den Grund: Den Fanfilmen und Fanserien.

Ich habe einige Projekte, die ich vor mir herschiebe – einige seit Jahren. Ein solches Projekt ist die lange Nacht der Fanfiction. Die wird irgendwann auf Stadtfilter stattfinden (oder auch nicht). Und wir werden die schönsten Werke aus dem Bereich der Fanfiction lesen.

Die Idee ist entstanden, als ich im Juli 2017 im Beitrag Wo die weiblichen Nerds das Sagen haben über das Phänomen geschrieben habe – und mir das immense Ausmass aufgegangen ist. Es gibt Millionen von Texten, in denen die Community die Geschichten ihrer Helden weiterspinnen und ihnen auf diese Weise eine (oftmals eher fragwürdige) Referenz erweisen.

Die Radiosendung ist bislang nicht entstanden, weil mir im Tagesgeschäft die Zeit für die Planung fehlt. Und weil ich mir über die Modalitäten nicht im Klaren bin: „Was haben Hugh Hefner und Andy Warhol gemeinsam?“ weiterlesen

Musiker und der Schlagzeuger bitte auf die Bühne

Jetzt ist die Zeit, den Drummer in uns zu wecken (möglichst mit einem lauten Wirbel): Die Zenbeats-App gibt es im Moment mit vielen kostenlosen Dreingaben.

Immer mal wieder stelle ich hier in meinem Blog Apps aus Bereichen vor, von denen ich keine Ahnung habe. Und juhuu!, heute ist es wieder so weit.

Es geht um Zenbeats von Roland. Das ist ein Drum-Computer in App-Form. Es gibt ihn fürs iPhone und iPad, für Android, den Mac und Windows.

Zu diesem Drum-Computer in App-Form macht Roland derzeit ein interessantes Angebot. Die App selbst ist (wie immer) kostenlos. Darüber hinaus bekommt man im Moment auch jede Menge jener Ressourcen gratis, mit denen man seine musikalischen Kreationen füttert. Denn im Moment hätten wir alle ja genügend Zeit, uns kreativ auszutoben, heisst es im Mail.

Natürlich sind diese «Wir helfen dir durch die Corona-Zeit»-Angebote nie selbstlos, sondern immer auch Marketing in eigener Sache. Aber das ist okay, finde ich. Niemand erwartet, dass wegen des Virus gleich der Kapitalismus abgeschafft wird.

Samples, Effekte, Loops und Presets

Also, laut Roland umfasst das derzeit kostenlose Angebot die folgenden Dinge: „Musiker und der Schlagzeuger bitte auf die Bühne“ weiterlesen