In anderer Leute Fussstapfen treten

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Eigene Touren bereitstellen (links), schöne Routen finden (rechts).

Ich komme selten zum Velofahren. Aber wenn ich dazu komme, verwende ich gerne die Cyclemeter-App, hier ausführlich vorgestellt. Doch eine App für einen Zweck wäre zu wenig. Deswegen nutze ich neuerdings auch Wikiloc (kostenlos fürs iPhone/iPad und für Android).

Die App kommt von einem begeisterten Mountainbiker. Sie taugt auch fürs Wandern und für andere Sportbeschäftigungen – unter zwei Bedingungen. Die Aktivität muss draussen stattfinden, und zwar ohne dass man am gleichen Ort verharren müsste. Es geht nämlich darum, dass man selbst schöne Routen für entdeckt und selbst seine Lieblingstouren für andere Leute aufzeichnet.

In der Rubrik Erkunden findet man so genannte Trails, was Neudeutsch wohl so viel wie Touren heisst. Es gibt über achteinhalb Millionen davon. Damit man die nicht alle durchsehen muss, grenzt man ein: „In anderer Leute Fussstapfen treten“ weiterlesen

Zeitreisen für Leute ohne Zeitmaschine

Karten sind eine spannende Sache – und sie verraten viel über die Gegenwart. Und über die Vergangenheit ebenfalls. Das führt die hier erwähnte Zeitreise-Funktion bei den Swisstop-Karten vor Augen.

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Zürich im Jahr 1860 (Karte des Kantons Zürich für den Schul- und Hausgebrauch von Verlag von J. Wurster u. Comp. aus der Sammlung der ETH-Bibliothek) und 1800 (Grundriss der Stadt Zürich und der umliegenden Gegend von Keller/Lips aus der Sammlung der Uni Bern). Man sieht, dass der Zürisee früher noch recht viel eckiger war als heute.

Oder die Old Maps-App, die es für Android und fürs iPhone und das iPad gibt. Mehr als 400’000 Karten sind über die App und oldmapsonline.org verfügbar. „Zeitreisen für Leute ohne Zeitmaschine“ weiterlesen

Navigation für Erwachsene

Die App Anchor Pointer (2 Franken, nur fürs iPhone) ist eine Navigations-App der etwas anderen Art. Sie verzichtet auf Kartendarstellung, Turn-by-Turn-Richtungsangaben und gesprochene Anweisungen. Also kein «Biegen Sie bei der nächsten Kreuzung in dreihundert Metern halbrechts ab». Das einzige, was diese App anzeigt, ist ein Kompass mit einem Richtungspfeil und eine Distanzangabe, die besagt, wie weit das Ziel in Luftlinie noch entfernt ist.

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So wird man zum Ziel gelotst. (Ob in Yard und Meilen oder Meter und Kilometer, Grad oder Richtungsangaben kann man selbst wählen.)

Die Botschaft der App ist simpel: «Dorthin musst du. Und wenn du weisst, in welche Richtung du gehen musst, wirst du ganz bestimmt selbst hinfinden.» Das finde ich sympathisch. Die klassische Navigations-App hat oft etwas Nanny-haftes. „Navigation für Erwachsene“ weiterlesen

Kartografischer Klamauk mit Kult-Potenzial

Kartografische Glanzlichter stellt einige Webdienste und Social-Media-Accounts vor, die mit den verblüffenden und horizonterweiternden Erkenntnissen der Kartenkundler aufwarten. Die zeigen uns, wie die Welt richtig ist – respektive wie Erkenntnisse davon abhängen, wie Daten aufbereitet und präsentiert werden. Das klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner.

Doch wo Glanzlichter strahlen, muss auch Schatten herrschten. Und dieser Schatten geht sozialmedial von Terrible Maps aus. Dieser Account findet sich auf Twitter und bei Facebook. Und er macht seinem Namen alle Ehre.

Er erklärt zum Beispiel, dass weniger als 0,1 Prozent der Weltbevölkerung in der blauen Region leben – zu sehen ist eine Weltkarte mit den Meeren in Blau.

Oder er führt vor, wie die Welt aussehen würde, wenn es keine Landmasse gäbe.
„Kartografischer Klamauk mit Kult-Potenzial“ weiterlesen

Kartografische Glanzlichter

Da «Kartografik» kein Wort ist, geht es heute auch ganz einfach um Karten. Zum einen um den «Atlas der wahren Namen», von dem ich hier erfahren habe. Das ist ein Werk, das, wie man bei Wikipedia lernt, sich um die Toponyme dreht – also Ortsnamen und geografische Bezeichnungen. In diesem Atlas werden Orte so bezeichnet, wie sie ursprünglich hiessen, bevor der Name über die Jahrhunderte immer weniger weniger verständlich wurden.

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Viel Wasser, viel Feuer.

Man findet überraschende Namen in Deutschland. Berlin ist – eigentlich ziemlich passend – die Sumpfstadt. In altpolabisch hiess berl eben Sumpf. Oder auch nicht so überraschend: Dass München «Bei den Mönchen» heisst, liegt irgendwie auf der Hand. Wer sich gefragt hat, was Schweiz eigentlich heisst, wird ebenfalls aufgeklärt: „Kartografische Glanzlichter“ weiterlesen

Die Mängel von Google Maps


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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – eine Banalität, die im Web dazu führt, dass Leute immer die gleichen Webdienste nutzen und gar nicht mitbekommen, was es an besseren Alternativen gäbe. Zum Beispiel Google Maps. Klar, der Dienst ist nützlich. Er funktioniert zuverlässig (abgesehen davon, dass Google beim Navigieren gelegentlich lecht und rinks verwechselt). Er wird weiterentwickelt. Google Maps ist obendrein kostenlos. Doch die Dominanz führt auch dazu, dass nebst von Google Maps kaum mehr ähnliche Dienste überlebensfähig sind. Gut, klar, man kann Bing-Maps und Apple Maps als Gegenbeweis ins Feld führen. Aber die sind sich im Funktionsumfang alle so ähnlich, dass man nicht wirklich von einem Kampf um die beste Idee sprechen kann.

Und Google Maps hat eine Menge von Defiziten, die Google nicht ausmerzen muss, weil die Leute Gewohnheitstiere sind. „Die Mängel von Google Maps“ weiterlesen

Rohe Bewegungsdaten

Gestern habe ich im Beitrag Herr seiner Bewegungsdaten werden beschrieben, wie man die Daten der Schrittzähler-App Moves am Computer auswertet.

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Wie ein Spaziergang in der Moves-App erscheint…

Mit dem Webdienst Moves raw JSON Export von Joost Prattel exportiert man seinen ganzen Datenbestand in einem Rutsch als JSON-Datei. Das geht wie folgt:

Als erstes steuert man moves-export.herokuapp.com an – am besten tut man das mit dem Computer, auf den man die Daten herunterladen möchte. „Rohe Bewegungsdaten“ weiterlesen

Herr seiner Bewegungsdaten werden

Die Moves-App wurde in diesem Blog bei einer früheren Gelegenheit gelobt. Seit einiger Zeit ist es möglich, die Schrittzähler-App mit anderen Apps zu verbinden – darüber haben wir auch in unserer Digital-Sendung zum Reisen mit dem Smartphone berichtet.

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Per moves-export.com exportiert, via gpsies.com konvertiert und bei Google Earth importiert und visualisiert.

Eine Verbindungsmöglichkeit eröffnet Moves Export. Der Dienst holt sich die Daten ab und stellt auf moves-export.com eine detaillierte Analyse bereit – viel umfangreicher, als in der Moves-App selbst. In den Weekly Summaries überblickt man die letzten zehn Wochen, die nach Aufenthaltsorten aufgeschlüsselt werden: „Herr seiner Bewegungsdaten werden“ weiterlesen

Zur Kenntlichkeit verzerrt

Eine Website, mit der ich – trotz des antiquierten Designs – immer wieder gern herumspiele, ist worldmapper.org. Sie zeigt eine Weltkarte, bei der die Länder und Kontinente in der Grösse angepasst wurden, um einen bestimmten Sachverhalt widerzuspiegeln. Es gibt Karten, denen die Indikatoren Reichtum, Gesundheit oder Ernährung zu Grund liegen. Andere drehen sich um die Bildung, Arbeit, Einkommen, Reichtum, Gesundheit und Umweltverschmutzung.

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Die Welt, wie sie wirklich ist (hier bezüglich Bevölkerung).

Gut dreissig Kategorien finden sich, in denen teilweise Dutzende Unterkategorien enthalten sind. „Zur Kenntlichkeit verzerrt“ weiterlesen