Lokale IP-Adressen schnüffeln

Ich praktiziere zwar das papierlose Büro. Doch weil es alle Jubeljahre mal den Fall gibt, dass ein Brieflein in ausgedruckter Form irgendwohin geschickt werden muss, gibt es in meinem Heimnetzwerk den Brother HL-2070n. Der ist ungefähr acht Jahre alt, verrichtet seinen Dienst aber weiterhin brav.

140923-fing-01.png
Links: Die Übersicht der Geräte im Heimnetz. Rechts: Die Ports des Netzwerkdruckers.

Das Problem ist allerdings, dass er ab und zu verloren geht. Nicht im wortwörtlichen Sinn, sondern im netzwerktechnischen. Ich könnte und sollte ihm eine fixe IP-Adresse zuordnen. Aber genau das gehört zu den lästigen kleinen Dingen, die man dann doch nicht tut. Tja, und wenn der Drucker dann eine neue IP-Adresse zugewiesen erhält, wird er beim Drucken nicht mehr gefunden. „Lokale IP-Adressen schnüffeln“ weiterlesen

My Intranet is my castle

And the saga continues… Nachdem mein Rasperry Pi als Airplay-Empfänger und als NAS dient, musste nun so etwas Ähnliches wie ein Intranet her. Denn so praktisch das NAS auch ist, von den iOS-Geräten lässt sich nicht darauf zugreifen.

130816-lighttpd-01.jpg
Links: Das BarracudaDrive ist nicht nach meinem Geschmack.
Rechts: Kiss!

Ich habe als erstes mit BarracudaDrive experimentiert, war davon aber underwhelmed. Pardon, unbeeindruckt. Mir ist die Optik zu schrill und es ist für meine Belange zu überdimensioniert. Apache liegt nahe, aber ich hatte die Befürchtung, dass er dem Raspberry Pi bei der Performance zu viel abverlangt. Also bin ich bei Lighttpd gelandet. „My Intranet is my castle“ weiterlesen

Internetadressen umbiegen

Die Hosts-Datei erlaubt es, Internetadressen «umzubiegen». So lässt man lästige Werbung ins Leere laufen und greift einfacher auf eigene Webserver zu.

Das Domain Name System (DNS) im Internet hat die Aufgabe, die so genannten Host-Namen in IP-Adressen aufzulösen. Es liefert zu einer Adresse wie «tagesanzeiger.ch» oder «clickomania.ch» die passende IP-Adresse, über die der Browser dann zum richtigen Server gelangt.

Nun gibt es auf jedem PC eine simple Textdatei, die eine ähnliche Aufgabe erfüllt. Das ist die hosts-Datei. Sie stammt ursprünglich aus der Unix-Welt und hat ihren Weg in die Windows- und Mac-Betriebssysteme gefunden. Sie erlaubt es, zu einem Host-Namen eine IP-Adresse festzulegen. Diese Zuordnung hat Vorrang vor der Zuordnung, die vom DNS zurückgeliefert wird. Mit anderen Worten: Man kann über diese Datei eine Adresse umleiten oder ins Leere laufen lassen.

120905-hosts-datei.jpg
«It works» – mit einem kleinen Eintrag in der Hosts-Datei wurde der Aufruf einer Porno-Website aufs Abstellgleis umgeleitet.
„Internetadressen umbiegen“ weiterlesen

Hallo Welt, hier ist mein WLAN

Ein Kummerbox-Leser hat mir neulich die Frage gestellt, was diese seltsamen Namen in der Netzwerkanzeige seines Rechners eigentlich sollen. Wie es scheint, hat er seinen Computer per Ethernet am Router angeschlossen, Wifi aber trotzdem eingeschaltet. Und da waren halt einige Netze zu empfangen. Unter anderem eines, das heisst, wie einer seiner Nachbarn – wie dem Herrn aufgefallen war.
Klar – mein WLAN-Netz, damit sende ich eine Botschaft in die Welt hinaus. Auch wenn die Reichweite nur begrenzt ist, wird sie doch von der Umgebung wahrgenommen und auch von vorbeifahrenden Google-Street-View-Autos aufgepickt. Da sollte man sich natürlich schon einige Gedanken machen, was für eine Botschaft man versendet. Witzlos ist, einen Namen wie «Linksys» oder «hpsetup» in die Welt zu tragen. Damit sagt man eigentlich nur: «Hier hat ein DAU sich einen Router gekauft und ihn sogar eingeschaltet bekommen.»
„Hallo Welt, hier ist mein WLAN“ weiterlesen