App-Tracker bei Android aufspüren und unschädlich machen

Warden untersucht auf Android-Telefonen die instal­lier­ten Apps, zeigt auf, welche Tracker und Logger sie ver­wen­den und bietet an, diese zu ent­fernen. Das ver­bes­sert den Daten­schutz, ist aber nicht un­gefähr­lich.

Im Web werden wir getrackt – das sind wir uns gewohnt. Weniger bekannt ist, dass auch Apps jede Regung von uns Nutzerinnen und Nutzern aufzeichnen, auswerten, speichern und – vermutlich – auch in personalisierter oder anonymisierter Form weiterverkaufen: App Tracking: Es ist noch viel, viel schlimmer, war mein Fazit, nachdem ich mir Exodus angeschaut hatte: Das ist eine Website, die aufzeigt, welche Tracker in welcher App enthalten sind. Die Erkenntnis damals: Es gibt kaum eine App, die nicht trackt. Und manche Apps haben Dutzende solcher Komponenten von verschiedenen Datensammlern eingebaut.

Nun hat mich @kiki auf Mastodon auf ein spannendes Projekt in diesem Zusammenhang hingewiesen: „App-Tracker bei Android aufspüren und unschädlich machen“ weiterlesen

Gut geeignet für Newshäppchen, nicht ganz perfekt fürs Nachrichten-Gelage

Niemand von uns sollte sich mit der erst­besten News-App zufrieden­geben. Darum gibt es hier einen weiteren Kandidaten zur Auswahl, wie man RSS am besten nutzt, nämlich die flinke iPhone-App Newsify.

Neulich habe ich den RSS-Reader Feedlab vorgestellt. Als Reaktion auf den Tipp hat mir Hugo Strassmann geschrieben, er verwende Newsify und sei damit zufrieden.

Klar, dass ich diese Antwort als Auftrag verstanden habe, mir Newsify anzusehen und hier zu besprechen. Denn RSS-Reader gehören zu jener Sorte Apps, bei denen man sich nicht mit dem erstbesten Treffer im Store zufriedengeben sollte: „Gut geeignet für Newshäppchen, nicht ganz perfekt fürs Nachrichten-Gelage“ weiterlesen

Ein wachsames Holzauge im Web

Wer als Erster Bescheid wissen will, wenn der Traumjob inseriert, eine bestimmte Wohnung neu vermietet oder ein besonderes Objekt in einer Online-Auktion angeboten wird, braucht ein Webmonitoring-Werkzeug wie Distill.io.

Ein Kollege hat mich neulich gefragt, wie man denn beliebige Websites auf Änderungen hin überprüfen könne – und ob distill.io diese Aufgabe denn erfüllen würde.

Da ich diese Software selbst noch nie benutzt hatte, konnte ich die Frage nicht beantworten – aber mir immerhin vornehmen, mir selbst ein Bild zu machen. Und das genau das soll hier und jetzt geschehen.

Denn Gründe, Websites zu überwachen, gibt es genügend: „Ein wachsames Holzauge im Web“ weiterlesen

Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch

Töggl.ch verschriftlicht Audio- und Videoaufnahmen in Schweizer Mundart. Wenn das funktioniert, wäre das ein Segen für alle, die Interviews und Protokolle führen. Ob es funktioniert, zeigt mein Test.

Ich werde häufig um Tipps zu digitalen Themen angegangen. Neulich ist das wieder einmal passiert. Ein Herr hat mir folgendes Anliegen unterbreitet:

Ich werde absehbar beruflich einige Interviews mit unterschiedlichen Personen führen müssen und suche daher eine Transkriptionssoftware, die mir bei der weiteren textlichen Bearbeitung behilflich sein kann. Ich arbeite auf einem iMac, nehme Interviews in der Regel mit meinem iPhone auf. Idealerweise sollte das Programm auch (verständliche) Schweizer Dialekte ins Hochdeutsche übersetzen können.

Zu diesem Zweck sollte ich die passende Software empfehlen. Ich habe auf die diversen Möglichkeiten zur maschinellen Transkription hingewiesen, die im Lauf der Zeit hier im Blog zum Zug gekommen sind¹, aber auch meinem Zweifel Ausdruck verliehen, dass ich die zweite Vorgabe derzeit für unerfüllbar halte: „Transkribieren, wie eus d Schnurre gwachse isch“ weiterlesen

Der freundliche Helfer für Online- und Offline-Backups

Arq führt auf Windows oder Mac Datensicherungen entweder auf Cloud-Ablagen wie Onedrive, Google Drive oder Dropbox oder aber über eigene Laufwerke oder Server durch. Eine einfache Bedienung und praxisorientierte Optionen runden das positive Bild ab.

Die unerlässliche Aufgabe, wichtige Dateien und Dokumente zu sichern, kann man auf unterschiedlichen Wegen erledigen: Mit den Möglichkeiten des Betriebssystems, also mit der Time Machine des Mac bzw. dem Dateiversionsverlauf bei Windows. Man kann eine Software verwenden, die Dateien lokal sichert oder spiegelt, zum Beispiel Synchronizer.

Oder man nutzt die Cloud für die Datensicherung. Vor Urzeiten habe ich backupify.com vorgestellt, einen Dienst, den es heute noch gibt. Eine raffinierte Anwendung ist Odrive (Zwei Tipps für ein verregnetes Wochenende): Sie verteilt Datensicherungen auf mehrere Cloud-Ablagen, sodass man seinen Speicherplatz bei den diversen Anbietern bündelt.

Die Anwendung, um die es heute gehen soll, heisst Arq. Ich wollte sie schon länger mal testen und wurde neulich auf Twitter freundlich dazu aufgefordert, das nun endlich zu tun. Einem Appell, der ich nun gerne nachkomme:

Arq ist für Windows und Mac erhältlich. „Der freundliche Helfer für Online- und Offline-Backups“ weiterlesen

Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac

Keyboard Maestro ist eine Auto­mati­sie­rungs-App für den Mac, mit der sich Routine­auf­ga­ben von selbst erledigen. Eine Em­pfeh­lung auch für Fans von Apple­Script und Auto­ma­tor.

Neulich hat mir Patrick Seemann auf Twitter die App Keyboard Maestro nahegelegt. Mit der kann man, wie mit der im Beitrag So hilft man dem Mac in Sachen Fenstern auf die Sprünge vorgestellten Magnet-App seine Fenster organisieren. Sie macht aber noch mehr als das; sie ist nämlich eine Automatisierungshilfe für den Mac.

Natürlich stellt sich die Frage: Braucht man für den Mac überhaupt ein solches Programm? Schliesslich gibt es die Automator-App, die Apple in Mac OS X 10.4 eingeführt hat. Sie nutzt im Kern AppleScript: Das ist die Automatisierungssprache, die demnächst ihren dreissigsten Geburtstag feiert. Sie entstammt einem der klassischen Mac-Anwendungen, die am Anfang auch eines der Alleinstellungsmerkmale war und mit zum Erfolg des Macintoshs beigetragen hat, nämlich HyperCard.

Die Antwort auf die Frage? „Der ultimative Zeitspar-Trick für den Mac“ weiterlesen

Microsofts hilfreicher Windows-Geist

Power Automate Desktop von Microsoft automatisiert wiederkehrende Abläufe. Auf den ersten Blick wirkt die Anwendung kompliziert. Doch bei einem Test erledigt sie die Aufgabe unbürokratisch.

Eine Software, die schon ewig der Besprechung harrt, ist Power Automate. Das ist Microsofts Umgebung für Automatisierungsaufgaben. Es gibt sie seit 2016 und sie wird oft mit Automator von Apple verglichen. Nicht ganz zu Recht, wie ich finde. Natürlich beackern beide das gleiche Aufgabengebiet, indem sie uns Nutzern wiederkehrende Aufgaben abnehmen wollen. Aber die Höhe der Einstiegshürden ist unterschiedlich: Mit Automator kommt man ruckzuck zurecht.

Automate hingegen erschliesst sich einem nicht sogleich, weswegen ich die Behandlung hier im Blog auch vor mir hergeschoben habe: Die Gefahr, dass ich Unsinn schreibe, weil ich die Funktionsweise nicht komplett durchdrungen habe, ist relativ gross. Aber da ich einen Informationsauftrag habe, gibt es heute kein Zurück. Hier kommt die grosse Vorstellung von Power Automate Desktop; einer Software, die man hier kostenlos herunterlädt.

Die Begrüssung fällt nüchtern aus.

Startet man sie, erscheint ein Fenster, das mit Meine Flows überschrieben und komplett leer ist. Hilfreich an dieser Stelle wären einige Beispiele, die einem den Einstieg erleichtern würden.

Aber es muss auch ohne gehen. „Microsofts hilfreicher Windows-Geist“ weiterlesen

Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne

Mit der Open-Source-Software OBS Studio produziert man fernsehreife Streaming-Shows und Videokonferenzen. Wenn man sie denn zum Laufen bekommt.

Neulich habe ich die lustige ManyCam-App vorgestellt. Sie ist gewissermassen ein virtueller Bildmischer, mit dem man diverse Bild- und Audioquellen zu einem Videofeed zusammenführt, den man live streamt, aufzeichnet oder in eine Videoconferencing-Anwendung einspeist. Eine solche App ermöglicht es, nicht bloss ein statisches Signal, zum Beispiel von einer Webcam, auszugeben, sondern einen produktionstechnisch aufgewerteten Mix, in dem man zum Beispiel zwischen mehreren Kameras umschaltet.

Nun hat man mir auf Twitter zu verstehen gegeben, dass ich besser OBS Studio getestet hätte. Das ist eine Software, die ungefähr das gleiche tut, aber Open-Source und damit gratis ist.

Wie es der Zufall will, bin ich dieser Software – das Kürzel OBS steht für Open Broadcaster Software – vor kurzem begegnet. Ich habe nämlich eine Software zum Aufzeichnen des Bildschirminhalts bei Windows gesucht. Ich verwende zwar normalerweise Hypercam (Beim Fensterln mitfilmen), doch da bei dieser Software die Lizenz an die Hardware gebunden ist, wird es überaus mühsam, wenn man sie auf einem Testgerät einsetzen möchte.

In meinem Fall hat das nicht funktioniert: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich wegen einer technischen Panne“ weiterlesen

Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben

Wie man zu einem Allerweltsthema aussergewöhnliche Apps beisteuert, zeigt meine Auswahl von den tollsten sechs Wetter-Apps. Plus, weil es so schön ist, sechs Empfehlungen der Leser und vier Dreingaben.

Im Beitrag Die Premiere muss leider verschoben werden habe ich es angedeutet, dass sich bei meiner 2015 gestarteten Videoserie Digitale Patentrezepte eine Veränderung ansteht. Inzwischen ist die Katze aus dem Sack und ich kann auch mein Gejammer zum Umstieg bei der Schnittsoftware relativieren. Ich fabriziere einen Rohschnitt liefere das Rohmaterial und die Postproduktion wird vom Tamedia-Videoteam erledigt. Das reduziert die Gefahr, an Premiere zu verzweifeln.

Die Neuerung hat den Vorteil, dass wir momentan mehr in die Produktion investieren als bisher: Die Videos sehen deutlich schicker aus. Es gibt aber auch einen Nachteil: Da die Videos nun nicht mehr mein alleiniges Werk sind, werde sie hier im Blog nicht mehr einbinden, sondern nur noch darauf verlinken. Sorry! Und ja, ich weiss, dass die Videos hinter einer Paywall stecken.

Also, trotz dieser Einschränkung erfolgt hier die stolze Uraufführung der ersten Folge der Patentrezepte 2.0, die sich um Regen, Hagel, Sturm und Sonnenschein dreht und den Titel Wetter-Apps mit dem gewissen Etwas trägt. Und ja, die erwähnten Apps kann ich hier natürlich trotzdem aufzählen: „Die sechs besten Wetter-Apps – und sechs Zugaben“ weiterlesen

Zwei Apps für gestreamte Hörbücher

Die beiden Apps Lismio und Eary machen die Mankos von Spotify und Apple Music wett und bringen Hörbücher komfortabel zu Gehör.

Neulich habe ich eine Anleitung versprochen, wie man Spotify-Mankos ausbügelt. Ehrlicherweise muss man sagen, dass das aber vor allem eine Tirade war, weil mir beim Streamingdienst etliches nicht gefällt.

Die Kritik bezog sich vor allem auf die Hörbücher und Podcasts. Denn während die App dem Zweck des Musikhörens weitgehend gewachsen ist, legt sie bei den Inhalten mit gesprochenem Wort erstaunliche Mängel an den Tag.

Offenbar haben die Spotify-Leute mein Blog gelesen. Jednefalls gibt es nun die geforderte Zuletzt gehört-Liste.

Ich komme aus zwei Gründen auf diesen Beitrag zurück. Erstens hat Spotify kurz nach der Veröffentlichung meines Beitrags die Zuletzt gehört-Funktion nachgereicht. Sie findet sich auf der Startseite beim Uhren-Knopf rechts oben, und sie ist eine echte Verbesserung: Man sieht, nach Tagen sortiert, was man sich angehört hat.

Das ist sinnvoll, aber leider auch noch nicht perfekt. Einerseits ist diese Liste am Smartphone nun zwar brauchbar. In der Desktop-App hilft einem Zuletzt gehört bei Hörbüchern noch immer nicht weiter, weil nur Alben, nicht aber Titel aufgeführt sind.

Andererseits kann man keine Titel aus der Liste löschen oder ausblenden. Das möchte man aber ganz bestimmt tun, wenn man wieder einmal seinen guilty pleasures gefrönt hat.

Wer hätte das gedacht? Es gibt Extra-Apps fürs Streamen von Hörbüchern

Der zweite Grund, das Thema noch einmal anzuschneiden, ist ein Tipp, den ich auf Twitter erhalten habe. „Zwei Apps für gestreamte Hörbücher“ weiterlesen