Windows 8, es ist vollbracht

Microsofts grosses Betriebssystem-Update ist in der finalen Version bei den Entwicklern angekommen. Es fällt auf, dass viele der Apps noch einen unausgereiften Eindruck machen und der Windows-Store ein überschaubares Angebot aufweist. Und viele der Neuerungen wirken noch als Fremdkörper.

… hat Steven Sinofsky gestern gestossseufzt (vermute ich). Ein grosses Projekt ist vollbracht. Windows 8 hat in der finalen Version die Entwicklergemeinde erreicht. Die fertige Version ist über Microsofts Developer Network (MSDN) erhältlich. Die Verbraucher können es dann ab 26. Oktober kaufen und verbrauchen (wie sich das für Verbraucher gehört).

Ich habe mir die Version heruntergeladen und bringe nachfolgend einige Beobachtungen zu… naja, nicht zu Papier, aber zu Internet.

Erste Beobachtung: Gegenüber der ersten Version, dem Developer Preview hat sich einiges getan (hier besprochen). Die Unterschiede zum Consumer Preview (hier) sind dagegen marginal. Die offensichtlichste Neuerung besteht darin, dass der Beta-Fisch verschwunden ist und durch Blumen ersetzt wurde. Durch Margeriten, wenn ich das als Flora-Nilpe richtig sehe.

Blüte statt Fisch.

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Der Berglöwe markiert sein Territorium

Mountain Lion alias OS X 10.8 hält viele Neuerungen bereit. Manches ist nützlich, anderes unausgegoren und drittes eine Verschlimmbesserung.

Besprechungen von Mountain Lion alias OS X 10.8 gibt es viele, zum Beispiel die von Kollega Zedi. Ich darf hier aber breittreten, was mir so aufgefallen ist (und übrigens: Einen Vergleich von OS X 10.8, Windows 8 und Windows Phone 8 lest ihr hier):

Softwareaktualisierung

Sie bringt nicht mehr nur die im Mac App Store gekauften Programme auf den neuesten Stand, sondern auch das System. Das ist folgerichtig und ein grosser Vorteil gegenüber Windows, wo viele Programme ihre eigenen Updater verwenden, die darum wetteifern, wer jetzt zuerst seinen Patch herunterladen darf.

Sieht am Kopf etwas ausgehungert aus, hat aber eine Menge Fleisch auf den Rippen.

Benachrichtigungen

Die sind bei einem modernen Betriebssystem eigentlich unverzichtbar und man fragt sich, warum es sie nicht schon seit zehn Jahren gibt. Auch hier ist Windows das Negativbeispiel: Modale Dialoge, die sich mit irgendwelchen Nichtmeldungen in den Vordergrund drängen, der Infobereich, der Sprechblasen absondert und all die Programme, die sich auf diese oder jene Weise in den Vordergrund drängen – das ist uneinheitlich und lästig.
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Die Krux mit den Sonderzeichen

Eine Reihe von Fragen werden der Tagesanzeiger-Kummerbox häufig gestellt. Ein solcher Dauerbrenner sind die falschen Sonderzeichen und Umlaute. Diese gibt es immer seltener auf Websites. Bei E-Mails trifft man sie aber auch heute noch regelmässig an.

Dieses Problem gehört zu der ästhetischen Sorte. Ein Mail lässt sich trotzdem lesen und verstehen, wenn anstelle von ä, ü und ö seltsame Sonderzeichen, hierzulande nicht gebräuchliche Akzente, Codes oder Kästchen stehen. Lästig ist diese Sache allemal – vorwiegend dann, wenn man hört, dass man selbst der Urheber von solchem Zeichensalat ist.

Um zu verstehen, warum das Problem überhaupt entstanden ist, muss man sich vor Augen führen, wie Computer überhaupt Texte speichern und übermitteln. Auch die modernen Betriebssysteme und Anwendungsprogramme verwenden ein System, das tief in die Computer-Steinzeit zurückreicht. Die ASCII-Codierung wurde am 17. Juni 1963 von der American Standards Association (die US-amerikanische Normierungsbehörde, die heute American National Standards Institute heisst). „Die Krux mit den Sonderzeichen“ weiterlesen

Besser als Android

Windows Phone 7 Mango, getestet mit dem HTC Titan X310e: Microsoft hat innovative Ideen, die Googles Handy-Betriebssystem und manchmal sogar die iPhone-Software alt aussehen lassen.

Und fast so gut wie iOS – und in einzelnen Bereichen sogar unverkennbar besser. Das ist mein Eindruck von Windows Phone 7 Mango, das ich momentan auf dem HTC Titan X310e teste (Testgerät von HTC).

Ent- und gesperrt: Das HTC Titan mit Windows Phone 7 Mango.

Auffällig am Titan ist, wie könnte es bei dem Namen anders sein, die Grösse: Es ist anderthalb Zentimeter länger und einen Zentimeter breiter als das iPhone (132 × 71 × 10 vs. 115 × 59 × 9 Millimeter), aber nicht sehr viel schwerer (160 gegenüber 140 Gramm). Das Display ist mit 4,7 Zoll riesig – 3,5 Zoll sind es beim iPhone. Bei der Auflösung hat das iPhone die Nase vorn. Das Retina-Display zeigt 960 × 640 Pixel gegenüber 800 × 480 Pixeln beim HTC. „Besser als Android“ weiterlesen

Wegweiser durch den E-Mail-Konfigurations-Dschungel

Wie stellt man sein Mailprogramm ein, damit Mails richtig dargestellt und problemlos verschickt werden können? Das ist seit Jahren eines der brennendsten Kummerbox-Themen. Hier eine aktualisierte Übersicht der wichtigen Optionen.

Trotz sozialen Netzwerken, WhatsApp, Skype und Facebook Messenger ist für viele Leute noch immer das E-Mail der wichtigste Kommunikationskanal im Internet. Das erklärt auch, dass die scheinbar banale Frage der richtigen Konfiguration des Mailprogramms die Gemüter noch immer zu erhitzen vermag. Soll man Mails formatiert oder besser als Nur-Text verschicken? Farbenfroh und mit Smileys geschmückt oder doch lieber schlicht und sachlich? Gehört die Signatur an den Anfang oder ans Ende der Nachricht?

Das Fragen des persönlichen Geschmacks. Wichtig ist allerdings, dass man seine Mails so verschickt und empfängt, wie man es möchte – und die Konfiguration nicht dem Zufall oder den Default-Einstellungen des Herstellers überlässt. Und dabei hilft die folgende Übersicht der Kummerbox: „Wegweiser durch den E-Mail-Konfigurations-Dschungel“ weiterlesen

Das König der Betriebssysteme?

Mac OS X Lion in einem ersten Augenschein: Die Installation via Store ist ungewohnt, funktioniert aber bestens. Einige Dinge sind gewöhnungsbedürftig – die neue Scrollrichtung ist es nicht, der Umgang mit Dokumenten aber schon.

Da ist es also, das König der Betriebssysteme. Lion heisst es und muss die Version sein, nach der sich Apple etwas Neues einfallen lassen muss. Denn was soll nach dem Löwen noch kommen? Das Walross? Das Moskito? Das Einhorn? Sind ja nicht mal Raubkatzen.

Also, eigentlich wollte ich über diesen Blogpost den Titel «Mässig gebrüllt, Lion» setzen, was von meiner Produzentin aber nicht gebilligt wurde. Das sei als Titel so langweilig, dass man es eher im «[Titel einer langweiligen Publikation deiner Wahl einsetzen, bitte]» lesen würde.

Beim ersten Datei-Kopieren gibt es auch gleich den ersten Absturz.

Wie auch immer. Das König der Betriebssysteme fällt dadurch aus, dass es via Mac-App-Store installiert wird. Das funktioniert einwandfrei und ich schätze es sehr, dass mir der Aufwand des DVD-Einschiebens erspart bleibt. Noch mehr schätze ich es, dass ich mir nach der Installation nicht überlegen muss, wo ich das gebrauchte Medium in der bereits übervollen Betriebsystem-Datenträger-Schublade unterkriege. Benachteiligt sind Leute, die keine schnelle Internetverbindung haben. Oder die bislang nicht auf Snow Leopard umgestiegen sind. Die erfahren ein weiteres Mal, dass Apple Update-Verweigerer nicht mag. „Das König der Betriebssysteme?“ weiterlesen

WP7¹

Das Optimus 7 (Typenbezeichnung LG-E900) mit Phone 7 im Test: Microsoft ist ein grosser Wurf gelungen und das neue Smartphone-Betriebssystem eine echte Bedrohung für Android.

Mir ist neulich ein Mobiltelefon des Modells LG-E900 («Optimus 7») in die Hände gefallen, dessen bemerkenswerteste Eigenschaft darin besteht, mit Windows Phone 7 zu laufen – Microsofts neuem Betriebssystem für Mobiltelefone.

Design

Auffällig ist, dass ausser Apple kein Mobiltelefonhersteller gewillt oder fähig ist, beim Design einen eigenen Stil zu entwickeln. Auch LG macht Smartphones, die wie irgendein Nicht-Apple-Smartphone aussehen. Das einzige, was man als eigenständige Idee werten könnte, „WP7¹“ weiterlesen