Wie man Apps überwacht, die einen überwachen wollen

iPhone und iPad liefern einen Daten­schutz­bericht für alle instal­lier­ten Apps. Er auf schlüs­sige Weise, welche Daten eine App sammelt, wie häufig sie das tut und mit welchen Servern sie kom­mu­ni­ziert. Diese Infor­ma­tionen helfen, die Privat­sphäre effektiv zu schützen.

Apple hat mit dem letzten grossen Betriebssystem-Update fürs iPhone und iPad (iOS 15 und iPad OS 15) eine Funktion eingeführt, die es einem erlaubt, die Tracking-Aktivitäten von Apps im Auge zu behalten.

Diese Funktion findet sich in den Einstellungen bei Datenschutz > App-Datenschutzbericht. Ich habe sie vor einem halben Jahr ausführlich im Blogpost Wer will schon wieder hinter meinem Rücken zu Google und Facebook verbinden? vorgestellt und damals kritisiert, dass Apple zwar die Daten über die Aktivitäten der Apps erhebt, aber keine Auswertung vornimmt.

Wenn man sich nicht mit einem Texteditor durch eine JSON-Datei kämpfen wollte, musste man sich die App eines Drittherstellers besorgen und die Daten umständlich an diese weitervermitteln.

Nun, dieser Missstand ist behoben: „Wie man Apps überwacht, die einen überwachen wollen“ weiterlesen

Wahrscheinlich ist der Zug für Firefox abgefahren

Wenn Mozilla eine Zukunft haben will, braucht es unbedingt eine Mobile-First-Strategie: Der Browser muss auf Android, iPhone und iPad massiv zulegen und zur obersten Priorität der Stiftung werden.

Im Beitrag Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte habe ich anfangs Jahr vier Verbesserungsvorschläge für die mobile Variante des Browsers gemacht. Firefox muss dringend zulegen, daran besteht für mich nicht der Hauch einer Frage: Mozillas Zukunft liegt beim Smartphone und den Tablets.

Ich gehöre zwar nicht zu den Leuten, die dem PC und den Desktop-Betriebssystemen das Totenglöcklein läuten. Doch wie ich 2020 im Beitrag Das leise Ende des PC-Zeitalters ausgeführt habe, geben die mobilen Betriebssysteme inzwischen den Ton an. Das zeigt sich exemplarisch bei Windows 11, das sich in der Optik und bei der Bedienung an die Gewohnheiten der Smartphone- und Tablet-Nutzer annähert.

Die technische Innovation geht iOS, iPad OS und von Android aus – diese Systeme bestimmen, wohin die Reise geht: „Wahrscheinlich ist der Zug für Firefox abgefahren“ weiterlesen

Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte

Firefox ist der beste Desktop-Browser. Für die mobile Variante trifft das leider nicht zu: Am Tablet und Smartphone hat das Programm einige eklatante, unverzeihliche Mängel.

Seit Jahren gibt es den Firefox-Browser auch in einer mobilen Variante für Smartphones und Tablets. Die Variante für Android ist zehn Jahre, diejenige fürs iPhone und iPad fünf Jahre alt.

Ich habe die iOS-Variante seinerzeit im Beitrag Das Firefüxchen vorgestellt, und ich nutze sie seither als bevorzugter Browser. Das heisst aber nicht, dass ich voll und ganz zufrieden wäre. Ich schätze diverse Dinge, insbesondere die Synchronisation der Lesezeichen, der Chronik und der Passwörter.

Es gibt jedoch auch einige Dinge, die mich stören – denn offensichtlich ist Firefox auf dem Tablet und dem Smartphone deutlich weniger leistungsfähig als auf dem Desktop. Es gibt weniger Funktionen, was zu einem gewissen Grad verständlich und aufgrund Apples rigider Kontrolle des Betriebssystems sogar unvermeidlich ist. Doch einige Mankos finde ich absolut unverständlich.

Generell ist es mir noch etwas nicht klar: „Gute Vorsätze, die sich Mozilla für Firefox Mobile nehmen sollte“ weiterlesen

Vier wirkungsvolle Firefox-Erweiterungen

Undo Close Tab, Feedbro, I don’t Care about Cookies und iCloud-Le­se­zei­chen – diese Add-ons für Mozillas Browser sparen Zeit und ver­bes­sern das Surf-Erleb­nis.

Undo Close Tab

Mein Klickfinger ist oft schneller als mein Hirn. Das macht sich im Browser bemerkbar, wo es mir andauernd passiert, dass ich Reiter schliesse, die ich noch gebraucht hätte.

Es ist nicht schwierig, die wieder hervorzuzaubern: Man klickt mit der rechten Maustaste auf einen Reiter und wählt Geschlossenen Tab wieder öffnen aus dem Kontextmenü.

Doch es geht noch einfacher: „Vier wirkungsvolle Firefox-Erweiterungen“ weiterlesen

Die iPhone-Passwörter mit Windows nutzen

Die iCloud wird unter Windows aufgewertet. Das neue Passwort-Programm stellt die bei iOS und Mac gespei­cherten Zugangs­daten bei Microsofts Betriebs­system bereit.

Man kann die iCloud auch mit Windows nutzen, aber wie im Beitrag Zwei Sturköpfe zur Zusammenarbeit zwingen schildere. Doch wie der Titel schon andeutet, ist das keine reine Freude.

Apple macht das nötigste, damit iPhone- und iCloud-Nutzer, die gezwungenermassen nicht auf Windows verzichten können, nicht ganz im Regen stehen. Doch es schleckt keine Geiss weg (🇩🇪🇦🇹: Da beisst die Maus keinen Faden ab): Das Nutzungserlebnis ist nicht mal halb so schön wie in einem reinen Apple-Universum.

Spartanischer geht es kaum: Das neue iCloud-Passwort-Programm für Windows.

Eine kleine, aber wichtige Verbesserung gibt es jedoch. Seit Kurzem gibt es für Windows das Programm iCloud-Passwörter.

Es stellt die am iPhone, Mac oder iPad gespei­cherten und via iCloud synchro­nisier­ten Zugangs­daten bei Micro­softs Betriebs­system zur Ver­fügung. Dank dieses Programms kann man seine Pass­wörter über die iCloud zur Ver­fügung halten und benötigt keinen separa­ten Passwort­manager wie Keepass, Lastpass oder 1Password mehr.

Zumindest theoretisch. „Die iPhone-Passwörter mit Windows nutzen“ weiterlesen

Den Cookies geht es jetzt doppelt an den Kragen

Sowohl Google Chrome als auch Firefox legen beim Tracking eine härtere Gangart vor. Ich kläre die Frage, welcher Browser seine Datenschutzoffensive glaubwürdiger betreibt.

Google will das Tracking einschränken: Der Chrome-Browser geht zunehmend restriktiv mit den Cookies der Drittanbieter um und wird die in einer künftigen Version überhaupt nicht mehr annehmen. Über diese interessante Neuerung habe ich im Beitrag Das Ende der Cookies (Paywall) berichtet.

So weit sich das bis jetzt sagen lässt, hat Google den richtigen Weg eingeschlagen: Die wilde Datensammelei wird je länger je weniger toleriert, und wer sich wie Mark Zuckerberg gänzlich uneinsichtig zeigt, provoziert strengere gesetzliche Regeln.

Darum finde ich gut, was Google tut, auch wenn ich nicht verhehlen mag, dass mein Misstrauen bleibt: „Den Cookies geht es jetzt doppelt an den Kragen“ weiterlesen

Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen

Die Browser verhalten sich am Mac komplett irrational, wenn es ums Zoomen geht – im Vergleich zu Windows ist das eine bare Katastrophe.

Manchmal fragt man sich, ob eigentlich die ganze Welt spinnt – oder man vielleicht selbst ein Rad ab hat.

Heute geht es um so einen Fall. Und ich bin sehr an eurer Meinung interessiert: Sagt mir – bzw. schreibt es mir in die Kommentare –, falls ich etwas nicht richtig verstanden habe, überreagiere oder mich sonstwie unbotmässig verhalte. Ich möchte nicht in den Verdacht geraten, aufs Alter komisch zu werden.

Also, es geht um die beiden Browser Safari und Firefox, bzw. deren Interaktion mit dem Touchpad am Mac im Zusammenhang mit der Spreizgeste. Diese Geste besteht darin, dass man den Daumen und den Zeigefinger auf dem Touchpad auseinander bewegt und. Dadurch wird eine Zoomaktion ausgeführt. In einer Foto-App beispielsweise vergrössert man die Anzeige der Pixel und verkleinert den sichtbaren Bereich.

In den beiden Browsern Firefox und Safari tut sie das Gleiche. Und damit sind wir bei der Frage, wie sinnvoll das ist. Spoiler: Ich halte es für etwas vom Unausgegorensten, was ich seit Jahren gesehen habe. Aber erst einmal zu den grundsätzlichen Dingen: „Warum mir Firefox und Safari auf dem Mac massiv auf den Wecker gehen“ weiterlesen

Bei Netflix die Untertitel abgreifen – und andere Webhacks

Wie man im Netz ein bisschen Schindluder treibt – mit den Entwicklertools von Firefox und Chrome oder aber mit raffinierten Benutzerscripts.

Neulich hat jemand auf Twitter diese Anleitung durchgereicht, mit der man bei Netflix Untertitel abgreifen können sollte.

Und klar: Das musste ich sofort ausprobieren. Ich habe zwar keinen unmittelbaren Anwendungszweck für gerippte Untertitel. Aber es ist ein cooler Hack. Und es könnte durchaus die Situation auftauchen, wo man einen konkreten Nutzen aus ihm ziehen könnte: Zum Beispiel, wenn man in einem Blogpost auf einen längeren Dialog in einem Film oder einer Serie eingehen will. Und natürlich gibt es auch schulische oder wissenschaftliche Situationen, in denen man Dialoge aus Filmen studieren möchte.

Theoretisch sollte das Untertitel-Ripping wie folgt gehen: „Bei Netflix die Untertitel abgreifen – und andere Webhacks“ weiterlesen

Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf

Ein Plädoyer für Firefox und gegen Chrome – und einige Beobachtungen, was mit Googles Browser seltsam läuft.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich kein Fan von Chrome bin. Ich hier im Blog immer mal wieder gegen Googles Browser gewettert. Zum Beispiel hier in diesem Beitrag, wo ich mich dazu bekannt habe, die Browserfrage nicht missionarisch zu betreiben.

Ob das noch immer gilt, dürfen gerne die Leserinnen und Leser hier entscheiden. Denn ich habe nachgedoppelt und in einem Video ganz unverblümt dazu aufgerufen, von Chrome auf Firefox umzusteigen. Und zwar der Vielfalt im Internet wegen. Und weil Firefox auch einfach das bessere Programm ist, um im Web zu surfen.

Ob diese Argumente stichhaltig sind – oder doch vor allem ideologisch –, dürft ihr nun gerne selbst entscheiden: „Hey Google, dein Chrome ist ein bisschen stumpf“ weiterlesen

Homeoffice, Level 2

Tipps zur Arbeit zu Hause: Wie man sich absichert und organisiert – und wie man Firefox davon abhält, einem zu sehr auf den Wecker zu fallen.

Das Homeoffice – der Ort, wo man in Unterhosen mit seinem Chef videotelefoniert oder vom Sofa aus geschäftliche Gespräche führt. (Falls man in der unschönen Situation ist, überhaupt direkt mit Menschen reden zu müssen und nicht alles per Mail oder Instant-Messanger abwickeln zu können.

Dieses Homeoffice hat uns wieder. Und darum gibt es einige Tipps in Videoform, die sich mit dem Homeoffice auf Level zwei beschäftigen. (Etwas ärgerlich ist, dass wir nicht genau wissen, wie viele Level dieses MMOG eigentlich hat.) Es geht um Sicherheit und um Komfort – und darum, wie man Privates und Berufliches auf seinen eigenen Geräten getrennt hält.

Webseiten ins Job-Ghetto verbannen

Mein persönliches Highlight ist nach wie vor die im Beitrag Container für Webseiten vorgestellte Firefox-Erweiterung Multi-Account Containers: Sie hilft, Slack, Gmail mit meinem Job-Account und das berufliche CMS in eine separate Umgebung zu verbannen. Das sind jedenfalls die Tipps: „Homeoffice, Level 2“ weiterlesen