Kartografischer Klamauk mit Kult-Potenzial

Kartografische Glanzlichter stellt einige Webdienste und Social-Media-Accounts vor, die mit den verblüffenden und horizonterweiternden Erkenntnissen der Kartenkundler aufwarten. Die zeigen uns, wie die Welt richtig ist – respektive wie Erkenntnisse davon abhängen, wie Daten aufbereitet und präsentiert werden. Das klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner.

Doch wo Glanzlichter strahlen, muss auch Schatten herrschten. Und dieser Schatten geht sozialmedial von Terrible Maps aus. Dieser Account findet sich auf Twitter und bei Facebook. Und er macht seinem Namen alle Ehre.

Er erklärt zum Beispiel, dass weniger als 0,1 Prozent der Weltbevölkerung in der blauen Region leben – zu sehen ist eine Weltkarte mit den Meeren in Blau.

Oder er führt vor, wie die Welt aussehen würde, wenn es keine Landmasse gäbe.
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Kartografische Glanzlichter

Da «Kartografik» kein Wort ist, geht es heute auch ganz einfach um Karten. Zum einen um den «Atlas der wahren Namen», von dem ich hier erfahren habe. Das ist ein Werk, das, wie man bei Wikipedia lernt, sich um die Toponyme dreht – also Ortsnamen und geografische Bezeichnungen. In diesem Atlas werden Orte so bezeichnet, wie sie ursprünglich hiessen, bevor der Name über die Jahrhunderte immer weniger weniger verständlich wurden.

Viel Wasser, viel Feuer.

Man findet überraschende Namen in Deutschland. Berlin ist – eigentlich ziemlich passend – die Sumpfstadt. In altpolabisch hiess berl eben Sumpf. Oder auch nicht so überraschend: Dass München «Bei den Mönchen» heisst, liegt irgendwie auf der Hand. Wer sich gefragt hat, was Schweiz eigentlich heisst, wird ebenfalls aufgeklärt: „Kartografische Glanzlichter“ weiterlesen

Die Mängel von Google Maps


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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – eine Banalität, die im Web dazu führt, dass Leute immer die gleichen Webdienste nutzen und gar nicht mitbekommen, was es an besseren Alternativen gäbe. Zum Beispiel Google Maps. Klar, der Dienst ist nützlich. Er funktioniert zuverlässig (abgesehen davon, dass Google beim Navigieren gelegentlich lecht und rinks verwechselt). Er wird weiterentwickelt. Google Maps ist obendrein kostenlos. Doch die Dominanz führt auch dazu, dass nebst von Google Maps kaum mehr ähnliche Dienste überlebensfähig sind. Gut, klar, man kann Bing-Maps und Apple Maps als Gegenbeweis ins Feld führen. Aber die sind sich im Funktionsumfang alle so ähnlich, dass man nicht wirklich von einem Kampf um die beste Idee sprechen kann.

Und Google Maps hat eine Menge von Defiziten, die Google nicht ausmerzen muss, weil die Leute Gewohnheitstiere sind. „Die Mängel von Google Maps“ weiterlesen

Rohe Bewegungsdaten

Gestern habe ich im Beitrag Herr seiner Bewegungsdaten werden beschrieben, wie man die Daten der Schrittzähler-App Moves am Computer auswertet.

Wie ein Spaziergang in der Moves-App erscheint…

Mit dem Webdienst Moves raw JSON Export von Joost Prattel exportiert man seinen ganzen Datenbestand in einem Rutsch als JSON-Datei. Das geht wie folgt:

Als erstes steuert man moves-export.herokuapp.com an – am besten tut man das mit dem Computer, auf den man die Daten herunterladen möchte. „Rohe Bewegungsdaten“ weiterlesen

Herr seiner Bewegungsdaten werden

Die Moves-App wurde in diesem Blog bei einer früheren Gelegenheit gelobt. Seit einiger Zeit ist es möglich, die Schrittzähler-App mit anderen Apps zu verbinden – darüber haben wir auch in unserer Digital-Sendung zum Reisen mit dem Smartphone berichtet.

Per moves-export.com exportiert, via gpsies.com konvertiert und bei Google Earth importiert und visualisiert.

Eine Verbindungsmöglichkeit eröffnet Moves Export. Der Dienst holt sich die Daten ab und stellt auf moves-export.com eine detaillierte Analyse bereit – viel umfangreicher, als in der Moves-App selbst. In den Weekly Summaries überblickt man die letzten zehn Wochen, die nach Aufenthaltsorten aufgeschlüsselt werden: „Herr seiner Bewegungsdaten werden“ weiterlesen

Zur Kenntlichkeit verzerrt

Eine Website, mit der ich – trotz des antiquierten Designs – immer wieder gern herumspiele, ist worldmapper.org. Sie zeigt eine Weltkarte, bei der die Länder und Kontinente in der Grösse angepasst wurden, um einen bestimmten Sachverhalt widerzuspiegeln. Es gibt Karten, denen die Indikatoren Reichtum, Gesundheit oder Ernährung zu Grund liegen. Andere drehen sich um die Bildung, Arbeit, Einkommen, Reichtum, Gesundheit und Umweltverschmutzung.

Die Welt, wie sie wirklich ist (hier bezüglich Bevölkerung).

Gut dreissig Kategorien finden sich, in denen teilweise Dutzende Unterkategorien enthalten sind. „Zur Kenntlichkeit verzerrt“ weiterlesen

Günstige iPad-Navigation

Navi 2+ führt Autofahrer mittels Turn-by-Turn-Navigation ans Ziel. Die iOS-App arbeitet mit Offline-Maps, Sprachausgabe und Warnung von Blitzkästen.

Eigentlich wären iPhone und iPad ideale Navigationsgeräte. Sie haben GPS, ein gutes Display und sind bezüglich Hardware bestens ausgestattet. In der Praxis gibt es zwei Gründe, weswegen man sie im Auto kaum nutzt: Zum ersten gab es bis zum Erscheinen von iOS6 keine Turn-by-Turn-Navigation. Zum zweiten braucht es fürs Kartenmaterial eine permanente Internetverbindung. Das geht stark auf den Akku, es verursacht viel Datenverkehr und im Ausland auch hohe Kosten.

Links: Die dreidimensionale Ansicht während der Fahrt. Rechts: Die stromsparende zweidimensionale Ansicht.

Wer im Auto mittels App navigieren will, braucht daher eine entsprechende App. Es gibt solche Produkte von TomTom oder Navigon, aber diese liegen preislich vergleichsweise hoch, bei knapp unter oder sogar über 100 Franken.

6 Franken für App und Offline-Karte

Günstig fährt man mit der App GPS Navigation 2 + Blitzer (oder kurz Navi 2+) von Skobbler. „Günstige iPad-Navigation“ weiterlesen

Was man mit GPS-Logs anstellen kann

Navigationsgeräte oder GPS-Logger registrieren bei Touren, Reisen oder Fahrten ins Blaue akkurat die zurückgelegte Strecke. Diese Daten lassen sich auf vielfältige Weise analysieren.

GPS-Logger sind günstig – für unter hundert Franken kriegt man ein Gerät, das in kurzen Intervallen die Position ermittelt und sie in einer Datei festhält. Diese Datei enthält den Track, also die gesamte Strecke, die man auf einer Tour zurückgelegt hat. Man kann den Track dazu verwenden, seine Fotos mit den Koordinaten des Aufnahmeorts zu versehen. Er gibt aber auch Auskunft über die zurückgelegte Strecke, berechnet die überwundene Höhendifferenz und kann sie als Höhenprofil darstellen. Und es ist möglich, die Informationen in Google Earth zu visualisieren oder in Wander- oder Sport-Communities online zu veröffentlichen.

Allerdings sind die Rohdaten, wie sie aus dem GPS-Logger kommen, kaum brauchbar. Erst mit den richtigen Programmen, mit denen man sie konvertieren, visualisieren und bearbeiten kann, werden sie nutzbar. Vier Programm-Empfehlungen: „Was man mit GPS-Logs anstellen kann“ weiterlesen

Fotos verorten und beschreiben

Das Gratis-Programm Geosetter stattet Digitalfotos mit Koordinaten aus. Aber nicht nur: Auch Schlüsselwörter, Bildbeschreibung, Legenden lassen sich setzen und falsche Aufnahmedaten korrigieren.

Beim Geotagging werden Fotos mit den geografischen Koordinaten des Aufnahmeorts ausgestattet. Das ist ungemein praktisch, weil Bilder automatisch auf einer Karte verortet und geografisch gesucht werden können.

Am praktischsten ist eine Kamera mit GPS-Empfänger oder –Adapter, die schon bei der Aufnahme die GPS-Daten ins Bild integriert. Es ist aber auch möglich, die Daten mit separat zu loggen (mit einem inzwischen recht günstig erhältlichen GPS-Logger) oder manuell zuzuweisen. Und für diese Aufgabe eignet sich das Gratisprogramm Geosetter.

Geosetter gleicht die Fotos mit der GPS-Logdatei ab.

„Fotos verorten und beschreiben“ weiterlesen