Die Verteidigungs-CD für hartnäckige Malware-Fälle

Von Microsoft gibt es seit Kurzem Windows Defender Offline. Das ist eine Variante des Anti-Malware-Programms, die sich auf CD brennen lässt, um damit den Computer aufzustarten. Auf diese Weise lassen sich Schädlinge entfernen, die bei laufendem Windows nicht entfernt werden können.

Entwickler von Windows-Schadensprogrammen sind überaus findige Leute. Sie verankern ihre bösen Programme manchmal so geschickt im Betriebssystem, dass auch dem allerbesten Sicherheitsprogramm die Beseitigung misslingt. Das liegt (unter anderem) daran, dass sich Dateien, die vom Betriebssystem verwendet werden, nicht ohne weiteres prüfen oder löschen lassen.

Festgefressene Malware bei nicht-laufendem Windows beseitigen
Es ist bei hartnäckiger Malware darum oft nötig, den Rechner bei nicht-laufendem Betriebssystem zu bereinigen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn nicht jeder Anwender hat eine zweite Windows-Installation auf der Festplatte, von der aus dieser Vorgang erfolgen könnte. „Die Verteidigungs-CD für hartnäckige Malware-Fälle“ weiterlesen

Dem iPhone unters Röckchen schauen

Phone Disk erlaubt es, ein iOS-Gerät als externes Speichermedium zu nutzen. Und es gewährt Zugriff auf die Daten des Apple Mobilgeräts – und zwar ohne Jailbreak.

Aus Walter Isaacsons Biografie von Steve Jobs weiss man, wie wichtig es dem Apple-Gründer war, den Benutzern den Zugang zu den Interna der Apple-Geräte zu verwehren. Die User sollten ihre Nase gefälligst nicht in den Apple Macintosh oder das iPhone stecken. Auch bei iOS ist der Software-«Untergrund» nicht zugänglich – weder sieht man jemals etwas vom Dateisystem auf dem iOS-Gerät, noch kann man dort irgend etwas von Hand verändern.

Dabei gäbe es durchaus Anwendungszwecke – und sollte es nur die Befriedigung der Neugierde sein. Für diesen Zweck hält die Softwareschmiede Macroplant aus Louisiana ein Programm namens Phone Disk bereit: Es lädt das iPhone, iPad oder den iPod als Volume auf dem Schreibtisch von Mac OS X oder im Windows-Explorer.
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Farbgeschmack beweisen (auch wenn man keinen hat)

Kuler ist eine «Community» für Farbliebhaber schöner Farbkombinationen. Sie stellt harmonische Kombinationen von zwei, drei, vier oder fünf Farbtönen bereit, die man für die Dokumentgestaltung oder für Bildbearbeitungen benutzen kann.

Es gibt nichts, wofür es im Internet keine Community gäbe. Die Website kuler.adobe.com ist ein ausgezeichneter Beleg für diese Behauptung – denn hier gibt es nichts anderes zu sehen als harmonische, garstige, freche, überraschende oder betörende Farbkombinationen. Kuler lässt sich natürlich in den professionellen Gestaltungsprogrammen von Adobe nutzen, allen voran im Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, in der Layoutsoftware InDesign und in der Vektorapplikation namens Illustrator. Wer keines dieser Programme besitzt, nutzt Kuler direkt über die Website und überträgt die Farbwerte manuell in seine Anwendung.

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In der Liste der populären Farbkombinationen werden alle Gemütszustände abgebildet.
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Programmen den Internetzugang verwehren

In Windows 7 ist es möglich, via Firewall einzelnen Programmen den Internetzugang zu verwehren. Das verhindert wirkungsvoll, dass manche Softwareprodukte unerlaubt «nach Hause telefonieren».

Manche Programmen geht es wie E.T., dem Ausserirdischen: Sie spüren einen unbezähmbaren Drang, nach Hause zu telefonieren. Das tun sie oft aus legitimen Gründen – um beispielsweise nach Updates zu suchen. Mitunter sind aber auch Motive mit im Spiel, die nicht unbedingt im Sinn des Anwenders sind. Beispielsweise, wenn es darum geht, Informationen über die Nutzung zu übermitteln. Und oft genug ist überhaupt nicht ersichtlich, weswegen manche Anwendungen Datenübertragungen abhalten.

In solchen Fällen bietet Windows 7 eine wirksame Methode, undurchsichtigen Datentransfer einen Riegel zu schieben. In der Firewall lässt sich nämlich pro Programm der Zugang zum Internet sperren. Das funktioniert gut – aber natürlich nur dann, wenn ein Programm für seine eigentliche Aufgabe Internetzugang benötigt. In diesem Fall würde es nach der Blockierung schlicht nicht mehr arbeiten. In so einem Fall hilft bei dubiosen Programmen nur die Deinstallation und das Umsatteln auf ein Produkt, das sich bezüglich Datenverkehr unverdächtig benimmt.
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Das Textmonster

Notepad++ ist ein Ersatz für den etwas leistungsschwachen Windows-Editor. Das Open-Source-Programm kann Programmcode farblich markieren, Makros aufzeichnen und abspielen und ist über eine Plugin-Schnittstelle vielseitig erweiterbar.

Ob ein Computer-Benutzer ein Nerd oder ein Normalo ist, zeigt sich an dessen Verhältnis zum Texteditor. Ein normaler, nicht-nerdiger User wird ein solches Programm kaum jemals brauchen. Texte oder Der Freak dagegen braucht es täglich. Er legt Hand an Konfigurationsdateien, codiert HTML- und PHP-Seiten, editiert LaTeX-Dokumente und managt Datentabellen.

Windows hat unter Zubehör den mehr als dürftig ausgestatteten Editor (notepad) zu bieten. Mac OSX hat mit TextEdit ein etwas leistungsfähigeres Programm in petto, das den Vollblut-Nerd indes auch nicht vollends überzeugt. Windows-Nutzer greifen daher zu Notepad++. Dieses Programm lässt keine Wünsche offen und ist auch optisch ein echtes Nerd-Programm. Als solches hat es überladene Menüs, schwer zu interpretierende Symbole auf den Schaltflächen und eine Programmoberfläche, die ohne jeden gestalterischen Anspruch entworfen worden ist. „Das Textmonster“ weiterlesen

Munteres Treiben hinter den Kulissen in Windows

Eines der wertvollsten Systemwerkzeuge für die Inspektion und die Problemanalyse ist der Process Explorer von Windows-Kenner Mark Russinovich.

Mark Russinovich ist eine illustere Figur. In Spanien geboren, entwickelte er ab 1996 im eigenen Unternehmen Winternals Systemprogramme für Windows. Er schrieb Fachbücher über die Architektur von Windows und hat 2005 das Sony-Rootkit XCP entdeckt, das das Kopieren von Audio-CDs verhindern sollte und in Verruf geriet, weil es sich wie ein Virus verhielt. Heute arbeitet er in der Rolle eines «Technical Fellow» für Microsoft und er wurde auch schon als Nachfolger von Steve Ballmer gehandelt (siehe hier). Wie gross die Chancen auf den CEO-Posten sind, sei dahingestellt – die Idee dürfte vor allem dem Wunschdenken der Leute entspringen, die lieber einen Technik-Fan als einen Verkäufer an der Spitze des Unternehmens sehen würden.

Mark Russinovich hat eine Reihe von Windows-Werkzeugen entwickelt, die in einem Paket unter dem Namen Sysinternals Suite erhältlich ist, und zwar kostenlos. Eines der wichtigsten Programme aus dieser Sammlung von 67 Tools ist der Process Explorer. Er funktioniert ähnlich wie der Taskmanager von Windows, ist aber sehr viel leistungsstärker. „Munteres Treiben hinter den Kulissen in Windows“ weiterlesen

Geschickt suchen und klever ersetzen

Eine der besten Methoden, um ein Textdokument schnell aufzubereiten, steckt hinter der Suchen-Ersetzen-Funktion. In Word kann sie wahre Wunder wirken – wenn man sie zu nutzen weiss.

Der Suchen-Ersetzen-Befehl ist eine uralte Erfindung. Schon die allerersten Textverarbeitungsprogramme in DOS oder anderen PC-Betriebssystemen stellten ihn zur Verfügung. Kein Wunder: Er gehört zu den leistungsstärksten Bearbeitungsbefehlen. In einem Rutsch können Dokumente aufbereitet, korrigiert und angepasst werden. Und übrigens: Am schnellsten gelangst du durch Betätigen der Tastenkombination Ctrl + h zur Suchen-Ersetzen-Dialogbox.

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In einem Rutsch viele Bilder im Dokument platzieren – das geht ganz einfach mit einem Suchen-Ersetzen-Durchlauf.
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Ein ausgebuffter Datenschieber

Robocopy ist ein leistungsfähiges Programm zum Kopieren, Verschieben und Verwalten von Dateien. Es läuft an der Befehlszeile von Windows 7 und Vista – was überhaupt kein Nachteil ist.

Die Befehlszeile heisst bei Windows «Eingabeaufforderung» und wirkt auf manche Benutzer wie ein Relikt aus der Computer-Steinzeit. Das ist natürlich unvermeidlich, zeigt doch die Befehlszeile einen Prompt an, wie man ihn seit 30 Jahren von DOS kennt – das «Disk Operating System», das zusammen mit dem Intel-kompatiblen PC gross wurde, hatte übrigens im Juni dieses Jahres seinen 30 Geburtstag.

In der Befehlszeile von Windows 7 und Vista steckt kein DOS mehr. Dafür schlummern dort enorm leistungsfähige Befehle. Beispielsweise der Befehl robocopy. Er enthält eine Anspielung an Paul Verhoevens Film aus dem Jahr 1987, was für Microsoft eine untypische Namensgebung, aber insofern passend ist, dass er im Dateisystem schonungslos aufräumt – wenn man ihn denn richtig einzusetzen weiss. „Ein ausgebuffter Datenschieber“ weiterlesen

Vier findige Finder-Tipps

Feiern wir den Finder, so lange es ihn noch gibt! Mit vier Tipps zu der schnellen Ordnervorschau, zu den unsichtbaren Dateien, zur einfacheren Navigation im Finder, zum Ressourcen-Sparen und zum schnellen Speichern von Dokumenten.

Man munkelt, dass der Finder in Mac OS X 10.6 «Lion» seinen letzten Auftritt haben wird. Der Finder ist das Datenverwaltungsprogramm in Apples Betriebssystems für grosse Computer, das in künftigen Versionen überflüssig werden soll, weil dann auch die Desktops und Laptops Dateien in der Art und Weise verwalten, die wir vom iPad und iPhone her kennen: Als eine Art Dokumentenstrom, auf den man direkt aus der App zugreift.
Doch bis und mit «Lion» bleibt uns der Finder erhalten – und das ist Grund genug, hier die besten Tipps für Apples altehrwürdigen File-Manager zu präsentieren: „Vier findige Finder-Tipps“ weiterlesen