Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben

Wie man zu einem Allerweltsthema aussergewöhnliche Apps beisteuert, zeigt meine Auswahl von den tollsten sechs Wetter-Apps. Plus, weil es so schön ist, sechs Empfehlungen der Leser und vier Dreingaben.

Im Beitrag Die Premiere muss leider verschoben werden habe ich es angedeutet, dass sich bei meiner 2015 gestarteten Videoserie Digitale Patentrezepte eine Veränderung ansteht. Inzwischen ist die Katze aus dem Sack und ich kann auch mein Gejammer zum Umstieg bei der Schnittsoftware relativieren. Ich fabriziere einen Rohschnitt liefere das Rohmaterial und die Postproduktion wird vom Tamedia-Videoteam erledigt. Das reduziert die Gefahr, an Premiere zu verzweifeln.

Die Neuerung hat den Vorteil, dass wir momentan mehr in die Produktion investieren als bisher: Die Videos sehen deutlich schicker aus. Es gibt aber auch einen Nachteil: Da die Videos nun nicht mehr mein alleiniges Werk sind, werde sie hier im Blog nicht mehr einbinden, sondern nur noch darauf verlinken. Sorry! Und ja, ich weiss, dass die Videos hinter einer Paywall stecken.

Also, trotz dieser Einschränkung erfolgt hier die stolze Uraufführung der ersten Folge der Patentrezepte 2.0, die sich um Regen, Hagel, Sturm und Sonnenschein dreht und den Titel Wetter-Apps mit dem gewissen Etwas trägt. Und ja, die erwähnten Apps kann ich hier natürlich trotzdem aufzählen: „Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben“ weiterlesen

Zwei Apps für gestreamte Hörbücher

Die beiden Apps Spooks und Eary machen die Mankos von Spotify und Apple Music wett und bringen Hörbücher komfortabel zu Gehör.

Neulich habe ich eine Anleitung versprochen, wie man Spotify-Mankos ausbügelt. Ehrlicherweise muss man sagen, dass das aber vor allem eine Tirade war, weil mir beim Streamingdienst etliches nicht gefällt.

Die Kritik bezog sich vor allem auf die Hörbücher und Podcasts. Denn während die App dem Zweck des Musikhörens weitgehend gewachsen ist, legt sie bei den Inhalten mit gesprochenem Wort erstaunliche Mängel an den Tag.

Offenbar haben die Spotify-Leute mein Blog gelesen. Jednefalls gibt es nun die geforderte Zuletzt gehört-Liste.

Ich komme aus zwei Gründen auf diesen Beitrag zurück. Erstens hat Spotify kurz nach der Veröffentlichung meines Beitrags die Zuletzt gehört-Funktion nachgereicht. Sie findet sich auf der Startseite beim Uhren-Knopf rechts oben, und sie ist eine echte Verbesserung: Man sieht, nach Tagen sortiert, was man sich angehört hat.

Das ist sinnvoll, aber leider auch noch nicht perfekt. Einerseits ist diese Liste am Smartphone nun zwar brauchbar. In der Desktop-App hilft einem Zuletzt gehört bei Hörbüchern noch immer nicht weiter, weil nur Alben, nicht aber Titel aufgeführt sind.

Andererseits kann man keine Titel aus der Liste löschen oder ausblenden. Das möchte man aber ganz bestimmt tun, wenn man wieder einmal seinen guilty pleasures gefrönt hat.

Wer hätte das gedacht? Es gibt Extra-Apps fürs Streamen von Hörbüchern

Der zweite Grund, das Thema noch einmal anzuschneiden, ist ein Tipp, den ich auf Twitter erhalten habe. „Zwei Apps für gestreamte Hörbücher“ weiterlesen

Twitter sagt, ich sei eine linke Socke

Was ist eigentlich von The Blindspotter zu halten? Dieser Twitter-Analyst masst sich an, meine – und auch eure – politische Ausrichtung zu erkunden. Erkenntnis: Manchmal passt das, manchmal nicht.

Neulich bin ich dank meines lieben Twitter-Freundes @undifferanziert bei The Blindspotter gelandet. Letzterer verspricht, einem aufzuzeigen, ob man bei seinem Nachrichtenkonsum einen blinden Fleck aufweist. Sprich, ob man sich ausgewogen informiert oder bestimmte Quellen bevorzugt. Und ja, es geht um die politische Ausrichtung.

Wie zu erwarten war.

Bei mir kam der Blindspotter zu einem wenig überraschenden Ergebnis. Er hat einen starken Linksdrall konstatiert und den sogar mit einem Prozentwert ausgewiesen: „Twitter sagt, ich sei eine linke Socke“ weiterlesen

Die iPhone-Tricks der Leserinnen und Leser – plus eine Zugabe

Mein Aufruf hat reiche Ernte getragen: Das Publikum hat nützliche Tipps und Tricks fürs iPhone und iPad eingereicht, die ich pflichtschuldig zusammengetragen habe.

Crowdsourcing ist so eine Sache: Man kriegt nicht immer das, was man sich erhofft. Schliesslich ist die Crowd kein Angestellter, dem man konkrete Aufträge – und im Fall der Nicht- oder Schlechterfüllung – eine Rüge erteilen darf.

Nein, man benötigt Fatalismus und eine Gabe zur Improvisation, wenn man mit den Resultaten der Crowd etwas Konkretes anstellen möchte. Aber aufschlussreich ist es allemal – denn man erfährt, dass Vorlieben diametral auseinandergehen können und Prioritäten oft komplementär bewertet werden.

Klar: Das ist keine neue Erkenntnis. Aber mich erstaunt es trotzdem immer wieder, dass es eben nicht nur bei den politischen Diskussionen auf Twitter zu Meinungsverschiedenheiten kommt, sondern auch bei der Frage nach den besten Tipps und Tricks zum iPhone.

Womit wir beim Thema wären: „Die iPhone-Tricks der Leserinnen und Leser – plus eine Zugabe“ weiterlesen

Das auf Sicherheit und Anonymität getrimmte Web-Office

Cryptpad ist eine Webanwendung für die klassischen Büro-Applikationen Text, Tabelle, Präsentation, mit Kanban, Umfrage und einem Whiteboard als Dreingabe. Sie ist niederschwellig und sogar ohne Anmeldung zu verwenden.

Cryptpad ist eine interessante Webanwendung, die mir von einem Leser empfohlen worden ist, wobei ich mich leider nicht mehr an den Kontext erinnern und den Tipp ausreichend verdanken kann – was man mir bitte nachsehen möge.

Diese Webanwendung stammt von einem Pariser Unternehmen namens Xwiki und zeichnet sich durch drei Besonderheiten aus: Sie ist quelloffen, setzt auf Verschlüsselung und ist ohne Anmeldung und komplett anonym nutzbar. Es gibt acht Module, nämlich Text, Tabelle, Präsentation, Umfrage, Code, Kanban, Whiteboard und das Cryptdrive.

Mit anderen Worten: Das ist eine gut ausgestattete Office-Umgebung, die einige Module mehr anzubieten hat, als zum Beispiel die G-Suite von Google.

Die anonyme Nutzung ohne Anmeldung steht für alle Module zur Verfügung, also auch für die Dateiablage (Drive) fürs Online-Deponieren von beliebigen Dateien. Damit ist Cryptpad nicht nur eine Online-Büroanwendung, sondern auch eine Alternative zu Firefox Send (Wie man als Whistleblower anonym bleibt).

Ohne die Notwendigkeit einer Anmeldung ist Cryptpad maximal unkompliziert einsetzbar: „Das auf Sicherheit und Anonymität getrimmte Web-Office“ weiterlesen

Airtable ist keine Luftnummer

Modern, durchdacht und einfach zu benutzen: Airtable.com lässt Excel und Access ganz schön alt aussehen. Trotzdem ist es nicht in jedem Fall angebracht, Microsoft Office in die Wüste zu schicken.

In letzter Zeit bin ich immer mal Airtable.com begegnet: Das ist eine Webanwendung, die es auch schon bald seit zehn Jahren gibt und der manchmal als Kronerbe der altehrwürdigen Tabellenkalkulation gehandelt wird.

Denn Airtable hat alles, was Leute erwarten, die eine klassische, lokal installierte Software ersetzen möchten: Airtable läuft in der Cloud. Die Software ist kollaborativ und teamfähig. Und sie legt grosse Ambitionen an den Tag. Das heisst, sie will ihre Aufgabe ihre Konkurrenz nicht nur ersetzen, sondern mit wehenden Fahnen schlagen und in Grund und Boden stampfen.

Bei Airtable sieht man das daran, dass nicht einfach das Konzept der Tabellenkalkulation ins Web verlagert und mit Team-Funktionen angereichert wurde. Wenn das der Fall wäre, könnte man es sich einfach machen: „Airtable ist keine Luftnummer“ weiterlesen

Foto-Schabernack und Zahlungsbeschleuniger

Ich habe neulich meine Lieblings-Apps vorgestellt – und jetzt sind die Leserinnen dran. Ich gebe fünf Tipps weiter, die mich aus dem Publikum erreicht haben.

Ende des letzten Jahres habe ich die grosse, app-mässige Abrechnung mit 2020 abgehalten und auch nach euren Favoriten gefragt. Das Video mit den Apps hat bei den Tamedia-Sites einige Kommentare ausgelöst, die ich mir näher angesehen habe. Zumindest jene Tipps, die konkret genug waren, dass ich die dazugehörenden Apps identifizieren konnte:

Just a Line  von Google (Android und iPhone). Mit dieser App verschönert man die Realität mit seinen Zeichenkünsten. Das funktioniert mithilfe von Augmented Reality: Man platziert seine Striche im Livebild der Kamera. Wenn man sich bewegt, verändert sich die Perspektive der Zeichnung und man kann seine Striche nicht nur flach, sondern im dreidimensionalen Raum fortführen.

Das hat seinen Reiz. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, ist das – wie oft bei AR – nicht zu wirklich viel nütze. Es gäbe indes eine sinnvolle Ergänzungsmöglichkeit: „Foto-Schabernack und Zahlungsbeschleuniger“ weiterlesen

Der Berliner Frontalangriff auf Google

Bei der Websuche ist es fast unmöglich, gegen Google anzustinken. Doch jetzt habe ich Xayn entdeckt: Eine Such-App fürs Smartphone, die eine echte Alternative darstellt.

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder alternative Suchmaschinen vorgestellt: Hier Tiger.ch, hier privado.com, hier Bing und hier die grössten Google-Konkurrenten, namentlich Duck Duck Go, Qwant und Swisscows.

Man sollte meinen, der Nachschub neuen Internetrecherchewerkzeugen würde irgendwann einmal versiegen, zumal Google dieses Geschäft sosehr beherrscht, dass ich selbst Apple nur bescheidene Erfolgschancen zugebilligt habe, diese Dominanz zu brechen. Siehe: Wie wahrscheinlich ist eine Suchmaschine von Apple?

Ungeachtet dieser Tatsache habe ich schon wieder zwei Hinweise auf Ausweichmöglichkeiten erhalten:

Trooia: Anonyme Google-Suchresultate – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Das ist erstens Trooia. Diese Suchmaschine lässt sich schnell abhandeln. Sie greift auf Google zu, aber in anonymisierter Form.

Die Darstellung der Suchresultate ist nicht gerade elaboriert, sodass ich dieses Werkzeug nur für genau den Zweck empfehlen würde, dass man besonders sensible Dinge googeln möchte, die auf keinen Fall ins Nutzerprofil einfliessen sollen.

Zweitens Xayn. Er ist zweifellos der interessantere Kandidat von beiden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er keine Websuchmaschine ist, sondern eine Recherche-App, die es fürs iPhone und für Android gibt. Und ja: Eine Die konsequente Fokussierung auf die mobile Nutzung wäre tatsächlich ein spannendes Alleinstellungsmerkmal. „Der Berliner Frontalangriff auf Google“ weiterlesen

Die App für gute und schlechte Erinnerungen

Die Timehop-App gräbt alte Social-Media-Sünden aus, zeigt Fotos aus glücklicheren Tagen (oder von Hochzeiten, die man schon verdrängt hat) und ist der beste Freund von allen Netznutzern mit einer nostalgischen Ader.

Fotos aus der Foto-App – und der Corona-freien Vergangenheit.

Unlängst ging es im Beitrag Zwischen Twitter-Nostalgie und Offline-Realität darum, wie man am einfachsten in die sozialmediale Vergangenheit eintaucht. Denn auch wenn die meisten von uns Twitter, Facebook und Instagram mit einem aktuellen Bezug verwenden, so taugen die Plattformen auch für den nostalgischen Blick zurück.

Ich mag das: Man lässt sich vor Augen führen, womit man sich vor einem, fünf oder zehn Jahren beschäftigt hat. Und es ist immer eine Überraschung, wie man das Vergangenheits-Ich erlebt: Als originell und erfrischend. Oder doch eher als das Gegenteil. Letzteres kann dem Ego zwar einen Dämpfer versetzen. Aber man kann sich trösten, dass man sich weiterentwickelt hat und über dieses Vergangenheits-Ich hinausgewachsen ist.

Bei Facebook funktioniert diese Zeitreise mit der Erinnerungs-Seite ganz simpel. Bei Twitter gibt es hingegen keine eingebaute Funktion dafür. Doch als Reaktion auf meinen Beitrag habe ich zwei Tipps bekommen, die ich hier für andere Social-Media-Nostalgiker gerne vorstelle: „Die App für gute und schlechte Erinnerungen“ weiterlesen

App Tracking: Es ist noch viel, viel schlimmer

Mithilfe der Exodus-Datenbank erfährt man mehr über die Art und Weise, wie Apps uns tracken. Und die Erkenntnis ist: Google steckt einfach überall.

Das Tracking im Netz ist ein konstantes Übel: Es kann nicht angehen, dass jegliche Daten über uns Nutzer gesammelt werden, nur weil das möglich ist. Es braucht eine Abwägung zwischen dem Bedürfnis dieser Nutzer, nicht zum gläsernen Surfer zu werden und berechtigten Anspruch der Betreiber, zumindest grundlegende Kenntnisse der Nutzer-Interessen zu haben.

Um dieses Thema ging es gestern im Beitrag Zur Hölle mit dem User Journey Mapping. Heute gibt es einen Nachtrag in Form eines Hinweises auf eine Website, die uns Nutzern hilft, uns ein Bild darüber zu verschaffen, wie gross das Interesse einer App an uns Nutzern und unseren Verhaltensweisen ist.

Die Website heisst Exodus und ist nach eigenen Angaben eine privacy audit platform for Android applications, also eine Plattform, auf der Android-Apps dahingehend überprüft werden, wie sie mit der Privatsphäre der Nutzer verfahren. Und ja: „App Tracking: Es ist noch viel, viel schlimmer“ weiterlesen