Mein ganz persönlicher Twitter-Bot

Kollega Zedi hat mich neulich mit der Nase auf einen lustigen Online-Dienst ifttt.com gestossen, der augenblicklich den Tüftler in mir ansprach. Er geht in die gleiche Richtung wie Yahoo Pipes (hier beschrieben), ist aber viel einfacher. Man kann ähnliche Dinge tun wie mit Friendfeed (hier beschrieben), aber viel leistungsfähiger.

Wie die Puzzleteile zusammenfinden
Da ich vor einiger Zeit das Twitter-Handle @MSchuessler reserviert hatte, ohne dass ich etwas damit anzufangen gewusst hätte, kam ich nun auf die Idee, einen kleinen ifttt.com-Bot aufzusetzen, der meinen Internetkram automatisch vertwittert. ifttt steht für «if this then that». Zu deutsch: Wenn dies passiert, mache das. Es gibt Trigger, die als Auslöser einer Aktion fungieren. Trigger werden über Kanäle (Channels) eingefügt. Es gibt 38 Kanäle, u.a. Flickr, Instagram, Google Calendar, Youtube, Börsenkurse, Mail, SMS, Dropbox, Facebook, Twitter, Instapaper, WordPress und Datum und Zeit. „Mein ganz persönlicher Twitter-Bot“ weiterlesen

Riesenposter in Eigenproduktion

Ein Bild als grosses Poster selber drucken – dabei hilft blockposters.com. Die Website teilt ein Bild auf mehrere Seiten auf. Diese werden dann mit einem A4-Drucker ausgegeben und zusammengeklebt.

Wenn es um Fotos geht, gibt es an der ansonsten heftig umstrittenen Behauptung «Size matters» nichts zu deuteln: Je grösser das Foto, desto imposanter die Bildwirkung. Gelungene Aufnahmen gehören grosszügig reproduziert an die Wand. Bei vielen Online-Anbietern kann man inzwischen Poster in XXL-Formaten von den eigenen Aufnahmen bestellen. Der Uzwiler Anbieter posterexpress.ch vergrössert auf 100 mal 150 Zentimetern oder im Panorama-Format sogar auf 300 mal 100 Zentimeter. Ähnliche Formate gibt es auch bei supracolor.ch und der deutsche Anbieter posterxxl.de druckt sogar Formate wie 216×144 Zentimeter oder Panoramas mit 435×145 Zentimeter (letzteres ist für 150 Euro, ohne Versand zu haben). „Riesenposter in Eigenproduktion“ weiterlesen

Websites für Bücherwürmer

Es gibt Webcommunities für alle und alles – sogar für Leute, die gern Bücher lesen. Auf Librarything.de, goodreads.com, shelfari.com und booklamp.org kann man sich über seine Lieblingstitel austauschen, neues Lesefutter entdecken und Leute mit gleichem Geschmack kennen lernen.

Bis vor Kurzem zeugte die üppig bestückte Bücherwand von Belesenheit und Literaturkenntnis. Heute kann man seinen Verbrauch an Lesestoff online kundtun. Diverse Plattformen bieten sich an: Librarything.de in Deutsch, und für englischsprachige Nutzer stehen goodreads.com, shelfari.com und booklamp.org offen.

Bücherplattformen erfüllen mehrere Zwecke. Sie erlauben erstens die Dokumentation des persönlichen Bücherverbrauchs: Man trägt ein, welche Bücher man gelesen hat, vergibt eine Wertung, erfasst eigene Rezensionen und trägt Trivia ein – beispielsweise Filme zum Buch, Schauplätze oder denkwürdige Zitate. Da die Websites Zugriff auf Online-Datenbestände wie Amazon.com, Abebooks.de, Google-Books oder JustBooks.de haben, braucht man weder ISBN-Nummern zu erfassen, noch Cover zu scannen, um in seinem elektronischen Zettelkasten umfassende Angaben zu seinen Büchern zur Verfügung zu haben. Das macht die Arbeit viel angenehmer als mit einer selbst gestrickten Literaturverwaltung.

Literarischer Geschmack als gemeinsamer Nenner
Zweitens bringen die Bücherplattformen – wie könnte es in der Web-2.0-Ära auch anders sein? – Gleichgesinnte zusammen. „Websites für Bücherwürmer“ weiterlesen

Spiderdressur

Smartspider: Das sind die kleinen Viecher, die kurz vor den Parlamentswahlen aus den Ritzen kriechen und politische Positionen abstecken. Ich habe vor Kurzem schon mal zu dem Thema gebloggt. Die Spiderei war auch Thema in unserer letzten Digitalsendung und verschiedener Gespräche.

Da hat sich für mich die Idee herauskristallisiert, wie man den Nutzen des Smartspider massiv erhöhen könnte. Das Nonplusultra wäre ein Filter- und Gewichtungsmechanismus für die Smartspider-Empfehlungen. Ich wünsche mir konkret folgende Möglichkeiten:

  • Kandidaten von Null-Chancen-Listen wie den Konfessionslosen oder der Tierpartei will ich erst gar nicht sehen. Sie sollten nicht in den Empfehlungen auftauchen. Sprich: Es braucht eine Möglichkeit, ungenehme Listen zu blockieren.
  • Es ist oft nicht sinnvoll, Kandidaten von den hinteren Listenplätzen zu wählen, so gross die Übereinstimmung auch sein mag. Darum wäre es sinnvoll, wenn man optional Kandidaten ausblenden könnten, die keine oder nur geringe Wahlchancen haben.

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Twitter und Facebook als Nachrichtenlieferanten

Summify sammelt auf Facebook und Twitter Links, und stellt daraus eine individuelle Nachrichten-Seite zusammen. Themen, die häufig erwähnt wurden, landen zuoberst. So entsteht ein von Freunden und Gefolgten geprägter Newsmix.

Über soziale Medien werden Belanglosigkeiten privater Natur ausgetauscht. Doch nicht nur. Für manche Nutzer werden Twitter und Facebook zu wichtigen Informationsquellen, die Neuigkeiten zwar nicht geordnet, dafür aber schnell und breit gefächert liefern.

«Nicht geordnet» ist allerdings eine Untertreibung: Links zu Newsbeiträgen kommen, wie sie gerade gepostet werden – in willkürlicher Reihenfolge und oft doppelt oder mehrfach. Da ist dann doch das wohl geordnete, sauber aufbereitete Newsmedium die praktischere Quelle.

News-Magazin à la Flipboard
Es gibt indes immer wieder Anstrengungen, den chaotischen Output der sozialen Netze in geordnete Bahnen zu lenken. „Twitter und Facebook als Nachrichtenlieferanten“ weiterlesen

Eaves make the world go round…

Bei empireavenue.com ist man als Mitglied auch gleichzeitig handelbare Ware. Man beteiligt sich an anderen Usern, steigert durch intensives Publizieren im Internet seinen virtuellen Wert und beteiligt sich an aufstrebenden Bloggern und Microbloggern. Das Ganze ist nur ein Spiel – aber wie «Monopoly» reflektiert es die herrschenden Spielregeln auf treffliche Weise.

Kapitalismus meets Web 2.0 ist die Idee bei empireavenue.com auf den Punkt gebracht. Als Mitglied dieser kanadischen Community will man reich und mächtig werden. Die Mittel dazu sind die Mittel des Web 2.0: Publizieren, kommentieren, interagieren und micro-bloggen. Wie geschickt man sich verhält, ist im Börsenkurs ersichtlich. Ausserdem erhält man anhand des «Activity score» einen Titel verliehen und kann sich Auszeichnungen («achievements») verdienen.

Konkret funktioniert Empire Avenue so: Man meldet sich an und startet mit einem Grundkapital, das in der virtuellen Währung «Eaves» in der eigenen Tasche steckt. „Eaves make the world go round…“ weiterlesen

Formspring (und andere Ego-Communities)

Auf Formspring.me stellt man sich gegenseitig Fragen und auf threewords.me lässt man sich in drei Worten beschreiben. Ist das Social-Media-Unfug für Jugendliche oder bringt es echten Erkenntnisgewinn?

Online-Communities wecken in uns allen den Selbstdarsteller und Narzissten. Es hat einen ganz besonderen Reiz, sich über Fotos und Status-Updates ins rechte Bild zu rücken – denn schliesslich schaut (fast) die ganze Welt zu. Da ist es nur folgerichtig, dass einige Web-Communities sich ganz der gegenseitigen Ego-Pflege widmen.

Formspring.me ist eine Community, die es schon seit knapp zwei Jahren gibt. Man kann hier wunderbar Promi spielen: Man wirft sich gegenseitig Fragen an den Kopf, die dann beantwortet werden – oder auch nicht. «Hast du einen Führerschein?» «Welche Oreos schmecken am besten?» «Wie lautet der Plural von Index?» «Was ist der erste Film, den du gesehen hast?» «Was war zuerst – das Huhn oder das Ei?» „Formspring (und andere Ego-Communities)“ weiterlesen

Googles Bildersuche sucht nach Bildern

Was nicht überraschend ist, sondern eine Tautologie. Gemeint ist eigentlich, dass man neuerdings als Suchanfrage nicht nur ein Wort oder einen Satz verwenden kann, sondern eben auch ein Bild.
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Das Ausgangsbild der Suche habe ich aus meiner Flickr-Seite per Drag&Drop ins Suchfeld der Bildersuche gezogen – das Ausgangsbild muss somit noch nicht einmal lokal gespeichert sein. „Googles Bildersuche sucht nach Bildern“ weiterlesen

Multiple Webpersönlichkeitsspaltung

Wer bin ich?
Bei Twitter, identi.ca, Foursquare, about.me und Instagr.am kennt man mich als MrClicko. Bei Flattr, Gowalla, librarything.de, Bit.ly, formspring.me, Wakoopa, Friendfeed, Soundcloud, Deviantart, Goscoville.com, Dopplr, gdgt.com und im GameCenter von Apple als SchmaMoluz.
Bei Flickr und Google als Mattschthe2nd. Bei empireavenue.com als MRCLICKO. Bei Geekchart.com und connect.garmin.com als Mattsch. Bei Gbanga als Don_Schma_Moluz. Bei Diaspora, addons.mozilla.org, getsatisfaction.com und Facebook als Matthias Schüssler.
Da könnte man glatt die Übersicht verlieren… Die gute Nachricht ist: Ich richtigen Leben weiss ich fast immer, wer ich bin…

Flottes Kontakte-Karussell

Oder: Wie das Adressbuch wolkig wird. Mit dem Adressbuch ist es so eine Sache. Man hat im Büro einen Computer, auf dem man vorwiegend mit Thunderbird arbeitet. Es gibt zu Hause den Mac, der mit dem iPhone synchronisiert wird. Dann existiert da auch noch diese Windows-Kiste, auf der aus unerfindlichen Gründen Windows Live Mail läuft. Überall gibt es Adressbücher, die sich in unterschiedlichen Stadien des Veraltens befinden. Da drängt sich die Frage auf: Wie bringt man also eine gemeinsame Adressbasis hin?
Indem man einige Puzzleteile zusammenbaut.

1. Sync des Adressbuchs von Mac OS X
Das erste Puzzleteil ist eine Funktion im Adressbuch von Mac OS X, die Apple vor kurzem still und leise eingebaut hat: Nämlich die Möglichkeit, das Adressbuch mit Diensten (MobileMe, Yahoo und Google Contacts) zu synchronisieren:
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