Wie Schweine ihren Schaffensdrang ausleben

Die Macher von «Angry Birds» legen nach. Beim iPad-Spiel «Bad Piggies» ist nicht nur Fingerspitzengefühl gefragt, es braucht auch Sinn fürs Konstruktive.

Rovio Entertainment hat 2009 mit «Angry Birds» einen Spiel-Erfolg gelandet, der bis heute seinesgleichen sucht. Als Spieler steuerte man erzürnte Vögel, die in Selbstmordmissionen die von grünen Schweinen gebauten Festungen zum Einsturz brachten. Das Spiel ist inzwischen auf fast allen Plattformen daheim und hatte auch einige Fortsetzungen erfahren. «Angry Birds Space» verlagert den ewigen Kampf zwischen Vögeln und Schweinen ins All, was dem Spieler Geschick im Umgang mit Schwerelosigkeit und Anziehungskraft abverlangt. Und bei «Angry Birds Star Wars» sind die wütenden Federviecher sogar auf den Yoda gekommen.

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Zwei Rahmen, zwei Räder und ein Motor – und fertig ist der PS-starke Feuerstuhl!

Die schweinischen Seifenkistenrennen
Der anderer neuer Streich von Rovio versetzt den Spieler nicht mehr in die Rolle der Vögel, sondern handelt aus der Schweine-Perspektive. „Wie Schweine ihren Schaffensdrang ausleben“ weiterlesen

Das Nexus 7, gemessen am iPad Mini

Nachdem mir in letzter Zeit ständig Leute die Ohren voll geschwärmt haben, wie toll dieses Nexus 7-Tablet von Asus doch sei, habe ich klein beigegeben und Google auf Knien um ein Testgerät angefleht.

Das ist heute eingetroffen und wurde sofort einer ersten Begutachtung unterzogen. Und ich muss sagen – auch im Vergleich mit dem iPad mini, mit dem ich neulich herumspielen durfte, schlägt sich das Android-Tablet ausgezeichnet. Für einen ausgiebigen Vergleich ist es zwar noch zu früh, aber einige Beobachtungen sollen hier festgehalten werden, so lange sie noch frisch sind.

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Links: Der Startscreen, der dank Widgets den ersten Informationshunger stillt.
Rechts: Die via Amazon-Cloud-Player aufs Gerät geholte Musik.

Das Tablet von Asus mit Android 4.1 wirkt im Vergleich zum iPad Mini schwerer. Sieht man in den Spezifikationen nach, dann sind es zwar nur 32 Gramm (340 Gramm beim Nexus 7, 308 Gramm beim iPad), aber aus dem Bauch heraus hätte ich den Unterschied für deutlich grösser gehalten. „Das Nexus 7, gemessen am iPad Mini“ weiterlesen

Sinn und Unsinn der iPad-Tastatur

Als ich neulich die Wedge-Tastatur von Microsoft vorgestellt hatte, meckerte einer bei den Kommentaren, anstelle zum Tablet zig Zubehörteile mitzuschleppen, könne man sich ja gleich ein Ultrabook besorgen.

Stimmt natürlich nicht. Das Ultrabook für anspruchsvolle Arbeit gedacht und im Schnitt deutlich teurer als ein Tablet inklusive Tastatur. Die Kombination aus iPad bewährt sich für Leute, die ihr Tablet für die üblichen Tablet-Angelegenheiten nutzen, aber gelegentlich auch mal ein etwas längeres Facebook-Posting oder Mail schreiben, oder – ganz ausgeschlossen ist es ja nicht – sogar bloggen. Das klappt mit der Tastatur wunderbar und wenn man sie nicht benötigt, kann man sie beiseite räumen oder unterwegs im Rucksack lassen.

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Gerüstet für ausufernde Schreibarbeiten.
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Die Kompakte aus der Android-Welt

Nikon hat mir für einen Test im Tagi eine Coolpix S800c zur Verfügung gestellt. Das ist eine Kompaktkamera mit gängigen technischen Merkmalen: 16 Megapixel Auflösung, Zehnfach-Zoom (im Bereich von 25-250 Millimenter beim normalen Kleinbild), f/3.2-5.8 und Serienaufnahmen mit bis zu 8,1 Bildern pro Sekunde.

Das Besondere an der Kamera ist hardwareseitig, dass sie mit WLAN, GPS und einem Touchscreen ausgestattet ist. Und was die Software angeht: Da läuft Android drauf.

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Ungewohnt: Android auf dem Kameradisplay.

Das ist eine interessante Konstellation. Die Kameras in den Smartphones machen zwar Fortschritte. „Die Kompakte aus der Android-Welt“ weiterlesen

Musik virtuell bei Herrn Bezos speichern

Seit letzter Woche ist der Amazon Cloud Player auch in der Schweiz zugänglich. Er spielt die Musiksammlung direkt im Browser.

Amazon ist längst nicht mehr nur das grösste Versandhaus im Netz. Auch bei der Internet-Infrastruktur und bei Cloud-Dienstleistungen ist das Unternehmen aus Seattle dick drin. Auf der leistungsfähigen Infrastruktur laufen viele Webdienste von Drittanbietern. Man nennt das auch Infrastructure as a Service.

Amazon bietet auch selbst eine Reihe von Cloud-Diensten an, von denen aber längst nicht alle ausserhalb der USA nutzbar sind. Ein Dienst hat es letzte Woche nun nach Europa geschafft. Der Cloud Player, der im März 2011 gestartet wurde.

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Optisch nicht sehr ansprechend, aber funktional: Der Cloud Player von Amazon.

Musik direkt im Browser hören
Dieser Player läuft ohne Zusatzsoftware im Browser – und zwar unter amazon.com/cloudplayer. „Musik virtuell bei Herrn Bezos speichern“ weiterlesen

Ein Tummelfeld für Musiktüftler

SunVox ist ein modularer Synthesizer, mit dem man am iPad, Windows-PC oder Mac Musik komponiert – sogar dann, wenn man mit Noten nichts am Hut hat.

Dank Digitaltechnik dürfen sich auch talentlose Sänger und Musiker als Superstars fühlen. Konsolen-Spiele wie Guitar Hero oder iPad-Apps wie GarageBand greifen denjenigen Zeitgenossen unter die Arme, bei denen der Blockflötenunterricht Abwehrreaktionen auslöste und musikalische Bildung heute fehlt. In den Musik-Spielen und -Apps kann sich selbst ungeübtes Schrummeln hören lassen.

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Die Anatomie eines digitalen Musikstücks.

Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, der vertieft sich in das Programm SunVox. „Ein Tummelfeld für Musiktüftler“ weiterlesen

Musik-Lego

Die Reactable-App ist eine Art elektronisches Instrument, dem man durch Kombination von virtuellen Klötzchen Musik entlockt.

Die App Reactable bildet auf dem iPad und auf Android-Geräten ein Synthesizer nach. Das Vorbild funktioniert mit einem Tangible User Interface, das heisst, mit einer anfassbaren Benutzerschnittstelle. Auf einem runden Tisch werden Klötzchen platziert, die untereinander in Verbindung stehen, Signale produzieren, weiterreichen, verändern und so quasi aus dem Nichts elektronische Musik oder Klangwelten generieren. Wie eine Live-Performance mit einem Reactable aussieht, kann man auf Youtube ansehen:


„Musik-Lego“ weiterlesen

Dokumente in Microsoftschen Datenhimmel lagern

Microsoft klotzt und kleckert nicht. Auf der virtuellen Skydrive-Festplatte erhält man 25 GB Speicherplatz – kostenlos.

Es gibt eine Reihe von virtuellen Festplatten im Netz: Dropbox.com ist sicherlich die populärste, aber auch Mydrive.ch erfreut sich einer gewissen Beliebtheit. Und wer lieber auf das Peer-to-Peer-Prinzip setzt, statt auf einen einzelnen Anbieter, der hängt sich bei wuala.com an. Diese als Spin-Off eines ETH-Projekts entwickelte virtuelle Festplatte gehört inzwischen dem Festplattenhersteller Lacie.

Die gängigen Dienste zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei den kostenlosen Benutzerkonten in aller Regel eine beschränkte Speicherkapazität bieten, klassischerweise 2 GB. Microsoft hat seinem Dienst, der sich mit vollem Namen Windows Live SkyDrive nennt, mehr als das Zehnfache spendiert: 25 GB.
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Besser als Android

Und fast so gut wie iOS – und in einzelnen Bereichen sogar unverkennbar besser. Das ist mein Eindruck von Windows Phone 7 Mango, das ich momentan auf dem HTC Titan X310e teste (Testgerät von HTC).

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Ent- und gesperrt: Das HTC Titan mit Windows Phone 7 Mango.

Auffällig am Titan ist, wie könnte es bei dem Namen anders sein, die Grösse: Es ist anderthalb Zentimeter länger und einen Zentimeter breiter als das iPhone (132 × 71 × 10 vs. 115 × 59 × 9 Millimeter), aber nicht sehr viel schwerer (160 gegenüber 140 Gramm). Das Display ist mit 4,7 Zoll riesig – 3,5 Zoll sind es beim iPhone. Bei der Auflösung hat das iPhone die Nase vorn. Das Retina-Display zeigt 960 × 640 Pixel gegenüber 800 × 480 Pixeln beim HTC. „Besser als Android“ weiterlesen

Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene

Snapseed ist eine App zur Fotobearbeitung. Sie hat einerseits vorgefertigte Effekte für die schnelle Aufbereitung in petto, bietet aber auch ausgeklügelte Mechanismen zur manuellen Korrektur und Verbesserung.

Nik Software ist ein Softwareunternehmen aus San Diego, das mit Silver Efex oder Color Efex Produkte für die professionelle Bildbearbeitung liefert. Das zentrale Werkzeug ist die U-Point-Technologie. Sie vereinfacht komplexe Bildbearbeitungsvorgänge durch die so genannten Kontrollpunkte. Diese werden im Bild platziert und wirken selektiv innerhalb eines vorgegebenen Radius.

Ein Beispiel: Um in einem Bild mit einem Teich mit Seerosen das Wasser aufzuhellen und etwas blauer zu machen, muss man in einer herkömmlichen Bildbearbeitungssoftware erst von Hand eine Auswahl erstellen, die das Wasser einschliesst, die Seerosen aber ausklammert – denn die sollen ihre Farbe und die Helligkeit behalten. Mit der U-Point-Technologie setzt man einen Kontrollpunkt ins Wasser und gibt die gewünschten Anpassungen für Helligkeit, Farbe und/oder Kontrast – und ist bereits fertig. „Mobile Bildbearbeitung für Fortgeschrittene“ weiterlesen