Reduce to the min

Der neue Schlankheitswahn bei der Software: Programmoberflächen werden entrümpelt und Programme kommen plötzlich übersichtlich und aufgeräumt daher.

Wenn Firefox 4 in der ersten Beta zum ersten Mal am Bildschirm erscheint, glaubt man erst, versehentlich das Icon von Google Chrome angeklickt zu haben.

Mozilla hat sich extrem stark von Chrome inspirieren lassen; und gibt damit Google recht. Die haben immer behauptet, sie würden Chrome lancieren, um für Innovation und Inspiration zu sorgen.

Steckt Google hinter diesem Trend?

Google als prägende Kraft. Oder vielleicht auch nicht. „Reduce to the min“ weiterlesen

Lightroom 3 quetscht die Welt zurecht

Die Objektivkorrektur in Adobes Bildverwaltungsprogramm ist beeindruckend: Sie entzerrt auch Fischaugen-Bilder vollautomatisch.

Letztes Wochenende hat in Winterthur das Albanifest stattgefunden. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, um die Welt von oben zu sehen und sie auch so zu fotografieren. Sprich: Auf dem Riesenrad am Neumarkt einen Blick über die ganze Stadt zu wagen und Fotos aus dieser sonst unerreichbaren Perspektive zu machen.

Ich habe für diesen Zweck das Fischaugenobjektiv aufgesetzt und diese Bilder durch Lightroom 3.0 gejagt. Äusserst neugierig war ich auf die neue Objektivkorrektur: Denn wie könnte man die besser testen, als mit Verzerrungen, wie sie ein Fisheye produziert?

Die Objektivkorrektur funktioniert ganz simpel

Und Adobes neues Feature nötigt mir Respekt ab. Das Objektiv wird automatisch erkannt; man braucht nichts weiter zu tun, als unter Objektivkorrekturen den Reiter Profil auszuwählen und die Option Profilkorrekturen aktivieren einzuschalten. Und schon wird das Bild vollautomatisch entzerrt.

Sprich: Aus dieser Aufnahme…

Das Foto in voller Fischaugen-Pracht!

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Stahlharte Tipps für Google Chrome

Drei sehr nützliche Methoden für Googles Browser.

Ein Geständnis: Mein Standardbrowser auf dem Mac ist seit einiger Zeit Google Chrome. Und auch unter Windows stehe ich kurz davor, Firefox abzulösen. Das liegt am äusserst trägen Start der neuesten Version und am enormen Ressourcenverbrauch. Da ist Chrome einfach um Längen besser. Was mich im Moment noch abhält, sind einige der nützlichen Erweiterungen, die es für Chrome nicht gibt. Oder noch nicht. Jedenfalls scheint es mir dringend nötig, dass die Mozilla-Stiftung an der Performance von Firefox arbeitet.

Jedenfalls ist Chrome längst wichtig genug, dass man hier einige nützliche Tricks für diesen Browser zum Besten geben könnte:

Die «Omnibox» wird als Suchfeld und als Adressleiste genutzt. Bei manchen Wörtern ist daher nicht klar, ob die nun als Adresseingabe oder als Suchbegriff gemeint sind. Stellt man ein Fragezeichen voran, startet Chrome eine Suche:
? Clickomania „Stahlharte Tipps für Google Chrome“ weiterlesen

Youtube, mach mal Musik!

Eine (nicht ganz pflegeleichte) Methode, wie man aus Youtube-Videos die Tonspur extrahiert und sie in MP3-Dateien umwandelt, um sie der Musiksammlung einzuverleiben.

Es gibt immer mal wieder Gelegenheiten, bei denen man ein Youtube-Video gerne nehmen und damit etwas Vernünftiges anstellen möchte. Beispielsweise die Tonspur extrahieren, um diese auf den iPod oder das iPhone zu bringen oder irgendwie sonst weiterzuverwenden. Beispielsweise könnte der im vorherigen Posting erwähnte Song einen auf solche Ideen bringen.

Das Entnehmen und Weiterverarbeiten des Audiotracks eines Youtube-Videos funktioniert auf dem Mac sehr einfach: „Youtube, mach mal Musik!“ weiterlesen

Thunderbird Quicktipp

«Ein alter Hut», werden manche Leser jetzt sagen. «Was meinst du, warum im Menü neben jedem Menübefehl eine Zahl steht??» Das stimmt natürlich. Aber wie das so ist, manchmal fallen einem (d.h. mir) offensichtliche Dinge nicht auf. Ich musste daher erst per Zufall über diesen Superzeitspartrick stolpern:

Es geht um die Stichworte, die tags in Thunderbird. Die weist man normalerweise über Nachricht > Schlagwörter > [Schlagwort] zu. Etwas umständlich. Viel schneller geht es per Tastatur. Für das erste Stichwort drückt man auf dem Ziffernblock oder der Ziffernreihe die 1, für das zweite die 2, etc.

Und um alle Stichworte zu löschen, drückt man die Null. Und damit man ohne zu zählen weiss, welches Stichwort welche Zahl hat, steht neben jedem Stichwort im Menü eben eine Zahl. So logisch ist die Welt manchmal.

Zu meiner Ehrenrettung noch etwas Klugscheisserei: Unter Windows wäre es Usus, dass Tastaturkürzel im Menü rechtsbündig angegeben werden. Bei Thunderbird stehen sie aber links vor dem Eintrag. Das ist benutzerunfreundlich, zumal es wie Figura zeigt auch begriffstutzige Benutzer gibt.

Und noch etwas: Damit die wichtigsten neun Stichworte eine eigene Zahl haben, wäre es schön, wenn man die Reihenfolge der Stichwörter unter Extras > Einstellungen in der Rubrik Ansicht und im Reiter Stichwörter anpassen könnte. Kann man aber nicht.

Was Snow Loepaord auch noch kann

Mac OS X 10.6 bringt keine revolutionäre Neuerungen, aber kleinere, sinnvolle Verbesserungen, namentlich die systemweite Autokorrektur.

Nur ein aufgeblasenes Service Pack oder ein wirkliches Update? Diese Diskussion wird im Moment zu Snow Leopard geführt, etwa auch in unserem Digital-Podcast.

Sein Geld wert

Ich neige zur Ansicht, Snow Leopard sei sein Geld wert. Der Grund sind die kleinen Verbesserungen, über die man immer wieder stolpert. Heute habe ich wieder zwei Details entdeckt, die mir gut gefallen – und die ich schon jetzt nicht mehr missen möchte. „Was Snow Loepaord auch noch kann“ weiterlesen

Tricks für den Automator und Snow Leopard

Die beste Neuerung in Mac OS X 10.6 alias Snow Leopard findet sich in Automator: Man kann nun via Dienste-Menü auf eigene Programm­abläufe zugreifen. Das bietet ein grosses Rationalisierungs­potenzial.

Ich bin noch nicht dazu gekommen, mich darüber auszulassen, welches denn nun die gelungenste Neuerung in Snow Leopard ist, meiner bescheidenen Meinung nach.

Das ist nämlich nicht QuickTime X und nicht Grand Central Dispatch, sondern das Dienstmenü. Es steckt in dem Menü, das den Namen des gerade aktiven Programms trägt und es bietet kontextsensitive Befehle an. Es erlaubt, einen markierten Text als E-Mail zu schicken, als Notiz abzulegen oder als Suchbegriff an Spotlight oder Google zu schicken. Das finde ich seit jeher praktisch. Nun kann man via Dienste auf Automator zugreifen.

Das klingt auf den ersten Blick nicht spektakulär. Wenn man nachforscht, entdeckt man enorme Rationalisierungspotenziale. „Tricks für den Automator und Snow Leopard“ weiterlesen

Es schneit Raubkatzen

Das neue Mac-Betriebssystem Snow Leopard im Video vorgestellt. Plus gleich eine Kurzkritik dieses Videos von meiner Freundin.

Das NDA nun doch noch abgelaufen und mein grosser Test von Apples neuem Betriebssystem Snow Leopard (Mac OS X 10.6) ist online:
tagesanzeiger.ch/digital.

Es gibt da auch ein Video von mir, zu dem meine Freundin sagte: «Langweilig. Und deine Körpersprache ist seltsam.» „Es schneit Raubkatzen“ weiterlesen

Schneller googeln und bingen geht nicht

Indem man in Firefox seinen Lieblings-Suchmaschinen Schlüsselwörter zuweist, recherchiert man schneller im Netz als je zuvor.

Welches ist der schnellste Weg, in Firefox eine Suche zu starten? Klar, via Suchfenster, das man am besten mit der Tastenkombination Ctrl + k anspringt.

Das funktioniert gut, solange man nicht die Suchmaschine wechseln will. Wenn als Suchmaschine Google eingestellt ist, man, aus welchem Grund auch immer, etwas «bingen» – oder auf Wiki nachschlagen – will, ist dieser Weg nicht sehr effizient. Man muss erst über das Dropdown-Menü auf die passende Suchmaschine umschalten, dann den Begriff eingeben und die Suche starten.

Recherchemöglichkeiten hinterlegen

Folgender Trick hilft, hier einige wertvolle Sekunden einzusparen: Man klicke im Dropdown-Feld des Firefox-Suchfeldes auf Suchmaschinen verwalten. Im Dialog gibt es nun die Möglichkeit, für jede Suchmaschine ein Schlüsselwort zu erfassen:

Die Suchmaschinen mit den hinterlegten Schüsselwörtern.

Das sollte man tun, wobei ich empfehle, diese möglichst kurz zu halten. Also zum Beispiel g für Google, b für Bing, w für Wikipedia und wa für Wolfram-Alpha.
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