Vielleicht doch etwas wässerig

Google Wave! Fast so ein grosses Wunder wie iSlate. Pardon, das iPad. Bzw. der iTampon, wie ganz böse Zungen zischeln.
Allerdings ist es nach der Aufregung im letzten Jahr verdächtig ruhig geworden um die Wunderwelle. Ist sie schon verebbt, fragt man sich. Die Flaute hat eventuell damit zu tun, dass jeder, der will, inzwischen bei der Wave mit dabei sein kann. Es ist zwar immer noch so, dass man für den «limited preview» eine Einladung braucht. Aber die bekommt man locker, wenn man via Twitter oder Facebook danach fragt. Das schmeichelnde Gefühl fällt weg, einem Geheimbund anzugehören bzw. Teil der Elite zu sein, die Zukunft heute schon sieht. Dafür werden die ständigen Abstürze und Fehler zunehmend lästig.
Abgesehen davon frage ich mich (ein bisschen wie beim iPad), ob es wirklich funktioniert, wenn man aus bekannten Versatzstücken ein neues Produkt baut – und dafür in Anspruch nimmt, die Welt zu revolutionieren. Bei der Wave gibt es viele Dinge, die einleuchten, praktisch, nützlich sind. Es gibt aber mindestens ebenso viele Dinge, die unerwartet funktionieren oder irreführend benannt sind. Aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit ist die Wave eine bare Katastrophe. „Vielleicht doch etwas wässerig“ weiterlesen

Zehn Glasnost-Punkte zu verdienen

Google, der Datenstaubsauger, die Datenkrake das Datenmonster. Neulich bin ich über die Angabe gestolpert, dass Google einen Datendurchsatz von 20 Petabyte hat – pro Tag. Kein Wunder, dass den Leuten dafür solch albtraumhafte Monsterbezeichnungen einfallen.
Da ist es natürlich interessant zu hören, dass Google der Transparenz und dem Datenschutz Vorschub leisten will. Dafür gibt es neuerdings das Google Dashboard. Es führt alle Dienste auf, die man mit seinem Google-Konto nutzt und zeigt an, welche Daten gespeichert sind. Man sieht die Datenbestände bei Mail, den Kontakten, die Aktivitäten bei Youtube und Orkut, sein Webprotokoll und sein Profil bei «Google Health». „Zehn Glasnost-Punkte zu verdienen“ weiterlesen

Follow Thursday

Ich bin kein grosser Fan von den Follow Fridays auf Twitter. Man sieht den Namen nicht an, ob die Person dahinter Dinge twittert, die einen interessieren. Da ich aber mit vielen Leuten twittere, deren Beiträge ich schätze, die mich zum Schmunzeln bringen und die mir neue Einsichten vermitteln, hier meine Empfehlungen. Das sind die Tweets, die ich in den letzten Monate favorisiert habe. Und, ja, ein paar meiner eigenen Tweets sind drunter.
Herm, @hermsfarm, 30.09.09 22:32: seitdem ich eben die zahnbürste der stärke “hart” ausgepackt habe, hab ich einen ohrwurm von gröhnemeyers “wann ist ein mann ein mann?”.
Tim Siedell, @badbanana, 30.09.09 22:27: Now Dennis Hopper has been hospitalized. Not a great week for people who have been in Jack Nicholson’s hot tub.
Wolfgang Buechner, @wbuechner, 29.09.09 07:07: Wunderbar! RT @klauseck Wann Sie einen Tweet löschen sollten #Reputation #Karriere http://post.ly/6eGh
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Eine Reise in beide Richtungen der Unendlichkeit

Natürlich reist man dieser Tage am liebsten richtig, indem man die Koffer packt und die heimischen Gefilde hinter sich lässt. Sollte einem diese Freiheit nicht beschieden sein, kann man auch via syfy.com/tinman/oz eine fantastische Reise antreten. Man reist per Flash-Player und taucht immer weiter von einer fantastischen Station zur nächsten, noch fantastischeren.
Ausgangslage ist eine künstlerische Szene, eine reale oder surreale Stadt-, Natur- oder Planetenlandschaft, in die man eintaucht und man dann über Bilder, Werbetafeln, Höhleneingänge, Kühlergrills und Wasserpfützen in neue Welten übertritt.
Liebevoll animiert, mit vielen kleinen Details und Effekten rechtfertigen die lange Ladezeit allemal. Leider ist die Reise nicht unendlich, was den Titel dieses Postings Lügen straft. Aber wenn sie es wäre, hm, dann wäre wohl auch die Ladezeit unendlich und die Reise würde nie beginnen…

Ads mit Layer gehen mir auf die Nerven

Niemand würde heute einen Browser ohne Popup-Blocker benutzen. Popups sind unerwünscht. Sie stören, sie sind aufdringlich, gehen auf die Nerven. Man müsste meinen, die Internetgemeinde habe sich diesbezüglich unmissverständlich ausgedrückt: Weg damit!

Doch nein, ein paar unverbesserliche Quälgeister haben die Botschaft nicht verstanden. Sie haben zwar gemerkt, dass Popup-Werbung gestorben sind, aber das zum Anlass genommen, stattdessen Layer-Ads zu platzieren. Sie legen sich über die eigentliche Website, verstecken den Text und als ob das nicht genug wäre, arbeiten sie auch oft mit irreführenden Schaltflächen: Wenn man aufs «X» klickt, betätigt man nicht etwa die Schaltfläche zum Schliessen, sondern öffnet die werbende Website. „Ads mit Layer gehen mir auf die Nerven“ weiterlesen

Neues Datenlager in den Wolken

Da habe ich doch neulich darüber gebloggt, dass mir Windows 7 keinen «Nerdgasmus» bereitet hat. Daraufhin stellte mir @hediger auf Twitter die Frage, wo ich denn schon einmal einen erlebt hätte. Ich musste passen. Jetzt kann ich ihm aber endlich eine hochbefriedigende Antwort liefern. „Neues Datenlager in den Wolken“ weiterlesen

Weibliche und männliche Webvögel

Als interessanter «Follow-up» zum gestrigen Twitter-Artikel hier noch eine nette Statistik zum Geschlechterkampf auf der Zwitscherplattform, erschienen unter dem Titel « Men Follow Men and Nobody Tweets» auf harvardbusiness.org:
Auf Twitter läuft die Sache zwischen Männlein und Weiblein überhaupt nicht wie im richtigen Leben. Die Anziehungskraft der weiblichen Zwitscherer ist gering. Männer scheinen attraktiver, haben mehr Follower und sogar Männer folgen eher Männern als Frauen. Das ist wie in der richtigen Vogelwelt: Die Männchen haben das schöne Federkleid und den imposanten Kamm, und die Frauen sehen unscheinbar aus.
Jedenfalls scheinen mir die Resultate nicht auf die Schweizer Twitterszene übertragbar. Hierzulande gibt es wenig Twittererinnen. Unter meinen Followern gibt es, so ich weiss, keine einzige richtige Frau (d.h. eine Frau ohne gesperrten Account). Twitter CH ist ein Männerclub und die schillernden Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wir Webvögel

Ist Twitter Kommunikationsrevolution und lang ersehnte E-Mail-Alternative? Manche sind davon überzeugt und verheissen dem «Telegraf 2.0» eine strahlende Zukunft. Ich enthalte mich einer Prognose, zumal es bei mir gut anderthalb Jahre gedauert hat, bevor ich zum Twitterer wurde. Ich bin relativ früh Leute begegnet, die twitterten, war aber der festen Überzeugung, hier einen Dienst vor mir zu haben, den die Welt nicht braucht.
Nun, inzwischen twittere ich als MrClicko und habe meine ursprüngliche Anti-Haltung revidiert. Ursprünglich fand ich es nett, dass ich via Twitter-Widget in diesem Blog (siehe unten rechts) per SMS auf clickomania.ch quasi-live posten konnte. Und ist die Sache zu einem Selbstläufer geworden. „Wir Webvögel“ weiterlesen

Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen

Eine neue Suchmaschine! Hohe Erwartungen! Banges Hoffen! Wird Wolfram-Alpha uns endlich etwas Unabhängigkeit von Google geben? (Wie gross die ist, haben wir vorgestern erlebt.)
Nun ist Wolfram-Alpha aus der geschützten Kinderstube entlassen und den Webnutzern zum Frass vorgeworfen worden. Gestern Freitag wurde die «Antwortmaschine eingeschaltet. Und war bei den ersten Tests doch um die viele Antworten verlegen: „Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen“ weiterlesen