Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!

Den Umgang mit regulären Ausdrücken zu trainieren, ist eine Investition, die ihr nicht bereuen werdet. Und dabei hilft die tolle Website regexr.com.

In diesem Blog wurde immer mal wieder das Hohelied auf die regulären Ausdrücke gesungen. Das sind – und ich entschuldige mich dafür, dass ich an dieser Stelle einen Grossteil meiner Leserschaft mit altbekannten Informationen langweile – syntaktische Formulierungen, die fürs Suchen und Ersetzen verwendet werden. Nur geht es nicht darum, einen exakten Begriff zu finden, sondern eine Menge von Begriffen, die eine Gemeinsamkeit haben.

Ein Beispiel: Im Beitrag Perfektion hat ihren Preis ging es darum, dass ich in meinem Blog einige Altlasten bereinigen wollte, die von der Migration auf WordPress übrig geblieben waren. Dafür waren gewisse Anpassungen im HTML-Code nötig, die ich nicht von Hand erledigen wollte. Ein regulärer Ausdruck – im Englischen regular expression oder kurz Regex genannt – findet platzierte Bilder anhand ihrer Image-Tags und die dazugehörigen Bildlegenden und schreibt diese auf die Anforderungen eines neuen Content Management Systems wie WordPress um.

Anderes Beispiel, ebenfalls aus dem Bereich des Webpublishings: „Guter Rat von Onkel Matthias: Lernt reguläre Ausdrücke!“ weiterlesen

Perfektion hat ihren Preis

In einem Anfall von Penibilität habe ich mich auf dieses Blog hier gestürzt und mittels waghalsiger Regex-Aktionen die alten Posts optisch auf Vordermann gebracht.

Neulich hat mich wieder einmal der Rappel gepackt. Ich habe mir ein Projekt aufgebürdet, das manche Leute übertrieben und hirnrissig genannt hätten. Wiederum andere Leute hätten von einer neurotischen Aktion gesprochen – und Verständnis hätte es, wenn überhaupt, nur von jener Sorte Perfektionisten gegeben, die selbst den Drang verspüren, selbst an jenen Orten für penible Ordnung zu sorgen, wo nie jemals ein menschliches Auge hinfällt.

Also, es geht um dieses Blog hier. Wie seinerzeit besprochen, habe ich vor zweieinhalb Jahren mein CMS gewechselt. Seitdem nutze ich WordPress, wie es global sehr viele Webbetreiber tun.

Beim Umstieg habe ich seinerzeit dafür gesorgt, dass die Beiträge aus dem alten CMS mitkommen und manuell die verloren gegangenen Kategorien nacherfasst. Darüber hinaus habe ich keine Optimierungsanstrengungen unternommen.

Das hatte gewisse Folgen. „Perfektion hat ihren Preis“ weiterlesen

Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren

Die altehrwürdigen Powertoys von Microsoft gibt es auch für Windows 10. Und die sind für uns alte PC-Hasen ein Muss.

Ein Flashback in die dunkle Windows-Vergangenheit: Der heutige Blogpost beschwört eine Zeit herauf, in der uns nicht Smartphones und Tablets unsere informationellen Glücksmomente beschert haben, sondern unsere persönlichen Rechenmaschinen.

Die wurden damals Personal Computer (PC) genannt und liefen mit einem Betriebssystem, das die heutige Jugend nur noch vom Hörensagen kennt. Und wir PC-Freaks von damals haben einen grossen Teil unserer Computerzeit darauf verwendet, das Betriebssystem, den Computer, die Anwendungen und das ganze Darumherum zu verstehen, zu managen, zu optimieren und auf unsere Ansprüche masszuschneidern.

Das tut man heute kaum mehr. Erstens, weil es keinen sonderlich grossen Spass mehr macht. Die Smartphones haben abgeschottete Systeme, bei denen man zwar ein paar Einstellungen nach seinen Wünschen treffen darf. Aber es gibt keine Möglichkeiten, in die Untiefen herabzusteigen, an Konfigurationsdateien zu basteln, Systemkomponenten zu inspizieren und zu manipulieren und mit Hilfsprogrammen von Drittherstellern die Funktionsweise des Systems zu beeinflussen oder komplett zu verändern. „Ein Windows-Helfer mit Superhelden-Allüren“ weiterlesen

Auf der Suche nach dem schwarzen Softwareschwan

Gibt es Software, die es nicht gibt? Sprich: Habt ihr ein Anliegen, für das ihr vergeblich nach einem Programm gesucht habt? Nebst dieser Frage geht es im Blogpost auch noch um ein exotisches Windows-Hilfsprogramm.

Man würde meinen, dass es Programme für alles gibt – gerade bei Windows. Zwar ist Windows nicht mehr das Betriebssystem mit der grössten Verbreitung: 2017 wurde der jahrelange Dominator von Android überholt.

Trotzdem: Dieses Betriebssystem existiert seit 35 Jahren, und damit 23 Jahre länger als Android. Und Windows wird breiter eingesetzt, in Unternehmen, auf Servern, für professionelle Zwecke und zum Spass. Da würde man meinen, dass über die Jahre für jedes denkbare Problem eine Lösung in Form einer tollen Software entstanden ist.

Es gibt Apps für alles. Ausser für die Dinge, für die es keine Apps gibt

Doch es passiert mir immer mal wieder, dass ich auf Probleme stosse, auf die es keine überzeugende Software-Antwort gibt – sondern allenfalls wilde Hacks oder ein dubioses Shareware-Programm, das seit zwanzig Jahren nicht mehr aktualisiert worden ist. Leider habe ich die Fälle nicht dokumentiert – dabei wäre das eine tolle Serie für dieses Blog hier geworden. Doch wenn ihr Beispiele habt, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren.

Heute geht es um ein Anliegen, das so halb in diese Kategorie fällt. „Auf der Suche nach dem schwarzen Softwareschwan“ weiterlesen

Eine artistische Windows-App für Ordnungsfanatiker

Eine heisse Empfehlung für einen aufgeräumten Download-Ordner: File Juggler verschiebt heruntergeladenen Dateien automatisch in den Ordner, wo sie hingehören.

Kennt ihr das Problem mit dem Download-Ordner? Dieser Ordner kann gemäss meiner Beobachtung zwei Zustände aufweisen:

  1. Total zugemüllt. Es finden sich Hunderte oder Tausende Dateien darin, die ihr Besitzer heruntergeladen, aber nie vernünftig verräumt hat.
  2. Leer, beziehungsweise penibel aufgeräumt. Wenn das der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass der Besitzer des fraglichen Downloadordners ein Sauberkeitsfanatiker ist, der sogleich nach dem Herunterladen hingeht und jede einzelne Datei in den dafür vorgesehenen Ordner verschiebt. Das verhindert das Chaos – aber es braucht leider auch viel Zeit.

Ich gehöre zur zweiten Sorte: Ich räume alle die Dateien, die in meinen Downloadordner wandern, sogleich an die richtige Stelle: PDF-Dateien in mein Artikel-Archiv oder in den Ordner mit dem Recherchematerial. Sicherheitskopien der Nerdfunk-Manuskripte aus Google Docs werden in meinen Nerdfunk-Ordner gesteckt. Backups meiner WordPress-Blogs gehören ins Backup-Verzeichnis. Und so weiter.

Neurotisch veranlagter Mikromanager

So herrscht jene Ordnung, die mir als leicht neurotisch veranlagtem Dateien-Mikromanagers zusagt. Der Nachteil ist, dass ich viel Zeit darauf verwende, Dateien aus diesem Download-Ordner an die richtige Stelle zu verschieben. „Eine artistische Windows-App für Ordnungsfanatiker“ weiterlesen

So rein und dumm wie weisses Papier

iA Writer gehört zur ersten Garde der modernen Text-Apps, die sich durch Einfachheit, eine kaum ablenkende Oberfläche und durch schnörkellose Bedienung auszeichnen. Und auch wenn neuere Apps mehr können, bleibt dieses Schweizer Produkt eine gute Wahl.

Ein Leser hat mir neulich den Tipp gegeben, ich solle mir doch einmal iA Writer ansehen. Und damit hat er natürlich recht: Dass ich die in meiner Reihe zu den modernen Text-Edioren bislang ausgelassen habe, grenzt an eine Unterlassungssünde.

Die App gehört nämlich zu den ersten ihrer Art. Sie kam 2010 fürs iPhone und iPad auf den Markt. Inzwischen ist sie auf fast allen Plattformen zu Hause: Auf Windows, Mac und Android. Sie ist auch insofern ein Kind unserer Zeit, als dass die Windows-Version mittels Crowdfunding lanciert worden ist. 823 Leute haben auf Kickstarter 23’575 Franken für die Entwicklung gesprochen.

Und ja, iA Writer ist eine Schweizer Entwicklung. Die NZZ am Sonntag hat am 22. Mai 2011 die App und den Entwickler Oliver Reichenstein vorgestellt: „So rein und dumm wie weisses Papier“ weiterlesen

Texte mit Format

Als Alternative zur klassischen Textverarbeitung bietet sich eine Auszeichnungssprache an. Davon gibt es inzwischen einige: nebst Markdown auch HTML, Latex oder Wikitext. Ich erkläre einige Unterschiede und empfehle das Konvertierungstool Pandoc.

Auszeichnungssprachen sind eine praktische Sache. Man braucht sich nicht mit Wysiwyg-Editoren herumzuschlagen. Die sind zwar komfortabel, produzieren aber in den seltensten Fällen sauber strukturierte Dokumente. Im Gegenteil: Da wird ein Formatchaos angerichtet, dass es den Teufel graust.

Weiss jedermann hier, was eine Auszeichnungssprache ist? Englisch spricht man auch von Markup. Das ist eine Form, um Inhalte digital zu erfassen, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen verstanden wird. Man schreibt bestimmte technische Eigenschaften direkt ins Dokument. Soll etwas fett sein, dann macht man Sternchen darum herum (**fett**).

Der Vorteil ist, dass man keine spezielle Software zum Schreiben braucht. Ein normaler Texteditor reicht schon. Sinnvoll ist natürlich ein Programm, das die Eingaben gleich live interpretiert, damit man sofort erkennt, wenn man einen Fehler gemacht hat.

Es gibt natürlich auch Nachteile. „Texte mit Format“ weiterlesen

Ein neuer Markdown-Liebling mit schlimmen Marotten

Das ist der zweite Teil der epischen Saga. Zur Erinnerung: Wir sind mit der Mission aufgebrochen, hier zusammen den schönsten aller Markdown-Editoren zu finden. Heute ist Typora dran. Dieses Programm gibt es kostenlos für Windows, Mac und Linux.

Typora präsentiert sich so minimalistisch, dass man diesen Editor leicht mit dem Windows-Editor (Notepad) verwechseln könnte. Aber nur auf den ersten Blick. Man merkt schnell, dass bei Typora eine Design-Absicht hinter der kargen Erscheinung steckt und nicht bloss Feature-Armut. Es gibt zum Beispiel einen angenehmen Abstand zwischen Fensterrand und Text. Bei Notepad kleben die Buchstaben direkt am Menü und an den Kanten, was nicht schön aussieht. Und die Bildlaufleiste am rechten Rand ist hübscher als der typische Windows-Scrollbalken: Bloss eine dezente, schmale Fläche im Verhältnis des sichtbaren zum ganzen Text.

Oberfläche

Typora hat, anders als die meisten Markdown-Programme, keine zweigeteilte Oberfläche.  „Ein neuer Markdown-Liebling mit schlimmen Marotten“ weiterlesen

Da geht es lang im Internet

Die .htaccess-Datei: Eine jener Erfindungen, die man im selben Atemzug lobpreist und verflucht. Sie macht Dinge möglich. Und gleichzeitig treibt sie einem den Angstschweiss auf die Stirn.

Also, um die Sache etwas einzugrenzen: Die Datei wird von Webservern verwendet, um die Adressen zu konfektionieren. Standardmässig entspricht der Pfad einer URL der Verzeichnis- und Dateistruktur auf dem Server. Beispiel clickomania.ch/click/indexD.html: Das ist eine Datei indexD.html, die im Ordner click im Rootverzeichnis des Webservers liegt.

Nun ist es aber nicht immer so einfach: Wenn man seine Seiten mit PHP aufbereitet oder mittels einer Datenbank mit Inhalten füllt, dann gibt es keine Struktur im Dateisystem des Webservers, die man als URL abbilden könnte. Es werden vielmehr Parameter an Scriptdateien übergeben. Bei vielen dynamischen Websites wird nur eine einzige Seite aufgerufen, auch wenn die Site selbst aus Dutzenden, Hunderten oder Tausenden von Unterseiten besteht. Parameter in der Adresse zeigen an, welcher Beitrag aus der Datenbank geholt werden soll. Diese Parameter werden typischwerweise mit Fragezeichen übergeben. Das könnte etwa so aussehen: Example.com/Main.php?page=1020

Das ist nun nicht sonderlich hübsch und auch nicht sehr praktisch. „Da geht es lang im Internet“ weiterlesen

Wie Nerds bei Windows Dateien finden

Blitzschnelle Suche über alle Dateiträger: Everything ist um Welten schneller und flexibler als die in Microsofts Betriebssystem eingebaute Suchfunktion

So aufgeräumt geht es auf der Festplatte selten zu und her. Darum braucht es gute Suchfunktionen. (Bild: Breakingpic/Pexels.com, CC0)

Die Windows-Suche ist ganz okay. Nicht grossartig, aber meistens findet man in weniger einer halben Stunde ungefähr das, was man gesucht hat. Nützlich finde ich die Einschränkungsmöglichkeiten. Mit name sucht man nur nach Dateinamen (name:hinz-kunz.doc). Mit art grenzt man nach Dateiart ein (art:ornder sucht nur nach Verzeichnissen). Typ erlaubt es, eine Filterung nach Dateiendung vorzunehmen (typ:mp4).

Und Analog formuliert man Einschränkungen nach Änderungsdatum (datum:heute oder datum:‎04.‎07.‎2017 .. ‎14.‎07.‎2017) oder nach Dateigrösse. größe:groß findet zum Beispiel Dateien von 1-16 MB. Die Einteilung muss man sich nicht merken, die schlägt Windows vor, sobald man grösse: ins Explorer-Suchfeld tippt.

Warum ist die Windows-Suche so lahm?

Sie dürfte gerne schneller sein – denn, so fragt man sich, wie kann es sein, dass Google das ganze Internet innert Bruchteilen von Sekunden durchsucht, eine Recherche auf der Festplatte aber ein Vielfaches länger dauert? Dafür gibt es natürlich eine technische Begründung (Dateisystem vs. Datenbank), aber die interessiert im Zweifelsfall nicht. Ich habe mir dafür mal Everything besorgt (auch erhältlich bei heise.de). Das ist ein Programm, das so aussieht, wie Windows-Programme ungefähr um die Jahrtausendwende ausgesehen haben, aber rasend schnell funktioniert.
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