Die Welt durch die Augen des Google-Bots

Der User-Agent Switcher ist eine nützliche Erweiterung für Firefox, mit der man den User Agent umschalten kann. Je nach Einstellung gibt sich Firefox dann nicht mehr als Firefox unter Windows, sondern als Safari unter Mac OS, als Edge-Browser unter Windows oder als Android-Telefon oder sonst ein Gerät bzw. eine Software aus.

Das ist nützlich, wenn man Websites testen muss, die sich auf den einzelnen Geräten unterschiedlich verhalten sollen. Ich brauche diese Erweiterung aber aus einem trivialeren Grund: Ich betreue bei Publisher.ch bekanntlich den Downloadbereich. Da dort sowohl die Windows- als auch die Mac-Versionen der Programme angeboten werden, muss ich beides herunterladen. Viele Websites nehmen dem Nutzer die Arbeit ab, die passende Variante wählen zu müssen – mit dem unerfreulichen Nebeneffekt, dass ich die Mac-Version nicht herunterladen kann, wenn ich einen Windows-Computer benutze. Damit ich dazu keinen Mac bemühen muss, schalte ich einfach den User Agent um. Das klappt in den meisten Fällen hervorragend.

Eine Schreckreaktion? So sieht Google aus, wenn man mit User Agent «Googlebot» surft.

Lustig ist nun, dass man die Einstellung bei User Agent nun auch auf exotische Dinge wie Google Bot einstellen kann. Und das, von Neugierde getrieben, auch sogleich tut. „Die Welt durch die Augen des Google-Bots“ weiterlesen

Suchmaschinen? Miese Versager sind sie alle!

Ich predige immer mal wieder die angewandte Google-Skepsis. Und die Berichte von Googles Aktivitäten in China machen meine Vorbehalte nicht eben kleiner: «The Intercept» hat über den Prototypen einer chinesischen Suchmaschine berichtet, die ziemlich evil klingt: Dragonfly würde zensurierte Resultate ausliefern und gleichzeitig die Suchanfragen mit der Telefonnummer des Suchenden koppeln. Was das bedeuten könnte, wird von Menschenrechtsgruppen im Beitrag so gesagt:

It could result in the company “directly contributing to, or [becoming] complicit in, human rights violations.”

Aus dem Grund halte ich immer ein Auge nach Suchmaschinen offen, die man anstelle von Google nutzen könnte. Zum Beispiel Bing (Wieso nicht mal ein bisschen bingen?), Duck Duck Go oder Startpage.com – bei dieser Suchmaschine sucht man via Google, aber anonymisiert.

Die verwanden Begriffe, die Swisscows bereithält, sind eine charmante Idee – aber mehrheitlich unbrauchbar.

Da gibt es auch qwant.com – eine Suchmaschine, die den Nachteil hat, dass man sich nach kurzer Zeit nicht mehr an die korrekte Schreibweise erinnern kann. Quant? Quwant? Qwuant? Vielleicht ist das in Frankreich weniger ein Problem, wo die Suchmaschine beheimatet ist. Jedenfalls legt sie mehr Wert auf den Datenschutz und durchsucht auch News, soziale Kanäle wie Twitter, sowie Musik. Und das neue Design ist recht hübsch, wie ich finde.

Und erinnert sich noch jemand an die Schweizer Suchmaschine? „Suchmaschinen? Miese Versager sind sie alle!“ weiterlesen

Die Google-Bildersuche flicken

Googles Bildersuche sucht nach Bildern: Das war seinerzeit (2011) eine grandiose Erkenntnis. Knapp sieben Jahre später ist es eine Banalität. Leute wie ich nutzen die Bildersuche die ganze Zeit, denn wer Blogbeiträge und Zeitungsartikel zu illustrieren hat, der hat einen grossen Bilderbedarf. Natürlich gibt es auch Alternativen: Für die professionelle Arbeit Keystone und die Bilderdatenbank von Reuters. Und für die Bloggerei Bilder zum freien Gebrauch. Doch die Bildersuche von Google bietet eine schnelle Übersicht, in welche Richtung man suchen könnte, wenn man keinen Geistesblitz hat. Und man kann unter Nutzungsrechte auch nach Bildern mit einer passenden Creative-Commons-Lizenz suchen – auch wenn ich nicht verstehe, warum ich die Tools-Leiste jedes Mal wieder einblenden muss.

So hat man früher Bilder gesucht. (Bild: gratisography.com, CC0)

Nun hat die Bildersuche vor Kurzem etwas an Nutzen verloren. Schuld war, wie man lesen konnte, ein Streit mit der Bildagentur Getty (von der man auch Bilder im Blog einbetten kann, siehe hier). Google hat im Resultat den Knopf entfernt, mit dem man ein Bild in der Bildersuche direkt öffnen konnte. Das hat, nach Ansicht von Getty, die Bildersucher abgehalten, die Fotos über die ursprüngliche Webseite aufzurufen. Ich kann dieser Argumentation nicht so ganz folgen, da Getty die Bilder zur Voransicht nur niedrig aufgelöst und mit Wasserzeichen anbietet. „Die Google-Bildersuche flicken“ weiterlesen

Ungewöhnlicher Datenverkehr

Ab und zu erhalte ich von Google eine Warnung, die darauf schliessen lässt, dass mich ein Algorithmus für einen Bot oder für sonstwas hält – jedenfalls nicht für einen normalen User. Darf ich das als Kompliment verstehen?

Wie mich Google gelegentlich sieht. (Bild: Unitron Sentinel von Pascal/Flickr.com, CC0 1.0)

In unschöner Regelmässigkeit begegne ich beim Googeln unten abgebildeter Botschaft. Sie heisst:

Unsere Systeme haben ungewöhnlichen Datenverkehr aus Ihrem Computernetzwerk festgestellt. Diese Seite überprüft, ob die Anfragen wirklich von Ihnen und nicht von einem Robot gesendet werden. Warum?

Klickt man auf Warum, erscheint folgende Begründung:
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Bingen statt googeln?

Es ist nicht verkehrt, nebst Google einige Ausweichmöglichkeiten bereitzuhalten. Duck Duck Go – oder aber auch Microsofts Suchmaschine. Für letztere halte ich hier einige Tipps bereit.

In diesem Blog war schon öfters die Rede davon, wie sinnvoll es doch wäre, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren. Weil Google gerne Produkte killt – und weil zu viel Google ein Klumpenrisiko darstellt. Bei mir ist die Idee des Google-Fastens in letzter Zeit virulenter geworden. Einer meiner Arbeitgeber hat sich entschieden, von Microsoft Office auf die Google-Apps umzusatteln. Was bedeutet, dass noch mehr Informationen über meine Arbeit beim Suchmaschinengiganten landen.

Bislang bekam der die mittels Suchmaschine unternommenen Anfänge meiner Recherchen mit. Wenn ich nun Texte in die Google-Apps hineinschreibe, dann landet auch das Ende meiner Recherchen bei Google. Das will mir nicht so recht behagen. Ich schreibe meine Texte zwar meist direkt ins Redaktionssystem oder ins CMS hinein. Viele meiner Kollegen handhaben das indes anders. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Eine berechtigte Frage!

Das Projekt der partiellen Google-Entsagung kann man in die Tat umsetzen, indem man periphere Produkte absägt und beispielsweise auf den Chromecast verzichtet. Was zugegebenermassen keine echte Überwindung kostet. Man könnte aber auch den Stier bei den Hörnern packen und die radikale Google-Diät in Angriff nehmen. Sprich: Auf die Suchmaschine verzichten. Ich konnte mich, trotz mehrerer Anläufe, nicht dazu durchringen. Zu routiniert ist die Arbeit mit Google, als dass ich mich so ohne weiteres in den Bing state of mind versetzen könnte.

Vielleicht helfen als Anreize da ein paar nette Tricks zu Bing? Ein Versuch ist es wert!
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Google den Meister zeigen

Schneller zu den richtigen Suchresultaten geraten, die effizient sichten und bewerten – und dabei obendrein die Privatsphäre wahren: Das geht mit diesen Tricks für die weltbekannteste Suchmaschine.


Richtig googeln kann längst nicht jeder.

In der jüngsten Ausgabe der digitalen Patentrezepte geht es um die effektive Informationssuche im Internet. Da steht natürlich die bekannteste Suchmaschine aller Suchmaschinen im Zentrum – aber es gibt auch Tipps zur Konkurrenz: Bing, startpage.com und zur Möglichkeit, direkt bei Wikipedia nachzuschlagen.

Und als Da Capo: „Google den Meister zeigen“ weiterlesen

Google-Suchresultate ausgedünnt

Über die «Blocked Sites» hält man unerwünschte Sites aus Google fern – besonders praktisch für die lästigen Aggregatoren.

Google tut alles, um die Suchresultate mit vielen Zusatzinformationen anzureichern. Die Liste wird mit Beiträgen aus Google Plus gewürzt – das nennt sich Search plus your World. Eine neue Errungenschaft ist auch der Knowledge Graph. Diese Funktion zeigt neben den Suchresultaten lexikalische Informationen an. Bei einer Suche nach Persönlichkeiten, Unternehmen, Ländern oder Städten erhält man so ein «vollständigeres Bild» als mit der normalen Suche, wie Google meint. Der Knowledge Graph erscheint auch bei google.ch, aber nur, wenn man die Sprache auf Englisch umstellt.

Ein Filter für die Google-Suche.

Nun kann sich auf den Standpunkt stellen, dass weniger mehr wäre. Auch dafür bietet Google eine Möglichkeit – allerdings gut versteckt in den Einstellungen. „Google-Suchresultate ausgedünnt“ weiterlesen

Genau hinsehen bei Googles personalisierter Suche

Die Resultate der Websuche werden mit Treffern von Google Plus und Picasa angereichert. Was ist davon zu halten?

Search, plus Your World ist Googles neuestes Kind: Die Suche wird mit sozialen Infos angereichert: Mit Posts von Google+, und mit Fotos aus Googles sozialem Netz und von Googles Bilderdienst Picasa.

Da fragt man sich, ob sozial gefilterte Resultate wirklich besser sind als unpersönliche, und ob Google seine eigene Plattform + über Gebühr bevorzugt. Ich bin über die Neuerungen bei Google nicht glücklich; schon die InstantSearch war für mich keine überzeugende Neuerung. Ich würde vorerst aber nicht so weit gehen wie gizmodo.com, wo man findet, damit habe Google soeben Bing zur besten Suchmaschine gemacht.

Google-Plus-Postings metastasieren in die Liste der Suchresultate.

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Schneller googeln und bingen geht nicht

Indem man in Firefox seinen Lieblings-Suchmaschinen Schlüsselwörter zuweist, recherchiert man schneller im Netz als je zuvor.

Welches ist der schnellste Weg, in Firefox eine Suche zu starten? Klar, via Suchfenster, das man am besten mit der Tastenkombination Ctrl + k anspringt.

Das funktioniert gut, solange man nicht die Suchmaschine wechseln will. Wenn als Suchmaschine Google eingestellt ist, man, aus welchem Grund auch immer, etwas «bingen» – oder auf Wiki nachschlagen – will, ist dieser Weg nicht sehr effizient. Man muss erst über das Dropdown-Menü auf die passende Suchmaschine umschalten, dann den Begriff eingeben und die Suche starten.

Recherchemöglichkeiten hinterlegen

Folgender Trick hilft, hier einige wertvolle Sekunden einzusparen: Man klicke im Dropdown-Feld des Firefox-Suchfeldes auf Suchmaschinen verwalten. Im Dialog gibt es nun die Möglichkeit, für jede Suchmaschine ein Schlüsselwort zu erfassen:

Die Suchmaschinen mit den hinterlegten Schüsselwörtern.

Das sollte man tun, wobei ich empfehle, diese möglichst kurz zu halten. Also zum Beispiel g für Google, b für Bing, w für Wikipedia und wa für Wolfram-Alpha.
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Wie cool ist cuil?

Cuil.com tritt an, Google vom Suchmaschinen-Thron zu stossen. Ein verdienstvolles, aber auch ambitioniertes und vermutlich aussichtsloses Unterfangen.

Eine neue Suchmaschine erblickt das Licht der Bildschirme: www.cuil.com. Gesprochen wird das als «cool» und die Technologie stammt (laut wired.com) von einer erfahrenen Frau: Anna Patterson hat 2004 Suchmaschinentechnologie an Google verkauft und nun mit 33 Millionen Risikokapital im Rücken die neue Suchmaschine gestartet.

Eine Alternative zu Google?

Aus dem Stand wird der Suchmaschinenkönig nicht vom Thron gestossen, aber ein erster Blick auf cuil stimmt hoffnungsfroh. „Wie cool ist cuil?“ weiterlesen