Selbstbestimmung fängt auf dem Kopf an

Der P3 von Bowers & Wilkins im Test: Klingt gut, schmückt den Kopf und sendet die richtige Botschaft an die Welt.

Religiöses Bekenntnis? Sexuelle Orientierung? Parteibuch? Alles Pipifax im Vergleich zu den Dingen, die einen Mann auszeichnen. Und wahrscheinlich auch eine Frau, aber da ich keine bin, weiss ich das nicht ganz genau.

Und was einen Mann wirklich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie er in der Öffentlichkeit Musik hört. Mit dem Ghettoblaster! Mit seiner eigenen Bigband! Mit fast unsichtbaren Ohrstöpseln! Oder mit riesigen Kopfhörern, die schon von weitem signalisieren: Hey, da kümmert sich einer einen Dreck um Strassenlärm und das Gezwitschter der Vögel! Da kommt ein selbstbestimmter Mann, der nur an seine Trommelfelle lässt, was da auch wirklich hingehört.

Zum Hören von Musik und zum Schmücken des Kopfes.

Jawoll, liebe Freunde, Selbstbestimmung fängt beim Kopf an. Respektive bei den Ohren und der Frage, was ihn ihnen bzw. auf ihnen drauf sitzt. Ich wähle zwar nicht die SVP und bin auch kein rebellierender Pubertierender. „Selbstbestimmung fängt auf dem Kopf an“ weiterlesen

Für Sportlerinnen und Putzmänner

Der Sony-Kopfhörer NWZ-W262 ist wasserfest, vergleichsweise günstig und speichert Musik, sodass ich ihn nicht für universelle Zwecke, aber für Tätigkeiten empfehlen würde, bei denen man nicht die normalen Stöpsel verwenden möchte.

Wasserfest und kabellos – das sind die beiden Stichworte zum Sony NWZ-W262. Und Grund genug für einen Test. Es handelt sich um einen direkt im Kopfhörer eingebauten MP3-Player. Respektive um einen Bügel, der Musik direkt in die Ohren spielt und nirgendwo eingestöpselt zu werden braucht.

Überraschend bequem zu tragen

Der Player-Kopfhörer eignet sich natürlich für sportive Leute, für die Kabel ein gewisses Risiko darstellen. Weil man sich an Kabeln verheddern kann – was im dümmsten Fall zu Selbststrangulation führt, oder weil es unpraktisch ist, den Player in einer Tasche mitzuführen oder am Körper zu befestigen (auch wenn dieses Problem zu Zeiten des Kassetten-Walkman deutlich grösser war als heute mit dem iPod Shuffle).

Keine Angst, ich habe ihn nicht reingeworfen (Sony NWZ-W262, Putzkübel)

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Die Headset-Alternative

Von Shure kommt ein Mikrofon-Adapter fürs iPhone, der mit jedem Kopfhörer kombiniert werden kann. Man spart sich ein Extra-Headset, und kann mit den Lieblings-Ohrenstöpseln telefonieren.

Einerseits finde ich Headsets affig. Ich habe das Gefühl, die Blicke der Passanten auf mich zu ziehen, wenn ich freihändig ins Leere redend Strassen durchquere. Andererseits sind die Dinger praktisch – allein schon wegen des Knopfs am Kabel, mit dem man die Audiowiedergabe starten und stoppen kann.

Der dritte Punkt: Ich brauche gern unterschiedliche Kopfhörer. Zu Hause oft die grossen Sennheiser HD 415. Unterwegs meist die MDR-ED21LP von Sony. Die sind recht günstig, robust (sie haben einen Taucher in der Badewanne problemlos verkraftet) und ich mag den «Sony-Klang» recht gern. Und beim Velofahren nehme ich oft die SE115-Stöpsel von Shure. Die dämpfen durch besondere Schaumstoffkappen passiv den Umgebungslärm. Sie haben einen angenehmen Klang, lassen bei längerem Gebrauch aber etwas an Tragkomfort zu wünschen übrig.

Mit dem Adapter wird auch der grosse Kopfhörer zum Headset.

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Reinstecken, glücklich sein!

Die SE115 von Shure im Test: Ohrstöpsel, die gut klingen, ordentlich laut sind, passiv die Aussengeräusche dämpfen und auch beim Wohnungsputz überzeugen.

Wenn es etwas gibt, das man nur als grotesk, absurd und obszön bezeichnen kann, dann ist es mein Verbrauch an Kopfhörern. Die Dinger rinnen mir nur so durch die Finger, falls ihr mir bei meinen Ausführungen etwas Poesie gestattet. Sie scheiden dahin, gehen von dannen, weil sie mich oder meinen Umgang mit ihnen nicht mögen. Oder vielleicht auch, weil es die Hersteller darauf anlegen, dass so ein Stöpselchen nur drei Monate hält, um dann wie von Zauberhand auseinanderzufallen und ersetzt werden zu müssen?

Auch ein bisschen selber schuld

Kann sein, aber zugegebenermassen gehe ich mit den Teilen nicht pfleglich um. Ich stopfe sie meist lieblos in eine meiner Tasche, brauche sie bei Regen und Übersättigung an Luftfeuchtigkeit, brauche sie viel und auf das Thema des Ohrenschmalzes gehe ich jetzt nicht näher ein (das ist nämlich überhaupt kein Problem, nur das Ihr es wisst!). „Reinstecken, glücklich sein!“ weiterlesen