Schinken des Monats: RTL

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich die Privatfernsehsender noch einfallen lassen, um den Zuschauer zu drangsalieren. Besonders tut sich in dieser Disziplin meines Erachtens Radio Television Luxemburg hervor. Beispielsweise mit ellenlangen Werbeblöcken, die immer noch dreissig Sekunden vor dem Ende einer «Monk»-Folge eingeschoben werden (da schlafe ich regelmässig ein und verpasse die Aufklärung). RTL tut sich auch durch besondere Aufdringlichkeit bei Werbeeinblendungen («Programmhinweise») während des laufenden Programms hervor.

Der Gipfel der Respektlosigkeit ist aber ein neues Phänomen, das ich während der beiden letzten Folgen von «Prison Break» gesehen habe. Da erscheint, zwischen «Mein RTL»-Stationskennung und der Serie eine kurze Werbeeinblendung von genau einem Einzelbild. Man könnte das für einen Fehler halten. Per Harddisk-Recorder sieht man aber, dass es durchaus kein Versehen ist. Klickt man sich Bild für Bild vorwärts, erscheint plötzlich ein Bild von Wrigley «Airwave»-Kaugummis. RTL versucht, zu später Stunde dem Zuschauer sublime Botschaften ins Unterbewusste zu schieben. Getreu nach der «Iss-Popcorn/trink-Cola-Studie».

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Schinken des Monats (Cablecom)

Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich beim Tagi ein Gefäss namens «Tipp der Woche» betreue, dass ich im Coop immer den «Schinken des Monats» (SdM) kaufe. Und das führt mich direkt zum Thema dieses Postings: Cablecom!

Das Unternehmen, das mich mit Internet und Fernsehen versorgt, hat sich ebendiesen Ehrentitel redlich verdient. Und zwar in Gestalt eines Mannes, der neulich an meiner Tür klingelte. Er fragte mich, ob ich denn Geld beim Telefonieren sparen wollen würde. Das sei mit dem «Digital Phone» möglich. Ich entgegnete, meine Methode, Geld beim Telefonieren zu sparen, sei, Anrufe von meinem Arbeitsplatz aus zu führen. (An alle Leser bei meinem Arbeitgeber, insbesondere an meine Chefs: Das war eine Lüge, um nicht weiter über das «Digital Phone» reden zu müssen!)

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Drowning in Trash

A bad surprise for me on Tuesday. Unsuspectingly, I opened my mailbox, expecting no particular news. Well there was no particular news – but nevertheless about five hundred messages awaited me. They all had subjects like “Delivery failure”, “Unable to deliver your message”, “Delivery status notification” and “Mail status report”. No doubt, a clickomania-loving spammer paid me respect by using my address in his bulk mail. With the usual spam, that gets sorted out automatically (about 8000 a week), those “return to sender” notifications ate up all the capacity of my mailbox. That was nicely announced by the mailserver with “over quota” notices and underlined with the refusal of sending out any of my messages. But never mind, of course, I don’t have better things to do than remove trash from my mailbox. Still, it occurred to me what a fair punishment would be: Writing “I shall not send mails with fake addressors” in hand for, I’d say, a million times. Or as many times as spam mails went out.
By the way: A really clever idea is to sell an antispam tool by spam. Maybe, you got this message, too: “I use a spam filter, and you probably do the same. I have whitelisted you and that means that I will receive all the emails you send to me. I would appreciate it if you would whitelist my email address (…) If you don’t have a spam filter, I can recommend…”
If you like that topic (not the thing in your mailbox, take a look at this page:
uncyclopedia.org
If you understand German, you can go here as well:
www.stupidedia.org

Wer hören will, muss fernsehen!

Wie entwickelt man eigentlich Musikgeschmack? Woher weiss man, welche Stücke man gern mag? Natürlich indem man hört, begeistert ist, wieder hört. Und irgendwann einmal kauft und/oder herunterlädt. Entscheidend ist natürlich der Input. Nur wenn man das richtige auf die Ohren bekommt, füllen sich CD-Regal, Festplatte und iPod mit schöner Musik. Sonst halt mit Stücken, deren Refrain aus vielen ella, ellas, eh, eh, eh, eh, eh, ehs und ah ah ahs besteht… wobei ich gerade diesem Titel die Ohrwurmqualität nicht abspreche. Nervig ist er trotzdem!

Eben, der Input. Früher hat mich das Radio damit versorgt. Die dritte Senderkette des öffentlich-rechtlichen Radios aus der Deutschschweiz hatte einen imensen Einfluss auf meine Hörgewohnheiten. Es war direkt dafür verantwortlich, in welchem Mass sich mein Taschengeld in Vinyl verwandelte und wie ich positive Hörerlebnisse auf Chromdioxid festhielt. Gerade gestern ist mir aber aufgefallen, dass mein Musikgeschmack immer mehr durch das Fernsehen bestimmt wird. «Dreaming of You» von «The Coral»: In einer Folge von «Scrubs» gehört und sogleich gekauft. «All I Know», von Al Gore, pardon, von Art Garfunkel: Durch «Nip/Tuck» kennengelernt. «It Came Upon A Midnight Clear», eine zweite Riesenmördergänsehautballade: Sie hat mein iPod «Grace Atonomy» zu verdanken (dabei sehe ich die Serie noch nicht einmal, sonst würde ich wissen, dass sie «Grace Anatomy» heisst). «Istanbul (Not Constantinople)» von They Might Be Giants: Verdienstvollerweise von den Simpsons ins Bewusstsein zurückgerufen, sodass er nun meine Sammlung aufwertet. «Buenas Tardes Amigo» von Ween: Aus «Herr Lehmann». «Working Class Hero» von Green Day: Aus irgend einer Doku (sofern ich mich richtig erinnere). Und sogar Werbung bildet (zumindest den Musikgeschmack). Einem Nikon-Spot verdanke ich den Titel «Way Back» von Jazzamor.

Mit anderen Worten: Wer hören will, muss fernsehen!