Der Komfort eines GAs, aber ohne die Fixkosten

Ich hatte jahrelang ein GA. Für Nichtschweizer: Das ist ein Generalabonnement, mit dem man fast alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen darf. Man kann es mit der BahnCard 100 in Deutschland vergleichen, wobei die sich meines Wissens auch auf viele Bus- und Tram-Strecken, jedoch nicht auf Schifffahrtslinien und Bergbahnen erstreckt.

Die Flatrate im öffentlichen Verkehr gibt einem vor allem auch ein schönes Gefühl der Freiheit: Man kann in jeden Zug einsteigen und, die entsprechende Freizeit vorausgesetzt, hinfahren, wohin man will. Sieht man aus dem Fenster des Zuges einen interessanten Bahnhof mit einem vielversprechenden Ortsnamen, dann steigt man aus. Und wenn das Kaff die Erwartungen nicht erfüllt, fährt man weiter – und zwar in die Himmelsrichtung, die einem gerade am verlockendsten erscheint.

Ich weiss nicht, wie viele Leute das dann auch wirklich tun: Komplett planlos herumreisen, nur der eigenen Spontaneität verpflichtet. «Der Nase nach», wie es in Deutsch so schön heisst. „Der Komfort eines GAs, aber ohne die Fixkosten“ weiterlesen

In jeder Stadt per öV ans Ziel

Die SBB– und die ZVV-Fahrplan-App helfen einem bei der Suche nach den passenden Verbindung im öffentlichen Nahverkehr und bei inländischen Fernverbindungen. Und wenn einem die beiden Apps nicht weiterhelfen, versucht man sein Glück mit Wemlin.

Doch wenn man im Ausland unterwegs ist, dann fällt einem meistens erst nach der Landung ein, dass man sich die passende App hätte besorgen sollen, um eine Bus- oder Zugsverbindung für die Fahrt zum Hotel herauszusuchen. Man kann sein Glück dann mit Google Maps oder Apple Maps probieren: Diese beiden Hilfsmittel für die Navigation und Orientierung haben für viele Weltregionen ebenfalls öV-Fahrplandaten hinterlegt. Aber eigentlich würde man lieber eine universelle Fahrplan-App benutzen.

Eine solche ist nach eigenen Angaben Moovit: «Die Nummer eins der ÖPNV-Apps weltweit!», wobei man sich sofort fragt, was «ÖPNV» denn heissen könnte. Wikipedia verrät es: Öffentlicher Personennahverkehr, also S-Bahn, U-Bahn, Trams, Busse, Boote im näheren Umfeld, ohne Fernverkehr, Mietvelos, Taxis und Ritschkas. Oder womit man sich sonst noch von A nach B bewegen könnte.
„In jeder Stadt per öV ans Ziel“ weiterlesen

Smartphone-Tipps für die Badehose


Das Handy in den Ferien: Tipps und Apps.

Das Patentrezept von letzter Woche ist eine Kompilation der besten Tipps fürs Reisen und die Ferien mit dem Smartphone, inklusive Sicherheit für WLAN und Daten, Notfall, Speicherplatz und Roaming. Das ist überaus nützlich, aber für meine eigenen Ansprüche trotzdem etwas wenig. Natürlich gehört in ein Patentrezept auch originärer Inhalt und nicht bloss ein Best of.

Darum hier eine Liste mit sechs Apps, von denen immerhin fünf neu, d.h. beim Tagi und in diesem Blog noch unbesprochen sind:
„Smartphone-Tipps für die Badehose“ weiterlesen

Datensparfuchsen


Nicht gedrosselt werden. Und im Ausland nicht in die Kostenfalle rennen. Artikel und Video bei Tagesanzeiger.ch.

Okay, der Titel hätte einen Divis brauchen können, um einigermassen einfach parsbar zu sein. Es geht ums Sparfuchsen bei den mobilen Daten. Oder mit anderen Worten um die Frage, wie man mit dem Datenvolumen seines Mobilfunkanbieters einen Monat über die Runden kommt. Mich betrifft das fast nicht, da ich seit zwei Jahren der mobilen Datenaskese entronnen bin. Aber nicht jeder will viel Geld fürs Mobilfunkabo ausgeben. Und spätestens im Ausland ist eine Kontrolle angebracht, wenn das teure Datenpaket bis zum Ende der Ferien reichen soll.

Die Tricks im Video umfassen „Datensparfuchsen“ weiterlesen

Ein VPN ist unverzichtbar

Das Virtual Private Network (VPN) ist für mich in den letzten Monaten zum unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Früher habe ich es sporadisch verwendet – ursprünglich hauptsächlich für die Umgehung von Geosperren. Doch in den letzten Monaten habe ich weitere unverzichtbare Verwendungszwecke erkannt. Erstens kann man Internetprobleme umgehen.

170821-strandhaeusschen.jpg
Hier herrscht des Abends erstaunlich viel Netzwerkverkehr.

Und auch wenn ich hoffe, dass ich aus Gründen zu Hause keine Internetprobleme mehr haben werde, hatte ich neulich bei meiner Arbeit für den Publisher Gelegenheit, das VPN nutzbringend einzusetzen. Da hatte nämlich die Firewall aus unerfindlichen Gründen sämtliche Dateien blockiert, die ich im Publisher-Downloadbereich platzieren wollte. Warum? Ich weiss es nicht. Vielleicht haben die Firewall und das CMS eine unheilige Allianz geschlossen, um mir das Leben schwer zu machen. Jedenfalls ist das genau die Sorte Problem, die man einerseits nicht brauchen kann und deren Lösung andererseits mutmasslich Stunden in Anspruch nimmt. Ich habe mich daher dafür entschieden, das Problem nicht zu lösen, sondern zu umgehen. VPN-Client herunterladen, einschalten und mit einem Schweizer Knoten verbinden, fertig.

Während unserer Ferien in Holland ist mir noch etwas anderes aufgegangen. „Ein VPN ist unverzichtbar“ weiterlesen

Was man als Schweizer vom Ende des EU-Roamings hat

170808-huawei-1.png
Datenroaming am mobilen Router einschalten – und dann geht es auch.

Auf Reisen habe ich (seit 2013) einen mobilen WLAN-Hotspot dabei. Das ist seit Kurzem der im Beitrag Die Surfhilfe fürs Ausland vorgestellte Huawei E5330: Mit einer lokalen SIM-Karte bestückt, stellt er am Ferienort mobiles Internet per WLAN zur Verfügung.

Nun hätte ich mir in Holland natürlich eine holländische SIM-Karte mit Prepaid-Datenguthaben besorgen können. Ich habe das aus zwei Gründen nicht gemacht. „Was man als Schweizer vom Ende des EU-Roamings hat“ weiterlesen

Schiffe schauen

Ich bin ein Fan von Flightradar24, besonders von der Smartphone-App (für iPhone/iPad und für Android). Sie stillt die Neugierde, die einen erfasst, wenn man an den Himmel schaut: Wohin fliegt dieses Flugzeug da oben? Woher kommt es? Wer sitzt an Bord?

… naja, die letzte Frage bleibt bislang unbeantwortet. Auch wenn Flugdaten bekanntlich im grossen Stil gesammelt und gespeichert werden, finden sie ihren Weg nicht in die entsprechenden Apps. Eigentlich schade, denn es würde die Sensibilität der Öffentlichkeit für Fragen des Datenschutzes massiv befördern, wenn man sehen könnte, dass im Flugzeug da oben Frau Müller auf Platz 23a sitzt. (Und neben ihr Herr Huber, der nicht ihr Ehemann ist.)

170808-ship-finder-1.jpg
Links: Der Schiffsverkehr am Strand von Julianadorp.
Rechts: Das Schiff, das gerade vorbeifährt.

Aber das nur nebenbei. „Schiffe schauen“ weiterlesen

Mobiles Internet, aber günstig


Falls das Video nicht erscheint, hier klicken.

Ich nutze seit einiger Zeit einen mobilen WLAN-Hotspot (siehe Nehmt dies, ihr Roaming-Schurken!). Nun habe ich den Ferienbeginn genutzt und für die digitalen Patentrezepte einen zeitgemässen Hotspot vorgestellt – der hat ein Farbdisplay und ist in der Nutzung ein bisschen einfacher als mein altgedienter TP-Link M5350.
„Mobiles Internet, aber günstig“ weiterlesen

Bloggen vom iPad

Während meiner Ferien war ich kein besonders fleissiger Blogger. Immerhin, zwei Beiträge habe ich abgesetzt. Der eine aus dem Hotel und der andere aus dem Flughafen Stockholm – über den mit einer SIM-Karte von Telenor bestückten bewährten mobilen WLAN-Hotspot (99 SEK für 7 Tage bzw. 5 GB Daten).

140814-ipadbloggen.jpg
Tippen am Flughafen Stockholm. (Und ja, ich lecke mir gerade über die Lippen. Wahrscheinlich, weil mir gerade eine besonders knusprige Formulierung gelungen ist.)

Zum Bloggen habe ich das iPad mini verwendet. Ohne externe Tastatur, dafür mit der Ruhe und Geduld, die man sich während entspannenden Ferien zwangsläufig aneignet. Ausserdem durfte ich die Feststellung machen, dass sich die langsamere Tippgeschwindigkeit nicht zwangsläufig negativ bemerkbar macht. Wenn ich mit zehn Fingern tippe, kommt gelegentlich das Denken nicht mehr hinterher. Was dazu führt, dass ich ganze Sätze oder Abschnitte lösche und umformuliere.
„Bloggen vom iPad“ weiterlesen

Nehmt dies, ihr Roaming-Schurken!

Ins Ausland zu verreisen, eröffnet neue Horizonte, macht das Hirn frei, erlaubt es einem, den Alltag abzuschütteln und ist rundum eine gute Sache.

Wenn nur das Portemonnaie nicht sosehr darunter leiden würde. Damit kritisiere ich nicht die Preise «im Ausland», auch wenn zum Beispiel die Tarife beim Norweger Nahverkehr in der Tat zum Himmel schreien. Nein, ich ziele natürlich aufs Roaming ab. Sobald man den Wunsch verspürt, ausserhalb seines Heimnetzes ein paar Bits und Bytes durch die Luft zu schicken, muss man mit massiven Kosten rechnen. Anfangs Jahr habe ich die isländische Luft mit einigen Datenpaketen durchbort, was von meinem Mobilfunkbetreiber Orange.ch mit einer horrenden Rechnung quittiert wurde. Ich hatte zwar eine Option namens Travel Data Daily, mit der man für ein paar Franken ein paar Bytes absetzen darf – aber aus unerfindlichen Gründen war die in Island nicht gültig. Orange zeigte sich zwar kulant.

130826-tp-link.jpg
In Berlin gibts viele Funklöcher – nicht aber in der U-Bahn…

Aber dennoch. Stets ein Damoklesschwert über den Kopf bzw. dem iPhone zu haben, macht keinen Spass, und schliesslich will man gerade im Ausland nach Herzenslust die Freunde bei Facebook mit Statusupdates über die Freuden des Nichtstuns bespassen und Instagram mit Ferienfotos füllen.
„Nehmt dies, ihr Roaming-Schurken!“ weiterlesen