Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung?

Ich habe ausprobiert, wie man Musik, Hörbücher und Podcasts auf die Apple Watch bekommt, um sie unterwegs offline zu hören – und bin mässig begeistert.

Eine der nützlichsten Eigenschaften von Wearables besteht darin, dass man seine Abhängigkeit vom Smartphone verringert. Und ja, mir ist klar, dass ein philosophisch angehauchter Kulturpessimist an dieser Stelle zu einer Tirade ausholen und uns erklären würde, dass wir lediglich den Teufel durch den Beelzebub austreiben, wenn wir ein Gerät durch ein anderes ersetzt. Und er würde uns erklären, dass wir von diesen Geräten kontrolliert werden und nicht umgekehrt, wie wir alle meinen.

Aber ehrlich gesagt, finde ich derlei Analysen langweilig – und letztlich auch ziemlich bemüht. Natürlich hat jedes Ding auch seine negativen Seiten. Aber mir scheint völlig unbestreitbar, dass die positiven Aspekte bei Smartphone und Co. überwiegen.

Also, zum eigentlichen Thema dieses Blogposts: Wie nutzt man die Apple Watch für Podcasts, Hörbücher und Musik, wenn man Sport betreiben möchte, ohne das Smartphone mitzuschleppen? „Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung?“ weiterlesen

Das Leben (und Apple-Watch-Wettbewerbe) sind nicht fair

Über Sinn und Unsinn (und Ungerechtigkeiten) bei Wettbewerben mit der Apple Watch.

Die Apple Watch sei «the most personal device we’ve ever created», das persönlichste Gerät, das es von Apple gibt, hat Tim Cook bei der Vorstellung 2014 gesagt.

Das ist eine Behauptung, die zumindest ein bisschen kontrovers ist. Es gibt die Leute, die Technik auf Distanz halten und sie strikt auf ihre Rolle als unpersönliches Hilfsmittel reduziert wissen wollen. Und dann gibt es die Leute, die zumindest akzeptieren, dass man diese Uhr so nah an seinen Körper heranlässt, wie sonst kein anderes Apple-Produkt.

… an dieser Stelle kann man einwerfen, dass es Leute gibt, die sich ihr Smartphone an einem Täschchen um den Hals und damit an den Busen bzw. vor das Herzen hängen. Oder meinetwegen über den Bauch. Das finde ich mehr als seltsam. Aber es ist womöglich kein Ausdruck einer sonderlich innigen Bindung zum Gerät, sondern eine pragmatische Angelegenheit. Nicht alle Leute haben Hosen mit ausreichend grossen Taschen.

Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die Apple Watch Dinge tut, die sich das iPhone nicht erlauben würde. „Das Leben (und Apple-Watch-Wettbewerbe) sind nicht fair“ weiterlesen

Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?

Eigentlich eine Frage des Datenschutzes. Doch in Zeiten wie diesen fragt man sich eher: Ist das eine probate Methode, diese Ringe zu schliessen?

Wenn man eine Smartwatch oder irgend ein Fitness-Gadget trägt, dann fällt einem irgendwann einmal ein dicker, fetter Elefant auf, der plötzlich im Raum steht. Ich will nun nicht behaupten, dass dieser Elefant ein aphrodisierendes Parfüm aufgelegt hat und Strapse trägt. Aber er ein bisschen aufreizend ist er schon. Denn es geht an dieser Stelle um den guten alten Geschlechtsverkehr.

Dieser Elefant im Raum – oder für Leute, die mit der Metapher aus dem angelsächsischen Sprachraum nicht vertraut sind – die nie gestellte, aber offensichtliche Frage zu den Smartwatches lautet: «Merkt das Ding eigentlich, wenn ich Sex habe?»

Diese Frage stellt sich für Leute, die sie für sich bejahen können  – aber auch für die Asexuellen und Enthaltsamen.

Denn ob aktiv oder nicht, es gibt in beiden Fällen Gründe, dass man das Wann und Wann-nicht und das Wie-oft oder Wie-oft-nicht für sich behalten möchte. „Trackt die Smartwatch eigentlich auch den Sex?“ weiterlesen

Garmin gegen Apple: Wer hat die bessere Sportuhr?

Neulich habe ich ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch gezogen. Und versprochen, mir die Sportfunktionen noch genauer anzusehen.

Die beiden Kontrahenten.

Denn diese Sportfunktionen sind es, die meines Erachtens einer Smartwatch heute eine echte Daseinsberechtigung geben. Viele der anderen Features sind nett und manche auch nützlich, aber nichts ist unverzichtbar. Doch wenn man mit einer gewissen Ernsthaftigkeit Sport betreibt, dann will man aufs Tracking nicht verzichten. Selbst die kleinste Leistungsverbesserung ist ein echter Ansporn. Und man will nicht auf die bragging rights verzichten.

Darum ist Garmin trotz der harten Konkurrenz erfolgreich: Sportuhren, die inzwischen sogar nach Sportarten ausdifferenziert werden. Laufen, Triathlon, Schwimmen, Tauchen, Golf, Wandern, Segeln, Fliegen, Golf – für jede dieser Disziplinen gibt es eine passende Uhr. Wahrscheinlich wäre eine solche Anpassung auch über einen Schalter in der Konfiguration möglich. Aber ich verstehe, dass sich die Marktstrategen für diesen Weg hier entschieden haben.

Also, es ist darum nichts als fair, meine Garmin Fenix 5s mit der Apple Watch Series 5 zu vergleichen – und zwar aus meiner Sicht des mittelmässig ambitionierten Hobbysportlers.

Bei der Bedienung ist die Apple Watch im Alltag praktischer. „Garmin gegen Apple: Wer hat die bessere Sportuhr?“ weiterlesen

Ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch

Als im April 2015 die Apple Watch auf den Markt kam, war ich einer der ersten Tester. Ich war damals aber alles andere als begeistert. Apple hat es damals nicht geschafft, mich von der Notwendigkeit dieses Gadgets zu überzeugen.

Und noch schlimmer: Weil es die Uhr nicht nur mit vernünftiger Ausstattung in einem akzeptablen Preisrahmen gab, sondern auch in Gold mit einem fünfstelligen Preisschild, habe ich das als Auswuchs jener Börsen-Logik wahrgenommen, die mir ziemlich zuwider ist.

Diese Logik funktioniert so, dass öffentlich gehandelte Unternehmen zur Befriedigung der Aktionäre und Analysten zu einem konstanten Wachstum verdammt sind. Das wiederum hat zur Folge, dass die Unternehmen ständig in neue Märkte expandieren müssen.

Mit zwei unangenehmen Konsequenzen: „Ein Fazit nach bald fünf Jahren Apple Watch“ weiterlesen

Die Welt hat nicht auf die Apple Watch gewartet

Nicht an meinem Handgelenk.

Interessiert hier jemanden, was ich über die Apple-Watch und andere Wearables denke?

Vermutlich nicht, aber wenn Interesse des Publikums das ausschlaggebende Kriterium wäre, würde in diesem Blog nur once in a blue moon ein Beitrag erscheinen. Und wo wir doch schon bei meinen Ansichten sind, die die Welt wahrscheinlich nicht interessieren: Once in a blue moon heisst so viel wie einmal pro Monat oder etwas umgangssprachlicher: Alle Jubeljahre. Aber die englische Formulierung ist halt viel poetischer als unser abgeklärtes Deutsch.

Also werde ich nun der Welt meine Meinung zur Apple Watch aufdrängen, um die möglicherweise auch wieder korrigieren zu müssen. Wäre nicht das erste Mal: Mich lässt die Apple Watch nach wie vor kalt – und daran hat auch der näher rückende Lancierungstermin nichts geändert. „Die Welt hat nicht auf die Apple Watch gewartet“ weiterlesen