Das Privat-TV entdeckt die Gebühren

Vielleicht kennt Ihr den TV-Browser? Ein praktisches Fernsehprogramm-Programm, das die TV-Zeitschrift ersetzt. Man kann Sendungen markieren und bewerten, sich an Nichtzuverpassendes erinnern lassen und vieles mehr. Leider ist das Programm seit Anfang Jahr lückenhaft – also nicht die Software, sondern die angezeigte Sendungsübersicht.

… ich sollte mich entscheiden, wie ich das Wort «Programm» verwenden will – für die Anwendung oder für die, äh, Programmierungen der Bildfunkanstalten. Das wäre der Klarheit dieses Postings sicherlich förderlich. Allfällige Konzentrationsschwächen in diesem Beitrag möge man mir grosszügig nachsehen, schliesslich habe ich wie ihr eben Silvester und Neujahr überstanden. Übrigens: Allen Leserinnen und Lesern von Clickomania.ch ganz herzlich es guets Neus und viel Glück für 2008!

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Drugs and dealers

About half a year ago, after a long period of refusal, I failed for the iTunes Music store. It started with a gift coupon. Without exageration, you could call the one who gave me this two edged present a dealer (dealer in the german sense of the word which means “drug dealer”). Really, once you have started to appreciate the “Titel kaufen” (“buy this song”) button, you use it all the time. This makes people like me buy a lot more music than ever. I sometimes changed my mind when I was standing in line in front of the cashpoint in a record shop – and I am not visiting music shops so often I take a look at the iTMS. The music industry should laud and prise this concept. Instead, the big music companies are jealous and/or dismissive.
And Apple knows how to get people hooked up. There is this innocent new feature called “Complete my album”. It gives you the possibility to buy the whole album when you already bought one or two tracks. Well, that seems like good thing; You can the buy the hot track from an album and postpone the decision if you want to get the whole album. But there is a catch: A time limit apple has set up so machiavellianishly. So, now, I have to look up at least once a week my “Complete my album” countdowns, making sure that I don’t miss the final opportunity for the completion. My life is full of tension and nervous iTunes Music store checking now, in my disturbed sleep I have nightmares in which I keep on missing deadlines… These modern times are so exhausting!

Schinken des Monats: Der Kindle

Und wo ich mich eben warmgebloggt habe, erlaubt mir, mich auch gleich über den Schinken des Monats November zu echauffieren. Es ist der Kindle, der heute lancierte E-Book-Reader von Internetbuchhändler Amazon. Gründer und CEO Jeff Bezos platzt vor Stolz quer über die Amazon-Frontpage, weil dieses Wunderwerk der Technik es ihm nun erlaubt, Bücher zu lesen. Am Bildschirm. Am Bildschirm eines Geräts von so unsagbarer Hässlichkeit, das mir fast die Sprache wegbleibt. Ich meine, ich halte E-Books seit jeher für etwas vom Unnützesten, was je von Menschenhand erschaffen wurde. Ich bin derartig von der Nutzlosigkeit überzeugt, dass ich leider nicht anders kann, als mich selbst zu zitieren. Unter dem Titel «Zuletzt lacht Gutenberg» schrieb ich am 10. Dezember 2001 im «Tagi» u.a. Folgendes:

AOL Time Warner gab letzte Woche das Aus für die Abteilung iPublish bekannt. Diese Abteilung war im April 2000 eröffnet worden, bot 29 Leuten einen Arbeitsplatz und beschäftigte sich mit der Herausgabe von E-Books. Vor Monatsfrist hat Random House den gleichen Entscheid gefällt und AtRandom.com dichtgemacht. «Der Markt hat sich einfach nicht so entwickelt, wie wir gehofft hatten», begründete der Vorsitzende von Time Warner Trade Publishing, Larry Kirshbaum. Und auch das kühle Wirtschaftsklima und der 11. September seien schuld, dass die Kundschaft nicht auf die elektronischen Bücher fliege.

Der 11. September ist ja bekanntlich schuld an fast allem. Meine These von damals:

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Dear Mr Hollywood producers…

… I’ve heard that the Hollywood script writers want to go on strike. So, if you are running short on scripts, please contact me. I can write for “Lost”, “Nip/Tuck”, “Heroes”, “CSI”, “Star Trek” (?), “Desperate Housewives” and Jay Leno (if he does not mind Swiss jokes) and any other show (but only interesting stuff, not boring crap such as “7th Heaven”). I will write for appropriate fee (probably much less than what the greedy writers around demand). Unfortunately, I don’t have any reference, because here in Switzerland, we do not have an entertainment industry. Only Staatsfernsehen, and they do not require writers.
Please contact me any time at matthias@clickomania.ch.

Die drehende Pizza des Todes

«Pizza des Todes» oder «Marble of Doom» wird er von den Anwendern genannt: Der Mauszeiger, der farbig rotierend signalisiert, dass am Mac nichts weitergeht. marbleofdoom.com hat ihm ein Denkmal gesetzt und natürlich habe ich beim Zählrad der vergeudeten Zeit gleich eine halbe Stunde eingetragen. Zumal mich GarageBand beim Schneiden des «Digitalk» auch gerne und oft aufs Geduldsrad flicht. Das wäre übrigens mein Beitrag zu diesem Thema. Die Redewendung «Aufs quietschbunte Geduldsrad flechten». Duden, hörst du mich?

Schinken des Monats: RTL

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich die Privatfernsehsender noch einfallen lassen, um den Zuschauer zu drangsalieren. Besonders tut sich in dieser Disziplin meines Erachtens Radio Television Luxemburg hervor. Beispielsweise mit ellenlangen Werbeblöcken, die immer noch dreissig Sekunden vor dem Ende einer «Monk»-Folge eingeschoben werden (da schlafe ich regelmässig ein und verpasse die Aufklärung). RTL tut sich auch durch besondere Aufdringlichkeit bei Werbeeinblendungen («Programmhinweise») während des laufenden Programms hervor.

Der Gipfel der Respektlosigkeit ist aber ein neues Phänomen, das ich während der beiden letzten Folgen von «Prison Break» gesehen habe. Da erscheint, zwischen «Mein RTL»-Stationskennung und der Serie eine kurze Werbeeinblendung von genau einem Einzelbild. Man könnte das für einen Fehler halten. Per Harddisk-Recorder sieht man aber, dass es durchaus kein Versehen ist. Klickt man sich Bild für Bild vorwärts, erscheint plötzlich ein Bild von Wrigley «Airwave»-Kaugummis. RTL versucht, zu später Stunde dem Zuschauer sublime Botschaften ins Unterbewusste zu schieben. Getreu nach der «Iss-Popcorn/trink-Cola-Studie».

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Schinken des Monats (Cablecom)

Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich beim Tagi ein Gefäss namens «Tipp der Woche» betreue, dass ich im Coop immer den «Schinken des Monats» (SdM) kaufe. Und das führt mich direkt zum Thema dieses Postings: Cablecom!

Das Unternehmen, das mich mit Internet und Fernsehen versorgt, hat sich ebendiesen Ehrentitel redlich verdient. Und zwar in Gestalt eines Mannes, der neulich an meiner Tür klingelte. Er fragte mich, ob ich denn Geld beim Telefonieren sparen wollen würde. Das sei mit dem «Digital Phone» möglich. Ich entgegnete, meine Methode, Geld beim Telefonieren zu sparen, sei, Anrufe von meinem Arbeitsplatz aus zu führen. (An alle Leser bei meinem Arbeitgeber, insbesondere an meine Chefs: Das war eine Lüge, um nicht weiter über das «Digital Phone» reden zu müssen!)

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Drowning in Trash

A bad surprise for me on Tuesday. Unsuspectingly, I opened my mailbox, expecting no particular news. Well there was no particular news – but nevertheless about five hundred messages awaited me. They all had subjects like “Delivery failure”, “Unable to deliver your message”, “Delivery status notification” and “Mail status report”. No doubt, a clickomania-loving spammer paid me respect by using my address in his bulk mail. With the usual spam, that gets sorted out automatically (about 8000 a week), those “return to sender” notifications ate up all the capacity of my mailbox. That was nicely announced by the mailserver with “over quota” notices and underlined with the refusal of sending out any of my messages. But never mind, of course, I don’t have better things to do than remove trash from my mailbox. Still, it occurred to me what a fair punishment would be: Writing “I shall not send mails with fake addressors” in hand for, I’d say, a million times. Or as many times as spam mails went out.
By the way: A really clever idea is to sell an antispam tool by spam. Maybe, you got this message, too: “I use a spam filter, and you probably do the same. I have whitelisted you and that means that I will receive all the emails you send to me. I would appreciate it if you would whitelist my email address (…) If you don’t have a spam filter, I can recommend…”
If you like that topic (not the thing in your mailbox, take a look at this page:
uncyclopedia.org
If you understand German, you can go here as well:
www.stupidedia.org

Wer hören will, muss fernsehen!

Wie entwickelt man eigentlich Musikgeschmack? Woher weiss man, welche Stücke man gern mag? Natürlich indem man hört, begeistert ist, wieder hört. Und irgendwann einmal kauft und/oder herunterlädt. Entscheidend ist natürlich der Input. Nur wenn man das richtige auf die Ohren bekommt, füllen sich CD-Regal, Festplatte und iPod mit schöner Musik. Sonst halt mit Stücken, deren Refrain aus vielen ella, ellas, eh, eh, eh, eh, eh, ehs und ah ah ahs besteht… wobei ich gerade diesem Titel die Ohrwurmqualität nicht abspreche. Nervig ist er trotzdem!

Eben, der Input. Früher hat mich das Radio damit versorgt. Die dritte Senderkette des öffentlich-rechtlichen Radios aus der Deutschschweiz hatte einen imensen Einfluss auf meine Hörgewohnheiten. Es war direkt dafür verantwortlich, in welchem Mass sich mein Taschengeld in Vinyl verwandelte und wie ich positive Hörerlebnisse auf Chromdioxid festhielt. Gerade gestern ist mir aber aufgefallen, dass mein Musikgeschmack immer mehr durch das Fernsehen bestimmt wird. «Dreaming of You» von «The Coral»: In einer Folge von «Scrubs» gehört und sogleich gekauft. «All I Know», von Al Gore, pardon, von Art Garfunkel: Durch «Nip/Tuck» kennengelernt. «It Came Upon A Midnight Clear», eine zweite Riesenmördergänsehautballade: Sie hat mein iPod «Grace Atonomy» zu verdanken (dabei sehe ich die Serie noch nicht einmal, sonst würde ich wissen, dass sie «Grace Anatomy» heisst). «Istanbul (Not Constantinople)» von They Might Be Giants: Verdienstvollerweise von den Simpsons ins Bewusstsein zurückgerufen, sodass er nun meine Sammlung aufwertet. «Buenas Tardes Amigo» von Ween: Aus «Herr Lehmann». «Working Class Hero» von Green Day: Aus irgend einer Doku (sofern ich mich richtig erinnere). Und sogar Werbung bildet (zumindest den Musikgeschmack). Einem Nikon-Spot verdanke ich den Titel «Way Back» von Jazzamor.

Mit anderen Worten: Wer hören will, muss fernsehen!