Auch Amazon hat keine Chance

Ja, selbst ein Riese wie Amazon ist machtlos, wenn es um die hegemonialen Ansprüche der so genannten Rechteinhaber geht. Die machen, wir wissen es, unsinnige territoriale Ansprüche geltend. Die führen dazu, dass Inhalte nicht überall zur Verfügung stehen, sondern nur in ausgewählten, handverlesenen Ländern. Manchmal kann man diese Diskriminierung mittels VPN beenden. Manchmal auch nicht.

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Da sträuben sich dem Kapitalisten die Haare. (Bild: Money! von Thomas Galvez/Flickr.com, CC BY 2.0)

Einen solchen Fall habe ich im Beitrag Audible macht gar keine gute Figur diskutiert. Es ging darum, dass ich bei Audible.com, wo ich mein Hörbuch-Abo habe, die von Stephen Fry gelesene Fassung der Harry-Potter-Bücher nicht kaufen kann, weil in den USA eine andere Variante im Angebot ist.
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Öffnung im digitalen Büchermarkt?

Der Anteil an E-Books wächst langsam – aber er wächst. Für die Schweiz habe ich keine schlüssigen Zahlen gefunden, aber für Deutschland ist er laut dieser Grafik von 0,5 Prozent 2010 auf 4,3 Prozent angestiegen. Der E-Book-Markt habe sich «vom Nischen- zum Massenmarkt entwickelt», heisst es auch im GfK-Bericht zum Buchhandel.

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Ohne DRM ginge es schneller aufwärts.

Einer der grössten Hemmschuhe in diesem Markt ist IMHO das DRM. Es macht die E-Books schwer zu benutzen und macht aus aus ihnen ein sehr zukunfts-unsicheres Medium. Denn ob man seine digital gekauften Bücher in fünf, geschweige denn 20 Jahren noch wird öffnen können, garantiert einem niemand.

Darum habe ich mich sehr über die Meldung von heise.de gefreut, dass Piper, Ullstein und Carlsen das harte DRM abgeschafft haben und stattdessen auf ein Wasserzeichen setzen. „Öffnung im digitalen Büchermarkt?“ weiterlesen

Kummerbox goes Ebook

Das neue Buch mit den gesammelten Kummerbox-Beiträgen ist da – dieses Mal nicht, wie seine fünf Vorgänger, in gedruckter Form, sondern als Ebook im Self-Publishing-Programm von Amazon.

Der Schritt vom «normalen» zum elektronischen Buch ist ein Experiment und ein Wagnis. Der Kundenkreis der Kummerbox besteht zum kleinsten Teil aus Nerds und Early Adopters, die sich voll aufs papierlose Buch eingeschossen haben. Sie werden keinen Kindle haben und vermutlich auch nicht wissen, dass man die Kindle-Bücher per iOS-App auch am iPad und iPhone lesen kann, dass eine Android-App existiert und dass man die elektronischen Bücher über den Cloud Reader auch einfach im Browser studieren kann. Für ein Nachschlagewerk wie das Kummerbox-Buch ist das nicht der schlechteste Weg.

Das Ebook ist ideal
Aber das Ebook drängt sich für einen Titel wie «Kummerbox Kompakt» auf. Und zwar aus mehreren Gründen.

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Selber Bücher verlegen? Ein Kinderspiel!

Druckerzeugnisse lassen sich in Auflagen von ein bis wenigen Dutzend Exemplaren einfach und günstig übers Internet bestellen.

Der Digitaldruck hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht. Bei diesem Verfahren werden die Druckerzeugnisse wie beim Laserdrucker direkt vom Computer an die Maschine übergeben. Da keine Druckplatten benötigt werden, ist das Verfahren auch bei Kleinstauflagen günstig und schnell. Gleichzeitig sind immer raffiniertere Webshops entstanden, sodass man heute jegliche Drucksachen bequem per Internet bestellen kann. Man kann somit Publikationen in Farbe erstellen, ohne selbst ein entsprechendes Ausgabegerät besitzen zu müssen. Auch das Schneiden, Heften oder Binden erledigt der Dienstleister. Das kommt oft günstiger als die Eigenproduktion – zumindest, wenn man die eigene Arbeitszeit in die Rechnung miteinbezieht.
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