Der Rede wert

Das Programm Synchronizer von Aborange nutze ich, seit ich Datensicherungen mache. Und weil ich früher zum Backupper wurde als zum Blogger, bin ich wahrscheinlich noch nie auf die Idee gekommen, das Programm ausführlich vorzustellen. Denn ein Instrument, das man seit Jahr und Tag klaglos nutzt, scheint irgendwie nicht der Rede wert.

131119-synchronizer01.png
Die zu bewegenden Dateien.

Dabei ist doch genau das ein Grund, es einmal prominent zu erwähnen. Denn Synchronizer macht genau das, was es soll. Und es hat obendrein umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Was es allerdings nicht hat, ist eine fancy Benutzeroberfläche. Das Programm sieht so aus, wie Windows-Shareware-Programme ausgesehen haben, als noch niemand von Tablets, Apps, Flat Design und anderem neumöödigem Zeug geredet hat. (Apropos Oberfläche: Via Extras > Einstellungen kann man zwischen Standard und Office 2003 wählen. Von Office 2003 ist indes dringend abzuraten.)

Die Idee ist die übliche: Das Programm stellt Gleichstand zwischen zwei Verzeichnissen her. Das heisst: Die Dateien, die im einen Verzeichnis nicht oder in älterer Form vorhanden sind, werden kopiert. Nach der Aktion hat man in beiden Verzeichnissen die gleiche Zahl an Dateien des gleichen Inhalts.
„Der Rede wert“ weiterlesen

Textwäsche

Es ist unglaublich, wie viel Unfug man mit Texten anstellen kann. Und das meine ich jetzt noch nicht einmal inhaltlich – dort erstreckt sich das Feld der Missbrauchsmöglichkeiten unendlich in alle Richtungen. Nein, ich spreche von formalen Problemen: Doppelte Leerzeichen, unnötige harte Zeilenumbrüche, Leerzeilen, Zeichensalat – letzterer ist quasi unvermeidlich, wenn man es mit Texten zu tun bekommt, die per Mail übermittelt wurden. Hier werden Texte manchmal bis zur Unkenntlichkeit verhunzt, indem sie eingerückt, hart umbrochen und mit falschen Zeichencodierungen durchsetzt werden.

Hier hilft auf dem Mac ein Programm namens Textsoap. Es stellt eine Latte von automatischen Cleaners zur Verfügung – also gewissermassen Besen, mit denen man seine Texte ausscheuert. Diese Cleaners sind in zwölf Kategorien unterteilt. In der Kategorie Standard findet man die üblichen Methoden zur Bereinigung von Textdokumenten: Man entfernt mehrfache Leerzeilen, Zitat-Zeichen wie >, Tabulatoren, räumt Absätze auf, bereinigt die Anführungszeichen und und passt die Gross-/Kleinschreibung an.

130708-textsoap01.jpg
Den Text sauber schrubben.
„Textwäsche“ weiterlesen

Der HTML-Hack für InDesign

Eines meiner ehrenvollsten Ämter überhaupt ist es, der Webmaster von dorfposcht.ch zu sein. Dort bringe ich das sechsmal jährlich erscheinende Mitteilungsorgan von Thalheim-Gütighausen ins Internet – und das nun schon seit 16 Jahren. Die Ausgaben werden in InDesign gelayoutet und sollen möglichst schnörkellos im Web landen, damit die Heimweh-Thalheimer auch etwas davon haben. Und weil das über die Jahre ein schönes Archiv zu den Dorfaktivitäten gibt.

130603-textcrawler01.jpg
TextCrawler – darf in keinem Webmaster-Haushalt fehlen.

Für mich als Webmaster stellt sich nun die Aufgabe, die Beiträge aus der InDesign-Satzdatei mit möglichst wenig Aufwand ins Web zu bringen. In einer professionellen Umgebung, namentlich wenn man ein Redaktionssystem zur Verfügung hat, würde man mit XML und entsprechenden Umformungen arbeiten. Das ist für uns aber mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Mein Ziel ist ein möglichst robuster Weg, bei dem ich obendrein sehr schnell ans Ziel komme.
„Der HTML-Hack für InDesign“ weiterlesen

Das Dienste-Menü mit eigenen Befehlen bestücken

Apples Betriebssystem stellt über die Dienste nützliche Automatisierungsbefehle bereit. Die Palette der Funktionen lässt sich flexibel erweitern – wenn man sich an Automator heranwagt.

Die so genannten Dienste bei Mac OS X stellen global Funktionen bereit, die man in allen Programmen nutzen kann – soweit das sinnvoll ist. In Programmen, bei denen man mit Text hantiert, gibt es im Dienstemenü die Möglichkeit, die markierte Passage mit Google zu suchen oder im Lexikon nachzuschlagen. Es ist auch möglich, den markierten Text in eine neue Mailnachricht zu übernehmen oder als Notiz abzulegen.

121119-osx-dienste01.jpg
Mails versenden à la carte – Automator spart bei Routinearbeiten Zeit und manuelle Tätigkeiten.

Bei Programmen, in denen man es mit Dateien zu tun hat, kann man das markierte File als Attachment an ein Mail anhängen. Und wenn Bilder mit im Spiel sind, kann man diese ohne weitere Umstände als Bildschirmhintergrund einrichten oder in iPhoto importieren. Anwendungsprogramme können eigene Befehle in dem Menü registrieren und so Funktionen in anderen Programmen zur Verfügung stellen. GraphicConverter, BetterZip, TextWrangler oder SymbolicLinker sind Programme, die das beispielsweise tun.
„Das Dienste-Menü mit eigenen Befehlen bestücken“ weiterlesen

Aus allen Sozialmedia-Rohren schiessen

Der Dienst seesmic.com veröffentlicht Beiträge parallel in verschiedenen sozialen Medien – sofort oder zeitversetzt.

Facebook, Twitter, Google Plus – die steigende Zahl der Plattformen macht das Social-media-Leben nicht einfacher. Stellt alle seine Beiträge überall online? Oder verteilt man seine Beiträge differenziert?

120711-seesmic01.jpg
Mit Seesmic auf allen Kanälen Präsenz markieren.

Das Giesskannenprinzip spart Zeit, hat aber auch Nachteile: Leute, mit denen man es auf verschiedenen Plattformen zu tun hat, sehen die Nachrichten mehrfach. Man verschenkt die Chance, die spezifischen Merkmale einer Plattform zu nutzen – bei Twitter beispielsweise die Hashtags und bei Facebook die Möglichkeit, bei der Veröffentlichung eines Links den Titel zu editieren und das Bild auszuwählen. Und natürlich sollte man berücksichtigen, dass jede Plattform ihr eigenes Publikum hat, und diesem Umstand sowohl bei den Inhalten, die Häufigkeit der Veröffentlichungen und beim Ton Rechnung tragen.
„Aus allen Sozialmedia-Rohren schiessen“ weiterlesen

Blitzartige Massenbildbearbeitung

Das Gratis-Windows-Programm BatchBlitz vereinfacht wiederkehrende Bildbearbeitungsaufgaben. Als Task gespeichert, können die Befehlsabfolgen einfach rezykliert und auf eine beliebige Zahl Bilder angewandt werden.

Blitz ist eines der deutschen Wörter, die es als Leihwörter in den englischen Sprachschatz geschafft haben. Das kann bei BatchBlitz zu Verwirrungen führen, denn trotz der deutschen Anleihe im Namen ist die Benutzeroberfläche durchgehend englisch.

Das Programm tut jedenfalls das, was man von ihm erwartet: Es bearbeitet Bilder schnell, und als Batch, also stapelweise. Nach dem Start klickt man auf die Schaltfläche mit dem leeren Blatt, um einen neuen Task einzurichten. Es gibt drei Optionen Empty, Standard und Full. Die Entscheidung hier bewirkt, wie viele Befehle bei Action bereits eingetragen sein werden. Wenn man genau weiss, was man tun möchte, kann man problemlos mit Empty starten. Um das Programm kennenzulernen, ist Full nicht verkehrt.
„Blitzartige Massenbildbearbeitung“ weiterlesen

Videos batchweise ins richtige Format überführen

HandBrake ist ein vielseitiges Videokonvertierungsprogramm, das mit einem Zusatzprogramm auch eine grössere Zahl an Clips ins passende Format fürs iPhone oder den Apple TV wandelt.

Videos kann man sich bestens via iOS-Gerät oder auch per Apple TV zu Gemüt führen. Der Nachteil – Apple unterstützt längst nicht alle Videoformate. Auch wenn ein anderer Parameter wie die Auflösung oder Bildrate nicht passt, kann eine Umwandlung notwendig sein.

Diese Umwandlung heisst technisch Transcodierung und ist eine anspruchsvolle Angelegenheit. Die Umwandlung sollte nicht nur genau gemäss den Anforderungen, sondern auch einigermassen flott erfolgen. Und da hat Handbrake (für Windows und Mac erhältlich unter handbrake.fr) absolut zu Recht einen sehr guten Ruf: Man kann zwar sämtliche Einstellungen manuell steuern – aber über die diversen Profile für iPhone, iPad, Apple TV und Apple TV 2 wählt man per Mausklick die korrekten Settings.
„Videos batchweise ins richtige Format überführen“ weiterlesen

Mein ganz persönlicher Twitter-Bot

Kollega Zedi hat mich neulich mit der Nase auf einen lustigen Online-Dienst ifttt.com gestossen, der augenblicklich den Tüftler in mir ansprach. Er geht in die gleiche Richtung wie Yahoo Pipes (hier beschrieben), ist aber viel einfacher. Man kann ähnliche Dinge tun wie mit Friendfeed (hier beschrieben), aber viel leistungsfähiger.

Wie die Puzzleteile zusammenfinden
Da ich vor einiger Zeit das Twitter-Handle @MSchuessler reserviert hatte, ohne dass ich etwas damit anzufangen gewusst hätte, kam ich nun auf die Idee, einen kleinen ifttt.com-Bot aufzusetzen, der meinen Internetkram automatisch vertwittert. ifttt steht für «if this then that». Zu deutsch: Wenn dies passiert, mache das. Es gibt Trigger, die als Auslöser einer Aktion fungieren. Trigger werden über Kanäle (Channels) eingefügt. Es gibt 38 Kanäle, u.a. Flickr, Instagram, Google Calendar, Youtube, Börsenkurse, Mail, SMS, Dropbox, Facebook, Twitter, Instapaper, WordPress und Datum und Zeit. „Mein ganz persönlicher Twitter-Bot“ weiterlesen

Ein ausgebuffter Datenschieber

Robocopy ist ein leistungsfähiges Programm zum Kopieren, Verschieben und Verwalten von Dateien. Es läuft an der Befehlszeile von Windows 7 und Vista – was überhaupt kein Nachteil ist.

Die Befehlszeile heisst bei Windows «Eingabeaufforderung» und wirkt auf manche Benutzer wie ein Relikt aus der Computer-Steinzeit. Das ist natürlich unvermeidlich, zeigt doch die Befehlszeile einen Prompt an, wie man ihn seit 30 Jahren von DOS kennt – das «Disk Operating System», das zusammen mit dem Intel-kompatiblen PC gross wurde, hatte übrigens im Juni dieses Jahres seinen 30 Geburtstag.

In der Befehlszeile von Windows 7 und Vista steckt kein DOS mehr. Dafür schlummern dort enorm leistungsfähige Befehle. Beispielsweise der Befehl robocopy. Er enthält eine Anspielung an Paul Verhoevens Film aus dem Jahr 1987, was für Microsoft eine untypische Namensgebung, aber insofern passend ist, dass er im Dateisystem schonungslos aufräumt – wenn man ihn denn richtig einzusetzen weiss. „Ein ausgebuffter Datenschieber“ weiterlesen

Ich sag zum Abschied leise Batch-Datei

Für diesen Beitrag habe ich in meinen Kategorien extra den Eintrag «Nerdpost» eingerichtet. Sie ist den Tipps vorbehalten, die ich mit gutem Gewissen nicht in der Kummerbox des Tagesanzeiger veröffentlichen kann, weil ich mir sonst zu Recht die Frage gefallen muss, ob ich denn noch bei Trost sei.
In meinem Blog habe ich diesbezüglich keine Scham: Da nehme ich Worte wie Editor für lokale Gruppenrichtlinien in den Mund, ohne dabei rot zu werden. Denn so umständlich das Ding auch benannt ist und so undurchsichtig Microsoft es gestrickt hat: Es kann nützliche Dinge bewirken.
Also, nachdem das zu erwartende Schmerzlevel in diesem Nerdpost nun geklärt ist, zu der eigentlichen Angelegenheit:
Es ist ja so, dass man bei Windows ohne Aufwand Programme automatisch starten kann. Man tut dazu nichts anderes, als eine Verknüpfung zu diesem Programm in den Ordner Alle Programme > Autostart zu legen. Nun möchten viele Leute (ich, zum Beispiel) aber auch Dinge beim Abschalten automatisch in Betrieb setzen. Das klassische Beispiel dafür ist die Datensicherung. Die soll automatisch beim Herunterfahren durchgeführt werden.
„Ich sag zum Abschied leise Batch-Datei“ weiterlesen