Clickomania goes open source

There are faithful Clickomania players out there, who hold on to my game more than ten years after the last update. They not only still play the game, but they’re as well submitting Online results to this page here. Not as numerous as years before, but still in considerable amouts.

Unfortunately, the submission of new results does not work anymore at this time. As you may have seen, I have switched this domain to SSL, which was high time. But Clickomania was created in a time where https was not widely available, and I am not even sure if it was possible to use encryption at all. For the reasons explained here, I am not able to provide an update.

Update: Good news. There is a solution available. It is explained here.

And these are the two other possible solutions I discussed in the original blog post:

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Jaaaaaaa!

Also, ich komme anscheinend nicht darum herum, einmal einen Blogpost nur über freie Bürosoftware zu schreiben. Und hier ein für alle Mal öffentlich festzuhalten: Jaaaaaa, ich kenne Open Office! Jaaaaa, ich habe auch schon mit Libre Office gearbeitet. Und jaaaaaa, ich finde es toll, dass es diese Programme gibt.

Und wenn ihr bei dieser Einleitung einen passiv-aggressiven Unterton herausgehört habt: Jaaaaa, gut gemacht!

Nein, im Ernst und in aller Freundschaft: Ihr wisst, dass ich ein Fan freier und offener Software bin. Ich kenne auch die Bedeutung von Open Office: Es wäre in der Blütezeit verheerend gewesen, wenn Microsoft diese Konkurrenz nicht gehabt hätte. Wir wissen, wie dominant Microsoft Office über Jahre war. Da war es dringend nötig, dass ein Stachel im Fleisch des Branchenführers steckte. Er hat die zur Überheblichkeit neigenden Software-Götter in Redmond daran erinnert, dass sie es nicht übertreiben dürfen. Denn ihre Produkte sind nicht alternativlos. Die Nutzer können, wenn es ihnen zu bunt wird, wechseln und sich jegliche Lizenzzahlungen an Microsoft sparen. Und viele Leute konnten und können sich die vergleichsweise teuren Produkte nicht leisten. Es ist toll, dass sie eine Ausweichmöglichkeit haben.

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Open office: Eine Software wie ein Trip zwanzig Jahre in die Vergangenheit.

Was mich etwas nervt, ist die Penetranz Hartnäckigkeit der Fans aus dem Lager der freien Software. Das gilt für die Verfechter von Linux (siehe hier). „Jaaaaaaa!“ weiterlesen

Er digikam, sah und verwaltete

Das ist wieder einer dieser Blogposts, bei denen ich mich für den Titel entschuldigen muss. Also, ich entschuldige mich ganz herzlich für den Titel, der ein dummer Kalauer ist und nicht in diesem und in keinem anderen Paralleluniversum als Titel dienen sollte. Allerdings sollte auch keine Software Digikam heissen müssen. Und die affige offizielle Schreibweise mit kleinem D und grossem K («digiKam») macht es noch schlimmer.

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Digikam vereinigt die typischen Qualitäten und Schwächen eines Open-Source-Programms auf sich.

Aber es gibt eine solche Software, und ich habe mich entschieden, sie zu besprechen. Schliesslich kamen hier in letzter Zeit immer wieder Programme aus dem Bereich der Fotografie zum Zug – und da gehört Digikam zu den bekannten Vertretern aus dem Open-Source-Bereich. Allerdings ist dieses Programm vor allem ein Organisationsinstrument und weniger RAW-Konverter mit ausgeklügelten Entwicklungsmöglichkeiten – aber das ist nicht per se schlecht: Es wäre die perfekte Ergänzung zu DxO PhotoLab (Fotobearbeitung für Minimalisten), da dieses Programm auf die Entwicklung spezialisiert ist und nur rudimentäre Verwaltungsfunktion hat.

Nach der Installation (die lange dauert und einen Ordner von 1,24 GB Grösse auf der Windows-Festplatte anlegt, der sagenhafte 4476 Dateien enthält) begrüsst einen das Programm mit einem Assistenten, der wissen will, wo man seine Fotos gespeichert hat, welche Datenbank man zur Verwaltung nutzen möchte, wie mit Rohdatenbildern verfahren werden soll, auf welchem Weg die Metadaten gespeichert werden, ob der Vorschaumodus mit Proxy-Bildern oder den Komplettbildern arbeitet, was beim Linksklick passiert und ob Kurzinfos beim Mouseover angezeigt werden oder nicht.

Davon könnte man sich bereits überfordert fühlen: „Er digikam, sah und verwaltete“ weiterlesen

Das ist das langsamste Programm der Welt

Meine epische RAW-Konverter-Testreihe gipfelte neulich im Tagi-Artikel So einfach werden Ferienfotos verbessert. Man könnte annehmen, dass die Sache nun gut ist. Doch nein. Raw Therapee muss nun auch noch sein.

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«Keine Rückmeldung» – das ist bei diesem Programm quasi der Normalzustand.

Raw Therapee ist ein Programm aus der Open-Source-Welt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es während und nach dem Start meinen Computer für einige Zeit fast komplett blockiert. Wer mich kennt, weiss, dass mich das nicht für eine Software einnimmt. Ich verstehe, dass ein Programm dieser Art zwangsläufig einen beträchtlichen Leistungshunger an den Tag legt. Aber ich mag es trotzdem nicht, wenn ich während des Starts noch nicht einmal ein paar Wörter in den Texteditor (Notepad!!!) eintippen kann.

Auch bei simplen Interaktionen mit der Oberfläche wird der Rechner sogleich träge und reagiert nurmehr schlecht. Der Taskmanager zeigt keine übertriebene Auslastung. Es könnte damit zu tun haben, dass in der Dateiverwaltung auch die Ordner der Laufwerke im lokalen Netz abgesucht werden und das den Computer bremst. Ich also tunlichst darauf, bei Dateiverwaltung nichts anzuklicken.

Die Oberfläche ist schwarz und dreigeteilt, wie es sich gehört. „Das ist das langsamste Programm der Welt“ weiterlesen

Scribus hat es voll drauf

Ein Programm, das zu Unrecht ein Schattendasein führt, ist das im Beitrag Desktop-Publishing auf die offene Art vorgestellte freie Layoutprogramm Scribus (hier für Windows, Mac und Linux erhältlich).

Nun habe ich für die Publisher-Insiders-Reihe eine Einführung zu der Software gedreht. Christoph Schäfer kennt sie aus dem Effeff, weil er seit Jahren zu der Community gehört und die Dokumentation sowie die Übersetzung betreut. „Scribus hat es voll drauf“ weiterlesen

Die Fundis aus der Linux-Lager

Wenn es ums Geliebtwerden geht, hat Apple die Nase vorn. Die Fanboys von iPhone, iPad und MacBook sind Legion. Auch der grosse Softwarekonzern aus Redmond, der in der Öffentlichkeit als unpopulär und schnarchlangweilig wahrgenommen wird, hat eine militante Anhängerschaft: Wenn ich in einem Artikel zu den Tablets das iPad und das Nexus 7 erwähne, aber das Wort Surface unerwähnt bleibt, dann hagelt es giftige Kommentare. Man wirft mir dann Inkompetenz vor und stellt die Vermutung auf, ich sei von Apple gekauft.

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Ein Pinguin ist noch lange kein Tux. (Bild: Martin Fisch)

Verblüfft bin ich aber immer wieder über die Fundis aus dem Linux-Lager. Sie haben einen ausgeprägten Verteidigungsreflex. Selbst wenn man das Wort «Linux» nur in einem Nebensatz erwähnt, gibt es mindestens ein fünfseitiges Mail, das einem en détail ausführt, was daran alles falsch war.

Da habe ich gestern in der Kummerbox im Beitrag Windows 8 – oder vielleicht doch Ubuntu? darüber diskutiert, unter welchen Umständen man das auslaufende Windows XP mit Linux ersetzen könnte. Mein Fazit ist positiv ausgefallen: Man soll das Abenteuer wagen, wenn man sich die Sache gut überlegt hat und mit den Nachteilen leben kann.
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Hand an seine Schriften legen

FontForge ist ein Open-Source-Editor für Schriften. Mit seiner Hilfe kann man eigene Schriftdateien kreieren oder vorhandene Fonts editieren.

Zugegeben – die Herstellung von Schriften ist nicht jedermanns Sache. Es braucht viel Talent und Erfahrung, um eine Schrift zu gestalten, die nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional überzeugt. Ein Fonteditor ist aber dennoch mitunter äusserst nützlich – nämlich dann, wenn es darum geht, eine Schrift anzupassen oder in ein anderes Format zu überführen.

FontForge ist ein Schriftbearbeitungsprogramm aus der Open-Source-Welt. Mit seiner Hilfe wurden die «Linux Libertine» und die «DejaVu» entworfen.

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Die Benutzeroberfläche wirkt verzettelt und die Benutzung ist nicht das, was man selbsterklärend nennen würde. Doch was den Funktionsumfang angeht, gibt es an Font Forge nichts zu mäkeln.

Man kann mit ihm auch bestehende Fonts in diversen Formaten (u.a. Bitmap-, Postscript-, Truetype-, Opentype-Fonts) laden, verändern und nachbearbeiten. „Hand an seine Schriften legen“ weiterlesen

Desktop-Publishing auf die offene Art

Das Scribus ist eine Layoutsoftware mit Open-Source-Lizenz und einer mehr als zehnjährigen Historie, die mit vielen Profi-Funktionen und einer relativ einfache Bedienung aufwartet.

Im Bereich der Layoutprogramme ist Adobe InDesign der grosse Dominator. Das Programm, das 1999 den guten, alten PageMaker abgelöst hatte, konnte in den nachfolgenden Jahren dem grossen Konkurrenten QuarkXPress erfolgreich das Wasser abgraben. Heute werden die allermeisten professionellen Drucksachen mit InDesign erstellt.

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Weil Scribus Rahmen-orientiert arbeitet, kann man die Elemente seines Layouts frei auf der Seite anordnen.

Das bedeutet nicht, dass es nicht Platz für Alternativen gäbe. Scribus ist ein Layoutprogramm aus der Open-Source-Welt. Seit bald zwölf Jahren behauptet es seine Nische. Anwender von Linux und Gelegenheitsgestalter setzen auf die Software, die sich durch einen soliden Funktionsumfang und Zuverlässigkeit auszeichnet. Und auch ausserhalb seiner Community kann Scribus Achtungserfolge feiern. So wird die französische Zeitschrift «Le Tigre» mit Scribus gesetzt. Die deutsche Piratenpartei empfiehlt Scribus für die Produktion ihres Kampagnenmaterials.
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Vektoren kostenlos zurechtbiegen

Das Inkscape ist ein Programm für die Bearbeitung von Illustrationen und Zeichnungen. Es ist gratis, hat in der Benutzung aber einige Tücken.

Die Welt der digitalen Grafiken ist zweigespalten. Auf der einen Seite gibt es die Pixelbilder. Sie zerlegen ihr Sujet rasterförmig in einzelne Bildpunkte. Diese Methode eignet sich bestens für Fotos und fotorealistische Motive mit vielen feinen Details.

Auf der anderen Seite gibt es die Vektorgrafiken. Sie bestehen aus geometrisch konstruierten Einzelteilen: Aus Kreisen, Linien und den Bézier-Kurven.

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Eine simple Aufgabe fürs Vektorbearbeitungsprogramm: In der Karte ein Land umzufärben.

Diese Kurven verdanken ihren Namen dem französischen Ingenieur Pierre Bézier, der in den 1960er-Jahren für Renault arbeitete und eine Methode erdachte, um die geschwungenen Karosseriekurven in der CAD-Software zu erfassen. Die Bézierkurven weisen Knotenpunkte auf, die den Verlauf der Kurve vorgeben. „Vektoren kostenlos zurechtbiegen“ weiterlesen

Ein Leben ohne Photoshop

Gimp (oder The Gimp, wie es früher hiess) ist ein freies Bildbearbeitungsprogramm, in dem mehr als 14 Jahre Erfahrung stecken und das für seinen Funktionsumfang hohes Lob verdient – jedoch nicht für die Benutzerführung.

Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp gilt in der Open-Source-Welt als Vorzeigeprojekt. Seit mehr als 14 Jahren wird es vorangetrieben (die erste Version ist sogar schon 1995) erschienen. Es bietet heute einen Umfang an Funktionen, den man sonst nur bei teurer Profi-Software findet. Und es gibt eine eingeschworene Nutzer-Community, die Anleitungen, bereitstellt, Wettbewerbe organisiert oder Podcasts produziert. (Auf gimpusers.de oder meetthegimp.org).

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Gimp ist nichts für Gimpel – sondern nur für ernsthafte Bildbearbeiter.

Gimp teilt jedoch auch die Nachteile einer klassischen Open-Source-Anwendung. Mit der Benutzerfreundlichkeit ist es nicht weit her. Die Benutzeroberfläche empfinden Windows- und Mac-Benutzer gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig – und darum existieren inzwischen auch so genannte «Forks», die das Erscheinungsbild an bekannte Programme angleichen. „Ein Leben ohne Photoshop“ weiterlesen