Fotonerd-Spielzeug

Meine neueste fotografische Errungenschaft ist ein Spiegeltele von Walimex, mit 800mm Brennweite, fester Blende 8 und natürlich manuell. Es ist mit 946 Gramm deutlich leichter als mein 170–500mm von Sigma (1440g) und auch nur halb so lang. Allerdings immer noch ein ziemlicher Trümmer. Aber wer Brennweite will, muss Fotorucksack schleppen.

Die vergleichsweise kompakte Bauform rührt vor der Spiegelteleskop-Bauweise her, die man vornehmlich in der Astronomie einsetzt. Das Licht durchläuft das Objektiv dreimal. Das hat einen gewissen Lichtverlust zur Folge. Es zwingt auch zur fixen Blende, und es beeinflusst auch das Bokeh. Damit sind die unscharfen Teile des Bildes gemeint. Unscharfe Lichtquellen erscheinen nicht als mehr oder weniger gleichmässige Flecken, sondern als Ringe oder Donuts – das fällt auch sofort auf, wenn man zum ersten Mal durchs Objektiv schaut und scharfstellt (natürlich von Hand).
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Es werde Wallpaper!

Wie ich hier und hier dargelegt habe, ist die Suche nach dem passenden Hintergrundbild etwas, das mir schlaflose Nächte bereitet… (naja, nicht wirklich). Jetzt habe ich neulich ein Foto gemacht, das sich bestens als Hintergrundbild eignet, und das jetzt auch meinen Desktop ziert.

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Da sharing ja caring ist, stelle ich es in der Grösse 1680×1050 zur Verfügung. Es ist in kleineren Grössen auch auf Flickr zu finden. With compliments from clickomania.ch!

Die Internet-Schuhschachtel für die alten Fotos

1000memories.com verbindet alte Fotos mit dem Familienstammbaum. Und die Website verspricht, die «so dauerhaft wie irgendwas» zu speichern.

Fotos sind ein wichtiger Bestandteil unseres kollektiven Gedächtnisses – laut einer überschlagsmässigen Rechnung von Jonathan Good im Beitrag «How many photos have ever been taken?» werden inzwischen pro Jahr 375 Milliarden Fotos gemacht, was sich auf ein atemberaubendes Total von 3,5 Billionen beläuft. Auch im familiären Umfeld sind Fotos ein wesentlicher Bestandteil der Historie. Auch wenn sich die Zahl auf wenige Dutzend beläuft, ist es gut möglich, dass nach dem Tod der Grosseltern oder anderer Verwandter Fotos die einzige Verbindung zu den Vorgängergenerationen bilden. Selten existieren Familienchroniken oder auch nur Aufzeichnungen über wichtige Ereignisse, über Berufe, Wohnortwechsel oder soziale Engagements.
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Der persönliche Foto-Gehilfe

PhotoBuddy hilft bei Planung von Fotoausflügen und der Belichtung. Die iOS-App weiss, wann die Sonne scheint und wo der Schärfepunkt einer Aufnahme sitzt – eine nützliche App für alle, die fotografieren und nicht knipsen möchten.

PhotoBuddy ist eine Foto-App der anderen Art. Sie macht selbst keine Bilder, sondern hilft, an der Spiegelreflexkamera die optimalen Einstellungen zu treffen. Dazu sind in der App diverse Algorithmen aus der Optik hinterlegt. Die App kennt auch viele Kameras und Objektive und stellt in vielen Modulen anhand der Kameravorgabe viele Parameter gleich richtig ein.

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Links: Die vier Drehregler helfen beim Optimieren der Belichtung.
Rechts: Dank des Blitz-Moduls die Lichtleistung richtig dosieren.
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Dias scannen im Akkord

Meine jüngste Errungenschaft aus der wunderbaren Welt der Gadgets heisst Reflecta x6-Touchscan. Es handelt sich um ein Gerät, mit dem sich Dias und Negative scannen, bzw. vielmehr fotografieren lassen. Anlass für diese Anschaffung ist eine grosse Schachtel mit Dias, Papierabzügen und Negativen, die in meinem Keller vor sich hin rottet. Die Lagerung ist alles andere als ideal, und ausserdem schaut man sich Fotos niemals an, die man erst aus dem Keller holen und auf geeignete Weise präsentieren müsste. Letzteres ist allein deswegen schwierig, da sich in meinem Besitz kein Diaprojektor mehr befindet.

Digital – aber ohne viel Aufwand
Also trug ich mich schon länger mit dem Gedanken, meine analogen Bilderschätze auf die Festplatte zu überführen, wo ich sie auch ansehen und ein paar der Fotos zu dokumentarischen Zwecken auch ins Internet befördern könnte. Der Anspruch war, dass das nicht allzu viel Aufwand machen sollte. Rund 1000 bis 1500 Aufnahmen sind zwar nicht die Welt. Aber beim Scannen mittels Flachbettscanner braucht man schnell mal eine Minute oder zwei. Da wäre ich mindestens eine Arbeitswoche lang beschäftigt, und die Zeit habe ich nicht. „Dias scannen im Akkord“ weiterlesen

Riesenposter in Eigenproduktion

Ein Bild als grosses Poster selber drucken – dabei hilft blockposters.com. Die Website teilt ein Bild auf mehrere Seiten auf. Diese werden dann mit einem A4-Drucker ausgegeben und zusammengeklebt.

Wenn es um Fotos geht, gibt es an der ansonsten heftig umstrittenen Behauptung «Size matters» nichts zu deuteln: Je grösser das Foto, desto imposanter die Bildwirkung. Gelungene Aufnahmen gehören grosszügig reproduziert an die Wand. Bei vielen Online-Anbietern kann man inzwischen Poster in XXL-Formaten von den eigenen Aufnahmen bestellen. Der Uzwiler Anbieter posterexpress.ch vergrössert auf 100 mal 150 Zentimetern oder im Panorama-Format sogar auf 300 mal 100 Zentimeter. Ähnliche Formate gibt es auch bei supracolor.ch und der deutsche Anbieter posterxxl.de druckt sogar Formate wie 216×144 Zentimeter oder Panoramas mit 435×145 Zentimeter (letzteres ist für 150 Euro, ohne Versand zu haben). „Riesenposter in Eigenproduktion“ weiterlesen

Windows 7 mit dem Rohdatenformat ausstatten

Das qualitativ überlegene Rohdatenformat wird von Windows nicht angezeigt. Ein Update für die Windows Live Fotogalerie rüstet RAW-Unterstützung nach. Es befähigt auch den Windows-Explorer, RAW-Dateien anzuzeigen.

Ambitionierte Fotografen sind vom JPG-Format nicht angetan und verwenden lieber RAW. Das so genannte Rohdatenformat bringt maximale Qualität und grosse Vorteile bei der Bildbearbeitung. Es speichert die aufgezeichneten Daten des Bildsensors ohne Komprimierung und mit höherer Farbtiefe als JPG, sodass Dinge wie Weissabgleich nachträglich bestimmt werden können.

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Das Microsoft Camera Codec Pack stattet den Windows-Explorer mit der Fähigkeit aus, eine Vorschau von RAW-Dateien anzuzeigen.
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Auch Photoshop kann Instagram

Wie ich vor einiger Zeit an dieser Stelle gestanden habe, bin ich ein Fan von Instagram. Der Nachteil der App ist, dass die Bilder nur in geringer Auflösung berechnet werden und man überhaupt nur eine relativ bescheidene Qualität erwarten darf.
Darum könnte man auf die Idee kommen, mit den wirklich guten Fotos aus der digitalen Spiegelreflexkamera und Photoshop den Instagram-Look zu replizieren.

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Nicht im Tank, sondern in Photoshop – Instagr.am-Effekte via Actions. (Originalfoto von Tambako the Jaguar/Flickr)

Daniel Box aus Nashville, TN hatte diese Idee und baute die Effekte in Photoshop nach. Er stellt die Arbeitsschritte als Aktion zur Verfügung, die man auf seine Bilder anwenden kann. Leider funktionieren diese Aktionen nicht mit einem deutschsprachigen Photoshop, weil die Ebenen bei uns andere Bezeichnungen haben und daher in der Aktion nicht korrekt angesprochen werden können. „Auch Photoshop kann Instagram“ weiterlesen

Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene

Snapseed ist eine App zur Fotobearbeitung. Sie hat einerseits vorgefertigte Effekte für die schnelle Aufbereitung in petto, bietet aber auch ausgeklügelte Mechanismen zur manuellen Korrektur und Verbesserung.

Nik Software ist ein Softwareunternehmen aus San Diego, das mit Silver Efex oder Color Efex Produkte für die professionelle Bildbearbeitung liefert. Das zentrale Werkzeug ist die U-Point-Technologie. Sie vereinfacht komplexe Bildbearbeitungsvorgänge durch die so genannten Kontrollpunkte. Diese werden im Bild platziert und wirken selektiv innerhalb eines vorgegebenen Radius.

Ein Beispiel: Um in einem Bild mit einem Teich mit Seerosen das Wasser aufzuhellen und etwas blauer zu machen, muss man in einer herkömmlichen Bildbearbeitungssoftware erst von Hand eine Auswahl erstellen, die das Wasser einschliesst, die Seerosen aber ausklammert – denn die sollen ihre Farbe und die Helligkeit behalten. Mit der U-Point-Technologie setzt man einen Kontrollpunkt ins Wasser und gibt die gewünschten Anpassungen für Helligkeit, Farbe und/oder Kontrast – und ist bereits fertig. „Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene“ weiterlesen