Fröhliche Geburt!

Es ist noch nicht auf der Welt und macht trotzdem schon Lärm: Winterthurs freches Radiobaby.
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Es heisst Radio Stadtfilter, ist ein Kulturradio, Mitglied des Verbands nichtkommerzieller Radios in der Schweiz (Unikom), und es startet heute punkt Mitternacht den Sendebetrieb. Allerdings hört man auf der Frequenz (96,3 MHz in und um Winterthur, 107,35 MHz via Kabel im Kanton Zürich und via stadtfilter.ch überall) jetzt schon Musik – aber klar, dass da noch einiges durchgetestet werden muss.
Ich freue mich als Hörer auf den neuen Sender, zumal die lokale Radiolandschaft in Gestalt von «Radio Top» bis jetzt mehr als trist war. Also ich kann den Brunz nicht hören. Und das schreibe ich jetzt aus Ressentiments, weil ich mich mal um ein Volontariat beim Vorgängersender Radio Eulach beworben habe und abgeblitzt bin. „Fröhliche Geburt!“ weiterlesen

Küss die Hand, schönes Fraulien

Apple ist doch normalerweise der Zeit voraus. In diesem Fall aber nicht:
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Diese Anrede stammt wahrscheinlich aus dem frühen Spätmittelalter, als noch klassisches Frühmittelhochdeutsch gesprochen wurde und ein antikes Rollenbild herrschte. Oder es liegt daran, dass Apple seit dem iMac eine etwas spezielle Beziehung zu dem Buchstaben i hat? „Küss die Hand, schönes Fraulien“ weiterlesen

Zugesteinter Garten

Hält mir mein Kollege Christian das unter die Nase:

Er war einer der ersten, der ein iPhone hatte. Darauf ist er noch heute stolz. Technisch macht ihm keiner etwas vor. (…) Der Gadget-Junkie ist im Bereich der „Steine-in-den-Garten-werfen-Prostitution“ tätig (Gibst du mir, so gebe ich dir.) (…) Neben seiner Tätigkeit auf der Redaktion führt er einen eigenen Gadget-Blog, in dem er seine Artikel verlinkt.
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Bin ich jetzt ein Promi?

Teleboy glotzt zurück

Es gehörte im seligen Analogzeitalter zu den gängigen Witzen von «Versteckte Kamera»-Sendungen, dass der Moderator im Fernsehen plötzlich auch ins Wohnzimmer blicken konnte und seine Scherze mit den Zuschauern trieb.

Darüber mag man heute nicht mehr lachen. Der technische Fortschritt bringt es mit, dass das inzwischen möglich wäre. Digitale Settop-Boxen für den Fernsehempfang via Kabel haben einen Rückkanal und offenbar teilweise sogar Kameras und Mikrofone eingebaut.
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Google ein- und ausknipsen

Ja, ich gehöre zu den Schlüssellochguckern. Im übertragenen Sinn: Ich schaue mir nämlich immer mal wieder die Quellen fremder Websites an. Man könnte das auch Code-Peeping nennen. Jedenfalls eine schöne und äusserst erfüllende Tätigkeit.
Ein Beispiel: Bei Heise.de bin ich auf Kommentare gestossen, die mein Interesse weckten:

<!--googleoff: index-->
... Navigation ...
<!--googleon: index-->

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Ich bin kein Masochist

Nachdem ich hier und andernorts meine Erlebnissen mit der Cablecom rumerzähle, werde ich immer wieder gefragt: «Werum wächslisch nid? Bisch ja sälber blöd!»
Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Natürlich bin ich auf die Idee gekommen, mich nach einem neuen Internetprovider umzusehen. Ich bin ja kein Masochist.
Nur leider habe ich im Juli letzten Jahres den Fehler gemacht, bei Sunrise das Produkt «Sunrise call» zu buchen. „Ich bin kein Masochist“ weiterlesen

Google eliminiert Google

Ich lese auf Facebook, dass ein Bekannter Chrome für «einen erschreckend guten» Browser hält. Dem kann bzw. muss ich beipflichten. Dieser Tage, wo ich mich etwas dem Webdesign widme, habe ich den Inspektor zu schätzen gelernt. Man klickt mit der rechten Maustaste auf irgend ein Objekt einer Webseite, wählt «Element untersuchen» und sieht im «Inspector» das zerlegte DOM, kann Stile inspizieren, sieht die CSS-Kaskaden und kann sogar Elemente ändern. Zur Fehlersuche ist das unbezahlbar und ersetzt einen HTML-Editor wie Dreamweaver oder Golive (Gott hab es selig). Wenn man in der hierarchischen Ansicht des DOM ein Element überfährt, wird auf der Seite der entsprechende Block gelb hervorgehoben und rechts sieht man unter Metrics die Abmessungen mit Margin, Padding, Breite und Höhe. Unter «Ressources» misst Chrome sogar die Zeit beim Laden einer Seite und sieht die Grösse der abgerufenen Elemente.
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