Sieben Tipps für Garmin-Uhren

Garmin-Uhren haben eine Unmenge an Funk­tionen und Kon­fi­gu­rations­mög­lich­kei­ten für den Alltag, das Sport­tra­cking und für Nerds: Wie man Anzeige und Nutzung opti­miert und an seine Vor­lie­ben anpasst.

Am Anfang gleich eine Einschränkung: Die Tipps hier dürften nicht universell sein. Ich habe sie mit der hier ausführlich getesteten Fenix 7s ausprobiert. Aber natürlich haben nicht alle Sportuhren von Garmin den gleichen Funktionsumfang, weswegen die Tipps nicht universell funktionieren. Leider sprengt es meine Möglichkeiten, hier die unterstützten Modelle anzugeben.

1) Die Konfiguration anpassen

Das Ziffernblatt lässt sich nur an der Uhr selbst und nicht über die App anpassen.

Die Einstellungen lassen sich an der Uhr über das Menü vornehmen, wenn man etwas länger auf den mittigen Knopf links drückt und nach unten zu den entsprechenden Menüpunkten blättert. Schneller zum Ziel kommt man allerdings über die App, Garmin Connect (für Android und iPhone/iPad). Ich würde empfehlen, die App zu verwenden.

Allerdings sind über die App nicht alle Funktionen zugänglich: „Sieben Tipps für Garmin-Uhren“ weiterlesen

Garmins unaufdringlicher Lauftrainer

Sport mit dem Garmin Coach: Wie man einen Trainingsplan auswählt, verfolgt und was man als Hobby-Läufer oder -Velofahrer daraus lernen kann.

Bei meiner Besprechung der Fēnix 7-Serie habe ich diesen Beitrag in Aussicht gestellt, in dem es ausführlich um den Garmin Coach gehen soll. Das ist eine Funktion, mit der sich die Rolle der smarten Uhr während des Sports deutlich verändert. Statt bloss passives Tracking-Gerät zu sein, gibt sie Anweisungen und Unterstützung.

Das ist einerseits eine naheliegende Idee – andererseits hat sie ihre Tücken. Denn auch wenn digitale Technik in unserem Leben eine immer wichtigere Rolle spielt, so haben es die meisten von uns noch nicht verinnerlicht, dass wir uns der auch unterordnen sollen. Zumindest nicht in einer expliziten Form: „Garmins unaufdringlicher Lauftrainer“ weiterlesen

Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung

Was leistet die neue smarte Sportuhr von Garmin? Was ist neu im Vergleich zur Fēnix 5 und anders als bei der Apple Watch Series 7? Ein Testbericht in sieben Kapiteln.

Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich vor fünf Jahren die Fēnix 5S von Gramin getestet habe. Ich hielt sie für okay, habe mich aber an den Benachrichtigungen gestört. Infolgedessen war meine Besprechung nicht gerade euphorisch.

Die alte rechts hat mich während bald fünf Jahren begleitet. Wie schlägt sich die Neue im Vergleich?

Doch siehe da: Ich habe die Uhr bis vor kurzem getragen und sie nur abgelegt, um die Fēnix 7S zu testen, um die es hier gleich gehen wird. Das zeigt, wie wichtig Langzeittests sind. Der erste Eindruck ist zwar selten falsch, aber nicht immer vollständig.

Verborgene Tugenden – wie die Zuverlässigkeit und die Qualitäten beim Sport – zeigen sich erst nach und nach im Alltag. Und es gab noch zwei weitere Funktionen, die ich erst mit der Zeit entdeckt und im Beitrag Smarte Uhrdreingaben dargelegt habe.

Ich habe die 5S seinerzeit vor allem als universelle Smartwatch getestet:  „Die Garmin Fenix 7 in der ausführlichen Begutachtung“ weiterlesen

Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?

Die Autosleep-App gilt als Non­plus­ultra für die Schlaf­über­wachung und -Analyse. Per Apple Watch ermittelt sie Länge und Qualität und zeigt die Trends auf. Und ja: Da stellt sich die Frage über Sinn und Un­sinn des Schlaf­trackings.

Die smarten Wearables zählen bekanntlich nicht nur Schritte und Stehstunden, sondern wollen auch Aussagen darüber treffen, wie gut man genächtigt hat. Das nennt sich Schlaftracking, und bemüssigt manche Leute zu einem Stirnrunzeln: Wieso sollte sich von einem Gadget sagen lassen, was man nach dem Aufwachen selbst weiss? Denn wenn es ist einem in aller Regel klar, ob man gut oder schlecht, lang genug oder zu kurz geschlafen hat und ob man an einem Stück durch die Nacht gekommen oder fünfmal aufgewacht ist.

Stimmt alles. Trotzdem finde ich das Schlaftracking spannend, auch wenn mir die anderen Funktionen – Schrittzählen und Aufzeichnen der Sportaktivitäten – wichtiger sind. Und zwar aus zwei Gründen: „Was hätte bloss Morpheus dazu gesagt?“ weiterlesen

Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt

Einige Tricks zur Health-App von Apple – und als Extratipp die App Health Fit, die die Gesundheitsdaten auswertet, hübsch darstellt und für diverse Plattformen exportiert.

Die Health-App sei ein Witz – das ist eine Behauptung, die ich in diesem Blog hier aufgestellt habe.

Nun, diese Unterstellung ist bald sechs Jahre her, und man darf vermelden, dass Apple nachgebessert hat. Die damaligen Kritikpunkte wurden zum Grossteil ausgeräumt. Die Möglichkeiten, Gesundheitsdaten zu sammeln und zu medizinischen Zwecken oder zur Befriedigung der Neugierde abzurufen, wurden markant grösser.

Und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Unlängst habe ich in der Rubrik Übersicht bei Alle Gesundheitsdaten anzeigen gesehen, dass die App meine Geschwindigkeit beim Treppensteigen berechnet (Aufwärts 0,23 m/s, abwärts 0.31 m/s, was mich angeht). „Wie man das Maximum aus den Gesundheitsdaten herausholt“ weiterlesen

Ich hadere heftig mit der Strava-App

Braucht man diese Sportler-App für erfülltes Hobbysportlertum? Und lohnt sich das Premium-Abo?

Ich hadere noch immer mit mir. Soll ich nun den Probemonat bei Strava starten oder nicht?

Die App habe ich seit längerem installiert – nämlich, seit ich mir für das Video Wenn das Smartphone nach draussen lockt einige Sport-Apps angesehen habe. Ich habe die App durchaus schätzen gelernt. Vor allem wegen der schönen Dinge, die man mit seinen Daten anstellen kann (Erst schwitzen, dann daten-minen). Denn Strava ist nicht bloss eine App und eine Website, sondern auch ein soziales Netzwerk – und die massgebliche Plattform für Sportler, die ihre Ambitionen gegenüber der Welt offenbaren wollen.

Dieses Bedürfnis hatte ich bislang nicht. Nachdem aber Dani Hofstetter bei uns im Nerdfunk war, habe ich mich entschlossen, Strava mit der Garmin-Connect-App zu verbinden und meine aufgezeichneten Aktivitäten automatisch dort zu teilen. Bislang war ich ganz zufrieden mit dem, was die Connect-App an Analysen ausgespuckt hat. Und neuerdings nutze ich auch die Aktivitäten-App von Apple.

Auch die Strava-App konnte meinen Ehrgeiz nicht massgeblich steigern. Ich schätze es zwar durchaus, von meinen (wenigen) Freunden Kudos zu erhalten, nachdem ich mich in einer einsamen Physical-Distancing-Jogging-Runde verausgabt habe. Aber ich plage mich für mich selbst und nicht für andere oder für das Lob: „Ich hadere heftig mit der Strava-App“ weiterlesen

Garmin gegen Apple: Wer hat die bessere Sportuhr?

Eine der ent­schei­den­den Funk­tionen bei Smart­wat­ches ist das Tracking von kör­per­lichen Akti­vitä­ten – und da ist ein Wearable dem anderen deutlich über­legen.

Neulich habe ich ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch gezogen. Und versprochen, mir die Sportfunktionen noch genauer anzusehen.

Die beiden Kontrahenten.

Denn diese Sportfunktionen sind es, die meines Erachtens einer Smartwatch heute eine echte Daseinsberechtigung geben. Viele der anderen Features sind nett und manche auch nützlich, aber nichts ist unverzichtbar.

Doch wenn man mit einer gewissen Ernsthaftigkeit Sport betreibt, dann will man aufs Tracking nicht verzichten. Selbst die kleinste Leistungsverbesserung ist ein echter Ansporn. Und man will nicht auf die bragging rights verzichten.

Garmin setzt voll auf den Sport

Darum ist Garmin trotz der harten Konkurrenz erfolgreich: Sportuhren, die inzwischen sogar nach Sportarten ausdifferenziert werden. Laufen, Triathlon, Schwimmen, Tauchen, Golf, Wandern, Segeln, Fliegen, Golf – für jede dieser Disziplinen gibt es eine passende Uhr. Wahrscheinlich wäre eine solche Anpassung auch über einen Schalter in der Konfiguration möglich. Aber ich verstehe, dass sich die Marktstrategen für diesen Weg hier entschieden haben.

Also, es ist darum nichts als fair, meine Garmin Fenix 5s mit der Apple Watch Series 5 zu vergleichen – und zwar aus meiner Sicht des mittelmässig ambitionierten Hobbysportlers.

Bei der Bedienung ist die Apple Watch im Alltag praktischer. „Garmin gegen Apple: Wer hat die bessere Sportuhr?“ weiterlesen

Der Fluch der Datensilos

Schrittzähler und Fitnesstracker sammeln jede Menge Daten, die sich kaum geräteübergreifend nutzen lassen. Aber lassen sich die Daten wenigstens exportieren? Ich habe Garmin, Fitbit, Withings und Jawbone einem Test unterzogen.

Ich benutze seit bald sechs Jahren Fitness-Tracker. Angefangen hat es mit dem Jawbone Up, dann hatte ich zwei Withings-Modelle (hier und hier), zwischendurch ein Fitbit Flex 2. Und schliesslich bin ich bei der Fēnix 5S von Garmin gelandet.

Das hat natürlich mit dem Fortschritt zu tun: Die GPS-Uhr von heute ist um Welten besser als der simple Schrittzähler von damals. Darum tut man gut daran, das Quantified Self mit modernen Mitteln zu betreiben.

Es gibt aber, natürlich, eine Kehrseite. Wenn man seinen Fitness-Tracker wechselt, dann ändert sich auch der Ort, wo die Daten hinwandern. Denn natürlich verwenden alle diese Gadgets die Cloud. Die Informationen werden im Netz aufbereitet, visualisiert und bereitgehalten.

Wechselt man den Schrittzähler, reisst die Historie ab

Das ist praktisch, hat aber zur Folge, dass man keine durchgehende Datenbasis hat. Ich kann meine Aktivitäten mit dem Vorjahr vergleichen, weil ich damals die Garmin schon benutzt habe. Ein Vergleich mit meinen Leistungen von 2014 ist nicht möglich. Damals war die Withings in Benutzung. Und deren Daten stecken in einem anderen Silo als jene von Garmin.

Das ist für manche Leute komplett egal. Ich finde es hingegen schade. „Der Fluch der Datensilos“ weiterlesen

Erst schwitzen, dann daten-minen

Für die Sport-Community Strava gibt es eine Unzahl an nachgelagerten Diensten, mit denen man fantastische Dinge aus den aufgezeichneten Bewegungsdaten herausholt.

Im Artikel Das sind die besten Karten-Apps sind Erkenntnisse aus vielen hier im Blog veröffentlichen Beiträgen zusammengeflossen. Bei meinen Recherchen bin ich auch auf die Übersicht der Apps gestossen, die an Strava andocken.

Strava ist, für die Nicht-Sportler unter euch, eine App, bzw. ein soziales Netzwerk fürs Sport-Tracking: Velofahren, Rennen, Wandern, aber auch Skifahren oder Rudern kann man erfassen. Ich habe die App seinerzeit, nebst anderen, im Beitrag Wenn das Smartphone nach draussen lockt vorgestellt.

Nun ist Strava inzwischen mehr als nur ein Dienst fürs Tracking von sportlichen Aktivitäten. Es ist ein Tummelfeld für Datenanylisten, -Visualisierer und Selbstinszenierer. Ich bin beeindruckt, wie viele nachgelagerte Apps, Websites und Dienste es gibt. Und bevor ihr nun sagt: «Nett, aber interessiert mich nicht, weil ich Strava nicht nutze» noch folgender Hinweis: Man kann den Dienst mit vielen Trackern koppeln, zum Beispiel mit Garmin. „Erst schwitzen, dann daten-minen“ weiterlesen

Damit auch jedes Schrittchen zählt

Wenn man mehrere Schritt­zähler parallel nutzt, stellt man fest, dass die unter­schied­liche Schritt­zah­len erheben: Wie man festlegt, dass die richtigen Daten in der Health-App priori­siert wer­den.

Ich bin seit knapp fünf Jahren Schrittzähler. Eingestiegen in die Selbstquantifizierung bin ich mit dem Jawbone Up. Anschliessend habe ich zwei Uhren von Withings (hier und hier) benutzt, dann ein Fitbit. Die jüngste Errungenschaft ist die Fēnix 5S von Gramin, die mich diesbezüglich vollkommen zufriedenstellt.

Ein Unterschied von knapp 5 Prozent zwischen Garmin (links) und Fitbit (rechts). Uneins sind sie sich auch bezüglich Distanz, grosse Einigkeit herrscht aber bei den Kalorien (etwa ein Prozent Unterschied).

Wenn ich dieser Tage unterwegs bin, werden meine Schritte dreifach gezählt: Das Fitbit befindet sich am rechten Arm. Am linken die Fēnix. Und in der Tasche das iPhone, das bekanntlich auch Schritte zählt.

Nun stellt man fest, dass die Resultate am Ende des Tages¹ oft deutlich abweichen. Klar, die Fitnesstracker trägt man immer auf sich, während das iPhone auch mal auf dem Tisch liegenbleibt, wenn man sich durch die Wohnung begiebt oder am Arbeitsplatz drei Büros weiter ein paar Worte mit einem Arbeitskollegen wechselt.

Die Schrittzählung am Handgelenk ist nicht sehr genau

Einen wesentlichen Unterschied ergibt sich auch aus den Schrittzähl-Algorithmen: Die müssen aus der Bewegung des Handgelenks erschliessen, was der Träger genau tut: Geht er? Fuchtelt er mit den Armen? Tippt er auf der Tastatur? Dirigiert er ein Orchester oder spielt er Drums in einer Speed-Metal-Band? Fährt er mit dem Auto über eine holperige Strasse? Oder, wie ein Kollege mal in der Kantine erläuterte, wie viele Kilometer habe er gerade masturbiert?
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