Bloggen vom iPad

Während meiner Ferien war ich kein besonders fleissiger Blogger. Immerhin, zwei Beiträge habe ich abgesetzt. Der eine aus dem Hotel und der andere aus dem Flughafen Stockholm – über den mit einer SIM-Karte von Telenor bestückten bewährten mobilen WLAN-Hotspot (99 SEK für 7 Tage bzw. 5 GB Daten).

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Tippen am Flughafen Stockholm. (Und ja, ich lecke mir gerade über die Lippen. Wahrscheinlich, weil mir gerade eine besonders knusprige Formulierung gelungen ist.)

Zum Bloggen habe ich das iPad mini verwendet. Ohne externe Tastatur, dafür mit der Ruhe und Geduld, die man sich während entspannenden Ferien zwangsläufig aneignet. Ausserdem durfte ich die Feststellung machen, dass sich die langsamere Tippgeschwindigkeit nicht zwangsläufig negativ bemerkbar macht. Wenn ich mit zehn Fingern tippe, kommt gelegentlich das Denken nicht mehr hinterher. Was dazu führt, dass ich ganze Sätze oder Abschnitte lösche und umformuliere.
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Warum man besser selber bloggt

Eine Frau Wyss hat mir neulich ein Mail geschrieben, in dem sie mir folgendes Angebot machte:

Hätten Sie Interesse daran, einen Gastbeitrag auf Ihrer Website zu veröffentlichen, der einen Text-Link zurück zu der Website unseres Kunden beinhaltet?
Unser Kunde ist ein namhafter Online Casino Anbieter.
Der Artikel ist gut geschrieben, informativ, unterhaltsam und einzigartig. Ich wäre auch gerne bereit, Ihnen einen Betrag für die Platzierung zu bezahlen.

Kein Interesse. Das Motto dieses Auftritts lautet schliesslich: «Hier bloggt der Chef persönlich».

Gastbeiträge können das Google-Ranking gefährden.

Wenig später trudelte das Mail einer Frau Weyershausen ein. Sie schrieb folgendes:
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Tempo Teufel beim Bloggen

Bloggen ist noch nicht die erste Bürgerpflicht, müsste es aber eigentlich sein. Denn das Internet ist nun einmal dazu da, mit Ergüssen zu allen möglichen und unmöglichen Themen gefüllt zu werden.

Ein Problem kennen viele Blogger: Das ist die Zeit, die man nie so üppig zur Verfügung hat, wie es für die gründliche Themensuche, für Recherche und sorgfältiges Formulieren nötig wäre. Darum scheint es mir zentral, den Prozess des Bloggens möglichst effizient zu gestalten. Und für mich heisst das, den Text mit Maximaltempo zu erfassen.

Der Editor meines Blogs ist da nicht sonderlich hilfreich. Es gibt zwar Schaltflächen für fette Schrift, für Quotes und für Code. Doch die mit der Maus zu betätigen, widerspricht der Tempodoktrin. Formatierungen müssen unbedingt per Tastaturkürzel hinzugefügt werden können, was aber leider nicht möglich ist. Ich habe mir drum zwei Methoden ausgedacht, wie man dieses Manko ausbügelt.

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PhraseExpress generiert automatisch HTML-Auszeichnungen und Links.

Zum einen per Word. Wenn man seine Texte in Word schreibt, kann man den BBCode hinterher komfortabel per Makro generieren. Das habe ich im Beitrag Geschickt suchen und klever ersetzen beschrieben. Eine alternative dazu sind Makros, die während der Texteingabe den passenden Code erzeugen. „Tempo Teufel beim Bloggen“ weiterlesen

Guten Tag, dürfen wir Sie kaufen?

Eine Anfrage über die Kontaktfunktion:

Name: Lena Schmidt
Email: sales@teliad.de
WWW: http://www.teliad.de
Content: Sehr geehrte Damen und Herren,
ich heiße Lena Schmidt und arbeite als Account Manager International bei teliad. Bei der Suche nach interessanten Webseiten bin ich auf Ihren Blog aufmerksam geworden.
Die Beiträge sind sehr informativ und interessant. Bieten Sie auf dem Blog denn die Möglichkeit, redaktionelle Beiträge käuflich zu erwerben?
Damit meine ich, dass Sie quasi nach Absprache über ein bestimmtes Produkt, eine Dienstleistung oder eine Webseite schreiben und dafür dann vergütet werden. Selbstverständlich ohne feste Vorgabe von konkreten Inhalten/Empfehlungen.
Falls das für Sie von Interesse ist, freue ich mich über Ihre Rückmeldung. Gerne können Sie sich auch direkt (kostenlos) auf teliad.de anmelden und Ihren Blog dort für die Vermarktung einstellen.
Vielen Dank und freundliche Grüße
Lena Schmidt

Ich gebe die Antwort gerne öffentlich: Nein, es gibt auf diesem Blog keine Möglichkeit, redaktionelle Beiträge zu kaufen.

Was ist denn so interessant an euren Blogs?

Die im Titel gestellte Frage klingt provokativ, was natürlich Absicht ist. Provokative Headlines werden eher angeklickt als sachliche oder neutrale. Wir Internetnutzer lassen uns eben leicht verführen – durch sensationsheischende Schlagzeilen und durch nackte Menschen. Entsprechnd werden beide Mittel gern eingesetzt, um im Netz oder in den alten Medien Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich setze darum den Trick mit der Provokation ab und zu auch ein. Aber, so bilde ich mir ein, immer mit einem ironischen Augenzwinkern. Denn sonst käme ich mir billig und dreckig vor. Wenn man im Titel etwas verspricht, das man im Text nicht einlösen kann, dann hat man als Schreiber versagt. Finde ich. Ausserdem ist im Internet inzwischen fast alles Boulevard, und das ist schade.

Zurück zur Ausgangsfrage: Was ist so interessant an euren Blogs? Oder anders gefragt: Was interessiert die Leserinnen und Leser an eurem Blog? Das, was ihr denkt? Oder schwingen gewisse Themen in der Publikumsgunst völlig überraschend obenaus? Und interessiert euch diese Frage überhaupt?

Mich interessiert sie halb. Einerseits wähle ich in diesem Blog die Themen aus, wie sie mir gerade einfallen und wie sie mich selbst interessieren. Ich richte mich somit nicht wirklich nach der Nachfrage. Andererseits will ich natürlich auch nicht ins Leere hinausschreiben und das Internet mit (noch mehr) Geseier vollstopfen, das keinen interessiert. Darum sehe ich mir ab und zu die Einschaltquoten an. Und natürlich bin ich auch einfach neugierig auf mein Publikum und dessen Interessen.

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