Apps für die Garmin-Uhren

Der Connect IQ-Store im Augen­schein: Das Angebot ist viel­fältig und erweitert die Möglich­keiten der smarten Uhr beträcht­lich. In Sachen Ele­ganz muss Garmin aber hinter Apple zurück­stecken.

Neulich habe die unzähligen Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten beschrieben, die es bei Garmin-Apps gibt. Als ob das nicht ausreichen würde, existiert zusätzlich die Möglichkeit, Module von Drittherstellern zu installieren. Zwingend ist diese Möglichkeit nicht, aber wünschenswert. Denn ein App-Store gehört auch bei den Wearables zum guten Ton, zumal das auch eines der Merkmale der Apple Watch ist.

Aber was taugt der Store? Das habe ich mir angesehen. „Apps für die Garmin-Uhren“ weiterlesen

Sieben Tipps für Garmin-Uhren

Garmin-Uhren haben eine Unmenge an Funk­tionen und Kon­fi­gu­rations­mög­lich­kei­ten für den Alltag, das Sport­tra­cking und für Nerds: Wie man Anzeige und Nutzung opti­miert und an seine Vor­lie­ben anpasst.

Am Anfang gleich eine Einschränkung: Die Tipps hier dürften nicht universell sein. Ich habe sie mit der hier ausführlich getesteten Fenix 7s ausprobiert. Aber natürlich haben nicht alle Sportuhren von Garmin den gleichen Funktionsumfang, weswegen die Tipps nicht universell funktionieren. Leider sprengt es meine Möglichkeiten, hier die unterstützten Modelle anzugeben.

1) Die Konfiguration anpassen

Das Ziffernblatt lässt sich nur an der Uhr selbst und nicht über die App anpassen.

Die Einstellungen lassen sich an der Uhr über das Menü vornehmen, wenn man etwas länger auf den mittigen Knopf links drückt und nach unten zu den entsprechenden Menüpunkten blättert. Schneller zum Ziel kommt man allerdings über die App, Garmin Connect (für Android und iPhone/iPad). Ich würde empfehlen, die App zu verwenden.

Allerdings sind über die App nicht alle Funktionen zugänglich: „Sieben Tipps für Garmin-Uhren“ weiterlesen

Garmins unaufdringlicher Lauftrainer

Sport mit dem Garmin Coach: Wie man einen Trainingsplan auswählt, verfolgt und was man als Hobby-Läufer oder -Velofahrer daraus lernen kann.

Bei meiner Besprechung der Fēnix 7-Serie habe ich diesen Beitrag in Aussicht gestellt, in dem es ausführlich um den Garmin Coach gehen soll. Das ist eine Funktion, mit der sich die Rolle der smarten Uhr während des Sports deutlich verändert. Statt bloss passives Tracking-Gerät zu sein, gibt sie Anweisungen und Unterstützung.

Das ist einerseits eine naheliegende Idee – andererseits hat sie ihre Tücken. Denn auch wenn digitale Technik in unserem Leben eine immer wichtigere Rolle spielt, so haben es die meisten von uns noch nicht verinnerlicht, dass wir uns der auch unterordnen sollen. Zumindest nicht in einer expliziten Form: „Garmins unaufdringlicher Lauftrainer“ weiterlesen

Eine Auszeit von der Apple Watch

Meine On-Off-Beziehung mit Apples smarter Uhr ist in eine Off-Phase getreten. Aus einem nichtigen Grund habe ich sie an den Nagel gehängt und die Karenz dann verlängert: Was mir nun fehlt – und was nicht.

Mit der Apple Watch habe ich eine On-Off-Beziehung: Ich habe ein Leihexemplar zum Schweizer Start 2015 getestet, mir damals selbst aber keine eigene Uhr gekauft. Zum fünften Geburtstag habe ich mich auf die Series 5 eingelassen und die bis vor kurzem getragen; zuletzt im Wechsel mit einem Modell aus der Series 7.

Von hundert auf null in einem Tag – Apples Fitness-App kann so grausam sein.

Nun habe ich mir – oder, wenn man so will, der Uhr – eine Auszeit gegönnt. Der Auslöser war eine Trotzreaktion meinerseits.

Ich hatte für das Osterwochenende im Ausland das Ladekabel der neuen Series 7 eingepackt, dabei aber übersehen, dass die keinen USB-A-, sondern einen USB-C-Anschluss hat. Da ich keinen passenden Adapter dabei hatte, konnte ich die Uhr nicht aufladen.

Das hatte zur Folge, dass ich meine Ringe nicht füllen konnte und meine Strähnen bei den drei Ringen Bewegen, Trainieren und Stehen nach mehr als zwei Jahren abrupt und brutal abgerissen ist.

Darüber war ich so frustriert, dass ich die Uhr mit Nichtbeachtung bestraft und in die Schublade gelegt habe. Naheliegend wäre, natürlich, eine schnelle Versöhnung gewesen. Doch während der zwei Tage ohne die Uhr habe ich festgestellt, dass die Watch ohne Zweifel das Gerät aus dem Hause Apple ist, zu dem ich das zwiespältigste Verhältnis habe. Um diese Selbsterkenntnis zu vertiefen, bleibt sie vorerst dort, wo sie gerade ist.

Was mich aber nicht daran hindert, die Sache hier im Detail zu diskutieren. „Eine Auszeit von der Apple Watch“ weiterlesen

Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung

Was leistet die neue smarte Sportuhr von Garmin? Was ist neu im Vergleich zur Fēnix 5 und anders als bei der Apple Watch Series 7? Ein Testbericht in sieben Kapiteln.

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich vor fünf Jahren die Fēnix 5S von Gramin getestet habe. Ich hielt sie für okay, habe mich aber an den Benachrichtigungen gestört. Infolgedessen war meine Besprechung nicht gerade euphorisch.

Die alte rechts hat mich während bald fünf Jahren begleitet. Wie schlägt sich die Neue im Vergleich?

Doch siehe da: Ich habe die Uhr bis vor kurzem getragen und sie nur abgelegt, um die Fēnix 7S zu testen, um die es hier gleich gehen wird. Das zeigt, wie wichtig Langzeittests sind. Der erste Eindruck ist zwar selten falsch, aber nicht immer vollständig.

Verborgene Tugenden – wie die Zuverlässigkeit und die Qualitäten beim Sport – zeigen sich erst nach und nach im Alltag. Und es gab noch zwei weitere Funktionen, die ich erst mit der Zeit entdeckt und im Beitrag Smarte Uhrdreingaben dargelegt habe.

Ich habe die 5S seinerzeit vor allem als universelle Smartwatch getestet:  „Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung“ weiterlesen

Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?

Die Autosleep-App gilt als Non­plus­ultra für die Schlaf­über­wachung und -Analyse. Per Apple Watch ermittelt sie Länge und Qualität und zeigt die Trends auf. Und ja: Da stellt sich die Frage über Sinn und Un­sinn des Schlaf­trackings.

Die smarten Wearables zählen bekanntlich nicht nur Schritte und Stehstunden, sondern wollen auch Aussagen darüber treffen, wie gut man genächtigt hat. Das nennt sich Schlaftracking, und bemüssigt manche Leute zu einem Stirnrunzeln: Wieso sollte sich von einem Gadget sagen lassen, was man nach dem Aufwachen selbst weiss? Denn wenn es ist einem in aller Regel klar, ob man gut oder schlecht, lang genug oder zu kurz geschlafen hat und ob man an einem Stück durch die Nacht gekommen oder fünfmal aufgewacht ist.

Stimmt alles. Trotzdem finde ich das Schlaftracking spannend, auch wenn mir die anderen Funktionen – Schrittzählen und Aufzeichnen der Sportaktivitäten – wichtiger sind. Und zwar aus zwei Gründen: „Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?“ weiterlesen

Ein Skeptiker testet die Apple Watch Series 7

Die Apple Watch war lange ein über­schätztes Gadget. Der Test des neuen Modells zeigt, dass aus dem Hype-Objekt ein alltags­taug­liches Hilfs­mittel geworden ist – Ver­besse­rungsvor­schläge habe ich trotz­dem.

Ich habe von Apple die neue Apple Watch Series 7 (Amazon Affiliate) als Testgerät erhalten und trage sie nun seit gut einer Woche abwechselnd mit der Series 5. Und auch wenn es kaum etwas gibt, was zu dieser Uhr noch nicht gesagt oder geschrieben wurde, erlaube ich mir trotzdem ein Resümee meiner Eindrücke. Denn es muss Leute geben, die an einem Urteil von einem Apple-Watch-Skeptiker interessiert sind.

Denn wie damals zur Series 5 ausgeführt, habe ich meine ursprünglich ablehnende Haltung revidiert, weil die Verkaufszahlen nur den Schluss zulassen, dass sie einem echten Bedürfnis entspricht; und weil Apple inzwischen damit vernünftige Dinge anstellt. Kurze Rekapitulation: „Ein Skeptiker testet die Apple Watch Series 7 weiterlesen

Einmal und nie wieder: Ich blogge über die Zifferblätter der Apple Watch

Andere können sich stun­den­lang über die Watch­faces ihrer smarten Uhr auslassen. Mich interes­siert das Thema mässig – aber immer­hin genug, dass ich zwei Verbes­serungs­vorschlä­ge für Apple habe.

Mit einem gewissen Unverständnis verfolge ich die – häufig in sozialen Medien zelebrierte – Begeisterung für die sogenannten Watchfaces. Das sind die Zifferblätter, die einer smarten Uhr nach Belieben ausgewechselt werden können.

Aber was heisst Unverständnis? Natürlich leuchtet die Bedeutung ein, die dem Zifferblatt bei einer Uhr zukommt. Bei einem klassischen Modell ist es der alles entscheidende Faktor. Einem vernünftigen Uhrenträger käme es nie in den Sinn, einen noch so teuren Chronografen ans Handgelenk zu schnallen, wenn die Zeiger zu klobig, die Ziffern zu unelegant und das Blatt selbst nicht augenschmeichelnd wäre.

Schliesslich hat man die Uhr andauernd vor Augen und blickt pro Tag Hunderte Mal darauf. Ich würde darum lieber eine Uhr aus dem Kaugummiautomaten tragen, die zu mir passt, als ein Statussymbol, das teuer, aber nicht schön ausschaut – und klar, es gibt Proleten, die genau andersherum gepolt sind.

Darum liegt es auf der Hand, dass einer der grossen Vorteile bei den Smartwatches die Möglichkeit ist, das Zifferblatt zu wechseln. „Einmal und nie wieder: Ich blogge über die Zifferblätter der Apple Watch“ weiterlesen

Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?

Eigentlich eine Frage des Daten­schutzes. Doch in Zeiten wie diesen fragt man sich eher: Ist das eine probate Methode, diese Ringe zu schliessen?

Wenn man eine Smartwatch oder irgend ein Fitness-Gadget trägt, dann fällt einem irgendwann einmal ein dicker, fetter Elefant auf, der plötzlich im Raum steht. Ich will nun nicht behaupten, dass dieser Elefant ein aphrodisierendes Parfüm aufgelegt hat und Strapse trägt. Aber er ein bisschen aufreizend ist er schon. Denn es geht an dieser Stelle um den guten alten Geschlechtsverkehr.

Dieser Elefant im Raum – oder für Leute, die mit der Metapher aus dem angelsächsischen Sprachraum nicht vertraut sind – die nie gestellte, aber offensichtliche Frage zu den Smartwatches lautet: «Merkt das Ding eigentlich, wenn ich Sex habe?»

Diese Frage stellt sich für Leute, die sie für sich bejahen können  – aber auch für die Asexuellen und Enthaltsamen.

Spuren sexueller Aktivität auf x-beliebigen Servern

Denn ob aktiv oder nicht, es gibt in beiden Fällen Gründe, dass man das Wann und Wann-nicht und das Wie-oft oder Wie-oft-nicht für sich behalten möchte. „Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?“ weiterlesen

Ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch

Ich war nie ein Fan von Apples smar­ter Uhr, und ich bin es heute nicht. Trotzdem ist eine gute Ge­le­gen­heit, ein hartes, aber faires Fazit zu ziehen: Meine ur­sprüng­liche Ab­leh­nung war ge­recht­fer­tigt, doch über die Jahre hat die Watch Legi­ti­mation erlangt.

Als im April 2015 die Apple Watch auf den Markt kam, war ich einer der ersten Tester. Ich war damals aber alles andere als begeistert. Apple hat es damals nicht geschafft, mich von der Notwendigkeit dieses Gadgets zu überzeugen.

Und noch schlimmer: Weil es die Uhr nicht nur mit vernünftiger Ausstattung in einem akzeptablen Preisrahmen gab, sondern auch in Gold mit einem fünfstelligen Preisschild, habe ich das als Auswuchs jener Börsen-Logik wahrgenommen, die mir ziemlich zuwider ist.

Diese Logik funktioniert so, dass öffentlich gehandelte Unternehmen zur Befriedigung der Aktionäre und Analysten zu einem konstanten Wachstum verdammt sind. Das wiederum hat zur Folge, dass die Unternehmen ständig in neue Märkte expandieren müssen.

Mit zwei unangenehmen Konsequenzen: „Ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch“ weiterlesen