Im deutschsprachigen Raum wurde das Hörbuch lange Jahre sträflich vernachlässigt. Das ändert sich jetzt – zur Freude von Krimifans wie ich einer bin.
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Seit einem Jahrzehnt kaufe ich meine Hörbücher bei Audible. Wäre es nicht Zeit für einen Wechsel – zumal es bei Bookbeat Hörbücher à discrétion gibt? Ich habe mir diesen Entscheid nicht einfach gemacht.
Ich bespreche drei Bücher: Zwei überzeugen und eines habe ich eines fertig gelesen. Und dieses dritte Buch macht klar, dass J. K. Rowling auch der grösste Shitstorm nichts anhaben kann.
Dann halt ein Paperback vom Bahnhofkiosk – oder was soll man sonst tun, wenn man erst von Netflix und dann von Audible im Stich gelassen wird?
«Terminus» von Peter Clines ist ein Buch, das mich ratlos lässt. Das liegt daran, dass es auf früheren Geschichten aufbaut, die ich nicht mehr präsent habe. Eine Rekapitulation hätte geholfen.
Die rigide Kontrolle, die Apple über den Store ausübt, ist stossend: Die Machtansprüche schaden dem Nutzerkomfort, wie man bei Netflix und Spotify sieht. Die Kartellklagen sind eine logische Folge.
Ich wage einen Ausflug in die Gefilde der erotischen Literatur und bespreche «The Siren and the Sword» von Cecilia Tan. Plakativ gesagt, ist mir dabei keiner abgegangen.
Trotz guter Gegenargumente gibt es an dieser Stelle eine Besprechung von «Night Film» («Die amerikanische Nacht») von Marisha Pessl: Es handelt von einem Regisseur, der so düstere Filme dreht, dass sie nicht mehr im Kino landen. Ist er auch im richtigen Leben keine Frohnatur?
Ein exemplarisches Beispiel über den Unfug mit Verlagsrechten: Bei der Krimiserie von Michael Ridpath bekommt man hierzulande nur die ersten Folgen zu lesen – die letzten Bücher sind digital nicht erhältlich.
Bücher werden im Schnitt hochwertig produziert. Hörbücher leider nicht. Wie Audible mit Figurenverzeichnissen und anderen Orientierungshilfen das E-Book-Vergnügen vergrössern könnte.
Wenn ich mich als Beispiel nehmen darf, würde ich gern aufzeigen, wie sich meine Lesegewohnheiten verändert haben – und Tipps abgeben, wie die Verleger darauf reagieren sollten.
In der Tolino-App der deutschen Buchverleger gibt es jetzt auch Hörbücher. Ich habe mir das Angebot und die Verpackung angeschaut und komme trotz eines grossen Sympathiebonusses zum Schluss, dass sie nicht mit Audible mithalten kann.