Das ist die Kamera, die ich heute nicht gekauft habe

Die Nikon Z5 hat mich in ein Dilemma gestürzt. Soll ich eine Kamera kaufen – oder kann ich es genausogut bleiben lassen?

Eine neue Kamera zu kaufen, ist derzeit ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen. Und ja, es ist gut möglich, dass es nur mir so geht. Aber ich tue mich schwer mit diesem Entscheid.

Für mich selbst ist das im Grund kein Problem. Ich bin technisch gut ausgestattet: Meine D7000 ist zwar bald zehn Jahre alt, aber sie verrichtet ihren Dienst klaglos. Fürs Video habe ich die Sony AX100e im Einsatz und mit dem iPhone 11 lässt es sich auch hervorragend fotografieren. Es ist darum mehr eine theoretische Überlegung, was ich tun würde, wenn ich die D7000 zur Zweitkamera würde degradieren wollen.

Doch das fehlende Bedürfnis ist für uns Technik-Freak natürlich kein Grund, nicht über Neuanschaffungen nachzudenken. Solcherlei Überlegungen wurden bei mir durch die Nikon Z5 (Amazon Affiliate) ausgelöst, die zu testen ich derzeit das Vergnügen habe. Der Bericht dazu ist gestern erschienen: Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber.

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Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber

Die Z5 in einem ersten Augenschein. Ich an Nikons jüngster Vollformat-Systemkameras einiges zu loben – doch aus einem ganz bestimmten Grund kann ich sie trotzdem nicht zum Kauf empfehlen.

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, die Z5 (Amazon Affiliate) von Nikon zu testen. Es handelt sich um Nikons Einstiegsmodell in die Klasse der spiegellosen Vollformatkameras. Die beiden grösseren Geschwister sind die Z6 und die Z7. Es gibt mit der Z50 auch eine Variante mit APS-C-Sensor.

Die Z6 konnte ich seinerzeit ausführlich testen. Ich habe hier im Blog ein paar Details besprochen und sie beim Tagi kurz in unseren Gadget-Empfehlungen (🔒💰) erwähnt.

Die Z6 hat mir damals sehr gut gefallen. Darum stellt sich sogleich die Frage, ob das auch bei der Z5 der Fall ist – oder ob man Abstriche machen muss, die schmerzhaft oder sogar inakzeptabel sind. Und das sind die sechs Unterschiede zwischen den beiden Modellen, die mir relevant erscheinen:

Der Sensor. Er wird bei der Z5 nicht rückwärtig belichtet wie bei der Z6. Die Back Side Illumination (BSI) führt zu einer etwas grösseren Lichtempfindlichkeit. „Eine tolle Kamera mit einem dicken Ja, aber“ weiterlesen

So langsam freunde ich mich mit Systemkameras an

Manchmal tun Blogger und Journalisten den Leuten Unrecht. Heute wäre das um ein Haar passiert. Ich wollte nämlich über die App Wireless Mobile Utility von Nikon (gratis fürs iPhone und Android, aber bitte nicht herunterladen!) herziehen. Die ist dazu da, um Bilder von einer Nikon-Kamera mit WLAN herunterzuladen. Ich habe nämlich im Moment die Nikon Z6 zu Hause, über die an dieser Stelle auch noch ein paar Worte zu verlieren wären. Aber zuerst muss ich die schöne Anekdote fertig machen, die ich hier angefangen habe und die den hehren Zweck verfolgt, auf den Unzulänglichkeiten des Apple App Store herumzureiten.

Also diese App von Nikon, die kurz auch WMU genannt wird: Sie sieht so aus, als ob sie im letzten Jahrtausend entwickelt worden wäre. Und sie macht Unfug: Da hat man eine Kamera, die Bilder mit beeindruckenden 24,5 Megapixeln macht. Und was tut diese App? Sie weiss nichts Besseres, als Fotos auf 300 bis 500 KB herunterzurechnen. Sie überträgt auch keine RAW-Dateien und keine Videos. Da platzt nicht nur mir die Hutschnur, sondern auch vielen anderen Anwendern, wie man in den Kommentaren sieht.

Das Problem liegt allerdings daran, dass ich die falsche App genommen habe. „So langsam freunde ich mich mit Systemkameras an“ weiterlesen

Das grosse Geständnis: ich verwende Selfie-Sticks

Seit bald zwei Jahren nutze ich für meine Videos zwei LED-Leuchten, nämlich die Qudos von Knog. Die verrichten ihren Dienst ganz gut. Bis auf eine Sache.

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In der Länge flexibel…

Ich habe ja erwähnt, dass ich sie mit zwei Stativen passend in der Aufnahme positioniere. Diese Teile von Hama sind nun einerseits nicht sonderlich benutzerfreundlich beim Aufstellen und Versorgen. Man muss sie aus der Hülle nehmen, jedes der drei Beine ausfahren und darauf aufpassen, dass keines der Gummifüsschen abfällt. Ausserdem sind sie mir zu gross – d.h. sowohl zu lang als auch zu ausladend, was die drei Beine angeht. „Das grosse Geständnis: ich verwende Selfie-Sticks“ weiterlesen

Zum Kugeln!

Ich hatte das Vergnügen, eine Nikon Keymission 360 zu testen (um ca. 460 Franken, Amazon Affiliate). Das Fazit war recht positiv: Mir gefällt die Kamera, auch wenn ich sie mir selbst nicht kaufen würde. Da ich keine actionreiche Sportart betreibe, gäbe es zu wenige Gelegenheiten für spektakuläre Einsätze.

Während die Hardware also ganz okay ist, hat mich die Software nicht überzeugt. Nikon liefert ein Programm namens KeyMission 360/170 Utility, dessen Name genauso sperrig ist wie seine Bedienung. Immerhin: Man schafft es damit, die Clips von der Kamera auf den Computer zu kopieren.

Ich sehe zwei Möglichkeiten für eine Bearbeitung. Erstens:
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Den M-Modus zelebrieren

Das Christkind hat mir letztes Jahr eine Nikon Df vorbeigebracht. Das Christkind hat mir dann allerdings eingebläut, die Kamera sei nicht zum Behalten. Es handle sich um ein Leihgerät zum Testen. Ich war im ersten Moment natürlich etwas enttäuscht. Die Enttäuschung verflog, als mir das Preisschild vor die Nase kam. Die Kamera beläuft sich, mit dem 50-mm-Kit-Objektiv, auf satte 2981 Franken. So teure Weihnachtsgeschenke sind, da kann man die Sache drehen und wenden wie man will, überzogen und ein kapitalistischer Auswuchs.

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Perfekte Lowlight-Fotos! (Matthias, beleuchtet von drei Kerzen und einer Lichterkette.)

Also ging ich als Profi an die Sache heran und habe die Kamera für den Tagesanzeiger getestet, indem ich sie für meine Feiertagsfotografie benutzt habe. Auf die technischen Details brauche ich an dieser Stelle nicht herumzureiten, das machen andere ausführlicher. Ich erlaube mir aber, meinen persönlichen Eindruck breitzutreten.
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Die rohen Kräfte der Spiegelreflexliebhaberei

Ein Fototrend des ausklingenden Jahres 2012 sind die spiegellosen Kameras mit Wechselobjektiven, die auch Systemkameras genannt werden (auch wenn mir dieser Name nicht so recht einleuchten will). Sony, Olympus, Panasonic und Samsung haben schon länger solche Kameras im Angebot, Ende 2011 ist Nikon mit der 1-Serie auf den Zug aufgesprungen und im Juni 2012 hat auch Canon mit der EOS M die spiegellose Kurve noch gekriegt.

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Stillleben mit Kamera.

Mit einem Testgerät der Nikon 1 J2 hatte ich neulich Gelegenheit, dieses neue fotografische Paradigma auszuloten. Die Kamera ist nur unwesentlich grösser als die Samsung WB850 (hier besprochen), die in die Klasse der Kompakten gehört und die ich gern mit mir herumtrage, weil sie zwar nicht in die Hosen-, aber in die Jackentasche passt. Dieser Vorteil gegenüber den Spiegelreflexkameras ist offensichtlich: „Die rohen Kräfte der Spiegelreflexliebhaberei“ weiterlesen