PDF-Dokumente durch die Mangel drehen

Die Webanwendung auf pdftoword.com wandelt PDF-Dateien in Worddokumente um. Die Resultate sind nicht über jeden Zweifel erhaben, aber dennoch kann dieser Dienst ganz nützlich sein

PDF-Dateien lassen sich bekanntlich im kostenlosen Adobe Reader weder bearbeiten, noch in ein anderes Format überführen (wenn man von der Exportmöglichkeit als unformatiertem Text absieht). Sollte eine PDF-Datei inhaltlich bearbeitet werden, muss man sich entweder die teure Adobe Acrobat-Software anschaffen, die mit rund 500 Franken zu Buche schlägt. Etwas billiger kommt man mit einem Produkt von Jaws davon.

Eine kostenlose Alternative stellt die Website pdftoword.com dar. Mit ihrer Hilfe wandelt man PDF-Dateien in Word-Dokumente oder ins Rich-Text-Format (RTF) um. Die resultierende Datei lässt sich dann bearbeiten und weiterverwenden.

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Datei auswählen, Zielformat und Mailandresse angeben – und schon geht pdftoword.com ans Werk.
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Das Textmonster

Notepad++ ist ein Ersatz für den etwas leistungsschwachen Windows-Editor. Das Open-Source-Programm kann Programmcode farblich markieren, Makros aufzeichnen und abspielen und ist über eine Plugin-Schnittstelle vielseitig erweiterbar.

Ob ein Computer-Benutzer ein Nerd oder ein Normalo ist, zeigt sich an dessen Verhältnis zum Texteditor. Ein normaler, nicht-nerdiger User wird ein solches Programm kaum jemals brauchen. Texte oder Der Freak dagegen braucht es täglich. Er legt Hand an Konfigurationsdateien, codiert HTML- und PHP-Seiten, editiert LaTeX-Dokumente und managt Datentabellen.

Windows hat unter Zubehör den mehr als dürftig ausgestatteten Editor (notepad) zu bieten. Mac OSX hat mit TextEdit ein etwas leistungsfähigeres Programm in petto, das den Vollblut-Nerd indes auch nicht vollends überzeugt. Windows-Nutzer greifen daher zu Notepad++. Dieses Programm lässt keine Wünsche offen und ist auch optisch ein echtes Nerd-Programm. Als solches hat es überladene Menüs, schwer zu interpretierende Symbole auf den Schaltflächen und eine Programmoberfläche, die ohne jeden gestalterischen Anspruch entworfen worden ist. „Das Textmonster“ weiterlesen

Geschickt suchen und klever ersetzen

Eine der besten Methoden, um ein Textdokument schnell aufzubereiten, steckt hinter der Suchen-Ersetzen-Funktion. In Word kann sie wahre Wunder wirken – wenn man sie zu nutzen weiss.

Der Suchen-Ersetzen-Befehl ist eine uralte Erfindung. Schon die allerersten Textverarbeitungsprogramme in DOS oder anderen PC-Betriebssystemen stellten ihn zur Verfügung. Kein Wunder: Er gehört zu den leistungsstärksten Bearbeitungsbefehlen. In einem Rutsch können Dokumente aufbereitet, korrigiert und angepasst werden. Und übrigens: Am schnellsten gelangst du durch Betätigen der Tastenkombination Ctrl + h zur Suchen-Ersetzen-Dialogbox.

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In einem Rutsch viele Bilder im Dokument platzieren – das geht ganz einfach mit einem Suchen-Ersetzen-Durchlauf.
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Top Software, Flop-Lizenz

PhraseExpress gehört zu der ewigen Top fünf in meiner Utility-Rangliste: Die Anwendung verwaltet Phrasen, die über Tastaturkürzel oder über Kurzbausteine abrufen lassen – so wie die Autokorrektur aus Office, nur gut. Es gibt auch Platzhalter, die Möglichkeit, Bausteine zu verschachteln und selbst mit meinen fast 3600 Kummerbox-Bausteinen funktioniert die Anwendung flüssig und problemlos. Darum habe ich die Software auch schon zwei-, dreimal im Tagesanzeiger vorgestellt.

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Ab in die Wüste?
Seit der neuen Version 8 bin ich allerdings kurz davor, PhraseExpress in die Wüste zu schicken. Ich brauche die Software nämlich auf mehreren Rechnern, was durch eine in der neuen Version eingeführten neue Aktivierung durch nervige Dialoge erschwert wird. „Top Software, Flop-Lizenz“ weiterlesen

Quicktipp: Anführungszeichen ersetzen in Word

Ich stehe auf sorgfältige Typografie. Das habe ich in diesem Blog schon früher ausgeführt, nämlich hier und hier.
Word ist leider nicht auf die schönen Guillemets ausgerichtet. Aber man kann diese sehr einfach über die Suchen-Ersetzen-Funktion einfügen. Dazu nutzt man am einfachsten die Option Mit Mustervergleich, die eine Abwandlung von Grep darstellt.
Im Suchen-Ersetzen-Dialog von Word klickt man in der linken unteren Ecke auf Erweitern. Dann aktiviert man die Option Platzhalter verwenden, die der Option Mit Mustervergleich oder eben einem regulären Ausdruck entspricht.
Das Suchmuster unter Suchen nach zur Ersetzung von geraden Anführungszeichen (‘’so’’) durch Guillemets («so») lautet wie folgt: „Quicktipp: Anführungszeichen ersetzen in Word“ weiterlesen

Die Gfätterlibrüder aus Redmond (oder: 10 Jahre Leiden an Office)

Ich arbeite nun schon seit einiger Zeit mit Office 2010 und mir gefallen daran einige Dinge. Beispielsweise die OpenType-Funktionen, die ich vor Kurzem im Tagi beschrieben habe. Ich hätte die zwar gern noch etwas üppiger, aber seis drum.

Und, juhuu, eines der grossen Ärgernisse ist in Office 2010 endlich ausgeräumt, so dachte ich. Das SDI-MDI-Schlamassel, wie ich diese seit nunmehr zehn Jahren andauernde Leidensgeschichte gern nenne.
Aber nein, zu früh gefreut. Es wäre auch zu schön, wenn Microsoft eine Ungereimtheit in einem seiner Softwareprodukte einmal grundlegend angehen würde. Nein, die Programmierer in Redmond bleiben Meister der Flickschusterei, Oberbastler, Gfätterlibrüder und Softwarefummler, denen man nicht im Dunkeln begegnen möchte. Dabei hätte ich die Microsofties noch so gern in den höchsten Tönen gelobt, wenn in Office nun endlich ein stringenter Umgang mit den Dokumentfenstern Einzug gehalten hätte.

Manche werden sich nun fragen, worum es geht. „Die Gfätterlibrüder aus Redmond (oder: 10 Jahre Leiden an Office)“ weiterlesen

Binärrätselplakat

Dieses Plakat ist euch vielleicht auch aufgefallen:
binaercode.jpg
In grün ist folgende Zahlenreihe auf dem Plakat1 zu lesen:

01000100 01001001 01000111 01001001 01010100 01000001
01001100 01010010 01000001 01000100 01001001 01001111

Man liegt wohl nicht daneben, wenn man das für einen Binärcode hält. Ich konnte es mir nicht verkneifen, ihn mir zur Brust zu nehmen. Wers auch tun will: In Excel sind die Funktionen «BinInDez» und «Zeichen» für dieses Rätsel ganz hilfreich. Man kanns aber auch mit Bleistift und Notizzettel lösen – oder indem man den Code scharf anschaut. Und obendrein steht das Wort auch noch unverschlüsselt auf dem Plakat. Das ist dann doch etwas lahm. Wieso trauen die Werber ihrem Publikum bloss immer so wenig zu?

Footnotes

  1. Das Foto ist übrigens ein gelungenes Beispiel für den Rolling Shutter beim iPhone. ^top

VBA… adé!

Gemäss Rücksprache mit Microsoft kann im Office:mac 2008 wirklich kein Makro geschrieben werden. Die User die diese Funktion nutzen wollen, müssen die Version Office:mac 2004 benutzen.

Diese Information erhalte ich von der Pressefrau von Microsoft. Ich habe dort nachgefragt, weil ein Leser von mir wissen wollte, was denn die Meldung hier zu bedeuten hat:
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Also da glaubt man, alles gesehen zu haben, aber das haut mich nun doch aus den Socken. „VBA… adé!“ weiterlesen