Wortwolken steigen lassen

Wordle.net wandelt Texte in Wortwolken um. Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern verrät auch einiges über das «Ausgangsmaterial».

Eine Wortwolke ist eine Methode, die Informationen eines Textes zu visualisieren. Wichtige Worte und Konzepte sollen dabei sofort ins Auge stechen. Doch was ist wichtig? Bei der Wortwolke macht man sich diesbezüglich einfach, indem Wichtigkeit mit Häufigkeit gleichgesetzt wird – je häufiger ein Wort vorkommt, desto grösser erscheint es in der Wolke.

120321-wordle-net.jpg
Die Wortwolke aus dem Inhalt des Buchs «Kummerbox 09» – sie gibt einen ziemlich akkuraten Eindruck, was man vom Inhalt zu erwarten hat.
„Wortwolken steigen lassen“ weiterlesen

Der tägliche Ego-Schnappschuss

Dailybooth ist eine Website für Leute, die ihr Gesicht einmal pro Tag ins Internet halten möchten.

Ob Selbstdarstellung oder Eigendokumentation – dailybooth.com ermöglicht beides. Als so genannte Fotoblogging-Website soll man dort als Nutzer täglich ein Foto von sich machen. Aufnahmen lassen sich in einem so genannten «Blurb» (die freundlichen Zitate auf den Klappentexten von Büchern werden normalerweise so genannt) beschreiben, sodass eine Art fotografisches Tagebuch entsteht.

Foto-Tagebuch
Ähnlich wie bei Twitter kann man anderen Leuten folgen und Bilder kommentieren – und auch Kommentare in Bildform sind möglich. Somit lässt sich Dailybooth auch als eine Art Foto-Weblog bzw. -tagebuch nutzen. Man braucht ja nicht immer sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern kann ebenso gut Szenen des Alltags knipsen.

120214-dailybooth.jpg
Auf der öffentlichen Zeitleiste rutschen die Bilder im Sekundentakt durch.
„Der tägliche Ego-Schnappschuss“ weiterlesen

Die Schweizer Fotoszene bloggt

iso400.ch ist ein neues Schweizer Blog mit Schwerpunkt Fotografie. Und bevor ihr mir nun Befangenheit vorwerft: Jawoll, ich kenne den Herausgeber, Kevin Rechsteiner. Wir gehören zusammen zum Team des Digitalmagazins von Radio Stadtfilter, und ich habe auch schon (zufällig gerade heute) als Gastautor für das Blog geschrieben.

Iso400 schreibt seit Oktober 2011 über die Schweizer Fotoszene, und über «Fotografen, Bildkünstler und Bildarbeiter». Es gibt Portrait von Fotografen, Schwerpunkte zur Streetphotography und zur Frage, ob und wie man sich als Fotograf selbständig machen kann und soll. Es gibt ab und an etwas zu gewinnen, wie beispielsweise ein Gutschein von Rent a lens (wobei die Leser dieses Blogs die Verlosung nun leider knapp verpasst haben). Iso400 organisiert auch einen Basar mit Kameras und Zubehör, testet Fototaschen und andere Gadgets und stellt Web-Plattformen, Ausstellungen, Apps und natürlich gibt es auch Technik-Tipps und -Leitfäden aus der Praxis.
„Die Schweizer Fotoszene bloggt“ weiterlesen

Farbgeschmack beweisen (auch wenn man keinen hat)

Kuler ist eine «Community» für Farbliebhaber schöner Farbkombinationen. Sie stellt harmonische Kombinationen von zwei, drei, vier oder fünf Farbtönen bereit, die man für die Dokumentgestaltung oder für Bildbearbeitungen benutzen kann.

Es gibt nichts, wofür es im Internet keine Community gäbe. Die Website kuler.adobe.com ist ein ausgezeichneter Beleg für diese Behauptung – denn hier gibt es nichts anderes zu sehen als harmonische, garstige, freche, überraschende oder betörende Farbkombinationen. Kuler lässt sich natürlich in den professionellen Gestaltungsprogrammen von Adobe nutzen, allen voran im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, in der Layoutsoftware InDesign und in der Vektorapplikation namens Illustrator. Wer keines dieser Programme besitzt, nutzt Kuler direkt über die Website und überträgt die Farbwerte manuell in seine Anwendung.

120602-kuler01.jpg
In der Liste der populären Farbkombinationen werden alle Gemütszustände abgebildet.
„Farbgeschmack beweisen (auch wenn man keinen hat)“ weiterlesen

Google Plus? Ich will Wave zurück!

Beim Start von Google Plus war ich zurückhaltend optimistisch. Die Idee mit den Circles schien einleuchtend, und die Verwaltung der Kreise ist schick gemacht. Und die Hangouts funktionierten vom Fleck weg und erweisen sich als nützlich. Ich pflegte also meine Kreise und hatte nebst Facebook und Twitter also noch ein soziales Netz, auf dem ich mir die Zeit vertreiben konnte.

Dann tauchte irgend wann einmal die Möglichkeit auf, Circles zu teilen. Das hatte zur Folge, dass an einigen Tagen von 50 oder mehr Leuten gefolgt wurde. Als freundlicher Mensch folgte ich zurück (wobei ich das bei Twitter nie getan hatte – da gab es wohl von Anfang an genügend Bots, um mich von dieser Idee abzubringen).

Das Resultat heute: Ich habe einen Plus-Stream, in dem im Sekundentakt neue Meldungen einlaufen. Dafür verpasse ich interessante Dinge aus meinem richtigen Bekanntenkreis. Und ich habe eine Allergie auf animierte GIFs entwickelt.
„Google Plus? Ich will Wave zurück!“ weiterlesen

Gedanken und Konzepte zu Faden schlagen

WorkFlowy ist ein simpler Gliederungseditor, der im Browser und am Smartphone benutzt werden kann.

Die Softwaregattung «Outliner» wird in Deutsch Gliederungseditor genannt und bezeichnet ein Programm, mit dem man eine Auslegeordnung von Ideen erstellen und seine Gedanken sortieren kann. Bekannte Vertreter der Gattung sind OneNote von Microsoft als Teil von Office und OmniOutliner für den Mac. Auch Word enthält einen Gliederungsmodus, der im Menüband Ansicht bei Dokumentenansichten steckt (bei Word 2003: Ansicht > Gliederung).

WorkFlowy (unter workflowy.com) ist nun ein äusserst einfach zu benutzender Outliner, der im Browser läuft und nach einer Anmeldung gratis verwendet werden kann – auch am iPhone, iPad oder an Android-Smartphones.

Viel Platz für Ideen und Gedanken
Die Ansicht ist spartanisch: Eine leere Seite mit einem Aufzählungspunkt und dem Hinweis Create new Item ist alles, was man zu sehen kriegt. Neu hinzugefügte Einträge kommen untereinander zu stehen und können per Maus beliebig sortiert werden – fährt man mit der Maus über einen Eintrag, erscheint am rechten Rand das Symbol eines Doppelpfeils zur Änderung der Position. „Gedanken und Konzepte zu Faden schlagen“ weiterlesen

Wo wer über welche Themen twittert

Die Website trendsmap.com schlüsselt die Flut der Twitter nach Regionen auf und legt die Hash-Tags auf einer Weltkarte aus.

Eine Milliarde Tweets pro Woche werden inzwischen verschickt – laut blog.twitter.com. Das sind mehr als 1600 Tweets pro Sekunde – die sich oft um nichtssagende Dinge drehen, manchmal aber auch Revolutionen ankündigen. Man kann in Twitter so etwas wie das globale Nervensystem des Informationszeitalters sehen. Der Microblogging-Dienst verrät viel über das kollektive Befinden der Erdbewohner. Er zeigt grosse Ereignisse ebenso auf wie regional beschränkte Begebenheiten.

120124-trendsmap.jpg
Die Franzosen twittern gerade wie wild über die Oscar-Nomination von Jean Dujardin in «The Artist».

Das Problem liegt darin, dass kein Mensch die Flut an Tweets überblickt, die über die Public Timeline rauschen. „Wo wer über welche Themen twittert“ weiterlesen

Soziales Musikstreaming!

In den letzten vielleicht anderthalb Jahren hat die Revolution der gestreamten Musik begonnen. Die Anfänge gehen mit last.fm zwar schon etwas weiter zurück. Doch erst mit echten Schweizer Ablegern konnte man guten Gewissens auf diese Form des Musikkonsums umschwenken. simfy.ch hat den Anfang gemacht, dann kam museeka.com und vor allem spotify.ch. Dann mischte sich auch Apple mit der iCloud und iTunes Match ein, und als ob das nicht schon genug an Streaming wäre, kann man sich nun auch bei deezer.com einklinken. Und es sieht so aus, als ob auch rdio.com bald eine Option wäre.

Besitzen, nicht streamen. Oder?
Stellt sich die Frage: Braucht es all diese Dienste? Ich als Digital Immigrant, der Platten gekauft und Musik ab Radio auf Kassetten aufgenommen hat, bin in der Idee verhaftet, dass man seine Musik besitze muss, selbst wenn die Tracks nun digital sind. „Soziales Musikstreaming!“ weiterlesen

Wie man sich schlau über Websites macht

Wie wichtig ist eine Website? Wer steckt hinter dieser oder jener Adresse? Als wie sicher gilt eine URL? Einige Tipps, wie man entsprechende Informationen auftreibt.

Um eine Website zu veröffentlichen, braucht man keine Genehmigung und keine Lizenz. Auch formal kann man tun und lassen, was man will – so lange man sich im Rahmen des Gesetzes bewegt. In Deutschland existiert immerhin die Impressumspflicht. In der Schweiz soll eine solche Pflicht ab April kommen.

Das Impressum, soweit es heute vorhanden ist, stellt einen guten Anhaltspunkt dar, um etwas über den Betreiber einer Website herauszufinden. Es gibt aber weitere Möglichkeiten, sich kundig zu machen – und auch Informationen in Erfahrung zu bringen, die der Website-Betreiber womöglich nicht veröffentlicht oder noch nicht einmal selber kennt.

Whois
«Who is» steht für «Wer ist…?», und das bezeichnet ein standardisiertes Protokoll, mit dem man Informationen über Internet-Domänen und IP-Adressen abrufen kann. Unter whois.ch kann man nicht nur zu Schweizer und Liechtensteiner Websites Informationen abfragen, sondern auch zu vielen anderen Top-Level-Domains, etwa .de, .fr, .com oder .org. Im Datensatz erscheint der Inhaber der Domäne, sowie ein technischer Kontakt. Manche Registrierungsstellen unterdrücken allerdings diese Informationen, sodass man über dubiose Websites per Whois nicht auf Hintermänner stösst. Es gibt die Whois-Abfrage auch auf anderen Websites, etwa unter whois.net.
„Wie man sich schlau über Websites macht“ weiterlesen

Genau hinsehen bei Googles personalisierter Suche

Search, plus Your World ist Googles neuestes Kind: Die Suche wird mit sozialen Infos angereichert: Mit Posts von Google+, und mit Fotos aus Googles sozialem Netz und von Googles Bilderdienst Picasa.

Da fragt man sich, ob sozial gefilterte Resultate wirklich besser sind als unpersönliche, und ob Google seine eigene Plattform + über Gebühr bevorzugt. Ich bin über die Neuerungen bei Google nicht glücklich; schon die InstantSearch war für mich keine überzeugende Neuerung. Ich würde vorerst aber nicht so weit gehen wie gizmodo.com, wo man findet, damit habe Google soeben Bing zur besten Suchmaschine gemacht.

120117-google-personal-search.jpg
Google-Plus-Postings metastasieren in die Liste der Suchresultate.
„Genau hinsehen bei Googles personalisierter Suche“ weiterlesen