VBA… adé!

Gemäss Rücksprache mit Microsoft kann im Office:mac 2008 wirklich kein Makro geschrieben werden. Die User die diese Funktion nutzen wollen, müssen die Version Office:mac 2004 benutzen.

Diese Information erhalte ich von der Pressefrau von Microsoft. Ich habe dort nachgefragt, weil ein Leser von mir wissen wollte, was denn die Meldung hier zu bedeuten hat:

080919_vba-makros.jpg

Also da glaubt man, alles gesehen zu haben, aber das haut mich nun doch aus den Socken. „VBA… adé!“ weiterlesen

Datenreanimation zwecklos

Beruflich habe ich viel mit Computer-Anwendern zu tun. Bei meinem Umgang mit dem Homo Computeriensis fällt mir immer wieder ein Phänomen auf, das ich in diesem Blog und ab sofort und für immerdar die inkongruente Zuverlässigkeitswahrnehmung, kurz IZW nennen will. Wobei, ich wäre auch mit dem Namen Morbus Schüssler zufrieden – jaaa, ich sehe viel «House».
Zuerst zu den medizinischen Fakten: Morbus Schüssler verläuft in aller Regel tödlich – wenn auch nicht für den an IZW leidenden Computeranwender (es sei denn, er kriegt vor Schreck einen Herzinfarkt). Ex gehen (jaa, definitiv zu viel «House»!) hingegen die Daten und Dokumente. Reanimation zwecklos.
Also, bei der inkongruente Zuverlässigkeitswahrnehmung ist zu beobachten, dass viele Leute ihrem Betriebssystem mit Misstrauen begegnen und ihm allerhand Schwächen attestieren: Es stürzt ab, es verhält sich unberechenbar, ist ein wahrer Psychopat und stammt von Bill Gates.

Dass Computer abrupt zu Willkür neigen können, wissen auch die Wissenschafter des Schweizerischen Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung in Zürich. Fachleute des Zentrums aus verschiedenen Forschungsbereichen veröffentlichten eine Studie zur «Verselbstständigung des Computers». (Berner Zeitung; 21.04.2008; Seite 11)

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Wo ist Malware, wenn man sie braucht?

Da sagen uns die Sicherheitsexperten dieser Tage, dass man sich auf keiner Website mehr sicher fühlen darf, weil sich immer mehr Ungeziefer zwischen den HTML-Zeilen tummelt. Hacker schleusen Schadcode durch Sicherheitslücken auf schlecht geschützte Websites. Surft man dann eine solche Site an, dringen die Schädlinge durch Sicherheitslücken im Browser ein. So lautet zumindest die Theorie. Doch obwohl ich mich nach Kräften bemühte, fand ich keine Site, die meinen Browser hätte infizieren mögen. Ein übel gesonnenes JavaScript hätte mir ja schon gereicht. Oder ein Installationsbegehren eines dubiosen Plug-Ins oder etwas in der Art. Aber nichts. Kein böses Byte. Kein skandalträchtiges Script. Kein aufdringliches ActiveX. Nix!
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Schinken im M?rz

Was könnte der Schinken des Monats sein, frage ich mich seit fünf Tagen. Heute morgen dachte ich an die Rubrik «Der Blog» im neu gestalteten «Blick». Wieso muss denn, bitte schön, eine gedruckte Zeitung eine Rubrik haben, die «Web log» heisst? Wenn schon müsste man das Ding «Plog» nennen, für «Paper Log». Oder «Nplog» „Schinken im M?rz“ weiterlesen

Leidenschaft in der digitalen Welt

Ich bin immer wieder fasziniert, wie böse Microsoft ist. Das Potenzial für Untaten ist unermesslich. Zumindest in den Augen mancher Leute. Ich persönlich sehe das nüchterner. Microsoft ist jetzt nicht das allersympathischste Unternehmen, das ich kenne. Das muss aber auch nicht so sein – denn wo steht geschrieben, dass man den Lieferant seiner Software lieben soll? Mit Apple gibt es schliesslich schon ein Unternehmen in der IT-Branche, das die Leute in Leidenschaft zu entflammen vermag. Und das, obwohl das Geschäftsgebaren auch nicht immer über jeden Zweifel erhaben ist.

Microsoft aber spioniert die Leute aus, verarscht sie, zockt sie ab, liefert ihnen Scheiss-Software, macht den Usern das Leben unnötig schwer, ist ein Innovationskiller, ein Monopolist, ein Tyrann, der Diktator in unserer digitalen Welt. Und wir sind die Opfer. Beim «Tagi» kriege ich immer wieder Mails oder Briefe mit genau diesem Inhalt. Und man verlangt von mir, explizit oder implizit, dass ich sage: Jawoll, Microsoft ist böse. Böse, böse, böse, böse!

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Computerballade

Beruflich beschäftige ich mich unter anderem mit Computerproblemen. In der jeweils am Montag erscheinenden Kummerbox des Tages-Anzeigers versuche ich nach bestem Wissen und Gewissen, Leserfragen zu beantworten. Diese Tätigkeit hat mir jetzt eine unverdient grosse Ehre eingetragen. Es gibt ein Gedicht über mich. Die «Computerballade» stammt von Balz Widmer und hat hier ihre Welturaufführung (Ich bin gerührt und peinlich berührt g):

Oftmals denk ich am Computer:
Stürzt er ab jetzt? Oder tut er?
Wenn der CD-Schieber juckt –
Hat er nun zuletzt gezuckt?
Schalte, dass nur was geschieht,
Control, Alt und auch delete,
Task beenden, weiter warten,
Knopf rein drücken, wieder starten,
Diesen Fehler, einfach, schlicht
Finde ich trotz Hirnen nicht.

Schliesslich führt mich ohne Rasten
schnell ein Weg zum Kummerkasten,
den man mailend fragen kann,
dort sitzt ein erfahrner Mann.
Kompetent kommt prompt ein Rat,
und der hilft meist in in der Tat.