Fünf grossartige Tricks für Firefox

Es gibt genügend Gründe, nicht den Chrome-Browser von Google zu verwenden. Einige davon gibt es in dieser hochkarätigen Tippsammlung.

Ich bin kein Missionar. Aber wenn ich einer wäre, dann würde ich versuchen, all die Chrome-Anwender zu bekehren. Denn es gibt drei Gründe, Chrome nicht zu verwenden: Erstens, weil er von Google kommt und er Google hilft, das Web zu dominieren. Zweitens, weil er nicht besonders benutzerfreundlich ist. Und drittens, weil Firefox besser ist.

Um das zu begründen, einige Tipps zu Firefox:

Die unglaublich nützliche, schnelle Suche

In den Einstellungen bei Suche im Abschnitt Ein-Klick-Suchmaschinen lassen sich Schlüsselwörter für die hinterlegten Suchmaschinen einrichten (Schneller googeln und bingen geht nicht). Ich habe beispielsweise das Schlüssel-«Wort» w für Wikipedia hinterlegt. Damit kann ich einfach und schnell beim freien Lexikon suchen. Dazu verwende ich das Kürzel und den Suchbegriff, also zum Beispiel: „Fünf grossartige Tricks für Firefox“ weiterlesen

Heute kein Covid-19. Heute kein Trump.

Die Login-Allianz hat eine Chance verpasst: Den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit zu geben festzulegen, womit sie nicht behelligt werden möchten. Lässt sich dieses Versäumnis ausbügeln?

Seit Ende letzten Jahres gibt es die Login-Allianz.  Sie soll die Nutzer von Schweizer Newssites dazu bringen, sich zu registrieren, um die Angebote zu nutzen. Tamedia, Ringier, CH Media und NZZ sind beteiligt, und auch wenn es wegen Corona in letzter Zeit still um dieses Unternehmen geworden ist, soll es weitergehen.

In der «Werbewoche» war Ende Juni zu lesen, dass das Single Sign-on 2021 kommen soll. Single Sign-on bedeutet, dass sich der Nutzer nur einmal registrieren muss, um sich bei allen beteiligten Titeln einloggen zu können. Derzeit sind es rund 30 Medienmarken, die zur Allianz gehören.

Mit der Einführung des Universal-Logins wird die Registrierung nicht mehr freiwillig sein, sondern obligatorisch. Und auch SRF will daran teilnehmen; Ende 2020 soll dort die Amneldemaske Einzug halten.

Für die Idee hinter der Login-Allianz habe ich ein gewisses Verständnis: Es ist die Einsicht, dass man die Mediennutzern die Gratismentalität nur dann abgewöhnt, wenn die grossen Medienhäuser gemeinsam auftreten und gewisse Schranken vor die Inhalte setzen. Auch für das Interesse an Nutzerdaten habe ich absatzweise Verständnis. „Heute kein Covid-19. Heute kein Trump.“ weiterlesen

Trick 17 für Webvideos

Eine nützliche neue Funktion in Firefox – die auch in Safari und mit etwas Trickserei, sogar in Chrome und Edge zur Verfügung steht.

Seit Firefox Version 71 gibt es die nützliche Funktion, die Mozilla Bild-im-Bild nennt. Die Bezeichnung ergibt meines Erachtens keinerlei Sinn: Ich verstehe darunter ein Fernsehbild, in das ein kleineres Video eingeklinkt ist.

Dank Wikipedia wissen wir sogar, dass die US-Fernsehzuschauer das zum ersten Mal bei den olympischen Spielen 1976 zu sehen bekommen haben. Bei der Eröffnung wurde eine Nahaufnahme der olympischen Flamme eingeblendet. 1983 konnten die Besitzer teurer Philips-Fernsehgeräte selbst ein zweites Programm auf den Bildschirm bringen; wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe, musste man dafür aber einen Extra-Receiver anschliessen. Alles reichlich kompliziert – da verwendet man heute lieber das Smartphone als second screen.

Wie auch immer: Was Mozilla meint, ist eine Art Popout-Funktion: Man kann ein Webvideo aus der Website herauslösen. Es lässt sich nicht nur ausserhalb der Webseite platzieren, sondern auch ausserhalb des Browserfensters.

Das ist überaus praktisch: Man kann ein Video verfolgen, ohne dass man den Reiter mit der dazugehörigen Website offen halten müsste. „Trick 17 für Webvideos“ weiterlesen

Was die Erweiterungen bei Firefox für Android taugen

Firefox für Android lässt darauf hoffen, dass die Browser-Erweiterungen endlich auch beim Smartphone Einzug halten. Allerdings bringt ein erster Augenschein auch Ernüchterung.

Warum gibt es für die mobilen Browser keine Erweiterungen? Darüber wundere ich mich seit Jahren. Und ja, mir ist klar, dass die meisten Leute von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen und sie darum auf den mobilen Plattformen auch nicht vermissen. Aber ich schätze die Möglichkeit, jenes Programm, in dem ich mit Abstand den grössten Teil meiner Arbeit verrichte, mit individuellen Funktionen ausrüsten zu können.

Es leuchtet natürlich ein, dass sich die Browser auf den mobilen Geräten nicht so einfach erweitern lassen wie am Desktop. Es gibt allerhand Einschränkungen: Der Platz für zusätzliche Befehle ist am Smartphone beschränkt. Die Erweiterungen müssten sich sinnvoll per Touch bedienen lassen. Es gibt Limiten bei den Ressourcen, und die Gefahr, dass zu anspruchsvolle oder schlecht programmierte Add-ons das Nutzerlerlebnis negativ beeinflussen, ist gross.

Beim iPhone und iPad kommt ein erschwerender Faktor hinzu. „Was die Erweiterungen bei Firefox für Android taugen“ weiterlesen

Ein Lektor direkt im Browser

Es gibt in den gängigen Browsern eine eingebaute Rechtschreibkorrektur (hier die für Firefox). Das ist für die meisten Nutzer ganz okay. Doch wenn man, wie ich, ständig lange Mails, noch längere Blogbeiträge und Newsartikel von vernünftigem Umfang verfasst, dann wünscht man sich ein bisschen mehr als eine simple Rechtschreibkorrektur.

Zum Beispiel ein Synonymen-Wörterbuch. Ich brauche gerne openthesaurus.de (siehe Der freundliche Korrektor im Netz). Diesen Dienst gibt es eben nicht direkt im Browser eingebaut. Ich habe mich seinerzeit nach Alternativen umgeschaut und auch einige Erweiterungen gefunden (siehe Die schnelle Wörterbuchrecherche). Die damals vorgestellte Erweiterung Korpus lexical ist zwar leistungsfähig, aber für meinen Geschmack etwas zu kompliziert in der Nutzung.

Darum habe ich mich gefreut, dass ich neulich auf die Erweiterung von Language Tool gestossen bin. „Ein Lektor direkt im Browser“ weiterlesen

Ein VPN direkt in Firefox

Die Mozilla-Stiftung ist seit längerem dabei, den Firefox-Browser auf Sicherheit und Datenschutz zu trimmen. Absolut naheliegend: Das sind die Bereiche, in denen die Konkurrenz zwangsläufig weniger zu bieten hat.

Oder kann sich jemand vorstellen, dass Google alles tut, um mit Chrome den Datensammlern das Leben zu erschweren? Eben. Und auch Microsoft ist nicht als der Vorzeige-Datenschützer bekannt. Am ehesten würde ich in dieser Rolle Apple trauen. Aber Safari gibt es nicht für Windows. Und er hat mir auch bezüglich Erweiterungen zu wenig zu bieten.

Die neueste Errungenschaft der Mozilla-Stiftung ist das Firefox Private Network: Ein VPN, das künftig vielleicht direkt im Browser eingebaut ist. Zur Erinnerung: Ein VPN ist ein Mechanismus, um die Identität im Netz zu verschleiern. „Ein VPN direkt in Firefox“ weiterlesen

Ein nützlicher Trick für Gmail und die G-Suite

Für heute habe ich ein kleines Geschenk für euch: Nämlich einen Gmail-Tipp, der euch wahrscheinlich das Leben leichter macht – so wie mir.

Folgende Ausgangslage: Ich habe zwei GMail-Konten. Ein privates, das mir für jene Dinge dient, die ich nicht in meinem richtigen Mailkonto haben will. Und ein geschäftliches, das zum G-Suite-Account meines Arbeitgebers gehört.

Wenn ich nun in meinem Browser «gmail.com» aufrufe, kommt garantiert erst das falsche Konto. Normalerweise will ich zu meinem Geschäftskonto, lande aber erst in meinem privaten. Woraufhin ich rechts oben auf mein Köpfchen klicken und aus der Liste das gesuchte auswählen muss. Sollte es zufälligerweise einmal so sein, dass ich tatsächlich etwas von meinem privaten Gmail-Konto will, dann läuft es garantiert umgekehrt. Dann lande ich – warum auch immer – für einmal zuerst in der Tamedia-Mailbox.

Das ist nervig. Es gibt nun mehrere Methoden, es zu verhindern. „Ein nützlicher Trick für Gmail und die G-Suite“ weiterlesen

Die drei Kinder von Firefox

Pale Moon: Firefox, in der Zeit stehen geblieben.

Neulich bin ich einem Browser namens Pale Moon begegnet. Er verspricht ein eigenständiges Browsererlebnis («A browsing experience in a browser completely built from its own») und eine gute Balance zwischen breiter Anwendbarkeit, Leistung und technischer Förderung des Webs.

Das klang spannend genug, um den Browser auszuprobieren. Nach dem Start stellte sich bei mir allerdings Ernüchterung ein. Pale Moon sieht aus wie Firefox vor sieben, acht Jahren. Es gibt das Menü in der linken, oberen Ecke, das bei Firefox vor Jahren verschwunden ist. Und die Reiterlaschen sitzen direkt auf dem oberen Fensterrand – nicht wie bei Firefox jetzt über der Adressleiste.

Wenn man bei Wikipedia nachliest, dann erfährt man, dass Pale Moon eine Code-Abspaltung (Fork) von Firefox ist. 2009 wurde sie ins Leben gerufen und seit Firefox-Version 12 (April 2012) wird sie unabhängig gepflegt.

Dieser eigenständige Weg hat gewisse Vorteile: „Die drei Kinder von Firefox“ weiterlesen

Den Datensammlern eine lange Nase!

Ich hatte letzthin eine Cookie-Erfahrung, die mich nachhaltig traumatisiert hat. Um mich zu therapieren, habe ich die Erkenntnisse zum Thema auf den neuesten Stand gebracht: Was den Trackingschutz angeht, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht: Wer mit einem Desktop-Computer im Netz unterwegs ist, hat inzwischen sehr gute Instrumente zur Verfügung. Das gilt selbst für die Leute, die keine Lust haben, Browser-Erweiterungen (wie zum Beispiel Ghostery) zu installieren. Man muss allerdings gewillt sein, Firefox zu benutzen. Denn während sich die Browser in vielen Bereichen nicht gross unterscheiden, sind die Funktionen zum Datenschutz bei Firefox ein echtes Unterscheidungsmerkmal.

Das ist auch kein Wunder: Denn die Mozilla-Stiftung ist in der idealen Position, eine harte Linie zu fahren. Anders als zum Beispiel Google, wo das Datensammeln zum Kern der Geschäftstätigkeit gehört. Und auch Apple kann es sich leisten, Haltung zu zeigen.

Firefox jedenfalls hat die Schutzfunktionen in der letzten Zeit kontinuierlich ausgebaut. Die Version 70 von Safari Firefox bringt noch einmal einen wichtigen Schritt. „Den Datensammlern eine lange Nase!“ weiterlesen

Saure Gurken für Firefox-Fans

Ich habe euch gestern im Beitrag Noch mehr Pfupf fürs Birchermüesli eine Übersicht aller Erweiterungen versprochen, die ich im Moment in meinen Browsern nutze. Das ist natürlich so eine Art Saure-Gurken-Meldung des Tech-Bloggings – darum auch die saure Gurke im Beitragsbild. Aber vielleicht auch nicht. Die Erweiterungen sind nämlich wirklich nützlich.

Also, in Firefox – wo ich diese tollen Erweiterungen nutze – klickt man auf das Menü mit den drei Strichen rechts oben, betätigt dann den Befehl Add-ons, und landet dann bei der Seite Erweiterungen verwalten (about:addons). Der Umgang mit Erweiterungen ist im Hilfebeitrag Add-ons finden und installieren und damit Firefox anpassen beschrieben. Und bevor ihr fragt: Ja, man wird Add-ons auch problemlos wieder los: Add-ons deaktivieren oder deinstallieren.

Und falls ihr keine Erweiterungen nutzt, dann solltet ihr das unbedingt tun. Ich halte das für eine der besten Erfindungen überhaupt: „Saure Gurken für Firefox-Fans“ weiterlesen