Microsofts neue Video-App ist noch nicht reif für den grossen Auftritt

Windows 11 wird um die Video-App Clipchamp ergänzt. Die ist nur einfachen Projekten gewachsen, aber einfach in der Bedienung. Trotzdem fällt das Fazit zwiespältig aus.

Windows 11 hat mit dem 22H2-Update (mehr dazu hier) auch ein neues Videoschnittprogramm. Clipchamp heisst es, was bei mir böse Vorahnungen weckt: Der Name klingt, als ob Microsoft die Absicht verfolgen würde, ein cooles und hippes Programm abzuliefern. Das ist bekanntlich keine der Stärken des sympathischen Windows-Konzerns: Wenn er sich an die Jugend heranwanzt, kommen Dinge heraus wie der Windows Media Player.

Nichtsdestotrotz wage ich einen unvoreingenommenen Augenschein dieses Clipchamps, der übrigens auch im Microsoft Store aufzufinden ist.

Nach dem Start erscheint ein Willkommensbildschirm, der mehrere Optionen bietet: „Microsofts neue Video-App ist noch nicht reif für den grossen Auftritt“ weiterlesen

Die praktische Bildschirmaufnahme von Android 11

In den Schnell­ein­stel­lungen gibt es praktische Verbes­serungen. Die Bildschirm­aufzeichnung ist eine davon – weitere sind die Info-Weiter­gabe direkt an ein anderes Gerät, der Daten­spar­modus, Voice over WLAN und die Schlafens­zeit.

Als ich längst nicht mehr daran glaubte, hat mich Android 11 doch noch ereilt. Nicht mich persönlich – ich laufe nach wie vor mit meinem eigenen Betriebssystem –, sondern das Nokia 7.2, das ich für meine Berichterstattung zu Google-Smartphones einsetze.

Leider ist Android 11 auf diesem Gerät keine Freude. Es ist zu langsam und strapaziert meine Nerven. Doch darüber habe ich mich schon anderswo beklagt. An dieser Stelle soll es um eine Neuerung gehen, die mir gut gefällt.

Android 11 macht es jetzt möglich, ohne Zusatz-Apps Screencasts aufzunehmen: „Die praktische Bildschirmaufnahme von Android 11“ weiterlesen

Doping für Windows

Die Powertoys von Microsoft liefern nütz­liche Funk­tionen, die Windows-An­wen­der schmerz­lich vermissen. Es sind neue Tricks daz­ge­kommen, u.a. um bei Video­kon­fe­ren­zen das Mikro­fon per Tasta­tur stumm­zu­schalten.

Die Powertoys von Microsoft habe ich vor zwei Jahren als Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren vorgestellt. Jetzt komme ich auf dieses Softwareprojekt zurück, das nebenbei bemerkt quelloffen ist. Auf Github gibt es nämlich nicht nur das ausführbare Programm, sondern auch den Code zum Studium und Selber-Kompilieren.

Die Powertoys kommen nochmals zum Zug, weil die Versionsnummer seit meinem letzten Blogpost von 0.21 auf 0.59 hochgeklettert ist. Und nicht nur das: „Doping für Windows“ weiterlesen

Die Windows Spieleleiste für Nicht-Gamer

Die Xbox Game Bar hat einen schlechten ersten Ein­druck hinter­lassen. Der zweite Eindruck ist besser: Sie fabri­ziert rasan­te Bild­schirm­fotos und Screen­cast-Auf­zeich­nungen. Und vier Extra-Tipps für Win­dows-Profis.

Theoretisch sei sie eine gute Idee, in der Praxis aber leider unbrauchbar: Zu dieser Einschätzung kam ich vor sieben Jahren, nachdem ich die damals neue Spieleleiste von Windows getestet hatte. Diese Spieleleiste (respektive Xbox Game bar, wie sie offiziell heisst) ist ein Ausfluss von Microsofts Engagement im Spielemarkt. Sie soll demonstrieren, dass Windows auch fürs PC-Gamging gut aufgestellt ist, auch wenn Microsoft natürlich nichts dagegen hat, wenn sich die Kundschaft nebst einem PC auch eine Spielkonsole anschafft – aber natürlich möglichst keine Playstation.

Nun, das könnte mir eigentlich egal sein. Ich habe keine Zeit und Musse, mich zum Spielen an den PC oder eine Konsole zu setzen. Seit sich das Smartphone als hervorragende Plattform fürs Casual Gaming entpuppt hat, bin ich vollauf damit zufrieden, zwischendurch eine Partie mit Microsofts Solitaire Collection zu spielen.

Die Spieleleiste hat mein Interesse dennoch geweckt: „Die Windows Spieleleiste für Nicht-Gamer“ weiterlesen

Fotos nach Textinhalten durchsuchen

Eine Hand­voll Tipps, wie man den Text­in­halt auf Bildern und Screen­shots erkennt und seine ganze Foto­samm­lung nach Stich­wörtern durch­sucht.

Eine tolle Neuerung in iOS 15 ist Live Text. Sie führt eine Texterkennung in Bildern durch – und zwar vollautomatisch, ohne dass man etwas dafür tun müsste. Man kann den erkannten Text markieren und kopieren, Mailadressen oder Telefonnummern direkt für eine Kontaktaufnahme benutzen, markierte Wörter nachschlagen oder übersetzen.

Das ist eine Erleichterung im Alltag und eine eindrückliche Demonstration, wie Funktionen, die man früher nur als Käufer teurer Spezialprogramme zur Verfügung hatte, geläufig geworden sind.

Wir erinnern uns vielleicht: „Fotos nach Textinhalten durchsuchen“ weiterlesen

Sieben Tipps für Garmin-Uhren

Garmin-Uhren haben eine Unmenge an Funk­tionen und Kon­fi­gu­rations­mög­lich­kei­ten für den Alltag, das Sport­tra­cking und für Nerds: Wie man Anzeige und Nutzung opti­miert und an seine Vor­lie­ben anpasst.

Am Anfang gleich eine Einschränkung: Die Tipps hier dürften nicht universell sein. Ich habe sie mit der hier ausführlich getesteten Fenix 7s ausprobiert. Aber natürlich haben nicht alle Sportuhren von Garmin den gleichen Funktionsumfang, weswegen die Tipps nicht universell funktionieren. Leider sprengt es meine Möglichkeiten, hier die unterstützten Modelle anzugeben.

1) Die Konfiguration anpassen

Das Ziffernblatt lässt sich nur an der Uhr selbst und nicht über die App anpassen.

Die Einstellungen lassen sich an der Uhr über das Menü vornehmen, wenn man etwas länger auf den mittigen Knopf links drückt und nach unten zu den entsprechenden Menüpunkten blättert. Schneller zum Ziel kommt man allerdings über die App, Garmin Connect (für Android und iPhone/iPad). Ich würde empfehlen, die App zu verwenden.

Allerdings sind über die App nicht alle Funktionen zugänglich: „Sieben Tipps für Garmin-Uhren“ weiterlesen

Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops

Hat es Microsoft mal wieder vergeigt? Um die virtuellen Desktops sinn­voll zu nutzen, muss man sie unter­scheiden können – und dafür braucht es sepa­rate Wall­paper-Bilder. Die sind bei Windows 11 möglich – aber nur, wenn man diesen Trick hier kennt.

Im Beitrag Gewöhn dich daran, alter Mann! habe ich mich ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie man seine Anwendungen und Fenster möglichst sinnvoll organisiert. Man kann sich einen riesigen Bildschirm kaufen oder mit mehreren Displays arbeiten, zum AltTabulator-Weltmeister avancieren oder auch mit mehreren virtuellen Desktops arbeiten. Letztere lassen sich auch hervorragend mit Snap-Layouts und Snap-Gruppen kombinieren – siehe hier.

Zur Rekapitulation: Die virtuellen Desktops ermöglichen es, mehrere Bildschirmansichten einzurichten. „Separate Hintergrundbilder für die virtuellen Windows-Desktops“ weiterlesen

Video- und Audio-Inhalte aus dem Web auf dem Smartphone speichern

Drei Tipps, wie man flüchtige Informationen einfängt und am einzigen Ort speichert, wo sie wirklich sicher sind – nämlich auf dem eigenen Gerät.

Ich halte es für wichtig, dass wir wichtige Informationen aus dem Netz auch lokal speichern können. Die Gründe dafür führe ich im Beitrag Wie steht es eigentlich um die private Streaming-Kopie? im Detail aus.

Kurz zusammengefasst: Es kommt vor, dass man sich auf Informationen berufen möchte, die im Netz zu finden sind. Doch wie wir wissen, kommt es andauernd vor, dass Informationen aus den unterschiedlichsten Gründen aus dem Web verschwinden. Darum muss man unbedingt eine lokale Kopie anfertigen, wenn man sicher sein will, im entscheidenden Moment nicht mit leeren Händen dazustehen.

Hier im Blog gibt diverse Tipps, wie man Web-Informationen archiviert; eine Übersicht findet sich am Ende des Beitrags¹. An dieser Stelle habe ich drei Tricks fürs Smartphone für euch – weil leider viele der bewährten Methoden mobil nicht funktionieren: „Video- und Audio-Inhalte aus dem Web auf dem Smartphone speichern“ weiterlesen

So lässt sich die Audio-Wiedergabe am iPhone aufzeichnen

Die Bildschirmaufnahme-Funktion von iOS ist eine überaus praktische Angelegenheit: Sie ist nicht nur für Screencasts hilfreich, sie ermöglicht es auch, die gerade laufende Tonausgabe mitzuschneiden.

Am iPhone gibt es seit einiger Zeit eine Funktion zum Aufzeichnen des Bildschirms – es braucht somit keine Extra-Software wie das Programm Screenium mehr, das ich seinerzeit im Beitrag Screencast-Fliessbandarbeit am Mac vorgestellt habe (siehe auch So klappt es mit den Screencasts!).

Nein, es geht ganz einfach: „So lässt sich die Audio-Wiedergabe am iPhone aufzeichnen“ weiterlesen

Das überhaupt beste Feature von Powerpoint

Microsofts Präsen­tations­pro­gramm ist dann praktisch, wenn es nicht ums Präsentieren geht: Man kann mit ihm auch Screen­casts aufnehmen. Oder Diashows oder Anleitungen produ­zieren.

Ich gehöre zu den Leuten, die Microsofts Präsentationsprogramm nicht wohlgesonnen sind. Das merkt man auch hier im Blog: Im Beitrag Powerpoint? Braucht das noch einer oder kann das weg? habe ich voller Inbrunst Alternativen vorgestellt und im Beitrag Lizzie, sag mal, was mich an Powerpoint nervt noch einmal nachgedoppelt.

Es ist wohl dieser Abneigung zuzuschreiben, dass ich eine wirklich praktische Funktion von Powerpoint bislang übersehen habe. Dabei wäre sie mir schon des Öfteren sehr zupass gekommen. Doch Digichris hat mich im Nerdfunk in der Folge 573 aufgeklärt, was man mit Powerpoint tun kann, selbst wenn man niemals die Absicht hat, die Menschheit mit Folien zu langweilen: „Das überhaupt beste Feature von Powerpoint“ weiterlesen