Die iCloud ist für alles gut – ausser für Musik

Ich habe Android unrecht getan, als ich Googles Betriebssystem für den Heckmeck mit lokalen Musikdateien kritisiert habe. Apple und das iPhone sind noch schlimmer.

Ich bin kein Freund von Apple Music. Meine ursprüngliche Aversion rührt daher, dass mit der Einführung des Streamingdienstes die Musik-App am iPhone massiv gelitten hat. Die App ist in erster Linie fürs Streaming da, die lokalen Musikdateien werden stiefmütterlich behandelt. Die Genius-Funktion ist verschwunden, die Verweise auf Apple Music allgegenwärtig. Und trotzdem kann Apples Angebot Spotify eben nicht das Wasser reichen.

Das grösste Problem mit Apples Musik-App ist mir aber erst neulich bewusst geworden. Ich habe mich im Beitrag Android hat kein Musikgehör darüber beklagt, wie umständlich es ist, Musikdateien auf ein Telefon mit Googles Betriebssystem zu verfrachten und demgegenüber das iPhone in ziemlich hohen Tönen gelobt.

Diese Töne sind mir vergangen, als ich neulich ein paar Songs aus meiner .lokalen Musiksammlung aufs iPhone bringen wollte. Denn das ist auch im Apple-Universum kompliziert und viel umständlicher, als es sein müsste.

Das liegt an Apples Hang, alles mit allem zu verzahnen und an allen Ecken und Enden ein paar Extra-Dollars zu verdienen: „Die iCloud ist für alles gut – ausser für Musik“ weiterlesen

Da ist noch viel Luft nach oben

Wie gut pflegen Apple Music und Spotify bei ihrem Repertoire die Metadaten? Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und viel Blamables entdeckt.

Mein Vergleich von Apple Music und Spotify ist seinerzeit in eine Miniserie ausgeartet. Drei Teile gab es: Ein knallharter Vergleich von Spotify und Apple Music, Apple Music ist ein bisschen wie TKKG und Wo bekommen die Künstler mehr?

Jetzt ist es Zeit für einen vierten Teil. In dem geht es um die Metadaten, also die beschreibenden Informationen, die den Musikdateien zugeordnet sind.

Nun könnte man der Ansicht sein, dass es sich nicht lohnt, wegen dieser Metadaten ein Aufhebens zu machen. Natürlich: Sie müssen soweit korrekt sein, dass man einen Song, ein Album oder einen Interpreten über die Suchfunktion findet. Aber abgesehen davon haben diese Daten keinen Einfluss auf den Hörgenuss – könnte man jedenfalls meinen.

Ich war aber schon immer ein Fan von gepflegten Metadaten. Im Beitrag Weil eine richtige MP3-Datei gute Metadaten braucht habe ich das seinerzeit auch erklärt: „Da ist noch viel Luft nach oben“ weiterlesen

Es ist eine Entschuldigung bei Siri fällig

Warum spielt Siri beim Joggen absolut Sport-untaugliche Musik? Weil ich nicht präzise genug gefragt habe. Doch das ändert sich – dank diesen nützlichen Sprachbefehlen zur Musiksteuerung.

Ich muss Abbitte leisten. Ich habe neulich in einem Post auf Facebook Siri gedisst. Ich habe sie zwar nicht direkt beschimpft. Aber doch indirekt als Versagerin hingestellt.

Es ging darum, dass ich Joggen war. Als mein Podcast zu Ende war, habe ich die Aufforderung «Hey Siri, spiel Musik!» in meinen Kopfhörer gesprochen. Und Siri spielte Musik: «Bloss e chlini Stadt» von Dieter Wiesmann.

Dieses Stück hielt nicht gerade so viele Beats per Minute bereit, wie ich es mir für den Sport gewünscht hätte. Aber es war eine Gelegenheit für mich, einen Schwank aus meiner Jugend zum Besten zu geben. Den gibt es dann hier am Ende des Blogposts zu lesen.

Doch wie zuvor erwähnt ist erst eine Entschuldigung fällig. „Es ist eine Entschuldigung bei Siri fällig“ weiterlesen

Spotify versus Apple Music: Wo bekommen die Künstler mehr?

Die beiden grossen Musik-Streamer im Vergleich: Bei welchem Anbieter haben die Musiker am Ende des Monats mehr Geld im Hut?

Im Nachgang zu meinem Vergleich von Apple Music und Spotify habe ich Kritik zu hören bekommen. Boris bemängelte auf Facebook, ich hätte die Seite der Musiker ausser Acht gelassen. Man hätte den Vergütungsschlüssel für Musiker vergleichen müssen, findet er: «Aber vermutlich ist der bei beiden gleich extremal verschissen.»

Die Musiker habe ich in der Tat ausser Acht gelassen. Ich habe meinen Vergleich aus der Warte des Nutzers gezogen.  Aber der Einwurf ist berechtigt und man darf sich folgende Frage stellen: Lohnt es sich, den Streamingdienst aus Sympathie zu den Musikern zu wechseln, wenn die am einen Ort mehr bekommen als am anderen?

Was bleibt bei den Musikern hängen?

Ich habe eine kleine Webrecherche angestellt. «Business Insider» hat einen Text dazu, aber ich bin an der Bezahlschranke hängen geblieben. Falls jemand dort ein Abo hat, bin ich froh um ein PDF! Doch bei dittomusic.com gibt es den Music Streaming Royalties Calculator: Man wählt eine Plattform, gibt die Zahl der Streams an und erfährt, wie viel Geld man dafür erwarten darf.

Der Einfachheit halber gebe ich 1’000’000 Streams ein. „Spotify versus Apple Music: Wo bekommen die Künstler mehr?“ weiterlesen

Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung?

Ich habe ausprobiert, wie man Musik, Hörbücher und Podcasts auf die Apple Watch bekommt, um sie unterwegs offline zu hören – und bin mässig begeistert.

Eine der nützlichsten Eigenschaften von Wearables besteht darin, dass man seine Abhängigkeit vom Smartphone verringert. Und ja, mir ist klar, dass ein philosophisch angehauchter Kulturpessimist an dieser Stelle zu einer Tirade ausholen und uns erklären würde, dass wir lediglich den Teufel durch den Beelzebub austreiben, wenn wir ein Gerät durch ein anderes ersetzt. Und er würde uns erklären, dass wir von diesen Geräten kontrolliert werden und nicht umgekehrt, wie wir alle meinen.

Aber ehrlich gesagt, finde ich derlei Analysen langweilig – und letztlich auch ziemlich bemüht. Natürlich hat jedes Ding auch seine negativen Seiten. Aber mir scheint völlig unbestreitbar, dass die positiven Aspekte bei Smartphone und Co. überwiegen.

Also, zum eigentlichen Thema dieses Blogposts: Wie nutzt man die Apple Watch für Podcasts, Hörbücher und Musik, wenn man Sport betreiben möchte, ohne das Smartphone mitzuschleppen? „Was taugt die Apple Watch für die Offline-Nutzung?“ weiterlesen

Apple Music ist ein bisschen wie TKKG

Der zweite Teil meines grossen Vergleichs von Spotify und Apple Music: Was haben die Streamingdienste abseits der Musik, bei Hörspielen und Hörbüchern zu bieten?

Letzte Woche habe ich einen knallharten Vergleich von Spotify und Apple Music durchgeführt. Das Fazit ist eindeutig: Apple Music ist brauchbar; und vor allem dann überlegen, wenn man Songs aus der Mediathek mit dem Streaming-Angebot kombinieren möchte.

Nun gibt es bei beiden Streaming-Anbietern nebst der Musik auch ein Zusatzprogramm. Spotify hat eine regelrechte Podcast-Offensive lanciert. Es gibt bei Spotify auch Hörbücher, was ich sehr schätze, aber trotzdem wenig nutze – einfach, weil ich mit Audible trotz aller Kritik (hier, hier, hier oder hier) nach wie vor gut bedient bin.

Apple Music hat seinerseits Beats 1 an Bord. Das ist ein Radiosender, der rund um die Uhr sendet (wobei das Programm der ersten zwölf Stunden während den zweiten zwölf Stunden wiederholt wird). Mit dem kann ich gar nichts anfangen: Jedes Mal, wenn ich mich eingeschaltet habe, kam Hip Hop – worauf ich auch gleich wieder weg war. „Apple Music ist ein bisschen wie TKKG“ weiterlesen

Ein knallharter Vergleich von Spotify und Apple Music

Ich bewerte die beiden Streamingdiensten in den vier Bereichen Zugänglichkeit, Personalisierung, soziale Funktionen und Smart-Home-Tauglichkeit.

Seit einiger Zeit nutze ich Apple Music parallel zu Spotify. Ein paar Dinge sind mir aufgefallen – und davon gibt es heute ein kleiner, persönlich gefärbter Vergleich.

Und um die Pointe gleich vorwegzunehmen: Beim mir schneidet Spotify besser ab: Für mich ist und bleibt spürbar, dass bei Apple der Streamingdienst nur ein Angebot von vielen ist – während Daniel Ek und seine Mitstreiterinnen sich mit ganzem Herzblut nur um dieses eine Geschäft kümmern.

Zugänglichkeit und Handhabung

Im Vergleich zu Spotify gelange ich bei Apple Music weniger schnell zu Musik, die ich hören möchte. Ein Grund ist sicher die Gewöhnung: Ich nutze Spotify, seit der Dienst in die Schweiz gekommen ist, also seit dem November 2011. Apple Music habe ich erst seit ein paar Wochen auf dem Schirm. Vorher hatte ich den Dienst explizit ausgeblendet, weil ich in die Musik-App am Mac, iPad und iPhone nur für meine lokale Musik verwenden wollte (siehe auch Warum mich Apple Music kalt lässt). „Ein knallharter Vergleich von Spotify und Apple Music“ weiterlesen

Wie man von einem Streamingdienst zu einem anderen wechselt

Datenaustausch zwischen Spotify, Apple Music, Tidal und Co: Zwei Apps, mit denen man seine Daten von einem Musikstreamingdienst zu einem anderen überträgt.

Ist man seinem Musikstreamingdienst ausgeliefert – oder hat man die Chance, Wiedergabelisten, -Historie und Lieblingsmusik abzuziehen und selbst lokal zu verwenden oder bei einem anderen Dienst einzuspeisen?

Das ist eine entscheidende Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich dazu entschliesst, die eigene Plattensammlung – egal ob auf Vinyl, CD, Kassette oder Festplatte – zu Gunsten von Spotify, Apple Music, Google Music oder Tidal aufzugeben. Und da wären auch noch Amazon Music Unlimited, Pandora und Soundcloud.

Ich habe neulich die Möglichkeiten des Daten-Exports durchgespielt und analysiert. Im Beitrag Spotify, gib mal meine Daten her finden sich meine Erkenntnisse. Am Ende des Beitrags findet sich ausserdem eine Kurzfassung in Videoform. Fazit des Experiments: Der Datenexport funktioniert und ist, mit einigen Einschränkungen, nützlich. Aber sonderlich viel lässt sich direkt mit den exportierten Daten nicht anstellen.

Aber es gibt Apps, die Daten ohne Umweg über eine Exportdatei direkt von einem Dienst zum anderen transferieren. Das ist zum einen Stamp für Android, das iPhone und den Desktop. Zum anderen Song Shift, nur fürs für iPhone.

Ich habe beide Apps getestet, und das Fazit ist eindeutig: „Wie man von einem Streamingdienst zu einem anderen wechselt“ weiterlesen

Apple, der moderne Wegelagerer?

Apple ist in einer komfortablen Position. Der iPhone-Hersteller nimmt im App-Markt eine so wichtige Rolle ein, dass niemand an ihm vorbeikommt. Und allein das bringt ordentlich Schotter ein.

Zum Beispiel, wenn ein Anbieter in seiner App Inhalte verkauft. Apple verdient an Zahlungen, die in einer App getätigt werden, kräftig mit: Bei Abos, die in der App abgeschlossen werden, sind es 30 Prozent im ersten Jahr und danach 15 Prozent.

Geht man zu weit, wenn man das als moderne Wegelagerei bezeichnet? Einträglich ist es jedenfalls. Die «Washington Post» schreibt, Netflix habe 2018 Apple 257 Millionen US-Dollar in Cupertino abgeliefert. Das muss weh tun – zumal die Summe wegen des Umsatzwachstums auf eine halbe Milliarde angestiegen wäre, wenn der Streamingdienst nicht aufgehört hätte, in der iOS-App Abos anzubieten.

So weit, Apple öffentlich anzuprangern, will Netflix trotzdem nicht gehen. „Apple, der moderne Wegelagerer?“ weiterlesen

Musik-Apps, die einem nicht bloss Apple Music andrehen wollen

Player-Apps mit ganz unterschiedlichen Talenten: Google Play Music, Vox, Evermusic Pro, Tunes Flow, Cesium Music Player, Ecoute und Cassette.


Musikliebhaber haben Besseres verdient

Es ist kein Geheimnis, dass ich von der Musik-App nicht begeistert bin. Und es geht auch anderen so. Immerhin kann man als Blogger viele Beiträge mit Erklärungen bestreiten, wie man die Mankos wettmacht. Wie es zum Beispiel der Herr von iphonehacks.com tut.

Es gibt sie, die Alternativen

Ich halte es allerdings für sinnvoller, Alternativen zu empfehlen. Darum habe ich im letzten Patentrezepte-Video einige Alternative vorgestellt.

Nämlich die hier: „Musik-Apps, die einem nicht bloss Apple Music andrehen wollen“ weiterlesen