Wie man Internetadressen richtig teilt

URLs erhalten oft viel mehr, als nötig wäre: Informationen über die Herkunft eines Links und Tracking-Methoden. Darum lohnt es sich, Links vor dem Teilen von jeglichem Ballast zu befreien.

Der Titel dieses Blogposts sorgt womöglich für Stirnrunzeln: Die Frage liegt auf der Hand: Wo sollte beim Teilen von Internetadressen überhaupt ein Problem liegen? Man nimmt die Adresse und teilt sie. Ende der Geschichte.

Leider ist es – wie häufiger im Leben – nicht ganz so einfach. Denn viele Internetadressen beinhalten nicht nur die Angabe, wo eine bestimmte Information im World Wide Web aufzufinden ist. Nein, es werden auch Tracking-Informationen hinzugefügt. Die haben den Zweck, dem Betreiber einer Website aufzuzeigen, woher ein Link stammt und wie er sich (allenfalls) viral durchs Netz verbreitet.

Ob das legitim ist oder nicht, darauf werde ich am Ende des Beitrags eingehen. Hier geht es erst einmal um die Selbstbestimmung von uns Nutzern: „Wie man Internetadressen richtig teilt“ weiterlesen

Hier verrate ich, welcher meiner Blogposts nur 19 Views hat

Lehrreich sind die Miss­erfol­ge: Darum habe ich he­raus­ge­fun­den, welche Beiträge hier von niemandem gelesen wurden und welche Themen mein Publi­kum ver­schmäht.

Neulich habe ich mir wieder einmal etwas in den Kopf gesetzt. Ich wollte nämlich herausfinden, welches hier im Blog die Posts mit der geringsten Resonanz sind. Sprich: Die blogmässigen Ladenhüter, die keine alte Sau interessieren – um es uncharmant zu formulieren.

Ihr werdet jetzt sicherlich vermuten, dass ich von der Absicht getrieben bin, meine Einschaltquote zu erhöhen. Denn zu diesem Zweck sollte man zwei Dinge wissen: Erstens, welche Themen immer zünden. Und zweitens, welche Themen nie zünden.

Natürlich: Im Idealfall würde ich nur die garantierten Knüller beackern. Aber leider gibt es auch für Blogger wie mich Phasen der Dürre und der sauren Gurken, wo sich kein Blockbuster aufdrängt. Wenn ich während denen nicht einfach meine Hände in den Schoss legen, sondern meinen publizistischen Auftrag den Widrigkeiten zum Trotz wahrnehmen möchte, dann habe ich keine Wahl, als auf zweit- und drittklassige Stoffe zurückzugreifen.

Aber eben: „Hier verrate ich, welcher meiner Blogposts nur 19 Views hat“ weiterlesen

Gesunder Menschenverstand statt KI

Bei Audible und Amazon kann man seinen Lieb­lings­autoren folgen. Das ist eine in Ansätzen nütz­liche Funk­tion – die das Einge­ständ­nis bein­hal­tet, dass die tollen Vor­schlags-Algori­thmen doch nicht so toll sind.

Audible bzw. Amazon hat vor ein paar Tagen die Möglichkeit eingeführt, einem Autor zu folgen: Wir suchen in der App oder auf der Website nach einem seiner Titel, tippen oder klicken auf den Namen. Daraufhin gelangen wir zur Autorenseite, auf der wir den Follow-Knopf betätigen.

Oder, noch einfacher: Wir öffnen in der App die Rubrik Bibliothek und wählen in der obersten Liste Autoren. In der Liste sehen wir alle Autoren, von denen wir Hörbücher besitzen und können die gewünschten auswählen, um sie zu abonnieren.

Die Abos sind auf bei Audible dieser Seite einzusehen. Und da es eine gemeinschaftliche Funktion für Amazon und den Kindle ist, existiert auch eine entsprechende Seite bei Amazon.

Das ist eine nette Neuerung. Zumindest auf den ersten Blick – wenn man genauer hinschaut, könnte man sie auch für unausgereift halten. Aber dazu komme ich gleich noch.

Die Grundidee erweckt jedenfalls den Eindruck, als ob der Hörbuchverlag eine wichtige (und seit 27 Jahren überfällige) Beobachtung gemacht hätte: „Gesunder Menschenverstand statt KI“ weiterlesen

Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben

Die Social-Media-Platt­formen verändern sich rasant: Mark Zucker­berg und Meta nehmen uns Unsern die Kontrolle über unsere Feeds.

Die Veränderungen bei Facebook und Instagram sind unübersehbar. Erstens fällt die brutale Menge an Werbung auf, die inzwischen über diese Plattformen ausgespielt werden.

Und natürlich, ich verstehe, dass Mark Zuckerberg sie nicht zum Spass betreibt, sondern, um Geld zu verdienen. Aber es ist eine Frage des Masses. Das ist nicht mehr gewahrt, wenn jeder dritte Beitrag aus einer Anzeige besteht.

Immerhin, es gibt eine Möglichkeit, Gegensteuer zu geben: „Wie Facebook und Instagram uns Nutzer entmündigt haben“ weiterlesen

Zwischen digitaler Erotikfantasie und und KI-Albträumen

Stable Diffu­sion, Dall·e 2, Craiyon, Art­breeder und Starryai im Vergleich: Welche der KIs, die Text­vorga­ben in Bilder umsetzen, vermag zu über­zeugen, dass sie kreativ sein kann?

Es gebe eine «Text-zu-Bild-Revolution», kann man in den Medien lesen. Es gibt diese künstlichen Intelligenzen, die aus kurzen Textvorgaben Bilder generieren – und damit verblüffen, irritieren und Illustratoren in Angst und Schrecken versetzen.

Für die Tamedia habe ich vor einiger Zeit Dall-e mini vorgestellt; ein solches System, das inzwischen Craiyon heisst. Ich wollte wissen, wie es sich im Vergleich mit anderen Systemen seiner Art schlägt – denn davon sind in letzter Zeit einige aufgetaucht. In meinem Vergleich kommen nebst Craiyon auch Artbreeder und Starryai zum Zug. Und natürlich Stable Diffusion¹. Nachtrag: Und nachträglich habe ich die Resultate von Dall·e 2 ergänzt, die ich von Manuel erhalten habe. Danke dafür!

Das hat sich Stable Diffusion zum Stichwort «Digital Artist» ausgedacht.

Dieses Stable Diffusion ist auch der Grund, weswegen sich ein solcher Vergleich gerade jetzt aufdrängt: Es hat die Karten neu gemischt, behaupten die Medien.

Diese Software unterscheidet sich von den Konkurrenten, weil sie eine freie Lizenz hat und Open-Source ist. Man kann sie herunterladen und selbst betreiben – und damit auch einen Blick hinter die Kulissen riskieren. „Zwischen digitaler Erotikfantasie und und KI-Albträumen“ weiterlesen

Warum Google oft übers Ziel hinausschiesst

Google liefert häufig Tref­fer, in denen die gesuch­ten Be­griffe gar nicht ent­hal­ten sind. Das lässt sich mit An­füh­rungs­zeichen ent­schärfen, aber auch nur zu einem gewissen Grad: Woher dieses Pro­blem kommt und was man da­ge­gen tun kann.

Auch wenn ich immer mal wieder alternative Suchmaschinen teste und verwende, führe ich den Hauptharst meiner Webrecherchen mit Google durch. Einerseits aus Gewohnheit. Und andererseits, weil unter den Konkurrenten keiner wirklich heraussticht.

Doch obwohl Google den Zweck nach wie vor ausgezeichnet erfüllt, ist mein Eindruck, dass der Suchmaschinenkonzern sein Hauptgeschäft vernachlässigt. Ich mache regelmässig die Erfahrung, dass mir Google nicht die optimalen Resultate liefert.

Beispielsweise zeigt Google oft Resultate, die gar nicht alle eingegebenen Begriffe beinhalten. Bei manchen Suchläufen scheint die Suchmaschine der Ansicht zu sein, besser zu wissen, wonach der Nutzer sucht, als der Nutzer selbst: „Warum Google oft übers Ziel hinausschiesst“ weiterlesen

Der Trick für maximalen Youtube-Komfort

Eine Browser-Erwei­terung stattet Youtube mit diver­sen tollen Zusatz­funk­tionen aus. Der (konfi­gurier­bare) Werbe­blocker ist nur eines von vielen Features, das man bald nicht mehr missen mag.

Youtube ist jene einstmals sympathische Videoplattform, deren Hauptzweck es inzwischen zu sein scheint, uns Nutzerinnen ein Premium-Abo anzudrehen. Zu diesem Zweck muss man vor manchen Darbietungen nicht nur eine Pre-roll, sondern sogar zwei oder drei Werbespots ansehen. Auch die Unterbrecherwerbung ist selbst bei kurzen Videos kein Tabu mehr. Man muss schon froh sein, wenn Youtube es schafft, den disruptiven Spot nicht mitten in einem Satz zu platzieren, sodass man den Faden nicht gänzlich verliert.

Das ist so nervig, dass ich mich nach einem Werbeblocker für Youtube umgesehen habe und fündig geworden bin: „Der Trick für maximalen Youtube-Komfort“ weiterlesen

Wie man auf Twitter fragt, wenn man keine Antwort will

Der Mikro­blog­ging­dienst hat eine Mög­lich­keit ein­ge­führt, die Ant­wort­mög­lich­keiten auf Tweets einzuschränken. Doch die ist kom­plett miss­raten

Enno Lenze ist Kriegsreporter und oft in der Ukraine. Zu seinem Beruf sei er «versehentlich» gekommen, heisst es bei Übermedien. Die Fotos, die er auf Twitter postet, zeigen ihn häufig mit schusssicherer Weste und gepanzerten Fahrzeugen posierend. Da ein Hang zum Martialischen unübersehbar ist, habe ich den Verdacht, dass trotz des Versehens eine deutliche Prädisposition für diesen Beruf vorhanden ist.

Aber darum geht es gar nicht. Sondern um eine Nebensächlichkeit. Neulich hat Lenze das Foto eines Flugblatts gepostet, das mit «Achtung, Ihr Spritfresser tötet» überschrieben war. Es stammt von einer Gruppierung namens «The Tyre Extinguishers», die mir bis dato nicht bekannt war. Sie fällt seit Kurzem damit auf, dass sie bei SUVs die Luft aus den Reifen lässt. Über 5000-mal hat sie das laut Wikipedia gemacht.

Auf dem Flugblatt werden einige Thesen aufgestellt: „Wie man auf Twitter fragt, wenn man keine Antwort will“ weiterlesen

Amazons neuer Gratis-Streamingdienst im Test

Freevee streamt Filme und Serien kosten­los, aber mit Werbe­un­ter­bre­chungen. Ob das Spass macht, hängt davon ab, wie viele Spots einem zuge­mutet werden. Ich habe das in einem Selbst­ver­such über­prüft.

Es gibt einen brandneuen Streamingdienst namens Amazon Freevee. Wobei «brandneu» nicht ganz der Wahrheit entspricht. Es gibt ihn seit 2019, wobei er ursprünglich IMDb Freedive hiess und an die gleichnamige Film-Website angedockt war, die auch zu Amazon gehört.

Im April dieses Jahres wurde der Dienst umbenannt und seit anfangs August ist Freevee auch in Deutschland verfügbar. In der Schweiz gibt es ihn nicht. Zumindest nicht für Leute, die kein VPN besitzen – wenn ihr versteht, was ich meine.

Der Clou bei Freevee ist die Finanzierung. Der neue Streamingdienst setzt auf die gute, alte Privatfernseh-Methode. Sprich: „Amazons neuer Gratis-Streamingdienst im Test“ weiterlesen

Hey, Twitter! Wie wärs mit sozialer Verantwortung?

Da meldet man einen ekla­tant rassis­tischen Tweet auf Twitter. Und was pas­siert? Nichts. Es stellt sich die Frage, was die Inhalts­richt­li­nien über­haupt wert sind.

Die erbitterten Debatten über die kulturelle Aneignung sind am Abklingen – wie das halt so ist. Denn selbst mit voller Schützenhilfe der sozialen Medien können sich die Emotionen nicht unbegrenzt auf dem Siedepunkt halten. Und schliesslich wartet schon der nächste Aufreger darauf, die öffentliche Empörung zu befeuern.

Eine Sache gibt es nachzutragen. Nämlich die Frage, ob die sozialen Medien endlich bereit sind, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen.

Konkret geht es mir um eine Wortmeldung von einem Herrn Gregor Keller, der auf Twitter zu begegnen ich das Pech hatte: „Hey, Twitter! Wie wärs mit sozialer Verantwortung?“ weiterlesen