Eaves make the world go round…

Bei empireavenue.com ist man Mitglied und gleichzeitig handelbare Ware. Man beteiligt sich an anderen Usern und steigert seinen virtuellen Wert.

Kapitalismus meets Web 2.0 ist die Idee bei empireavenue.com auf den Punkt gebracht. Als Mitglied dieser kanadischen Community will man reich und mächtig werden. Die Mittel dazu sind die Mittel des Web 2.0: Publizieren, kommentieren, interagieren und micro-bloggen.

Wie geschickt man sich verhält, ist im Börsenkurs ersichtlich. Ausserdem erhält man anhand des «Activity score» einen Titel verliehen und kann sich Auszeichnungen («achievements») verdienen.

Konkret funktioniert Empire Avenue so: Man meldet sich an und startet mit einem Grundkapital, das in der virtuellen Währung «Eaves» in der eigenen Tasche steckt. „Eaves make the world go round…“ weiterlesen

Formspring (und andere Ego-Communities)

Auf Formspring.me stellt man sich gegenseitig Fragen und auf threewords.me lässt man sich in drei Worten beschreiben. Ist das Social-Media-Unfug für Jugendliche oder bringt es echten Erkenntnisgewinn?

Online-Communities wecken in uns allen den Selbstdarsteller und Narzissten. Es hat einen ganz besonderen Reiz, sich über Fotos und Status-Updates ins rechte Bild zu rücken – denn schliesslich schaut (fast) die ganze Welt zu. Da ist es nur folgerichtig, dass einige Web-Communities sich ganz der gegenseitigen Ego-Pflege widmen.

Formspring.me ist eine Community, die es schon seit knapp zwei Jahren gibt. Man kann hier wunderbar Promi spielen: Man wirft sich gegenseitig Fragen an den Kopf, die dann beantwortet werden – oder auch nicht. «Hast du einen Führerschein?» «Welche Oreos schmecken am besten?» «Wie lautet der Plural von Index?» «Was ist der erste Film, den du gesehen hast?» «Was war zuerst – das Huhn oder das Ei?» „Formspring (und andere Ego-Communities)“ weiterlesen

Multiple Webpersönlichkeitsspaltung

Ich liste alle meine Namen und Aliasse auf, die sich in der letzten Zeit angesammelt haben. Sie sind so zahlreich, dass man eine Identitätskrise bekommen könnte…

Wer bin ich?

Bei Twitter, identi.ca, Foursquare, about.me und Instagr.am kennt man mich als MrClicko. Bei Flattr, Gowalla, librarything.de, Bit.ly, formspring.me, Wakoopa, Friendfeed, Soundcloud, Deviantart, Goscoville.com, Dopplr, gdgt.com und im GameCenter von Apple als SchmaMoluz.

Mal MrClicko, mal Mattsch, mal Schma Moluz und auch mal mit Klarnamen

Bei Flickr und Google als Mattschthe2nd. Bei empireavenue.com als MRCLICKO. Bei Geekchart.com und connect.garmin.com als Mattsch. Bei Gbanga als Don_Schma_Moluz. Bei Diaspora, addons.mozilla.org, getsatisfaction.com und Facebook als Matthias Schüssler.

Da könnte man glatt die Übersicht verlieren… Die gute Nachricht ist: Ich richtigen Leben weiss ich fast immer, wer ich bin…

Wider den Checkin-Stress

✓In macht das Leben von uns Nutzern von Checkin-Apps leichter, indem sie uns in einem Aufwisch bei Gowalla und Foursquare anmeldet.

Nerds sind doch ein komisches Völkchen. Eines ihrer unbestreitbaren Talente besteht darin, sich selbst einen Heidenstress zu machen. Zum Beispiel, indem sie glauben, sich bei Diensten wie Gowalla und Foursquare einloggen zu müssen, sobald sie ihren Aufenthaltsort um einige Meter verändern. Was das bringen soll, weiss keiner.

Allerdings schadet es auch nicht, wie zum Beispiel die Website pleaserobme.com einen glauben machen will. Wenn man sich um acht Uhr morgens an seinem Arbeitsort einloggt, verrät man damit nicht wirklich ein Geheimnis. Und ich gehe davon aus, dass die meisten Nutzer so klug sind, sich nicht unbedingt im Bordell ihres Vertrauens oder beim Konkurrenzunternehmen einzuloggen, wenn sie Top-Secret-Abwerbungsgespräche führen. Und übrigens: „Wider den Checkin-Stress“ weiterlesen

Die Sau im Dorf

Inzwischen könnte man 24 Stunden im Tag damit zubringen, seinen Status irgendwo zu veröffentlichen, sich in sozialen Netzwerken zu tummeln, der Welt mitzuteilen, wo man ist, was man isst, was man kauft, sieht und von anderen hält. GoWalla, Google Latitude, Foursquare sind GPS-Spielzeuge. Blippy ist die Konsumterror-Community. Als aufgeschlossener bzw. nichts verpassen wollender Webzweinuller macht man das alles mit, meldet sich überall an und reitet auf jeder Sau durchs Dorf, die gerade durchgetrieben wird.

Da fallen einem verschiedene Dinge auf. „Die Sau im Dorf“ weiterlesen

Nimm das, Twitpic!

Zensur oder Unfähigkeit? Bei Twitter verschwindet ein bestimmtes Bild, jedes Mal, wenn es hochgeladen wird.

Offensichtlich mag twitpic.com mein eben erstelltes Bild nicht. So bald ich es hochlade, verschwindet es sogleich wieder. Und stattdessen sehe ich das hier:

Das Foto, das ich suche, gibt es angeblich nicht mehr.

Und das ist das schreckliche, grässliche Bild, um das es geht. Aber Achtung, es geht um unaussprechliche Dinge, um Gewalt und Sadomaso und mehr: „Nimm das, Twitpic!“ weiterlesen

Follow Thursday

30 Empfehlungen, wem man auf Twitter folgen könnte – natürlich untermauert mit jeder Menge Tweets, die beweisen, dass diese Tipps ihr Geld auch wert sind.

Ich bin kein grosser Fan von den Follow Fridays auf Twitter. Man sieht den Namen nicht an, ob die Person dahinter Dinge twittert, die einen interessieren. Da ich aber mit vielen Leuten twittere, deren Beiträge ich schätze, die mich zum Schmunzeln bringen und die mir neue Einsichten vermitteln, hier meine Empfehlungen. Das sind die Tweets, die ich in den letzten Monate favorisiert habe. Und, ja, ein paar meiner eigenen Tweets sind drunter.

Herm, @hermsfarm, 30.09.09 22:32: seitdem ich eben die zahnbürste der stärke “hart” ausgepackt habe, hab ich einen ohrwurm von gröhnemeyers “wann ist ein mann ein mann?”.

Tim Siedell, @badbanana, 30.09.09 22:27: Now Dennis Hopper has been hospitalized. Not a great week for people who have been in Jack Nicholson’s hot tub.

Wolfgang Buechner, @wbuechner, 29.09.09 07:07: Wunderbar! RT @klauseck Wann Sie einen Tweet löschen sollten #Reputation #Karriere http://post.ly/6eGh „Follow Thursday“ weiterlesen

Wir Webvögel

Ich habe anderthalb Jahre gebraucht, bis ich mich entschliessen konnte, mit Twittern zu beginnen. Jetzt habe ich es getan – und bin gespannt, ob es Erkenntnisse bringt.

Ist Twitter Kommunikationsrevolution und lang ersehnte E-Mail-Alternative? Manche sind davon überzeugt und verheissen dem «Telegraf 2.0» eine strahlende Zukunft. Ich enthalte mich einer Prognose, zumal es bei mir gut anderthalb Jahre gedauert hat, bevor ich zum Twitterer wurde. Ich bin relativ früh Leute begegnet, die twitterten, war aber der festen Überzeugung, hier einen Dienst vor mir zu haben, den die Welt nicht braucht.

Zu einem Selbstläufer geworden

Nun, inzwischen twittere ich als MrClicko und habe meine ursprüngliche Anti-Haltung revidiert. Ursprünglich fand ich es nett, dass ich via Twitter-Widget in diesem Blog (siehe unten rechts) per SMS auf clickomania.ch quasi-live posten konnte. Und ist die Sache zu einem Selbstläufer geworden. „Wir Webvögel“ weiterlesen

340 Schweizer Senioren auf Facebook

Wenn man auf Facebook eine Fan-Seite betreibt, findet sich im Administrationsmenü der unscheinbare Eintrag «Werbeanzeige für Seite schalten». Diesen anzuklicken, lohnt sich, selbst wenn man keine Werbeanzeige schalten will.

Man erhält so nämlich interessante Einblicke zu den Nutzerzahlen der Plattform. Bei «Gestalte deine Werbeanzeige» gibt man einfach mal in jedes Feld «Test» ein und klickt auf «Weiter».

Unter «Zielgruppe» kann man dann die Herkunft auswählen, also beispielsweise die Schweiz, und dann darunter weitere Parameter setzen: Alter, Geschlecht, Ausbildung, Beziehungsstatus, etc. Der eigentliche Clou ist die Angabe darunter. „340 Schweizer Senioren auf Facebook“ weiterlesen

Daumen nach unten

Es ist passiert: Ich habe mich bei Facebook angemeldet und bei Mark Zuckerbergs Community nun einen Account. Und der nervt schon von Beginn weg, vor allem wegen der unterirdischen Werbung.

Jetzt ist es doch passiert und ich bin bei Facebook Mitglied geworden. Es ist aus rein beruflichen Gründen passiert, weil ich per se nicht geschaffen bin für solche Communities. Die etwas sperrige Natur meines Charakters ist hinderlich bei der Einbindung in ein soziales Netzwerk… ach, dummes Gefasel. „Daumen nach unten“ weiterlesen