Haha, du bist doof

Die Schweiz ist in der EU. Zumindest aus Sicht von Microsoft. Weil die EU-Kartellbehörde Microsoft aufs Dach gestiegen ist und die Bündelung von Betriebssystem und Browser verbietet, gibt es nun auch in der Schweiz Windows 7 nur in der Version ohne Internet Explorer (laut rise-up). Das lässt nur den Schluss zu, dass die Schweiz der EU beigetreten ist, und bislang erst Microsoft das gemerkt hat.
Die Folge ist, dass man von Windows Vista nicht auf Windows 7 aktualisieren kann. Man muss Windows 7 zwingend neu installieren – eine Heidenarbeit. Warum diese Neuinstallation nötig sein soll, will mir nicht einleuchten. Bei Heise lautet die Begründung wie folgt: Internet Explorer 7 von Windows Vista sei nicht kompatibel zu Windows 7 und müsste während der Installation von Windows 7 entfernt werden. Das kann das Installationsprogramm aber nicht und daher führt es kein Update auf Windows 7 E durch (so heisst die Version ohne Internet Explorer).
Ich halte das für Quatsch mit Sosse. Für einen riesigen Haufen Quatsch mit einem Meer ranziger Sosse, um ganz genau zu sein. „Haha, du bist doof“ weiterlesen

VBA… adé!

Gemäss Rücksprache mit Microsoft kann im Office:mac 2008 wirklich kein Makro geschrieben werden. Die User die diese Funktion nutzen wollen, müssen die Version Office:mac 2004 benutzen.

Diese Information erhalte ich von der Pressefrau von Microsoft. Ich habe dort nachgefragt, weil ein Leser von mir wissen wollte, was denn die Meldung hier zu bedeuten hat:
080919_vba-makros.jpg
Also da glaubt man, alles gesehen zu haben, aber das haut mich nun doch aus den Socken. „VBA… adé!“ weiterlesen

Heiliger Bill, warum dieser Bekehrungswille?

153’623 Leute haben auf savexp.com eine Petition unterschrieben, in der Microsoft aufgefordert wird, Windows XP am Leben zu erhalten. Am 30. Juni soll der Verkauf eingestellt werden. Ab dann gibts kein Entkommen mehr vor dem 3-D-Flip und Aero.
Viele von den Kritikpunkten kann ich nachvollziehen. Beispielsweise der Hardwarehunger. „Heiliger Bill, warum dieser Bekehrungswille?“ weiterlesen

Leidenschaft in der digitalen Welt

Ich bin immer wieder fasziniert, wie böse Microsoft ist. Das Potenzial für Untaten ist unermesslich. Zumindest in den Augen mancher Leute. Ich persönlich sehe das nüchterner. Microsoft ist jetzt nicht das allersympathischste Unternehmen, das ich kenne. Das muss aber auch nicht so sein – denn wo steht geschrieben, dass man den Lieferant seiner Software lieben soll? Mit Apple gibt es schliesslich schon ein Unternehmen in der IT-Branche, das die Leute in Leidenschaft zu entflammen vermag. Und das, obwohl das Geschäftsgebaren auch nicht immer über jeden Zweifel erhaben ist.

Microsoft aber spioniert die Leute aus, verarscht sie, zockt sie ab, liefert ihnen Scheiss-Software, macht den Usern das Leben unnötig schwer, ist ein Innovationskiller, ein Monopolist, ein Tyrann, der Diktator in unserer digitalen Welt. Und wir sind die Opfer. Beim «Tagi» kriege ich immer wieder Mails oder Briefe mit genau diesem Inhalt. Und man verlangt von mir, explizit oder implizit, dass ich sage: Jawoll, Microsoft ist böse. Böse, böse, böse, böse!

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