Wasser statt Wein predigen (und trinken)

Hm. Wenn ich euch an dieser Stelle mit guten Vorsätzen komme – wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dankend ablehnt und euch von diesem Beitrag hier abwendet? Ich würde schätzen: Zwischen 97,8 und 99,5 Prozent. Aber diese «guten Vorsätze» klingen auch unglaublich pompös und ambitioniert: Da will einer sein Leben umkrempeln, neue Tugenden zum Aufblühen bringen und ein besserer Mensch werden. Und sehr wahrscheinlich tut er das nicht nur für sich selbst – nein, die ganze Welt soll daran teilhaben. Und ihm möglicherweise nachfolgen.

Aber keine Angst: Ihr dürft weiterlesen. Ich habe nicht vor, euch zu bekehren. Und die Sache selbst ist auch kein grosses Ding: Ich habe mir nämlich etwas wahnsinnig Banales vorgenommen.

Es geht darum, regelmässig genügend zu trinken. Denn wenn man dem Internet glauben darf, ist das unglaublich wichtig. Google spukt zum Thema unglaubliche Mengen an Links aus. Auch auf Websites, bei denen man es nicht unbedingt erwarten würde. Hier zum Beispiel predigt ein Experte für Möbel (sic!) Wasser statt Wein.

Ja – wenn nun mein Hausarzt oder meine Mutter mir diesen Ratschlag gegeben hätten, wäre ich misstrauisch geworden. Die haben schliesslich nur mein Wohlbefinden im Sinn. Und das wirft die Frage auf, ob man den Empfehlungen der Leute glauben schenken darf, die nur unser Bestes wollen. „Wasser statt Wein predigen (und trinken)“ weiterlesen

Ein gelungenes Remake

Soll man den Rega-Helikopter rufen oder tut es doch ein Kräuterte? Apps, die bei wichtigen medizinischen Entscheiden helfen.


Die App als Arzt und Lebensretter.

Das Patentrezept-Video vom letzten Sonntag war ein Remake des Beitrags Die perfekte App für Hypochonder vom März 2012. Remakes sind oft eine problematische Angelegenheit, weil sie dem Original nichts oder nur wenig Nennenswertes hinzufügen und gleichzeitig dessen Charme vermissen lassen. Im Kino wird innert Minuten der brennende Wunsch geweckt, man könnte doch das Original sehen. Zum Beispiel bei Ladykillers, Planet of the Apes, Carrie oder Psycho.

Manchmal sind Remakes aber auch befriedigender als das Original. Zum Beispiel Twelve Monkeys, The Fly, Invasion of the Body Snatchers. Oder eben das Video hier.

Das ist nun aber nicht mein Verdienst. „Ein gelungenes Remake“ weiterlesen

Mit Gesundheitsdaten spielen

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Die Health-App kann nun auch Daten exportieren.

Und wenn die alte Woche mit einem iOS-Tipp aufhört, kann die neue mit einem iOS-Tipp anfangen.

Dieser Tipp richtet sich an die Freunde der Selbstquantifizierung, die obendrein ein Flair für Datenanalysen haben. Was wahrscheinlich etwa 0,0001 Prozent der Leserschaft dieses Blogs sind, also ungefähr eine Person in zehn Jahren. Aber Clickomania.ch ist seit jeher seinem Bildungsauftrag verpflichtet und nicht der Einschaltquote.

Also, es geht darum, wie man die Daten aus der famosen Health-App von Apple exportiert. „Mit Gesundheitsdaten spielen“ weiterlesen

Neugierde befriedigt, Erkenntnis gleich null

Neulich bin ich einiger digitaler Röntgenaufnahmen habhaft geworden. Logisch, dass ich gleich mal ausprobieren musste, was sich mit denen anstellen lässt. Auf der CD selbst findet sich eine ausführbare Datei, die unter Windows auch gleich eine Oberfläche startet – simpel. (Mein Hausarzt hat seinerseits hat den Radiologen angerufen und sich beschreiben lassen, was auf den Bildern zu sehen ist.

Auch das passiert heute nur noch digital.

Er hat gesagt, sein Mac sei zu alt, um eine entsprechende Software auszuführen. Aufs OS-X-Update verzichte er, weil dann die Patientenverwaltung nicht mehr laufe. Der Kummerbox-Onkel in mir wollte darauf zu einer längeren Tirade ansetzen – der findet nämlich, dass veraltete Software abgelöst werden muss. Ohne Wenn und Aber! Da ich aber nicht wusste, wie viel Taxpunkte ich für einen solchen Ausbruch verrechnet kriegen würde, sass ich auf den Mund.)
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Die perfekte App für Hypochonder

Was tun, wenns juckt, kneift oder zieht, die Lunge pfeift oder Nachtschweiss ausbricht? Eine iPhone-App hilft bei der Selbstdiagnose. Sinnvoller als das sind jedoch die Apps zur ersten Hilfe.

Ärzte werden WebMD lieben: Diese App sorgt nämlich dafür, dass man als Patient nicht einfach brav seine Symptome aufzählt, wenn man in der Praxis auftaucht, sondern schon genau weiss, woran man leidet, und eigentlich nur noch das Rezept für die Medis abholen will.

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Links: WebMD – da tippen, wo’s juckt.
Rechts: Erste Hilfe DRK – wissen, was bei Notfällen zu tun ist.

Im Symptom Checker gibt man als erstes sein Alter und das Geschlecht ein (die Postleitzahl kennt keine Schweizer Städte, daher kann man das Feld auch leer lassen). „Die perfekte App für Hypochonder“ weiterlesen