Ist Office noch ein Ding?


Microsoft bringt Office 2019: Lohnt sich dieses Update?

Office 2019 ist so halb erschienen: Die Unternehmenskunden können die Software bereits beziehen, für die anderen erscheint der Nachfolger von Office 2016 irgendwann demnächst. Für mich Anlass für zwei Dinge: Erstens für obiges Video, das die wichtigsten Neuerungen vorstellt.

Zweitens für die Frage im Titel: Ist Office noch ein Ding? Und braucht die Software überhaupt noch Updates, oder könnte man sie als zu Ende entwickelt betrachten und dementsprechend Updates geflissentlich ignorieren?

Die Antwort lässt sich natürlich nicht verallgemeinern, sondern hängt davon ab, was man tut, wie oft, für wen und mit welchem Anspruch. „Ist Office noch ein Ding?“ weiterlesen

Die WLAN-Maschen enger ziehen


WLAN mit maximalem Tempo.

Das Patentrezept-Video diese Woche dreht sich um einen der grossen Klassiker: Das WLAN, das nicht so zuverlässig und schnell ist, wie es sein könnte. Es gibt Tipps zur Optimierung. Und zwar zu den Router-Einstellungen, der Positionierung des Access-Points und zu den Diagnosemöglichkeiten.

Ich hatte auch die Gelegenheit, fürs Video einen Mesh-Router zu testen. Das ist eine neue Technologie, mit der sich WLAN-Netze ohne viel Heckmeck ausdehnen lassen. Zu diesem Zweck verteilt man einfach weitere Router an strategisch günstigen Positionen – und die erledigen die Magie. Ich kann nun an dieser Stelle leider nicht sagen, wie effektiv die Erweiterung in der Praxis funktioniert. Das aus zwei Gründen: Erstens hatte ich nur einen Router zur Verfügung. Und zweitens ist mein Domizil auch mit einem Router recht gut erschlossen, sodass ich vom beschriebenen Problem selbst gar nicht wirklich tangiert bin. Aber ich will mir auch nicht vorwerfen lassen, Betroffenheitsjournalismus zu betreiben (zwinker).

Der fragliche Mesh-Router heisst Google Wifi und wurde mir von Digitec als Testgerät zur Verfügung gestellt (hier trotzdem der Amazon-Affiliate-Link). „Die WLAN-Maschen enger ziehen“ weiterlesen

iOS 12 nervt ein bisschen weniger


Das bringt Apples neue iPhone-Software.

Gut, der Titel ist etwas polemisch: Denn nerven tut meistens nicht das Betriebssystem, sondern die Apps, die sich ständig mit Benachrichtigungen bemerkbar machen. Zum Beispiel durch Hinweise, dass dieser oder jener Kollege neulich seit längerem zum ersten Mal wieder getwittert, gefacebookt, geinstagramt oder gewasauchimmer hat. Da gibt es die Apps, die noch nicht mal so tun, als ob sie für den Nutzer sinnvolle Informationen pushen würden. Nein, sie zeigen eine Meldung an, die ausgedeutscht eigentlich nur heisst: «ÖFFNE MICH JETZT!»

Es gibt auch den Missbrauch der Benachrichtigungen in Form von Game-Center-Spam, den Apple noch immer nicht gestoppt hat. Doch um die Sache zu verkomplizieren, existieren auch nützliche Benachrichtigungen. Die sind Schuld, dass man die Misere nicht einfach durch generelles Abschalten der Benachrichtigungen behebt. Stattdessen muss man sich mit der Konfiguration einzelner Apps herumschlagen und sich die Mühe machen, Aufmerksamkeitsheischer zum Schweigen zu bringen.

iOS 12 macht das jetzt endlich einfacher: „iOS 12 nervt ein bisschen weniger“ weiterlesen

Windows oder Mac OS X? Die definitive Antwort.


Sieben nervige Windows-Marotten – und wie man sie abstellt.

Ist Windows ein gutes oder schlechtes Betriebssystem? Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich von den Ansprüchen und der Erwartungshaltung ab. Ich fände Windows ein tolles Betriebssystem, wenn es nicht lästige Mödeli gäbe – zuletzt bei mir die häufigen und nervigen WLAN-Aussetzer. Natürlich, es gibt viel Detailkritik und die Diskussion um die Privatsphäre dauert an. Und wenn ich wünschen könnte, würde ich mir eine modernere Sicherheitsarchitektur wünschen, konkret eine Sandbox für Windows und abgestufte Rechte für Anwendungen. Das wäre der Stabilität und Zuverlässigkeit äusserst zuträglich.

Abgesehen davon entwickelt sich Windows in eine gute Richtung, finde ich. „Windows oder Mac OS X? Die definitive Antwort.“ weiterlesen

Ein alter Groll auf Google


Besser googeln.

Auch nach fünf Jahren nehme ich es Google noch übel, dass die Instant Preview-Funktion sang- und klanglos beseitigt wurde, angeblich wegen geringer Nutzung. Ich halte die schnelle Prüfung der Suchresultate für eine der wichtigsten Aufgaben bei der Webrecherche – und den Teil, den man als Nutzer nur bedingt beeinflussen kann. Klar, ob Google die eigentliche Suchanfrage richtig versteht, hat man auch nur bedingt in der Hand, zumal sich die Algorithmen manchmal ziemlich begriffsstutzig anstellen. Aber man kann doch – und auch das wird im Video erklärt – seine Eingabe möglichst präzise gestalten.

Muss so eine Funtkion breit genutzt werden, damit die eine Daseinsberechtigung hat? Das ist eine interessante Frage. Es gibt natürlich Argumente, die dafür sprechen. Radikales Ausmisten beugt Bloatware vor. sprechen: „Ein alter Groll auf Google“ weiterlesen

Die zwei Gebote der Bildbearbeitung


Für tolle Fotos braucht es nur ein paar Klicks.

Im aktuellen Patentrezept-Video zeige ich meine Lieblings-Bildbearbeitungstricks. Oberste Maxime ist für mich, mit wenig zeitlichem Aufwand möglichst viel herauszuholen. Die Resultate sind nicht ganz so gut, wie wenn ich eine halbe Stunde investieren würde – denn dafür fehlt mir die Zeit. Aber die RAW-Entwickler (ich nutze aus Gründen immer noch Lightroom 4) machen es auch wirklich einfach, mit ein paar Kniffen echte Verbesserungen zu erzielen. Wie im Video gezeigt, gerade bei schwierigen Fällen: Bei Bildern mit krassem Gegenlicht oder überstrahlendem Schnee oder Bildrauschen. oder bei Aufnahmen, die von Haus aus etwas langweilig sind.

Übrigens: Ich habe im Tagi-Beitrag zwei der gezeigten Bilder in unbearbeiteter Form angehängt. Die Idee ist, dass Leute, die der Ansicht sind, dass sie aus den Bildern etwas Besseres oder zumindest etwas anderes herausholen könnten, das auch unter Beweis stellen können. Bis jetzt (als ich den Beitrag hier schreibe) hat noch niemand die Herausforderung angenommen. Aber das kann ja noch kommen – womöglich teilen ja nicht alle meine Ansicht, dass Tempo (neben dem Resultat) das zweitwichtigste Gebot bei der Bildbearbeitung ist.

Eine Kommentatorin schrieb übrigens das folgende unter den Artikel:
„Die zwei Gebote der Bildbearbeitung“ weiterlesen

Schnelle Hilfe bei exzessivem Ctrl-Tab-Gebrauch


So wird das Tablet zum zweiten Bildschirm

Böse Zungen würden sagen: So ist das iPad endlich zu etwas nütze: Nämlich als Zweit-Bildschirm für Windows.

Und bevor ihr nun böse Kommentare schreibt. Die Aussage stammt von «bösen Zungen», nicht von mir. Ich halte das iPad auch im eigenständigen Gebrauch für ein sinnvolles Instrument. Zwar nicht fürs Bloggen. Aber immerhin als Visionierungsgerät für Netflix und Teleboy und zum Steuern von Spotify.

Was nun das Video angeht, kommen hier die beiden Beiträge Das Tablet als externen Bildschirm nutzen und Das sollten alle Browser können! zusammen: Zwei raffinierte Methoden, um effizienter zu arbeiten, mehr Platz auf dem (digitalen) Desktop zu haben und alle relevanten Informationen immer im Blick zu haben – was die Notwendigkeit zur Task-Switcherei minimiert.

Apropos: „Schnelle Hilfe bei exzessivem Ctrl-Tab-Gebrauch“ weiterlesen

Wenn das Smartphone nach draussen lockt


Sieben Apps für Wanderer, Sportler, Entdecker und Geniesser.

So ändern sich die Zeiten. Noch vor zehn Jahren hätte ich mich wahrscheinlich eher totprügeln lassen, als Sport-Apps vorzustellen. Aber inzwischen… naja, man wird älter und versucht, das Schlimmste aufzuhalten. Also, was Körperumfang, Fitnesszerfall und Kurzatmigkeit angeht. Und dann tut man halt Dinge, für die man sich früher mehr geschämt hätte als wenn man vom Pfarrer im Pornokino erwischt worden wäre. (Nicht, dass mir das jemals passiert wäre.)

… wobei, so ganz richtig ist das auch nicht. Ich hatte schon immer einen Bewegungsdrang. Und das, obwohl ich zu den Nerds damals in den Achtzigern gehört habe und das Selbstempfinden hatte, dass ich als Nerd von derlei Anwandlungen gänzlich unberührt bleibe. Und weil man in den neun obligatorischen Schuljahren im Sport (oder «Turnen», wie es damals hiess und vielleicht noch immer heisst) nur unnötigen Scheiss gemacht hat, bin ich eben nie auf die Idee gekommen, dass Sport selbst mir als Nerd Spass machen könnte. „Wenn das Smartphone nach draussen lockt“ weiterlesen

Das Betriebssystem für den Hosensack


Der USB-Stick als «Zündschlüssel» für den PC.

Braucht es die externen Speichermedien überhaupt noch? Zu dieser Frage kann man geteilter Meinung sein. Dank des Internets kann man seine Daten auch irgendwo in der Wolke deponieren und sie so in Griffnähe halten. Für mich gibt es dennoch ein paar gute Gründe, Daten auch mal physisch mit mir zu führen. Erstens natürlich meine Cloud-Skepsis, die mich dazu bringt, nicht alle Arten von Dokumenten bedenkenlos im Netz zu speichern. Meine Bankauszüge habe ich zwar auch schon in die Dropbox gelegt – mir aber jedes Mal vorgenommen, das nicht mehr zu tun. Auch Familienfotos würde ich auch nicht überallhin hochladen.

Ein guter Grund ist auch die Dateigrösse. „Das Betriebssystem für den Hosensack“ weiterlesen

Zeitschriften zum Flatrate-Tarif


Eine App für unendlich viel Lesestoff.

Versuche, den Journalismus durch technischen Fortschritt zu retten, gibt es immer wieder. Das ist nichts als in Ordnung, denn es ist schliesslich auch der technische Fortschritt, der den Journalismus in Bedrängnis gebracht hat. Für die, die das Wort Medienwandel noch nie gehört haben: Es geht darum, dass die Leute journalistische Produkte nicht mehr auf die herkömmliche Art und Weise, also in Form von klassischen Medien geniessen, sondern via Internet. Das müsste nicht per se ein Problem sein. Es ist aber eines, weil es sich im Internet eingebürgert hat, für Medienprodukte nicht zu bezahlen.

Nun könnte man an dieser Stelle endlos streiten, wie gross die Schuld der Verleger ist, die ihre Produkte im Internet nicht nur kostenlos angeboten, sondern den Leuten regelrecht aufgedrängt haben. Natürlich, es hatte auch damit zu tun, dass die Infrastruktur fürs so genannte Mikropayment erst entstehen musste. Aber schuld war der Kampf um Reichweite – der Internetkuchen wollte neu verteilt werden. Und da schien es eine Zeitlang eine gute Idee zu sein, die Leute durch üppige Gratisangebote auf die neuen Websites zu locken. Und natürlich, der Medienwandel geht auch mit einer Krise der Werbung einher. Auch davon war in diesem Blog schon zu lesen.

Also, der technische Fortschritt. Da ist eine Initiative wie Blendle (Mit dem News-Fastfood aufhören), die es den Leuten einfach machen soll, Artikel einzeln zu kaufen. Da gibt es das Repackaging wie in der 12-App der Tamedia, die der Flut der Artikel mit Selektion und Kuration entgegentritt (Mediennutzungsgewohnheitenwandel?). Und neuerdings gibt es auch das Flatrate-Prinzip, wie es hierzulande von readly.com (für iPhone/iPad und Android) und in den USA von texture.com praktiziert wird.

Flatrate für Zeitschriften? Das ist einerseits naheliegend, weil das Prinzip bei Spotify und Netflix zu funktionieren scheint. Andererseits klingt es nach Verzweiflungstat – denn anders als Musik oder Filme, die es im Radio und Fernsehen quasi schon immer zur Flatrate gab, ist das «All you can read»-Prinzip bei Zeitschriften neu. Wenn man von der Möglichkeit absieht, Magazine im Kaffee, in der Bibliothek oder beim Arzt kostenlos zu lesen, dann musste man für seine Printprodukte Geld ausgeben. Nun kann man für einen ähnlichen Preis wie bei den Streamingdiensten also auch Zeitungen und Zeitschriften «streamen».

Für die Leserinnen und Leser ist das toll. Denn wer bislang zwei oder drei Zeitschriften pro Monat am Kiosk gekauft hat, kommt so deutlich günstiger weg. (Und er muss sich hierzulande nicht darüber ärgern, durch unfassbar unfairen Wechselkurs abgezockt worden zu sein – siehe Zeitschriften boykottieren!). Für die Zeitschriftenmacher stellt sich aber die Frage, ob dieser Ausverkauf nicht das Ende vom Ende einläutet – weil so selbst die zahlungswilligen Kunden dazu gebracht werden, mehr zu lesen und weniger zu bezahlen. Man nennt das auch Kannibalisierung.
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