Das stille Sterben bei Crowdfunding-Kampagnen

Vor einiger Zeit hatten wir im Nerdfunk eine Sendung, wo ich meinen überaus miesen Leistungsausweis in Sachen Crowdfundung offenlegen musste. Ich habe so einige Projekte unterstützt, die nicht vom Fleck gekommen sind.

Die grösste Pleite war Arkyd, das Weltraumteleskop für jedermann. Die «Süddeutsche Zeitung» hat seinerzeit über dieses Projekt geschrieben:

Neben dem digitalen Porträt mit der Erde als Hintergrund, das ab 25 Dollar (etwa 19 Euro) zu haben ist, hat Planetary Resources daher noch weitere Anreize im Angebot. Für 99 Dollar können Unterstützer zum Beispiel fünf Minuten Beobachtungszeit auf dem Teleskop namens Arkyd kaufen und an Schüler oder Forscher weitergeben. Und für 200 Dollar dürfen Interessenten Arkyd sogar selbst ins All richten (nur nicht auf die Sonne) und ein Bild für ihr Fotoalbum schiessen.

1,5 Millionen haben die Initianten eingesammelt. Sie haben es aber nicht geschafft, das Projekt durchzuziehen. Warum, ist mir nicht so richtig klar geworden. Wahrscheinlich war das Projekt einfach zu ambitioniert. Immerhin: Man hat dort sein Geld zurückbekommen.

Doch es ist nicht immer so, dass Projekte offiziell scheitern und die Initianten hinstehen, und sagen, was Sache ist. Mehrere Projekte, in die ich ein bisschen Geld gesteckt habe, hängen seit Jahren in der Schwebe. Für tot oder zum Misserfolg erklärt wurden sie nicht. Aber es geht nichts voran.

Ein solcher Fall ist «Wires for Empathy». „Das stille Sterben bei Crowdfunding-Kampagnen“ weiterlesen

Zeit, dass sich was dreht

Sich mal als Risikokapitalgeber fühlen? Dank Crowdfunding weder für Hinz noch für Kunz ein Problem. Man sucht sich ein nettes Projekt, gibt ein paar Franken und kann sich dann damit brüsten, etwas für die Wirtschaft und für die Startup-Szene getan zu haben. Und ganz nebenbei zeigt man den Banken eine lange Nase. Die haben zwar das Geld, doch sie würden den Teufel tun, es aufstrebenden Jungunternehmern anzuvertrauen. Darum springen wir als Schwarmfinanzierer in die Lücke und machen jene Produkte möglich, von denen wir finden, dass die Welt sie braucht.

Ich habe es wieder einmal gewagt, trotz meines mehr als betrüblichen Leistungsausweises. Die meisten Projekte, die ich unterstütze, sind gescheitert oder noch Jahre später in der Schwebe. Doch heute darf ich von einem erfolgreichen Projekt berichten.

Das ist der Pivo Pod: Das ist eine Stativhalterung fürs Smartphone. So weit, so unspektakulär. Der Clou ist, dass sie sich auch noch um die eigene Achse drehen kann. Das ermöglicht eine Reihe von Spezialtricks:
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Der Nerd-Router

Ich habe versprochen, den Turris Omnia-Router (Amazon Affiliate) zu besprechen, den ich seit meinem Umstieg auf Glasfaser und dem Wechsel von der UPC zu Init7 nutze.

Nun, im Grunde habe ich die Möglichkeiten noch nicht so weit durchdrungen, als dass ich hier die abschliessende Besprechung liefern könnte. Aber das würde den Rahmen eines Blog-Beitrags eh sprengen – da wäre ein Buch gefragt. Also ein extrem anachronistisches Medium. Im Blog-Zeitalter darf man seine Weisheit auch häppchenweise servieren. Darum gibt es hier eventuell auch Nachfolge-Beiträge, wenn sich epochemachende Erkenntnisse auftun.

Also, dieser Router funktioniert auf den ersten Blick wie ein normaler Router. „Der Nerd-Router“ weiterlesen

Effekthascherei, schwebende Lautsprecher, Memes

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Wirkt wie mit einem Lensbaby-Objektiv fotografiert, doch dieser Unschärfe-Effekt ist per Software entstanden. (Un beso antes de que nos lleve el viento von Eleazar/Flickr.com, CC BY 2.0)

So langsam beginnt es mit den Dingen, die man zum letzten Mal im alten Jahr tut. Zum Beispiel steht zum letzten Mal 2016 ein Posting in dieser Selbstbeweihräucherungsrubrik an – was daran liegt, dass auch Publisher.ch für dieses Jahr mit den Ausgaben durch ist.

Da ist der Highlight-Beitrag vermutlich der hier: Ein halbes Gigabyte an Photoshop-Gold! Das Gold sind die Photoshop-Plugins von Nik Software. Die enthalten extrem vielseitige Werkzeug zur Minderung des Bildrauschens, Optimierung von Farbe, Kontrast, Sättigung und Struktur, für Bildreihen und das Tone Mapping, zur Simulation alter Filme und Kameras. Es gibt unzählige Entwicklungs-, Einfärb- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten, zur Wandlung nach Schwarzweiss und zum Schärfen der Bilder. Diese Tools kosteten bis vor Kurzem Hunderte von Franken. Da Google Nik Software gekauft hat und offenbar nichts mit dem Unternehmen anzufangen weiss, sind sie jetzt gratis.

Und das sind die anderen Beiträge aus dem Publisher: „Effekthascherei, schwebende Lautsprecher, Memes“ weiterlesen