Ein Fitnesstracker in Zäpfchenform

Ich benutze seit dreieinhalb Jahren Fitnesstracker. Ich habe mit dem Up von Jawbone begonen und bin Ende 2015 auf die Activité von Withings umgestiegen. Die Withings-Uhr ist nach wie vor eine gute Sache. Ich habe sie nun trotzdem abgelöst, weil die Batterie leer war. Die hält laut Hersteller um die acht Monate, was meiner Erfahrung nach nur der Fall ist, wenn man den Vibrationsalarm nicht benutzt. Dann muss man die Batterie tauschen lassen, was man theoretisch selber machen könnte, aber wahrscheinlich besser vom Uhrmacher erledigen lässt.

Dieses Bild erklärt den Titel…

Und das war mein Problem mit der Withings. Ich habe die Batterie einmal tauschen lassen. Das war ein grösseres Unterfangen. In den meisten Uhrgeschäften wurde ich erst ungläubig angeschaut und dann mehr oder weniger freundlich weggeschickt. Man tauschte nur Batterien von Uhrenmarken, die man selbst verkaufe, lautete der Bescheid. Und da die meisten Uhrengeschäfte von Leuten betrieben werden, die noch nie etwas von Smartwatches gehört haben, wird die Withings eben nicht gewartet. Ich habe nach einigem Suchen ein Geschäft gefunden, wo man gewillt war, mir zu helfen. Das ist inzwischen zu – und nochmals suchen wollte ich nicht. Erkenntnis: Die nicht aufladbare Batterie der Withings ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

Ich bin darum auf das Fitbit Flex 2 eingeschwenkt (89 Franken bei Digitec, 75 Euro bei Amazon): Ein klassischer Fitnesstracker, den man am Handgelenk trägt.
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Es pebbelt bei mir noch nicht so sehr

Wir haben uns eine Pebble Classic angeschafft. Sie soll als geräuschloses Babyphone dienen und erfüllt diesen Zweck gut. Darüber hinaus bin ich von der Notwendigkeit einer Smartwatch nicht überzeugt.

Sind Smartwatches nun komplett überflüssig oder etwas, an das man sich erst langsam gewöhnen muss? Diese Frage habe ich für mich noch nicht endgültig beantwortet. Die Anzeichen bis jetzt stehen allerdings auf Überflüssig: Smartwatches sind den Aufwand nicht wert. Sie bringen einen minimalen Mehrwert und halten die Wearables als Ganzes auf.

Denn alle die Konzerne, die smarte Uhren auf den Markt bringen, verpassen es, etwa smarte Brillen zu entwickeln. Eine solche würde ich als Brillenträger sofort kaufen. Wenn sie nicht so gruselig wie Google Glass und kompatibel zu meinen anderen brillentechnischen Anforderungen wäre.

Das Studiouhr-Watchface: Schwer zu empfehlen.

Was nun die Smartwatches angeht, trage ich seit gut einem Jahr die halbsmarte Uhr von Withings (Amazon Affiliate), die ich nach wie vor für cool halte, und die mich wirklich zu mehr Bewegung motivieren kann. „Es pebbelt bei mir noch nicht so sehr“ weiterlesen

Die halbsmarte Uhr von Withings

Die Activité Pop ist eine klassische Armbanduhr mit richtigen Zeigern, aber einigen smarten Funktionen. Dieser hybride Ansatz gefällt gut. Störend ist hingegen, dass die Uhr keine aufladbare Batterie hat.

Das Withings Pulse Ox hat unter meiner Obhut einiges einstecken müssen – nämlich einen Schwall Duschwasser, wie im Beitrag Flatline beim Pulsmesser rapportiert. Obwohl sie es also hätte besser wissen müssen, hat mir die PR-Agentur von Withings ein zweites Gadget überlassen: Die Withings Activité Pop. Mit dem augenzwinkernden Hinweis, dieses Gadget sei resistent gegen Duschwasser…

Noch eine Vierteldrehung vom Ziel entfernt…

Das fand ich nett und ich habe die Uhr seit gut zwei Wochen an meinem Handgelenk. Die Erkenntnis in der Zeit: Die Activité ist so unaufdringlich wie eine Armbanduhr – ganz nach der Überzeugung des Withings-Chefs Cédric Hutchings im Interview mit Kollege Rafael Zeier, niemand (bzw. nur Ingenieure und Tech-Fans) würden Technologie auf dem Körper tragen wollen. Sie will nicht ständig aufgeladen werden, heischt nicht andauernd mit Benachrichtigungen, Vibrationen und blinkendem Display nach Aufmerksamkeit, und sie will einen nicht ständig zur Bewegung antreiben.

Dezent anzuspornen ist wirkungsvoll

Sie tut es allerdings doch, auf dezente Weise: „Die halbsmarte Uhr von Withings“ weiterlesen

Die Health-App ist ein Witz

Die Idee, Gesundheitsdaten am Smartphone zentral und sicher zu verwalten, ist hervorragend. Doch bislang macht Apple viel zu wenig aus diesen Daten.

Bin ich der einzige, der sich über die Health-App von Apple wundert?

Nicht über den Sinn und Zweck dieser App. Der ist mir klar, und ich halte ihn für sinnvoll. Die Bedenken, die andere wegen der Privatsphäre haben, teile ich nicht und ich bin ein Fan vom Quantified Self.

Links: Was genau bedeutet die Spitze? Rechts: Ohne Hilfslinien lässt sich nur schwer abschätzen, wie hoch die Spitzen wirklich sind.

Ich wundere mich allerdings über diese grafischen Auswertungen in der App. Man sieht ein Liniendiagramm, das die Aktivitäten über den Tag darstellen soll. Eine Spitze beim Diagramm Gehen heisst, dass man in der Zeit besonders viele Schritte zurückgelegt hat. Aber was für eine Masseinheit die y-Achse zeigen soll, ist mir nicht klar: Schritte pro Stunde vielleicht?

Eigentlich logisch

Das wäre nicht sinnvoll, weil komische Dinge herauskommen würden, wenn man einen kurzen Spaziergang über die Stundengrenze hinweg machen würde. Vielleicht wird auch in kleineren Zeiteinheiten abgerechnet, fünf oder zehn Minuten, beispielsweise, oder Bewegungsphasen zusammengenommen und als addierte Peaks dargestellt. Aber um seine Daten interpretieren zu können, müsste man wissen, was genau man sieht. Eigentlich logisch.
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Die Welt hat nicht auf die Apple Watch gewartet

Sosehr ich den meisten Produkten von Apple zugeneigt bin, gehört die Uhr zu den Geräten, die ich links liegenlassen werde: Sie hat keinen echten Nutzen für mich und taugt auch nicht zum Statussymbol.

Nicht an meinem Handgelenk.

Interessiert hier jemanden, was ich über die Apple-Watch und andere Wearables denke?

Vermutlich nicht, aber wenn Interesse des Publikums das ausschlaggebende Kriterium wäre, würde in diesem Blog nur once in a blue moon ein Beitrag erscheinen. Und wo wir doch schon bei meinen Ansichten sind, die die Welt wahrscheinlich nicht interessieren: Once in a blue moon heisst so viel wie einmal pro Monat oder etwas umgangssprachlicher: Alle Jubeljahre. Aber die englische Formulierung ist halt viel poetischer als unser abgeklärtes Deutsch.

Also werde ich nun der Welt meine Meinung zur Apple Watch aufdrängen, um die möglicherweise auch wieder korrigieren zu müssen. Wäre nicht das erste Mal: Mich lässt die Apple Watch nach wie vor kalt – und daran hat auch der näher rückende Lancierungstermin nichts geändert. „Die Welt hat nicht auf die Apple Watch gewartet“ weiterlesen

Ich bin fit, und ich kann es beweisen

Quantified self ist nach wie vor ein Riesending – immer mehr Schrittzähl-Armbänder in immer neuen Varianten sind erhältlich. Jetzt mischt auch das finnische Unternehmen Polar Electro mit. Ich habe mich in den Wald verdrückt und weder Mühen noch Bewgung gescheut, um das Polar Loop in der zweite Folge des Gadgettagebuchs auf Herz und Nieren zu testen.

So weit, durch den Regen zu joggen, bin ich bei meinem Test allerdings nicht gegangen.

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Ich, quantifiziert

Ich habe neuerdings einen Fitnesstracker, nämlich das Jawbone Up-Armband. Es zählt Schritte und erinnert mich daran, wenn ich mein Tagesziel nicht erreiche. Auch nützlich ist die geräuschlose Weckfunktion.

Ich bin seit einigen Wochen stolzer Träger eines Jawbone Up (siehe auch Der Coach am Handgelenk). Und zwar gewissermassen unabsichtlich. Als ich in den Winterthurer Letec-Laden marschiert war, wollte ich mir ein Fitbit kaufen. Aber der Verkäufer hat mich erfolgreich beschwatzt, zum Jawbone umzuschwenken – weil das doch besser aussieht (und 20 Franken teurer ist).

Ein Band, sie zu knechten… bzw. zum Sport anzuhalten.

Die Prämisse hinter der Quantified Self-Bewegung ist, dass man sich mehr bewegt, wenn man seine Daten aufzeichnet. Es wird gesagt, dass das Selbst-Monitoring zu mehr Bewegung und einer besseren Fitness führt. Ob dem wirklich so ist, müsste man auf breiter Basis erhärten. „Ich, quantifiziert“ weiterlesen

Weil jedes Schrittchen zählt

Die Moves-App verrät mehr über körperliche Aktivitäten und soll den Nutzer animieren, grössere Strecken zu Fuss und per Velo zurückzulegen.

Die Moves-App zählt jeden Schritt, den man zurücklegt, und jede Minute, die man velofährt – und das, ohne dass man ein Extra-Gadget wie das Fuelband oder Fitbit mit sich tragen müsste. Über den Bewegungssensor des iPhone registriert die App Bewegungen, zeichnet sie auf, um sie dann auszuwerten, und am Abend ein ausführliches Bewegungsprofil anzuzeigen. Man sieht nicht nur wie viel man sich bewegt hat, sondern auch wo man unterwegs war.

Links: Je dicker die Blase, desto grösser die Bewegungsfreude. Rechts: Im Bewegungsprofil sieht man nicht nur, wie viel man sich bewegt hat, sondern auch, wo man unterwegs war.

Die App kann sogar unterscheiden, ob man zu Fuss, per Velo oder rennend unterwegs war. Die einzelnen Bewegungsarten werden separat ausgewiesen, sodass man am Abend in Form von farbigen Blasen sieht, wie viele Schritte man zurückgelegt hat und wie lange man auf dem Velo sass – je grösser die Blase, desto bewegungsfreudiger war man. „Weil jedes Schrittchen zählt“ weiterlesen