Neues Datenlager in den Wolken

Da habe ich doch neulich darüber gebloggt, dass mir Windows 7 keinen «Nerdgasmus» bereitet hat. Daraufhin stellte mir @hediger auf Twitter die Frage, wo ich denn schon einmal einen erlebt hätte. Ich musste passen. Jetzt kann ich ihm aber endlich eine hochbefriedigende Antwort liefern. „Neues Datenlager in den Wolken“ weiterlesen

Weibliche und männliche Webvögel

Als interessanter «Follow-up» zum gestrigen Twitter-Artikel hier noch eine nette Statistik zum Geschlechterkampf auf der Zwitscherplattform, erschienen unter dem Titel « Men Follow Men and Nobody Tweets» auf harvardbusiness.org:
Auf Twitter läuft die Sache zwischen Männlein und Weiblein überhaupt nicht wie im richtigen Leben. Die Anziehungskraft der weiblichen Zwitscherer ist gering. Männer scheinen attraktiver, haben mehr Follower und sogar Männer folgen eher Männern als Frauen. Das ist wie in der richtigen Vogelwelt: Die Männchen haben das schöne Federkleid und den imposanten Kamm, und die Frauen sehen unscheinbar aus.
Jedenfalls scheinen mir die Resultate nicht auf die Schweizer Twitterszene übertragbar. Hierzulande gibt es wenig Twittererinnen. Unter meinen Followern gibt es, so ich weiss, keine einzige richtige Frau (d.h. eine Frau ohne gesperrten Account). Twitter CH ist ein Männerclub und die schillernden Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wir Webvögel

Ist Twitter Kommunikationsrevolution und lang ersehnte E-Mail-Alternative? Manche sind davon überzeugt und verheissen dem «Telegraf 2.0» eine strahlende Zukunft. Ich enthalte mich einer Prognose, zumal es bei mir gut anderthalb Jahre gedauert hat, bevor ich zum Twitterer wurde. Ich bin relativ früh Leute begegnet, die twitterten, war aber der festen Überzeugung, hier einen Dienst vor mir zu haben, den die Welt nicht braucht.
Nun, inzwischen twittere ich als MrClicko und habe meine ursprüngliche Anti-Haltung revidiert. Ursprünglich fand ich es nett, dass ich via Twitter-Widget in diesem Blog (siehe unten rechts) per SMS auf clickomania.ch quasi-live posten konnte. Und ist die Sache zu einem Selbstläufer geworden. „Wir Webvögel“ weiterlesen

Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen

Eine neue Suchmaschine! Hohe Erwartungen! Banges Hoffen! Wird Wolfram-Alpha uns endlich etwas Unabhängigkeit von Google geben? (Wie gross die ist, haben wir vorgestern erlebt.)
Nun ist Wolfram-Alpha aus der geschützten Kinderstube entlassen und den Webnutzern zum Frass vorgeworfen worden. Gestern Freitag wurde die «Antwortmaschine eingeschaltet. Und war bei den ersten Tests doch um die viele Antworten verlegen: „Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen“ weiterlesen

Ich fühle mich so rosa

Eben habe ich eine Funktion bei der Bildersuche von Google entdeckt, die es da vielleicht schon länger gibt, die mir jedenfalls bisher entgangen war. In der Leiste, in der man die Resultate nach Bildgrösse und Bildart einschränken kann, gibt es neu auch ein Symbol mit vier Farben. Wenn man darauf klickt, kann man aus 12 Farben eine auswählen und erhält dann vor allem Bilder, in denen diese Farbe dominiert:
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Den Abwärtshorizont erweitern

Parkidiot, Fahrradflucht und Flüsterauto, Wohnshow und Big-Diet-Ambiente, Big-Brother-Baby, vorgoogeln oder verflickrn: Diese wunderschönen Wortschöpfungen existieren alle real und wurden zusammengetragen von Lothar Lemnitzer vom Seminar für Sprachwissenschaft der Uni Tübingen. Die Perlen gibt es auf wortwarte.de. Wörterfans weiden sich an Depressionsschick oder am Extra-Rülps-Faktor, erweitern den Abwärtshorizont oder die Biokapazität, steigern den Sentimentindex und nicht das Finanzgau, erhöhen die Beweglichkeitskompetenz und machen mich ganz präwikipedianisch. Ein Leckerbissen so gross wie ein Vier-Kanal-ABS-Bremskraftverteilungssystem und endlose Inspirationsquelle für Schreiberlinge.

Journalismus als Twitter-Abfall

Ich muss mit diesen amerikanischen Podcasts aufhören. In Twit und bei No Agenda wird dieser Tage fröhlich der Untergang der Tageszeitung proklamiert. Wenn man das Zeitungssterben (siehe zum Beispiel WOZ vom 2. April; Artikel nicht online abrufbar) in den USA verfolgt, dann erstaunt es nicht, dass manche schon das Totenglöckchen läuten. San Francisco könnte, wenn der «San Francisco Chronicle» untergeht, die erste US-Grossstadt ohne eigene Zeitung werden. Was nicht alle stören würde. Manche mögen keine Zeitungen, einige sehen sie als Konkurrenz oder halten sie für schlecht gemacht. Selbst die unverblümte Häme, die mitunter auf die darniederliegenden Blätter geschüttet wird, ist nachvollziehbar, wenn man sie als Retourkutsche nimmt. Es soll ja selbst heute noch Presse-Journalisten geben, die für Blogger nur ein müdes Lächeln übrig haben.
Aber man muss kein Zeitungsjournalist sein, um die Haltung der gekränkten Webpublizisten dumm und kleinkariert zu finden. Zeitungen mögen altmodisch, schwerfällig, langsam und überflüssig wirken, aber es steht ausser Zweifel, dass sie, einmal verschwunden, eine riesige Lücke hinterlassen würden. Und auch wenn das Online-News konsumierende Publikum momentan nicht den Anschein erweckt, würde es die Tageszeitung schmerzlich vermissen.
Natürlich haben Zeitungstotengräber längst Ideen, wie die Lücke zu füllen wäre. „Journalismus als Twitter-Abfall“ weiterlesen

Simulcrum und Scimitar

Für manche eine der überflüssigsten Webseiten der Welt, für Leute wie mich eine wahre Fundgrube: www.guidebookgallery.org.
Hier viele Screenshots von GUIs zu sehen, also vom «Graphical User Interface». Einfach könnte man auch sagen: Man sieht Bildschirmfotos von Betriebssystemen. Und zwar von aktuellen und verblichenen, von wohlbekannten und exotischen, von Mauerblümchen und den Top-Shots unter den Systemsoftwaren. Also wenn man mal sehen möchte, wie denn das ArthurOS oder das Lisa-Betriebssystem, Amiga, Apollo oder BeOS, „Simulcrum und Scimitar“ weiterlesen

340 Schweizer Senioren auf Facebook

Wenn man auf Facebook eine Fan-Seite betreibt, findet sich im Administrationsmenü der unscheinbare Eintrag «Werbeanzeige für Seite schalten». Diesen anzuklicken, lohnt sich, selbst wenn man keine Werbeanzeige schalten will. Man erhält so nämlich interessante Einblicke zu den Nutzerzahlen der Plattform. Bei «Gestalte deine Werbeanzeige» gibt man einfach mal in jedes Feld «Test» ein und klickt auf «Weiter». Unter «Zielgruppe» kann man dann die Herkunft auswählen, also beispielsweise die Schweiz, und dann darunter weitere Parameter setzen: Alter, Geschlecht, Ausbildung, Beziehungsstatus, etc. Der eigentliche Clou ist die Angabe darunter. „340 Schweizer Senioren auf Facebook“ weiterlesen

Küss die Hand, schönes Fraulien

Apple ist doch normalerweise der Zeit voraus. In diesem Fall aber nicht:
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Diese Anrede stammt wahrscheinlich aus dem frühen Spätmittelalter, als noch klassisches Frühmittelhochdeutsch gesprochen wurde und ein antikes Rollenbild herrschte. Oder es liegt daran, dass Apple seit dem iMac eine etwas spezielle Beziehung zu dem Buchstaben i hat? „Küss die Hand, schönes Fraulien“ weiterlesen