Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest

Das Open-Source-Programm Dropit spart Zeit und manuelle Arbeit: Es auto­mati­siert nicht nur das Verschie­ben und Ko­pieren von Dateien, sondern kann sie auch umbe­nen­nen, ver­schlüs­seln oder ent­schlüs­seln, kompri­mieren und de­kom­pri­mieren.

Wie versorgt man Dateien unter Windows am einfachsten im passenden Ordner? Diese Frage habe ich neulich ausführlich erörtert und die Schnellzugriff-Leiste im Explorer propagiert.

Diese Lösung erfüllt den Zweck, ist aus Nerd-Sicht aber nur mässig befriedigend – weil nicht sonderlich nerdig. Eine App, die diesen Anspruch erfüllt, wäre Dropzone (Dateien in Ordner und über dem Web abwerfen). Sie hat leider den Nachteil, dass es nur für den Mac existiert und scheinbar bei Windows bislang keine Nachahmung gefunden hat.

Alternativeto (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt als Alternative für Windows das Programm Dropit vor: „Dateien fallen lassen – und Windows kümmert sich um den Rest“ weiterlesen

Einmal alles zum Mitnehmen, bitte

Die Wordpress-Erweiterung WP RSS Aggregator zieht Inhalte von mehreren Quellen zusammen und zeigt sie, laufend aktualisiert, auf einer Website an – und zwar ohne, dass der Nutzer selbst einen RSS-Reader nutzen müsste. Ich schildere konkrete Anwendungsfälle.

Seit Juni 2012 gibt es in der Rubrik Werkschau und Linkstau eine Übersicht meiner neuen Artikel und Podcast, die ich in (mehr oder weniger) regelmässigen Abständen von Hand zusammenstelle.

Es gibt zwei Probleme mit dieser Übersicht: Erstens muss ich sie von Hand zusammenstellen. Und zweitens ist sie immer nur dann aktuell, wenn ich das gerade getan habe. Schon eine Woche später fehlen die allerneuesten Beiträge – also typischerweise jene, die gerade am meisten interessieren.

Ich habe mir darum überlegt, wie sich dieses Problem beheben liesse. Es bestand bis anhin in den unterschiedlichen Quellen. Da es nicht auf allen Websites einen passenden RSS-Feed gibt, kann ich die nicht automatisch zusammenziehen und in einem konsolidierten Liste anbieten, so wie es mir vorschweben würde.

Doch zum Glück gibt es dafür seit einigen Wochen eine Lösung: „Einmal alles zum Mitnehmen, bitte“ weiterlesen

Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?

Immer wieder bin ich mit der Frage kon­fron­tiert, ob es so ist, dass Face­book – oder auch Google – mitlau­schen und heraus­fin­den, worüber wir mit unseren Freunden reden, um uns dann passende Werbung zu ser­vieren. Was ist dran an dieser Ver­mu­tung?

Es gibt eine Frage, mit der in schöner Regelmässigkeit konfrontiert werde. Sie lautet: Hören die Tech-Konzerne uns via Smartphone und Computer unsere Gespräche ab? Der Ausgangspunkt ist immer der Gleiche: Jemand hat sich offline mit jemand anderem über ein Thema unterhalten und hinterher Werbung zum besprochenen Thema angezeigt bekommen.

Klar: Technisch wäre ein solcher Lauschangriff möglich: Siri, Google Assistant und Amazon Alexa zeigen auf, wie weit das Verständnis der Maschinen für gesprochene Sprache geht. Aber ist es auch wahrscheinlich, dass das passiert?

Ich erkläre gleich, was ich den Leuten jeweils auf diese Frage antworten. Aber erst eine Bitte an euch: „Was ist dran am Gerücht, dass unsere Handys und PCs uns belauschen?“ weiterlesen

Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung

Was leistet die neue smarte Sportuhr von Garmin? Was ist neu im Vergleich zur Fēnix 5 und anders als bei der Apple Watch Series 7? Ein Testbericht in sieben Kapiteln.

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich vor fünf Jahren die Fēnix 5S von Gramin getestet habe. Ich hielt sie für okay, habe mich aber an den Benachrichtigungen gestört. Infolgedessen war meine Besprechung nicht gerade euphorisch.

Die alte rechts hat mich während bald fünf Jahren begleitet. Wie schlägt sich die Neue im Vergleich?

Doch siehe da: Ich habe die Uhr bis vor kurzem getragen und sie nur abgelegt, um die Fēnix 7S zu testen, um die es hier gleich gehen wird. Das zeigt, wie wichtig Langzeittests sind. Der erste Eindruck ist zwar selten falsch, aber nicht immer vollständig.

Verborgene Tugenden – wie die Zuverlässigkeit und die Qualitäten beim Sport – zeigen sich erst nach und nach im Alltag. Und es gab noch zwei weitere Funktionen, die ich erst mit der Zeit entdeckt und im Beitrag Smarte Uhrdreingaben dargelegt habe.

Ich habe die 5S seinerzeit vor allem als universelle Smartwatch getestet:  „Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung“ weiterlesen

Familie Lobo hat jetzt einen Podcast

In «Feel The News» besprechen Juliane und Sascha Lobo die Aktua­lität und den Umgang der sozialen und tra­ditio­nellen Medien mit der­sel­ben. Und ich überdenke – womöglich – meine Haltung, keine Podcasts von mit­einan­der verhei­rate­ten Pod­castern an­zu­hören.

Sascha Lobo ist der Mann, der mit Andreas Thiel eine Gemeinsamkeit hat – nämlich einen aufgereckten roter Kamm, den er an der Stelle trägt, wo sich beim durchschnittlich bünzligen Mann ein gepflegter Mittelscheitel befindet. Dass beide ein Bedürfnis haben, sich von der Masse abzuheben, ist äusserlich sichtbar.

Aber zum Glück tun die beiden das auf unterschiedliche Weise. Thiel vertritt libertäre Positionen, die meines Erachtens egoistisch und schädlich für die Gesellschaft sind. Lobo hingegen hat einen Sinn für die Gemeinschaft und hat oft kluge Gedanken zum Zusammenleben und auch zur fortschreitenden Digitalisierung: „Familie Lobo hat jetzt einen Podcast“ weiterlesen

Ein heisser Tipp für Fotografen, die gerne mal am Hungertuch nagen

Eyeem.com ist eine sympa­thische Foto-Com­munity, die ähnlich viel Spass macht wie seiner­zeit Flickr. Die Begeis­terung verfliegt schnell, wenn man über­legt, seine Bilder über diese Platt­form zum Verkauf anzu­bie­ten.

Das Internet ist nicht für einfache und schnelle Verdienstmöglichkeiten bekannt, sondern eher für die Unmengen an Gratis-Inhalten. Die sind eine harte Konkurrenz für Leute, die ihre Arbeit verkaufen möchten – namentlich Fotografen. Im Geschäft mit den Bildern findet seit Jahren ein brutaler Preiszerfall statt. Der geht so weit, dass von Profis verlangt wird, sich in «Exposure» statt mit Geld bezahlen zu lassen (So geht die Fotografie den Bach hinunter).

An dieser Stelle muss ich ehrlicherweise zugeben, dass ich ein Profiteur dieser Situation bin: „Ein heisser Tipp für Fotografen, die gerne mal am Hungertuch nagen“ weiterlesen

Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts

So toll es ist, Anwender zu sein – der richtige Spass geht los, wenn man selbst Hand anlegt, Code schreibt und sich seine Web­site zurecht­biegt. Allerdings droht die Gefahr, dass man vor lauter Eupho­rie die Ver­häl­tnis­mäs­sig­keit aus den Augen verliert.

Dank meines Projekts 2020 hatte ich Gelegenheit, noch etwas mehr an WordPress herumzubasteln. Bei diesem Projekt ging es darum, meine seit dreissig Jahren gepflegte Artikeldatenbank ins Web zu bringen.

Nachdem ich verschiedene Wege ausprobiert habe, bin ich bei WordPress gelandet. Ich habe den Import via CSV vorgenommen, anschliessend die Suchmöglichkeiten meinen Bedürfnissen angepasst und Hand an das Theme gelegt, dass die zusätzlichen Datenbankfelder angezeigt werden.

Das Resultat kann sich sehen lassen; es ist unter archiv.matthiasschuessler.ch zu finden.

Nachdem die hauptsächliche Arbeit erledigt war, hatte ich das Vergnügen, mich um einige Details zu kümmern. Zu diesen Details gehören folgende Dinge: „Das perfektionistische Ende eines überambitionierten Projekts“ weiterlesen

Zehn Tipps für die Fritzbox

Ob Kinder­siche­rung, VPN, Prio­ri­sie­rung von Gaming oder Streaming, Feh­ler­be­he­bung und Telefo­nie: Die Router von AVM haben jede Menge nütz­licher Funk­tio­nen zu bieten.

Neuerdings verwende ich für den Internetzugang zu Hause eine Fritzbox. Wie hier beschrieben, bescherte mir Wi-fi 6 einen grandiosen Temposchub, den ich längst nicht mehr missen möchte.

Ausserdem bekomme ich die Gelegenheit, Router-Tipps vom Stapel zu lassen. Die wären zwar schon fürs Vorgängermodell infrage gekommen, zumal der Turris-Omnia eine netzwerktechnische Wundertüte ist. Aber da dieser Router nur eine geringe Verbreitung hat und die meisten Leute, die ihn besitzen, mehr vom Thema verstehen als ich, wäre das vergebliche Liebesmüh gewesen.

Bei der Fritzbox 5530 ist das anders – wobei ich explizit nicht behaupten will, dass die meisten Besitzer eines solchen Routers weniger Ahnung von ihm haben als ich. Nein: „Zehn Tipps für die Fritzbox“ weiterlesen

Wie sich Spotify noch viel tiefer reingeritten hat

Die Podcast-Strate­gie des Streaming-Anbieters ist ein Debakel. Doch statt Fehler zu beheben, macht der Chef, Daniel Eck, unhalt­bare Ver­spre­chen und behauptet, er habe ver­stan­den, wäh­rend seine Plan­losig­keit un­über­seh­bar ist.

Neulich habe ich mir eine Folge von Spotifys Exklusiv-Podcast «The Joe Rogan Experience» (JRE) angehört. Danach war ich drauf und dran, mein Abo zu kündigen. Denn diese Produktion legt schonungslos offen, dass sich Spotify der gesellschaftlichen Verantwortung nicht bewusst ist, die auch ein Tech-Unternehmen zu tragen hat. Sie zeigt, dass Spotify nur das eigene Wachstum im Blick hat. Wie schon früher analysiert, will der Streamingdienst zur massgeblichen Audio-Plattform avancieren – und dazu sind alle Mittel recht.

Man könnte an dieser Stelle Spotify zugutehalten, dass das ein Ausrutscher war. Vielleicht haben sie es versäumt, sich vor dem Exklusiv-Deal mit Joe Rogan eine seiner Shows anzuhören. Vielleicht ist die auch erst in der letzten Zeit in die verschwö­rungs­ideo­logi­schen Gefilde und in die Wissen­schafts­feind­lich­keit abgeglitten. Vielleicht hat Spotify diesem Aspekt auch zu wenig Bedeutung beigemessen und sich auf den Standpunkt gestellt, es handle sich um harmlose Unterhaltung.

Das ist alles denkbar. Es wäre ein Beleg für eine eklatante Führungsschwäche im Konzern. Aber es wäre noch etwas: „Wie sich Spotify noch viel tiefer reingeritten hat“ weiterlesen

Warum ich drauf und dran bin, mein Spotify-Abo zu künden

Ist Spotifys teurer Exklusiv-Podcast so schlimm, wie alle behaup­ten? Ich habe mir eine Folge von «The Joe Rogan Expe­rience» angehört. Eine so trauma­tisie­rende Erfah­rung, dass ich nicht sicher bin, ob ich noch länger Kunde bei diesem ignoranten Streaming­dienst sein mag.

Spotify hat mir in letzter Zeit mehrere Gelegenheit gegeben, mich herzhaft aufzuregen. An dieser Stelle geht es um das grosse Ärgernis: die Sache mit dem Podcast des Herrn Rogan, den sich der schwedische Streamingdienst für viel Geld einkauft, ohne sich vorher zu überlegen, welche Probleme das verursachen könnte. Ich habe mir eine Folge angehört, was um ein Haar mit der Kündigung meines Streaming-Abos geendet hätte. Ich habe es nicht getan – zumindest vorerst nicht.

Für Leute, die mit der Materie nicht vertraut sind: Joe Rogan wird als Comedian gehandelt, kennt sich gemäss Wikipedia mit Kampfsportarten aus und hat im US-Fernsehen Karriere gemacht. Im Mai 2020 hat er einen exklusiven Deal mit Spotify abgeschlossen und dafür einen hoch dotierten Vertrag erhalten. Damals war von hundert Millionen US-Dollar die Rede gewesen. Mitte Februar konnte man in der «New York Times» lesen, dass es wohl eher zweihundert Millionen gewesen sind.

Ist der Mann das Geld wert? „Warum ich drauf und dran bin, mein Spotify-Abo zu künden“ weiterlesen