Die Liebe ist ein Videospiel

Sieht so ein glückliches Paar aus?

Zwei weitere Nerdflicks, meine Lieben! Einer, dem man gute Absichten unterstellen darf, der aber trotzdem als gescheitert betrachtet werden muss. Und ein zweiter, der mein Nerd-Herz erwärmte und meinen Geist amüsierte…

Flop: Gefangen in Youtube

Die Idee ist amüsant: Wie wäre es, in Youtube gefangen zu sein und mit den Videos zu interagieren – und zwar auch mit denen, die man selbst aufgenommen und hochgeladen hat? Das ist der Plot bei Smosh: The Movie (Amazon-Affiliate-Link).

Genauso haben wir uns den Youtube-Hauptsitz immer vorgestellt.

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Die automatische Bildanalyse ist da!

Neulich habe ich mit nicht geringen Erstaunen festgestellt, dass alle meine Handyfotos ohne mein Zutun bei Flickr gelandet sind. Wie in solchen Fällen üblich, zweifelt man erst einmal an sich selbst: Hat man in einer schwachen Stunde vielleicht irgendwo eine Option eingeschaltet, deren Sinn und Zweck einem unbekannt (oder egal) war? Doch da es meinem Tagi-Kollegen Rafael Zeier genauso ging, lag die Vermutung nahe, dass die Flickr-iPhone-App mit einem Update den Auto-Uploadr selbsttätig eingeschaltet hatte. Man kann ihn in den Einstellungen immerhin wieder ausschalten.

Automatische Kategorien bei Flickr…

Wundersame Bildervermehrung in die Cloud

Zwar hat der Uploadr die Bilder nicht gleich der Öffentlichkeit anheim gestellt, sondern die Fotos als privat markiert. Trotzdem finde ich das nicht so richtig okay, zumal ich gerne selbst entscheide, auf welchem Clouddienst ich meine Bilder abladen will und wo nicht. Aber gut.
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Mord in Photoshop

Ich lobe Adobe selten, aber das ist eine klevere Idee: Ein Mordfall, der in einer einzigen riesigen Photoshop-Datei steckt, die man Ebene für Ebene zerlegen muss….

So präsentiert sich der Tatort nach dem Öffnen der Datei in Photoshop…

Krimis gibt es als Buch, Film, Hörspiel und Hörbuch, Theater und als Krimidinner… und es gibt auch einen Krimi als Photoshop-Datei. Letzterem bin ich neulich auf der offiziellen Photoshop-Facebook-Seite begegnet. Die Frage lautet: Wer hat Professor Photoheim an seiner Halloween-Party abgemurkst? Es gibt drei Verdächtige. Um das Rätsel zu lösen, muss man herausfinden, wer es getan hat und was das Motiv für die grässliche Tat ist.
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Was Nerdcredit einbringt

Ab und zu gebe ich in diesem Blog Tipps, was man tun könnte, wenn man zu viel Zeit hat – gut, sinnvollerweise wäre dieser Beitrag besser vor Ostern erschienen. Es soll nämlich schon vorgekommen sein, dass die Eiersuche einen nicht so richtig ausgelastet hat und sich die Langeweile auch mit Schokoladefressenverspeisen nicht totzukriegen ist. Aber ihr könnt euch diesen Beitrag ja schon einmal für Pfingsten vormerken.

Ein Internetcomputer? Nein? Doch! (Bild: Rama/Wikipedia.org)

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Geistertöne und Phantombilder

Wie der Titel schon sagt: Ein Geisterbild. (Original: Max Braun/Flickr.com)

Bei futurezone.at habe ich über das Kunstprojekt The Ghost in the MP3 gelesen. Es macht die Verluste der MP3-Komprimierung hörbar. Es gibt auch ein Video, das vorführt, was bei der verlustbehafteten Videokompression auf der Strecke bleibt. Das Demonstrationsobjekt ist Tom’s Diner von Suzanne Vega. Es gilt als «Die Mutter von MP3», weil der Vater von MP3, Karl-Heinz Brandenburg, es für die Feinabstimmung des MP3-Codecs benutzt hat. Der Beitrag Karriere eines Formats erzählt diese Geschichte nach.
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Müssiggang im digitalen Zeitalter

Ashley Feinberg von Gizmodo hat im Beitrag Five Ways To Use Tech To Hide What an Awful, Lazy Person You Are fünf Methoden aufgezeigt, mit denen Müssiggänger ihre Faulheit verstecken und Aktivitäten vortäuschen:

Kreativität braucht Müssiggang.

Da ist der Trick mit den Lesebestätigungen. Diese lassen sich wie folgt als Alibi nutzen: Man schaltet sie ein1 und gewöhnt sich an, die Meldungen über die Benachrichtigungen im Sperrbildschirm oder die Nachrichtenzentrale vorzusondieren. Nun muss man tunlichst darauf achten, die App nicht zu öffnen, bevor man wirklich bereit dafür ist. Erst dann wird die Nachricht dem Absender als zugestellt gemeldet. Im Idealfall hat sich die Anfrage dann schon von selbst erledigt. „Müssiggang im digitalen Zeitalter“ weiterlesen

Wer klaut hier meine Texte?

plagscan.com hat nichts mit den biblischen Plagen zu tun, sondern mit Plagiaten: Diebstahl geistigen Eigentums oder, im Fall des Internets, abgekupferten Texten.

Frau Lehrerin, darf ich meine Hausarbeit aus dem Internet abschreiben, bitte?

Der Webdienst nimmt Textdokumente in den üblichen Formaten (Word, HTML, reiner Text) entgegen und führt dann eine Recherche durch, ob sich Teile aus dem Dokument irgendwo im Netz aufspüren lassen. Das Einsatzgebiet liegt auf der Hand und wird auf der Seite auch unumwunden ausgeführt:

Dieses Angebot richtet sich an Lehrkräfte von Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, die Hausarbeiten auf plagiierte Textstellen aus Internet-Quellen untersuchen wollen. Wir raten Schülern und Studenten davon ab, ihre Arbeit vor Abgabe hier zu optimieren bis sie nicht mehr als Plagiat erkannt wird. Es gibt viele verschiedene Plagiatssoftware und die Analyse-Techniken variieren.

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Neuland im wörtlichen Sinn

Eine hübsche Website, über die ich via den Neusprechfunk-Podcast gekommen bin, ist wortwarte.de. Sie präsentiert Neologismen, also Wortneuschöpfungen. Im Projektbeschrieb wird ausgeführt, wie solche neuen Wörter entstehen. Der Fortschritt ist massgeblich beteiligt an diesen Kreationen, denn neue Geräte, Ideen und Konzepte benötigen in aller Regel auch ihr eigenes Vokabular.

Die Wörter der letzten Tage. (Mit wordle.net anhand des RSS-Feeds erstellt.)

Da kann man in den verrücktesten Wörtern schwelgen: Vom Bluetooth-Duschkopf (Spiegel vom 24.11.12) und den Handlingproblem (Zeit.de von 2002, nicht mehr abrufbar) über das Template-on-Card-System (heise.de von 2002) bis hin zum Ritsch-Ratsch-Telefon (Süddeutsche von 2006, online nicht mehr abrufbar) oder dem Kinder-Ortungssystem (spiegel.de von 2002).
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Die Schnittmenge von Sciencefiction und Typografie

Ich wage zu behaupten: Es gibt ein todsicheres Rezept für schräge, kultige Blogs. Und das funktioniert ganz einfach: Man nimmt zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, bei denen es aber doch eine Schnittmenge gibt. Und dann behandelt man diese Schnittmenge.

Die Eurostyle-Schrift, zu sehen in «Iron Man 3».

So funktioniert das Blog Typeset In The Future. Es bildet die Schnittmenge der typografieinteressierten Sciencefictionfans. Oder der zukunftsgewandten Typografen – die Gewichtung ist dann auch gleich einerlei. Dave Addey behandelt die Frage, wie die Typografie in Filmen und Fernsehserien mithilft, ein Gefühl von Zukunft zu erzeugen. Und das ist, so absurd die meine Einleitung wirken mag, dann wiederum eine absolut einleuchtende Idee: Typografie ist immer Ausdruck des Zeitgeistes. In den 1970ern gab es die runden, geschwungenen «Hippie-Schriften» wie die «Fuzz Guitar» oder die «Quasar». „Die Schnittmenge von Sciencefiction und Typografie“ weiterlesen

Zum Glück haben wir heute schöne Browser

Vor einem Monat feierte Netscape Navigator seinen 20. Geburtstag. Vor genau einer Woche war der zehnte Geburtstag von Firefox. Das habe ich zum Anlass genommen, um in meinem Archiv nach Browser-Screenshots zu suchen.

Netscape-Gründer Marc Andreessen musste sich dem Internet Explorer geschlagen geben. Er ist heute Investor und sitzt im Aufsichtsrat von Facebook.

Was ich gefunden habe, brachte mich zur Einsicht, dass ich, falls ich jemals eine Zeitreise machen darf, entweder in die Zukunft reisen werde. Oder aber so weit in die Vergangenheit, dass ich nicht zufällig einem dieser alten Browser begegne. Weil: Das geht ja gar nicht!
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