Ein Hingucker ist er allemal

Die Apple Airpods Max im Test: Mich überzeugen Verarbeitung, Klangqualität und Bedienung, doch in einigen Belangen sind die Kopfhörer etwas gar exzentrisch.

Derzeit habe ich die Gelegenheit, den Airpods Max zu testen. Das ist der High-End-Kopfhörer von Apple, der die AirPods Reihe um ein Over-Ear-Modell erweitert. Es gibt diesen Kopfhörer seit Dezember 2020, und er ist für 474 Franken bei Digitec erhältlich, bzw. für 407 Euro bei Amazon.

Ich möchte mir mit dem Kopfhörer anhören, wie der Raumklang bei Apple klingt. Im Beitrag Mitten drin statt nur dabei habe ich mich mit der Sony-Variante 360 Reality Audio beschäftigt und mich gefragt, wie im Vergleich Spatial Audio klingt. Apple treibt die Sache nämlich noch weiter, indem es die Head Tracking-Funktion gibt. Sie bezieht Kopfbewegungen ins Klangerlebnis mit ein: Bewegt man den Kopf, verändern sich die Positionen der Klangquellen im Raum. Auf diese Weise sollte man den Eindruck bekommen, zusammen mit Musikern im gleichen Raum zu sein.

Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann – und mein Fazit findet sich im Beitrag Ein Hurra für die Raumklang-Revolution – oder ist Stereo gut genug? Hier geht es vorerst einmal um den Kopfhörer: „Ein Hingucker ist er allemal“ weiterlesen

Der Kopfhörer, mit dem man wahrscheinlich nicht erschossen wird

Das drahtlose Headset G435 Lightspeed von Logitech im Test: Es ist auf lange Einsätze getrimmt und verspricht eine niedrige Latenz – und ich habe einiges an Aufwand auf mich genommen, um das zu überprüfen.

Offenbar bin ich inzwischen so eine Art Kopfhörer-Experte. Jedenfalls habe ich von Logitech ein Testgerät zur Verfügung gestellt bekommen, das schon längst einer Besprechung harrt – und heute endlich zum Zug kommt.

Extra für euch: Ein Selfie mit diesem Kopfhörer aus dem heimischen Fotostudio.

Es handelt sich um den Logitech G435 Lightspeed, für um die 60 Euro bei Amazon erhältlich ist und bei Digitec 79 Franken kostet. Er läuft in der Kategorie des Gaming-Equipments und weist daher im Vergleich zu den meisten hier getesteten Alltround-Kopfhörern einige Besonderheiten auf.

Er ist mit 165 Gramm leicht; mein Sony WH-1000XM2 kommt auf 277 Gramm, die Airpods Max von Apple sogar auf mehr als doppelt, so viel, nämlich 384 Gramm. Er hält lange durch; die Herstellerangabe beläuft sich auf 18 Stunden Wiedergabezeit.

Das Alleinstellungsmerkmal ist laut Hersteller die geringe Latenz. Bekanntlich sind Verzögerungen jeglicher Art der Feind des Multiplayer-Spielers: „Der Kopfhörer, mit dem man wahrscheinlich nicht erschossen wird“ weiterlesen

Mitten drin statt nur dabei

Nicht nur Apple startet mit 3D-Audio eine Raumklang-Initiative, auch Sony ist mit 360 Reality Audio beim neuen, immersiven Musikerlebnis mit dabei. Und da auch mein etwas älterer Sony-Kopfhörer dazu kompatibel ist, hatte ich Gelegenheit, das mit eigenen Ohren zu hören.

Mein grosser Kopfhörer, den ich zu Hause vor allem als Arbeitsinstrument bei Audio- und Videoproduktionen verwende, ist nicht mehr brandneu, sondern hat bald vier Jahre auf dem Buckel. Trotzdem erfüllt der Sony WH-1000XM2, den ich im Beitrag Mundtote Arbeitskollegen seinerzeit ausführlich vorgestellt hat, seinen Zweck nach wie vor hervorragend.

Aber gute Kopfhörer sind für die Ewigkeit – die meisten habe ich so lange benutzt, bis die Polster speckig wurden oder weggebröselt sind.

Das könnte auch bei diesem Sony-Modell passieren, zumal das eine Eigenschaft hat, die es für eine langanhaltende Nutzung prädestiniert. Es lässt sich nämlich auch passiv verwenden. Das heisst, dass der Kopfhörer auch funktioniert, wenn er nicht eingeschaltet ist – dann kann man ihn logischerweise nicht drahtlos benutzen und es gibt auch keine Geräuschunterdrückung. Aber am Kabel funktioniert er wie jeder herkömmliche Kopfhörer. Das ist inzwischen eine meiner Lieblingsfunktionen, weil sie den Gebrauch herrlich unkompliziert macht.

Trotzdem habe ich neulich wieder einmal die Begleit-App des Kopfhörers geöffnet und wurde vom Setup fürs 360 Reality Audio-Setup begrüsst. „Mitten drin statt nur dabei“ weiterlesen

Leichte Ohrmuschel-Inkompatibilitäten, die verkraftbar sind

Die CX True Wireless von Sennheiser kommen nicht an meine geliebten Bose Sport Earbuds heran, auch wenn sie beim Preis, bei der Bedienung und der Batterielaufzeit überzeugen.

Neulich stand für die Tamedia-Sites und -Zeitungen unser traditioneller sommerlicher Gerätetest an. Er ist unter dem Titel 10 Gadgets für Ihre Ferien erschienen, und er wäre natürlich nicht komplett ohne mindestens einen Kopfhörer- oder Ohrstöpseltest.

Ich habe mir für diesen Zweck die CX True Wireless von Sennheiser angesehen und angehört. Es gibt sie für 137 Franken bei Thomann bzw. für 117 Euro bei Amazon.

Die Transportbox ist nicht nur kompakt, sondern auch Akku-stark.

Damit sind wir auch schon beim Hauptargument für dieses Modell: Das ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses vergleichsweise günstige True-Wireless-Modell klingt gut und hat einen ausdauernden Akku, der neun Stunden Betriebszeit ermöglicht. Mit der Transport- und Ladebox kommt man sogar auf 27 Stunden. Das ist ganz ordentlich.

Die wundersame Welt der IPX-Schutzklassen

Ausserdem sind die Stöpsel spritzwasserfest, und zwar nach der IPX4-Schutzklasse. „Leichte Ohrmuschel-Inkompatibilitäten, die verkraftbar sind“ weiterlesen

Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel

Den Sport Earbuds von Bose mangelt es etwas an Ausdauer. Ansonsten kann man diese für Sportler entwickelten True-Wireless-Kopfhörer nur empfehlen.

Für den Sport und oft auch für Spaziergänge mit geringen sportlichen Ambitionen verwende ich seit längerem Kopfhörer von Bose. Ursprünglich ein kabelgebundenes Modell, dann seit 2017 die hier besprochen Bluetooth-Variante namens SoundSport. Ich habe mich darum gefreut, das Nachfolgemodell testen zu können. Das habe ich für die grosse Kopfhörer-Typologie bei den Tamedia-Blättern (🔒💰) getan.

Dieses Nachfolgemodell heisst Bose Sport Earbuds (Amazon Affiliate). Sie kosten um die 160 Euro bzw. etwa 186 Franken bei Digitec. Und sie haben sich gegenüber dem Vorgänger stark verändert.

Man könnte sagen, dass eine gewisse Airpodifizierung stattgefunden hat: Das Nackenkabel, das die beiden Kapseln verbunden hat, ist verschwunden. Die Earbuds verwenden nun die sogenannte True-Wireless-Bauweise. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man zwei getrennte Ohrteile hat, die durch kein Kabel verbunden sind.

Warum man gar keine Kabel haben will

True Wireless hat zwei unbestreitbare Vorteile: „Meine neuen Lieblings-Ohrstöpsel“ weiterlesen

Die hohe Kunst der Inszenierung

Der Beoplay H95 im Test: Ist dieser Kopfhörer, der mich fast dazu verleitet hätte, ein Unboxing-Video zu fabrizieren, tatsächlich 900 Franken wert?

Eine der dämlichsten Modeerscheinungen, die in letzter Zeit die Tech-Welt heimgesucht hat, sind die sog. Unboxing-Videos: Man sieht jemandem zu, wie er ein Gerät aus der Verpackung nimmt. Das hat keinerlei Nutzwert für den Betrachter. Der einzige Zweck eines solchen Videos ist, die Vorfreude zu steigern und das Produkt zu zelebrieren. Entsprechend ist ein solches Video keine journalistische Leistung, sondern Marketing.

Okay, kleiner Einwand: Einen Nutzen haben Unboxing-Videos. Nämlich für Leute wie mich, die ihre Testgeräte nach dem Test zurückschicken – und dann herausfinden müssen, wie zum Teufel Gadget, die Kabel, Anleitung und das Zubehör jemals in diese winzige Schachtel gepasst haben. Daran scheitere ich regelmässig. Und deswegen habe ich auch schon Hilfe bei Youtube gesucht. Aber klar: Man könnte stattdessen beim Auspacken zu Dokumentationszwecken ein Handyfoto machen.

Das Matroschka-Prinzip, auf den Kopfhörer angewandt

Neulich habe ich mir aber trotzdem fast eine halbe Sekunde lang überlegt, selbst ein solches Video zu machen. Nämlich, als neulich ein Testexemplar des Beoplay H95 bei mir eingetroffen ist.

Bei diesem Gadget bekommt man als Erstes eine edle Kartonschachtel in die Finger. „Die hohe Kunst der Inszenierung“ weiterlesen

Alles ist besser mit Bluetooth

Weil Sheldon Cooper recht hatte: Die besten Tricks für den Datenfunk.

Ja, ich weiss Bescheid über all die Probleme, die es bei Bluetooth gibt. Die Funktechnologie ist nicht frei von Sicherheitslücken – naja, wie sollte sie auch? Es wäre das erste Mal, dass ich es in der digitalen Welt mit einem Standard zu tun bekommen hätte, von dem die Experten sagen: «Alles perfekt: Komplett unangreifbar. Hundertprozentige Sicherheit ist in allen Lebenssituationen gewährleistet.»

Über Bluetooth gibt es immer wieder unschöne Dinge zu lesen. Hier ist von einem schweren Konzeptfehler zu lesen. Damit lasse sich die Verschlüsselung von «vermutlich allen Bluetooth-Geräten knacken». Und ja, das ist höchst unerfreulich. Und damit will ich die Sicherheitsmängel nicht herunterspielen. Aber bei Kopfhörern ist die Knackbarkeit der Verschlüsselung für mich kein gravierendes Sicherheitsproblem. Anders sieht es bei den Bluetooth-Tastaturen aus. Aber auch da gilt: Wenn jemand sich die Mühe macht, das Bluetooth-Signal meiner Tastatur abzufangen, dann kann er mich auch sonst nach Strich und Faden ausspionieren.

Ein Kritikpunkt ist auch die wachsende Komplexität, wie Heise.de hier erläutert. Die führt zu häufigen Kompatibilitätsproblemen: „Alles ist besser mit Bluetooth“ weiterlesen

Zwei sagenhaft lästige iPhone-Kopfhörer-Probleme

Ich bin häufig verwirrt, wo beim iPhone welcher Ton rauskommt. Man denkt, das sei tubelisicher und selbsterklärend. Aber wie zwei Beispiele zeigen, sind bei diesem Problem selbst die weltbesten Softwareingenieure überfordert.

Es geht hier um zwei wirklich lästige Audio-Probleme am iPhone. Das ist das erste:

Ich höre mir am iPhone mittels Kopfhörer irgend etwas an. Nun signalisiert ein Klingeln in den Ohrstöpseln einen eingehenden Anruf und ich nehme ab. Der Anrufer spricht nun nicht über die Kopfhörer zu mir, sondern wäre über den Lautsprecher des Telefons zu hören. Ich muss also das Telefon aus der Tasche fummeln, einen Ohrstöpsel entfernen und mich dafür entschuldigen, dass das so lange gedauert hat.

Das ist unlogisch und auch unglaublich nervig.

Diese Option bringt den Anrufer ohne Umweg in die Kopfhörer.

Nach längerer Suche habe ich in den Einstellungen bei Bedienungshilfen unter Tippen die Option Anrufaudioausgabe gefunden (Assessibility > Touch > Call Audio Routing). Hier gibt es die Auswahl Automatisch, die standardmässig eingeschaltet ist, sowie Bluetooth-Headset und Lautsprecher.

Ich habe hier auf Bluetooth-Headset umgeschaltet, was ersten Tests zufolge funktionieren sollte: Anrufe sind über die Kopfhörer zu hören. Wenn kein Bluetooth-Audiogerät verbunden ist, dann wird auch mit dieser Option der Lautsprecher verwendet – und man muss nicht etwa erst in wilder Eile Kopfhörer auftreiben.

Der Quassler aus der Watch

Völlig verdattert war ich, als ich neulich einen Anruf über die Apple Watch angenommen habe: „Zwei sagenhaft lästige iPhone-Kopfhörer-Probleme“ weiterlesen

Wieso können das nicht alle Kopfhörer?

Die Airpods von Apple im Test: Der Klang ist in Ordnung, die Bedienung überragend – so einfach, dass man sich wünscht, auch die Modelle der Dritthersteller so einfach koppeln und konfigurieren zu können.

Kopfhörer waren in diesem Blog lange Zeit ein Dauerbrenner. Das lag daran, dass die kabelgebundenen Modelle einem grossen Verschleiss unterliegen. Doch seit sich Bluetooth als brauchbare Alternative etabliert hat, ist dieses Ärgernis durch – zum Glück. Das war eine echte Geld- und Ressourcenverschwendung.

Ich verwende nach wie vor die Soundsport Wireless von Bose für unterwegs. Die musste ich seit 2017 einmal ersetzen. Das lag aber vor allem daran, dass Töchterchen die alten beim Zahnen ein-, zweimal in die Fingerchen bekommen und als Beisshilfe verwendet hatte. Ich kann daher nicht sagen, mit welcher Lebensdauer man rechnen dürfte. Ich vermute, dass der beschränkende Faktor der Akku ist.

Für zu Hause und das Büro habe ich mir den WH-1000XM2 von Sony angeschafft. Auch das eine gute Wahl – wobei ich wahrscheinlich heute noch etwas mehr drauflegen und mir den Momentum 3 von Sennheiser leisten würde (hier besprochen).

Jedenfalls hatte ich die Gelegenheit, die neuen Airpod 2 von Apple etwas ausführlicher zu testen. „Wieso können das nicht alle Kopfhörer?“ weiterlesen

Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse

Es gab ein grosses Hallo, als Apple beim iPhone 7 die Kopfhörerbuchse abgeschafft hat. Fernsehstationen brachten Sondersendungen, es wurden Careteams aufgeboten und … naja, teilweise stimmen gewisse Sachen nicht, die ich hier gerade behauptet habe. Aber wahr ist, dass wir Medien Aufklärungsarbeit leisten mussten.

Ich verwende ungern Pressebilder hier im Blog. Doch da der heutige Gegenstand fast nur aus einem Käbelchen und zwei Höreinsätzen besteht, ist es schwierig, ihn mit vertretbarem Aufwand nicht-amateurhaft zu fotografieren.

Ich habe mich seinerzeit entschieden, nicht das hässliche kleine Schwänzchen zu benutzen (offiziell: Lightning auf 3,5-mm-Kopfhöreranschluss Adapter; 8.98 Franken, wenn man den beim iPhone beigelegten verloren hat), sondern auf drahtlose Kopfhörer umzusteigen. Erst die von Philips, dann die von Bose. Und ich habe es nicht bereut. Denn wie ich in diesem Blogpost hier beklagt habe, sind mir die Kopfhörer früher ständig kaputtgegangen. Das Problem ist die Belastung des Kabels, das meist direkt an der Klinke bricht. Es tritt bei billigen und teuren Kopfhörern auf, egal welcher Marke. Ich habe meine Kopfhörer kaum je länger als ein halbes Jahr benutzen können, bevor ich sie wegschmeissen musste – obwohl eben nur das Kabel kaputt war und die Kopfhörer selbst noch tipptopp gewesen wären.

Mit den Bluetooth-Kopfhörern ist mir das nicht passiert. Die erwähnten Bose SoundSport Wireless (Amazon Affiliate) benutze ich nun schon mehr als ein Jahr. Gelitten hat ein bisschen die Steuerbox am Kabel, aber das liegt daran, dass Töchterchen gerne darauf herumbeisst. (Sie liebt Kopfhörer noch mehr als ich, aber aus anderen Gründen.) Darum sind Bluetooth-Kopfhörer eine gute Investition, weil sie die Produktion des Elektroschrotts deutlich reduzieren. Bleibt zu hoffen, dass die Hersteller deswegen nicht absichtlich Schwachstellen einbauen, damit die Umsätze nicht zurückgehen.

Heute geht es um die Sennheiser CX 6.00BT (Amazon Affiliate). Er gehört zu der Kategorie In-Ear und hat ein Nackenband, das man allerdings auch ums Kinn tragen kann/darf. Er ist für um die 100 Franken/Euro erhältlich, und daher eine gute Wahl in der Kategorie der Einsteigerklasse.

Der Vorteil: „Ein guter Einstieg in die Drahtlosklasse“ weiterlesen