Eine touristische Marktlücke!

Neulich bin ich der App Lauschtour begegnet, die es für Android und fürs iPhone gibt: Mit der hört man sich Audiotouren an: Man spaziert durch die Gegend über die Kopfhörer wird einem etwas zur Umgebung und den Sehenswürdigkeiten erzählt Die Wiedergabe erfolgt automatisch, wenn man bei einem «Lauschpunkt» ankommt, was dank GPS keine Hexerei ist.

Das ist wie eine Stadtführung oder eine Tour mit Fremdenführer (sagt man heute noch Fremdenführer?). Nur eben mit dem Unterschied, dass man nicht in der Gruppe unterwegs ist, sich spontan für oder gegen eine Tour entscheidet, beim Hören sein eigenes Tempo wählen darf und die Punkte in der Reihenfolge ansteuert, wie es einem passt. (Wobei ich mir vorstellen könnte, dass es bei manchen Touren sinnvoll ist, eine vorgegebene Route einzuhalten, wenn sich zum Beispiel chronologische Ereignisse entlang dieser Strecke abgespielt haben.)

Reiseführer: Egal was, Hauptsache in zwei Stunden ist man durch.
Detour: Hübsch, aber will man wirklich europäische Städte durch eine US-amerikanische Brille sehen?

Natürlich kommt mir diese Form der Reiseführung sehr entgegen: Einerseits bin ich ein Informationsjunkie, der gern interessante Dinge über die Gegend erfährt, in der er unterwegs ist. Andererseits bin ich nicht wahnsinnig erpicht auf Gruppenerlebnisse, wie man sie bei solchen Führungen normalerweise erlebt – auch wenn ich attestiere, dass im Idealfall eine Aufzeichnung niemals an eine Live-Darbietung herankommt: „Eine touristische Marktlücke!“ weiterlesen

Der Komfort eines GAs, aber ohne die Fixkosten

Ich hatte jahrelang ein GA. Für Nichtschweizer: Das ist ein Generalabonnement, mit dem man fast alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen darf. Man kann es mit der BahnCard 100 in Deutschland vergleichen, wobei die sich meines Wissens auch auf viele Bus- und Tram-Strecken, jedoch nicht auf Schifffahrtslinien und Bergbahnen erstreckt.

Die Flatrate im öffentlichen Verkehr gibt einem vor allem auch ein schönes Gefühl der Freiheit: Man kann in jeden Zug einsteigen und, die entsprechende Freizeit vorausgesetzt, hinfahren, wohin man will. Sieht man aus dem Fenster des Zuges einen interessanten Bahnhof mit einem vielversprechenden Ortsnamen, dann steigt man aus. Und wenn das Kaff die Erwartungen nicht erfüllt, fährt man weiter – und zwar in die Himmelsrichtung, die einem gerade am verlockendsten erscheint.

Ich weiss nicht, wie viele Leute das dann auch wirklich tun: Komplett planlos herumreisen, nur der eigenen Spontaneität verpflichtet. «Der Nase nach», wie es in Deutsch so schön heisst. „Der Komfort eines GAs, aber ohne die Fixkosten“ weiterlesen

In jeder Stadt per öV ans Ziel

Die SBB– und die ZVV-Fahrplan-App helfen einem bei der Suche nach den passenden Verbindung im öffentlichen Nahverkehr und bei inländischen Fernverbindungen. Und wenn einem die beiden Apps nicht weiterhelfen, versucht man sein Glück mit Wemlin.

Doch wenn man im Ausland unterwegs ist, dann fällt einem meistens erst nach der Landung ein, dass man sich die passende App hätte besorgen sollen, um eine Bus- oder Zugsverbindung für die Fahrt zum Hotel herauszusuchen. Man kann sein Glück dann mit Google Maps oder Apple Maps probieren: Diese beiden Hilfsmittel für die Navigation und Orientierung haben für viele Weltregionen ebenfalls öV-Fahrplandaten hinterlegt. Aber eigentlich würde man lieber eine universelle Fahrplan-App benutzen.

Eine solche ist nach eigenen Angaben Moovit: «Die Nummer eins der ÖPNV-Apps weltweit!», wobei man sich sofort fragt, was «ÖPNV» denn heissen könnte. Wikipedia verrät es: Öffentlicher Personennahverkehr, also S-Bahn, U-Bahn, Trams, Busse, Boote im näheren Umfeld, ohne Fernverkehr, Mietvelos, Taxis und Ritschkas. Oder womit man sich sonst noch von A nach B bewegen könnte.
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Die Welt entdecken, ohne sie erobern zu wollen

Neulich habe ich von der NZZ erfahren, dass zwei meiner Facebook-Freunde (nämlich er und er) intensive Nutzer einer App namens Strut sind, die es kostenlos fürs iPhone gibt.

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Bei Strut gibt es zwar keine Mayorships, aber ganz ohne kompetitives Element geht es auch nicht ab.

Bei dieser App ist die Welt in Kacheln eingeteilt. 0,3 Quadratkilometer ist jede Kachel gross und 13,676 Billionen Kacheln gibt es weltweit. Wenn man eine Kachel besucht, deckt man sie für sich auf. Das Ziel liegt natürlich auf der Hand: Man will möglichst viele Kacheln offenlegen. Es ist ein typischer Fall von Gamification: „Die Welt entdecken, ohne sie erobern zu wollen“ weiterlesen

Smartphone-Tipps für die Badehose


Das Handy in den Ferien: Tipps und Apps.

Das Patentrezept von letzter Woche ist eine Kompilation der besten Tipps fürs Reisen und die Ferien mit dem Smartphone, inklusive Sicherheit für WLAN und Daten, Notfall, Speicherplatz und Roaming. Das ist überaus nützlich, aber für meine eigenen Ansprüche trotzdem etwas wenig. Natürlich gehört in ein Patentrezept auch originärer Inhalt und nicht bloss ein Best of.

Darum hier eine Liste mit sechs Apps, von denen immerhin fünf neu, d.h. beim Tagi und in diesem Blog noch unbesprochen sind:
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In anderer Leute Fussstapfen treten

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Eigene Touren bereitstellen (links), schöne Routen finden (rechts).

Ich komme selten zum Velofahren. Aber wenn ich dazu komme, verwende ich gerne die Cyclemeter-App, hier ausführlich vorgestellt. Doch eine App für einen Zweck wäre zu wenig. Deswegen nutze ich neuerdings auch Wikiloc (kostenlos fürs iPhone/iPad und für Android).

Die App kommt von einem begeisterten Mountainbiker. Sie taugt auch fürs Wandern und für andere Sportbeschäftigungen – unter zwei Bedingungen. Die Aktivität muss draussen stattfinden, und zwar ohne dass man am gleichen Ort verharren müsste. Es geht nämlich darum, dass man selbst schöne Routen für entdeckt und selbst seine Lieblingstouren für andere Leute aufzeichnet.

In der Rubrik Erkunden findet man so genannte Trails, was Neudeutsch wohl so viel wie Touren heisst. Es gibt über achteinhalb Millionen davon. Damit man die nicht alle durchsehen muss, grenzt man ein: „In anderer Leute Fussstapfen treten“ weiterlesen

Datensparfuchsen


Nicht gedrosselt werden. Und im Ausland nicht in die Kostenfalle rennen. Artikel und Video bei Tagesanzeiger.ch.

Okay, der Titel hätte einen Divis brauchen können, um einigermassen einfach parsbar zu sein. Es geht ums Sparfuchsen bei den mobilen Daten. Oder mit anderen Worten um die Frage, wie man mit dem Datenvolumen seines Mobilfunkanbieters einen Monat über die Runden kommt. Mich betrifft das fast nicht, da ich seit zwei Jahren der mobilen Datenaskese entronnen bin. Aber nicht jeder will viel Geld fürs Mobilfunkabo ausgeben. Und spätestens im Ausland ist eine Kontrolle angebracht, wenn das teure Datenpaket bis zum Ende der Ferien reichen soll.

Die Tricks im Video umfassen „Datensparfuchsen“ weiterlesen

Ein VPN ist unverzichtbar

Das Virtual Private Network (VPN) ist für mich in den letzten Monaten zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Früher habe ich es sporadisch verwendet – ursprünglich hauptsächlich für die Umgehung von Geosperren. Doch in den letzten Monaten habe ich weitere unverzichtbare Verwendungszwecke erkannt. Erstens kann man Internetprobleme umgehen.

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Hier herrscht des Abends erstaunlich viel Netzwerkverkehr.

Und auch wenn ich hoffe, dass ich aus Gründen zu Hause keine Internetprobleme mehr haben werde, hatte ich neulich bei meiner Arbeit für den Publisher Gelegenheit, das VPN nutzbringend einzusetzen. Da hatte nämlich die Firewall aus unerfindlichen Gründen sämtliche Dateien blockiert, die ich im Publisher-Downloadbereich platzieren wollte. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht haben die Firewall und das CMS eine unheilige Allianz geschlossen, um mir das Leben schwer zu machen. Jedenfalls ist das genau die Sorte Problem, die man einerseits nicht brauchen kann und deren Lösung andererseits mutmasslich Stunden in Anspruch nimmt. Ich habe mich daher dafür entschieden, das Problem nicht zu lösen, sondern zu umgehen. VPN-Client herunterladen, einschalten und mit einem Schweizer Knoten verbinden, fertig.

Während unserer Ferien in Holland ist mir noch etwas anderes aufgegangen. „Ein VPN ist unverzichtbar“ weiterlesen

Was man als Schweizer vom Ende des EU-Roamings hat

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Datenroaming am mobilen Router einschalten – und dann geht es auch.

Auf Reisen habe ich (seit 2013) einen mobilen WLAN-Hotspot dabei. Das ist seit Kurzem der im Beitrag Die Surfhilfe fürs Ausland vorgestellte Huawei E5330: Mit einer lokalen SIM-Karte bestückt, stellt er am Ferienort mobiles Internet per WLAN zur Verfügung.

Nun hätte ich mir in Holland natürlich eine holländische SIM-Karte mit Prepaid-Datenguthaben besorgen können. Ich habe das aus zwei Gründen nicht gemacht. „Was man als Schweizer vom Ende des EU-Roamings hat“ weiterlesen

Schiffe schauen

Ich bin ein Fan von Flightradar24, besonders von der Smartphone-App (für iPhone/iPad und für Android). Sie stillt die Neugierde, die einen erfasst, wenn man an den Himmel schaut: Wohin fliegt dieses Flugzeug da oben? Woher kommt es? Wer sitzt an Bord?

… naja, die letzte Frage bleibt bislang unbeantwortet. Auch wenn Flugdaten bekanntlich im grossen Stil gesammelt und gespeichert werden, finden sie ihren Weg nicht in die entsprechenden Apps. Eigentlich schade, denn es würde die Sensibilität der Öffentlichkeit für Fragen des Datenschutzes massiv befördern, wenn man sehen könnte, dass im Flugzeug da oben Frau Müller auf Platz 23a sitzt. (Und neben ihr Herr Huber, der nicht ihr Ehemann ist.)

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Links: Der Schiffsverkehr am Strand von Julianadorp.
Rechts: Das Schiff, das gerade vorbeifährt.

Aber das nur nebenbei. „Schiffe schauen“ weiterlesen