Die Health-App ist ein Witz

Bin ich der einzige, der sich über die Health-App von Apple wundert?

Nicht über den Sinn und Zweck dieser App. Der ist mir klar, und ich halte ihn für sinnvoll. Die Bedenken, die andere wegen der Privatsphäre haben, teile ich nicht und ich bin ein Fan vom Quantified Self.

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Links: Was genau bedeutet die Spitze?
Rechts: Ohne Hilfslinien lässt sich nur schwer abschätzen, wie hoch die Spitzen wirklich sind.

Ich wundere mich allerdings über diese grafischen Auswertungen in der App. Man sieht ein Liniendiagramm, das die Aktivitäten über den Tag darstellen soll. Eine Spitze beim Diagramm Gehen heisst, dass man in der Zeit besonders viele Schritte zurückgelegt hat. Aber was für eine Masseinheit die y-Achse zeigen soll, ist mir nicht klar: Schritte pro Stunde vielleicht? Das wäre nicht sinnvoll, weil komische Dinge herauskommen würden, wenn man einen kurzen Spaziergang über die Stundengrenze hinweg machen würde. Vielleicht wird auch in kleineren Zeiteinheiten abgerechnet, fünf oder zehn Minuten, beispielsweise, oder Bewegungsphasen zusammengenommen und als addierte Peaks dargestellt. Aber um seine Daten interpretieren zu können, müsste man wissen, was genau man sieht. Eigentlich logisch.
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Das Nonplusultra bei der mobilen Klangversorgung?

Ich war neulich trotz des hier geschilderten Kopfhörer-Lebensverlängerungstricks gezwungen, mir neue Ohrstöpsel anzulachen. Nach einer rekordverdächtigen Einsatzzeit von mindestens anderthalb Jahren waren meine Shure SCL2 Ende letzten Jahres endgültig durch. Zu konstatieren war ein offener Kabelbruch an der Stelle, wo sich die Adern für den rechten und den linken Ohrhörer trennen.

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Ich musste mich nach neuen Kopfhörern umsehen und bin nach einer ausführlichen Internetrecherche auf die SoundSport In-Ear verfallen. Und so schwer es mir auch fällt, ein vorbehaltloses Lob auszusprechen: Das sind die besten Kopfhörern, die ich je getragen habe. „Das Nonplusultra bei der mobilen Klangversorgung?“ weiterlesen

Ich bin fit, und ich kann es beweisen

Quantified self ist nach wie vor ein Riesending – immer mehr Schrittzähl-Armbänder in immer neuen Varianten sind erhältlich. Jetzt mischt auch das finnische Unternehmen Polar Electro mit. Ich habe mich in den Wald verdrückt und weder Mühen noch Bewgung gescheut, um das Polar Loop in der zweite Folge des Gadgettagebuchs auf Herz und Nieren zu testen.


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Rohe Bewegungsdaten

Gestern habe ich im Beitrag Herr seiner Bewegungsdaten werden beschrieben, wie man die Daten der Schrittzähler-App Moves am Computer auswertet.

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Wie ein Spaziergang in der Moves-App erscheint…

Mit dem Webdienst Moves raw JSON Export von Joost Prattel exportiert man seinen ganzen Datenbestand in einem Rutsch als JSON-Datei. Das geht wie folgt:

Als erstes steuert man moves-export.herokuapp.com an – am besten tut man das mit dem Computer, auf den man die Daten herunterladen möchte. „Rohe Bewegungsdaten“ weiterlesen

Herr seiner Bewegungsdaten werden

Die Moves-App wurde in diesem Blog bei einer früheren Gelegenheit gelobt. Seit einiger Zeit ist es möglich, die Schrittzähler-App mit anderen Apps zu verbinden – darüber haben wir auch in unserer Digital-Sendung zum Reisen mit dem Smartphone berichtet.

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Per moves-export.com exportiert, via gpsies.com konvertiert und bei Google Earth importiert und visualisiert.

Eine Verbindungsmöglichkeit eröffnet Moves Export. Der Dienst holt sich die Daten ab und stellt auf moves-export.com eine detaillierte Analyse bereit – viel umfangreicher, als in der Moves-App selbst. In den Weekly Summaries überblickt man die letzten zehn Wochen, die nach Aufenthaltsorten aufgeschlüsselt werden: „Herr seiner Bewegungsdaten werden“ weiterlesen

Ich, quantifiziert

Ich bin seit einigen Wochen stolzer Träger eines Jawbone Up (siehe auch Der Coach am Handgelenk). Und zwar gewissermassen unabsichtlich. Als ich in den Winterthurer Letec-Laden marschiert war, wollte ich mir ein Fitbit kaufen. Aber der Verkäufer hat mich erfolgreich beschwatzt, zum Jawbone umzuschwenken – weil das doch besser aussieht (und 20 Franken teurer ist).

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Ein Band, sie zu knechten… bzw. zum Sport anzuhalten.

Die Prämisse hinter der Quantified Self-Bewegung ist, dass man sich mehr bewegt, wenn man seine Daten aufzeichnet. Es wird gesagt, dass das Selbst-Monitoring zu mehr Bewegung und einer besseren Fitness führt. Ob dem wirklich so ist, müsste man auf breiter Basis erhärten. „Ich, quantifiziert“ weiterlesen

Weil jedes Schrittchen zählt

Die Moves-App verrät mehr über körperliche Aktivitäten und soll den Nutzer animieren, grössere Strecken zu Fuss und per Velo zurückzulegen.

Die Moves-App zählt jeden Schritt, den man zurücklegt, und jede Minute, die man velofährt – und das, ohne dass man ein Extra-Gadget wie das Fuelband oder Fitbit mit sich tragen müsste. Über den Bewegungssensor des iPhone registriert die App Bewegungen, zeichnet sie auf, um sie dann auszuwerten, und am Abend ein ausführliches Bewegungsprofil anzuzeigen. Man sieht nicht nur wie viel man sich bewegt hat, sondern auch wo man unterwegs war.

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Links: Je dicker die Blase, desto grösser die Bewegungsfreude.
Rechts: Im Bewegungsprofil sieht man nicht nur, wie viel man sich bewegt hat, sondern auch, wo man unterwegs war.

Die App kann sogar unterscheiden, ob man zu Fuss, per Velo oder rennend unterwegs war. Die einzelnen Bewegungsarten werden separat ausgewiesen, sodass man am Abend in Form von farbigen Blasen sieht, wie viele Schritte man zurückgelegt hat und wie lange man auf dem Velo sass – je grösser die Blase, desto bewegungsfreudiger war man. „Weil jedes Schrittchen zählt“ weiterlesen

Was man mit GPS-Logs anstellen kann

Navigationsgeräte oder GPS-Logger registrieren bei Touren, Reisen oder Fahrten ins Blaue akkurat die zurückgelegte Strecke. Diese Daten lassen sich auf vielfältige Weise analysieren.

GPS-Logger sind günstig – für unter hundert Franken kriegt man ein Gerät, das in kurzen Intervallen die Position ermittelt und sie in einer Datei festhält. Diese Datei enthält den Track, also die gesamte Strecke, die man auf einer Tour zurückgelegt hat. Man kann den Track dazu verwenden, seine Fotos mit den Koordinaten des Aufnahmeorts zu versehen. Er gibt aber auch Auskunft über die zurückgelegte Strecke, berechnet die überwundene Höhendifferenz und kann sie als Höhenprofil darstellen. Und es ist möglich, die Informationen in Google Earth zu visualisieren oder in Wander- oder Sport-Communities online zu veröffentlichen.

Allerdings sind die Rohdaten, wie sie aus dem GPS-Logger kommen, kaum brauchbar. Erst mit den richtigen Programmen, mit denen man sie konvertieren, visualisieren und bearbeiten kann, werden sie nutzbar. Vier Programm-Empfehlungen:
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Für Sportlerinnen und Putzmänner

Wasserfest und kabellos – das sind die beiden Stichworte zum Sony NWZ-W262. Und Grund genug für einen Test. Es handelt sich um einen direkt im Kopfhörer eingebauten MP3-Player. Respektive um einen Bügel, der Musik direkt in die Ohren spielt und nirgendwo eingestöpselt zu werden braucht.

Überraschend bequem zu tragen
Der Player-Kopfhörer eignet sich natürlich für sportive Leute, für die Kabel ein gewisses Risiko darstellen. Weil man sich an Kabeln verheddern kann – was im dümmsten Fall zu Selbststrangulation führt, oder weil es unpraktisch ist, den Player in einer Tasche mitzuführen oder am Körper zu befestigen (auch wenn dieses Problem zu Zeiten des Kassetten-Walkman deutlich grösser war als heute mit dem iPod Shuffle).

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Keine Angst, ich habe ihn nicht reingeworfen (Sony NWZ-W262, Putzkübel)
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Tour de Matthias: Zielfoto

Das Projekt für meine Sommerferien war eine Velotour (gut Züritüütsch für Fahrradfahrt) von Winterthur nach Höchstädt an der Donau. Über folgende Etappen:

Tag eins: Winterthur, Ramsen, Singen, Radolfzell, Stockach bis Meßkirch

Tag zwei: Meßkirch, Mengen (ab hier ging es auf dem Donau-Radweg weiter), Riedlingen, Munderkingen, Ehingen bis Neu-Ulm

Tag drei: Neu-Ulm, Günzburg, Gundelfingen, Lauingen, Dillingen und Höchstädt.

Das erste Foto zeigt die Zieleinfahrt auf der Galgenmühle in Höchstädt. Auf dem zweiten ist das gelbe Trikot zu sehen (aus technischen Gründen ist es braun) — finanziert wurde die Fahrt durch die Salz-Rückgewinnung. 😉

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