Viren, Spam und die Tücken der Firewall

Bei der Durchsicht meines Archivs ist mir aufgefallen, wie viele Screenshots sich um das Thema der Sicherheit drehen. Klar – das Problem ist nicht aus der Welt, wie das äusserst fiese «CryptoLocker»-Virus zusammen mit seinen Abkömmlingen vor Augen führen (siehe Kummerbox-Beitrag Erpresst von einem Computervirus).

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Wir waren gezwungen, uns mit Programmen wie diesem herumzuschlagen. Die Firewall von ZoneAlarm war sehr populär – und sie hat Angriffe im Minutentakt rapportiert.

Aber trotzdem. Kaum hatte ich im April 2000 meinen neuen Job beim Tagi angetreten, ging es los. Im Mai 2000 mit dem Loveletter-/Iloveyou-Schädling. Ich schrieb damals:

Seit gestern ist per E-Mail versandten Liebesschwüren besonderes Misstrauen entgegenzubringen: Das Virus «Loveletter» sorgt durch seine rasante weltweite Verbreitung wohl weniger für heisse Ohren und Frühlingsgefühle als vielmehr für verstopfte Mailserver und für viel Arbeit bei Systembetreuern.

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Aus Mäusen Elefanten machen

Diese wunderhübsche Animation, wie man aus einer Maus einen Elefanten macht, ist der Welt bis jetzt vorenthalten worden. Dabei habe ich sie für die Tagi-Digitalseite vom 16. Juni 2003 gebastelt, als es um Morphing-Programme ging. Die sind bekanntlich dazu da, Bild A in Bild B zu überblenden, wobei das nicht linear passiert, sondern anhand der Konturen von Quell- und Zielobjekt. Macht man das geschickt genug, dann scheint sich das ursprüngliche Motiv zu verflüssigen und in neuer Gestalt zu rematerialisieren. Das wirkt deshalb so faszinierend, weil die Naturgesetze ausser Kraft gesetzt scheinen und man sich wie ein kleiner Zauberer vorkommt, der mit seinem Stab Gegenstände nach Belieben verwandelt.

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So einfach geht das!

Zur Erstellung eigener Morphing-Sequenzen habe ich folgende Empfehlungen gegeben:
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Zum Glück ist das vorbei!

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Original-Bildlegende von 2001: Auch optisch ein würdiger Napster-Nachfolger.1

Dieser Screenshot gehört eindeutig in die Kategorie «Weisch na?» Er stammt vom 19. Februar 2001, als ich das Napster-Prinzip und vor allem die komfortableren Alternativen wie Gnutella und Bearshare vorgestellt hatte:
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Als die Franzosen den Spielemarkt erobern wollten

Für meine neue «Ich stöbere in meinem Archiv»-Rubrik habe ich den Screenshot aus dem Spiel «Casanova : Le duel de la rose noire» ausgegraben. Über das hatte ich am 27. August 2001 folgendes geschrieben:

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Die Frauen Venedigs warten in ihren Gemächern, um von Casanova erobert zu werden…

Wie es sich für ein Mantel-und-Degen-Spiel gehört, darf der Held sich bewähren, indem er eine heisse Klinge schwingt. Doch würde das Spiel dem historischen Vorbild nicht gerecht, hätte es damit sein Bewenden. Wenn der Spieler möchte, kann er den alten Erotomanen in den «Verführermodus» versetzen, wodurch er sein Ziel mittels Betörungskunst auch über die dahingeschmolzene und somit auskunftswillige Damenwelt erreicht. Also anders als bei Lara Croft und Co. auch ohne Tätlichkeiten. Und das Ziel heisst: Rettung der Stadt Venedig, der Gefahr seitens einer Schurkenhorde droht.

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Als GPS noch Rocket Science war

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, in diesem Blog möglichst fünfmal die Woche einen Beitrag zu veröffentlichen. Was eine völlig idiotische Idee ist und bloss zur Selbstkasteiung führt. Manchmal fehlt die Zeit zum Bloggen. Manchmal liegt keine Themenidee in der Luft. Gelegentlich kommt einem das Leben dazwischen. Ausserdem klickt Ihr nicht oft genug auf den Flattr-Button, als dass sich das wirklich lohnen würde. 😉

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Ortung per Satellit? Wie grossartig ist das denn?

Doch wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe… manche Leute nennen das stur, andere unvernünftig und sehr selten hat jemand einen Hauch von Verständnis dafür. Nun habe ich in der nächsten Zeit (und eigentlich schon seit gut einem Monat) wirklich kaum Zeit fürs Bloggen, weil ein grosser Umzug ansteht und wir auch beim Digitalmagazin bei Radio Stadtfilter wieder einmal eine Vorproduktionsrunde in Angriff nehmen müssten. Um dennoch meinen Ansprüchen zu genügen und den Blog täglich zu bespielen, will ich die wenig zeitaufwändigen Rubriken ausbauen. „Als GPS noch Rocket Science war“ weiterlesen

Trotz allem besser als SCSI

Neulich ist mir ein SCSI-Kabel in die Finger geraten. Das sind diese fingerdicken Kabel mit den riesigen Steckern, mit denen man sich vor 15 Jahren herumschlagen musste, wenn man einen Scanners oder DVD-Brenner an seinen Computer anschliessen wollte. Die Kabel waren hässlich und die Schnittstelle im Alltag so etwas von unpraktisch! Man hatte allererst eine SCSI-Karte in seinen Computer einzubauen. Man musste seinem Gerät eine ID vergeben und dabei schauen, dass keine ID doppelt war und der Controller auch brav die ID7 benutzen konnte. Und weil man die Geräte per SCSI auch in Serie hängen konnte, wollte das letzte Gerät terminiert werden. Das heisst, man musste auch immer einen dieser Terminatoren griffbereit haben. (Was man dann natürlich nie hatte.)

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Damit die Daten endlich fliessen! (Bild: Marco Monetti/Flickr.com)

Worauf ich hinaus will: Mit USB ist das Leben schon sehr viel einfacher geworden. Auch wenn ich, ehrlich gesagt, nicht verstehe, dass man sich geschlagene fünf verschiedene Steckerformen ausgedacht hat (Typ A, Typ B, Typ Mini-B 5-polig (Standard), Typ Miniatur-B 4-polig Mitsumi, Typ Miniatur-B 4-polig Aiptek). Zwei, einmal gross und einmal klein und schmal, hätten vöörig gereicht. Und es wäre auch völlig in Ordnung gewesen, sie wie die Lighthing-Schnittstelle beidseitig einsteckbar zu konzipieren.

Trotzdem – im Vergleich zu SCSI oder auch zur Centronics-Schnittstelle ist das Jammern auf hohem Niveau.

Und man muss es attestieren: USB-Geräte funktionieren im Schnitt recht zuverlässig. Wobei wie immer Ausnahmen die Regel bestätigen. „Trotz allem besser als SCSI“ weiterlesen