Dft dft dft nnnnng

Nein, der Titel ist kein Tastatur-Unfall. Sondern der Versuch, das Resultat der hier zu besprechenden App onomatopoetisch zu beschreiben. Das Resultat ist nämlich ein Stück elektronischer Musik, aus Beats (dft dft dft) und Loops (nnng ist eine Note aus dem Loop). Ich habe ja bekanntlich ein kleines Flair für Apps zur Musikkreation – und das, obgleich mir jedes musikalische oder kompositorische Talent abgeht. Entsprechend sind auch meine Besprechungen (Musik-Lego, Ein Tummelfeld für Musiktüftler) völlig unbrauchbar. Aber was solls! Das hier ist schliesslich mein Blog und in einem freien Land wird es wohl noch erlaubt sein, über Dinge zu schreiben, von denen man nichts versteht.


Das Video führt vor, wie man improvisiert (oder ausprobiert, bis es einigermassen klingt)

Also, es geht um Auxy, eine App zur Kreation elektronischer Musik, über die ich neulich etwas im Guardian gelesen habe. „Dft dft dft nnnnng“ weiterlesen

Ciao iTunes Match

Ich trage mich mit dem Gedanken, mein Abo für iTunes Match zu künden. Dieser Dienst ist bekanntlich dazu da, die in iTunes gespeicherte Musik auf Geräte wie iPhones, iPads oder andere Macs zu bringen, ohne dass man aufwändig synchronisieren müsste. Der iCloud sei dank hat man seine Musik immer zur Verfügung.

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Google hat schon schlimmere Apps abgeliefert.

Nun kostet das pro Jahr 35 Franken, was nun nicht wirklich günstig ist. Ich nutze seit einiger Zeit auch Google Play Music, was ich bereits im Blogpost Wie die Musik am komfortabelsten strömt ausgeführt habe. In diesem Beitrag habe ich das grosse Manko von Googles Dienst ausgeführt: Die fehlende App fürs iOS-Universum. Ich habe mir zwar mit Cloud Play for Google Music beholfen, bin mit dieser App jedoch nicht glücklich geworden.
„Ciao iTunes Match“ weiterlesen

Die Schnellen ins Töpfchen und die Langsamen ins Kröpfchen

Neulich hat es bei der Kummerbox ein eher aussergewöhnliches Problem reingeschneit. Eine Tanzpädagogin wollte wissen, wie sie ihre Songs am iPad nach Tempo verwalten kann – denn für sie ist es wichtig, je nach Übung den passenden Rhythmus parat zu haben. Eine interessante Aufgabe, die sie bislang durch Zweckentfremdung der Wertungssterne löste.

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Bei Cadence wählt man das Tempo über den grossen Regler (links). Die Songs werden über Echonest mit Tempoangaben versehen (rechts).

Eine interessante Ausgangslage. Einerseits ein pragmatischer Ansatz, die Einteilung über die Wertung vorzunehmen. Andererseits bin ich schon der Ansicht, dass eine saubere Lösung vorzuziehen wäre. Ordentliche Metadaten sind mir ein drängendes Anliegen.

In den Metadaten gibt es längst ein Feld fürs Tempo. „Die Schnellen ins Töpfchen und die Langsamen ins Kröpfchen“ weiterlesen

Den Musikwald durchstreifen

Je mehr gute Musik man in seiner Mediathek liegen hat, desto stärker wird der Gedanke, dass es da draussen noch unzählige Songs geben muss, die man noch nicht entdeckt hat. Mir geht es jedenfalls so: Jede musikalische Offenbarung verstärkt den Hunger auf Mehr.

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Wer ist in der Musiklandschaft mit wem verwandt?

Spotify versucht, mit der Radio-Funktion diesen Hunger zu stillen (und damit auch wiederum anzufachen). Sie stellt automatisch eine Wiedergabeliste zusammen. Diese Tipps sind meist nicht völlig verkehrt. Andererseits auch nicht völlig treffend – denn Geschmack lässt sich nach wie vor nur sehr schlecht in Algorithmen fassen. Die statistischen Übereinstimmungen zwischen den Musiksammlungen von Leuten mit ähnlichen Vorlieben ergeben zwar durchaus Erkenntnisse, aber die sind halt nur oberflächlicher Natur. Andererseits – wie soll ein Vorschlagssystem denn sonst funktionieren, wenn selbst ich daran scheitere, meinen Musikgeschmack in Worte zu fassen?

Konsternierung und Ratlosigkeit
Es kommt nämlich vor, dass Leute ob meiner Mediathek konsterniert den Kopf schütteln und mich entsetzt fragen, wo bei diesem wirren Sammelsurium der rote Faden verlaufen könnte. „Den Musikwald durchstreifen“ weiterlesen

Liedtexte für Mitsängerinnen und Mitsänger

Vorab ein Versprechen: Ich habe nicht vor, irgendjemanden mit meiner Stimme zu belästigen. Zumindest singenderweise nicht. Es reicht völlig, wenn ich das Internet mit Podcasts wie der Verschwörungstheorie der Woche zutexte. Also: Kein Auftritt von mir bei «The Voice of Switzerland».

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Bitte die Zeile in fetter Schrift jetzt singen!

Wer nun aber das Bedürfnis verspürt, in den eigenen vier Wänden die Stimmbänder nicht nur zur Interaktion mit Mitbewohnern oder zum Schreien vom Balkon zu verwenden1, der erhält über die App Musixmatch ein bisschen Coaching. Wenigstens bezüglich Lyrics-Sattelfestigkeit. Die App versieht die Songs aus der iTunes-Mediathek mit Liedtexten. Diese sind in manchen Fällen synchronisiert und tauchen parallel zum Gesang auf dem Display auf. „Liedtexte für Mitsängerinnen und Mitsänger“ weiterlesen

Sich am Spotify-Repertoire vergreifen

Kollega Zeier hat neulich eine App vorgestellt, mit der man DJ spielt. Das ist an sich nichts Neues – dieses Blog hat sich bei früheren Gelegenheiten Tap DJ und Virtual DJ angenommen. Auch die (bislang unbesprochene) Edjing-App nutze ich gelegentlich gerne. Nun gibt es mit Pacemaker auch eine iOS-App, mit der man sich als DJ am Spotify-Repertoire vergreifen kann.

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Hohes Niveau, flaches Design, breiter Musikvorrat.

Beim ersten Start der App wird man zu Spotify weitergeleitet, wo man sich anmeldet und dann, in meinem Fall, den frustrierenden Bescheid erhält: «Sorry, to use Pacemaker with Spotify, you need Spotify Premium». „Sich am Spotify-Repertoire vergreifen“ weiterlesen

Wie die Musik am komfortabelsten strömt

Im Tagi habe ich ausführlich über Google Play Music und über die vielen Streaming-Dienste geschrieben, mit denen man sich inzwischen die musikalische Dröhnung geben kann. Ich bin seit einiger Zeit eingefleischter Spotify-Nutzer und werde das auch bleiben. Die Apps und die soziale Einbettung gefällt am Schwedischen Dienst ausgezeichnet.

Ausgematcht?
Ob iTunes Match verlängern werde, ist allerdings fraglich. Jetzt, wo man bei Google eine sehr ähnliche Funktion fast gratis erhält, sind die 35 Franken pro Jahr schwer zu rechtfertigen.

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Ansehnlich: Die Präsentation der Musik im Browser.

Für iTunes Match spricht die nahtlose Integration in iOS, beim Apple TV und in iTunes am Desktop-Computer. Für Google die Flexibilität. Man kann am Computer seine Musik mit irgend einem Player anhören und verwalten. „Wie die Musik am komfortabelsten strömt“ weiterlesen

Es muss nicht immer iTunes sein

MusicBee ist ein kostenloses Programm für die Musikverwaltung, das nicht nur Musikvideos von Youtube, sondern auch aktuelle Tourdaten und CD-Neuerscheinungen integriert.

Bei der Musik machen es sich viele Leute einfach: Sie arbeiten mit dem Programm, das beim Betriebssystem mitgeliefert wird – also mit dem Media Player bei Windows oder mit iTunes beim Mac. Diese Programme erfüllen ihren Zweck, doch für Begeisterung sorgen sie nicht. Microsoft hat den Media Player seit Jahren kaum verbessert. Apple entwickelt sein Programm zwar weiter. Doch weil es dadurch immer noch schwerfälliger wird, pflegen manche Nutzer zu iTunes eine eigentliche Hassliebe.

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MusicBee hält für die Musikverwaltung bessere Funktionen bereit als die grossen Konkurrenten von Microsoft und Apple.

Dabei können Mediaplayer auch innovativ sein: WinAmp ist dank so genannter Skins optisch enorm wandlungsfähig. Dieses inzwischen 16-jährige und von AOL entwickelte Programm hat auch heute noch innovative Neuerungen zu bieten, wie beispielsweise der drahtlose Musikabgleich mit der WinAmp-App für Android. „Es muss nicht immer iTunes sein“ weiterlesen

Weil eine richtige MP3-Datei gute Metadaten braucht!

Ein kostenloses Programm namens MP3Tag bringt die Musikdateien auf Trab und sorgt für korrekte Angaben zum Genre, Interpret und für das passende Coverbild – nicht nur bei MP3, sondern auch bei Apples und Microsofts Formaten.

Gepflegte Musikdateien machen mehr Spass. Sie sind leichter zu handhaben, weil sie korrekte Informationen zum Interpret und zum Album beinhalten. Und sie sind einfach hübscher, weil in iTunes oder am iPod nicht bloss Apples Standard-Icon mit der Musiknote zu sehen ist, sondern das Cover-Bild der Platte – so, wie beim physischen Musikträger. Wenn man beim Genre für eine stringente Einteilung sorgt und das Aufnahmejahr erfasst, kann man seine Musik hinterher nicht nur nach Titel oder Interpret, sondern auch nach Musikrichtung und -Epoche wählen und spielen.

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Die Oberfläche macht nicht viel her – aber das ist auch der einzige Kritikpunkt an Florian Heidenreichs Freeware-Programm.

Auch gekaufte Songs brauchen Nachbesserung
Diese Informationen sind nicht bei allen Musikdateien vorhanden. Wenn man seine CDs rippt oder gar Schallplatten oder Kassetten überspielt, muss man etwas Arbeit in die Pflege der Metadaten stecken. Doch selbst bei gekauften Songs sind die Angaben in den Metadaten nicht über alle Zweifel erhaben – gerade beim Gerne werden oft nur halbwegs zugreffende Bezeichnungen vorgegeben. „Weil eine richtige MP3-Datei gute Metadaten braucht!“ weiterlesen

Frische Playlists, flott serviert

InstanTunes erstellt automatische Wiedergabelisten. So genannte «Smartfilter» steuern, welche Titel in der Musikauswahl landen.

Wer mit Platten und Kassetten gross geworden ist, hört Musik meist auch am iOS-Gerät nach Album oder Interpret. Die Musik-App stellt auch die Möglichkeit bereit, die Titel nach Genre zu wählen – ansonsten spielt man Musik per «Shuffle»-Funktion nach dem Zufallsprinzip oder erstellt (mit meist recht grossem Aufwand) massgeschneiderte Wiedergabelisten.

Einen Zwischenweg eröffnet nun die InstanTunes-App. Sie erstellt automatisch Wiedergabelisten, so genannte Queues, wobei man das Resultat über Filter beeinflusst.

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Links: Über drei Filterstufen grenzt man den Pool der Songs ein, aus dem InstanTunes die Wiedergabeliste erstellen soll.
Rechts: So werden die einzelnen Parameter spezifiziert. Hier wird angegeben, dass die ausgewählten Songs in den letzten 52 Tagen schon einmal gespielt worden sind.

Erstellt man eine neue Queue, gibt man als erstes an, ob die ganze Musiksammlung berücksichtigt werden soll. Man kann alternativ auch eine in iTunes erstellte Wiedergabeliste oder eine Genuis-Liste als Ausgangsbasis wählen.
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