Das iPhone-Backup auswringen

iTunes macht bei Synchronisationen eine Datensicherung des iPhone. Vorbildlich! Weniger vorbildlich ist, dass man diese Datensicherungen auf dem Mac zwar findet (unter ~/Library/Application Support/MobileSync/Backup), aber nichts damit anfangen kann. Es findet sich dort nichts weiter als eine Ansammlung von Dateien mit kruden alphanumerischen Namen.

Das Programm iPhone Backup Extractor schreckt das aber nicht: Es extrahiert, wie der Name sagt, die Daten einzelner Programme. Nach dem Start erscheint ein Dialog, das die vorhandenen Backups nach i-Geräten (iPhone, iPad, iPod) zeigt. So zeigt sich das in meinem Fall, wobei ich auf eine ältere Sicherung zurückgreife:
„Das iPhone-Backup auswringen“ weiterlesen

Weg mit dem Mailprogramm

Es gibt Leute, die finden Webmail so toll, dass sie ihrem angestammten Mailprogramm abschwören und nur noch via Browser mailen. Einen Nachteil hat die Sache indes: Die Betriebssysteme räumen einem keine Möglichkeit ein, das mailto-Protokoll, über das Interaktionen mit dem lokalen Mailclienten stattfinden, auf die Webanwendung umzuleiten.
Auf Umwegen geht es trotzdem, wie eine kleine Recherche zeigt. Das sind einige der Hacks, die im Web kursieren: „Weg mit dem Mailprogramm“ weiterlesen

Ich sag zum Abschied leise Batch-Datei

Für diesen Beitrag habe ich in meinen Kategorien extra den Eintrag «Nerdpost» eingerichtet. Sie ist den Tipps vorbehalten, die ich mit gutem Gewissen nicht in der Kummerbox des Tagesanzeiger veröffentlichen kann, weil ich mir sonst zu Recht die Frage gefallen muss, ob ich denn noch bei Trost sei.
In meinem Blog habe ich diesbezüglich keine Scham: Da nehme ich Worte wie Editor für lokale Gruppenrichtlinien in den Mund, ohne dabei rot zu werden. Denn so umständlich das Ding auch benannt ist und so undurchsichtig Microsoft es gestrickt hat: Es kann nützliche Dinge bewirken.
Also, nachdem das zu erwartende Schmerzlevel in diesem Nerdpost nun geklärt ist, zu der eigentlichen Angelegenheit:
Es ist ja so, dass man bei Windows ohne Aufwand Programme automatisch starten kann. Man tut dazu nichts anderes, als eine Verknüpfung zu diesem Programm in den Ordner Alle Programme > Autostart zu legen. Nun möchten viele Leute (ich, zum Beispiel) aber auch Dinge beim Abschalten automatisch in Betrieb setzen. Das klassische Beispiel dafür ist die Datensicherung. Die soll automatisch beim Herunterfahren durchgeführt werden.
„Ich sag zum Abschied leise Batch-Datei“ weiterlesen

Einmal alles durch die Röhre, bitte

Dank Fussball habe ich dieser Tage mal wieder Zeit, mich mit einem meiner Lieblingsspielzeuge zu beschäftigen: Mit Yahoo Pipes.
Das ist ein lustiges Instrument für Mashups. Diesen Trend habe ich im Tagi 2007 unter dem Titel «Grosses Puzzle-Spielen mit Versatzstücken aus dem Web» so beschrieben:

Das Internet hat seinen neuen Super-Trend: Mashups. Das sind neue Webdienste, die komfortable Schnellstrassen durch den Datendschungel schlagen wollen.

So super war der Trend dann doch nicht. Es gibt zwar viele dieser Aggregator-Sites, aber einen wirklichen Lustgewinn bescheren die einem selten.
Aber als geistige Anregung während eines Fussballspiels kann ich Yahoos Röhren wärmstens empfehlen – allerdings nur vor dem Fernseher in der heimischen Wohnzimmer; beim Public Viewing ist die Ablenkung doch zu gross. Mein kleines Projekt während der letzten Matches war der Clicko Aggregator. Er führt meine auf verschiedenen Sites im Netz zu findenden digitalen Hinterlassenschaften an einer Stelle zusammen.
100624yahoopipe.jpg
„Einmal alles durch die Röhre, bitte“ weiterlesen

Ein sicheres Datenversteck

Eine Funktion von Windows 7, die ich ganz gern nutze, sind die virtuellen Festplatten. Man kann damit eine Festplatte anlegen, die mit eigenem Laufwerksbuchstaben in Erscheinung tritt. Gespeichert ist die Festplatte in einer Datei mit Endung vhd, die man irgendwo auf einer physischen Partition liegen hat.

Nun fragt sich, wozu es nützen könnte, Dateien in einen Extra-Container zu packen. Nun, zum einen lassen sich diese vhd-Dateien auch in virtuellen Maschinen (Microsoft Virtual PC oder Sun/Oracle VirtualBox) mounten (siehe Virtuell ist essenziell). Zum anderen können die Festplatten mit dem ebenfalls in Windows 7 enthaltenen Verschlüsselungsmechanismus Bitlocker chiffriert werden.

Damit kann ich in meinem Rechner im Büro eine virtuelle Festplatte anlegen, die verschlüsselt einige private Daten enthält – also die Dinge, die meine Arbeitskollegen, die das Passwort für meinen Rechner kennen, nichts angehen. Denn wir haben zwar alle nur liebe, gute und diskrete Arbeitskollegen. Aber wir wissen alle ganz genau, dass Neugierde eine mächtige Naturgewalt ist.

Um eine verschlüsselte Festplatte einzurichten, geht man folgendermassen vor: „Ein sicheres Datenversteck“ weiterlesen

Dauerhafte Ordnung im temporären Ordner

Immer mal wieder werde ich gefragt, was man gegen Unordnung im temporären Ordner tun kann. Bekanntlich sind Windows-Programme sehr häufig extrem unordentlich. Sie haben nie gelernt, hinter sich aufzuräumen, was in einer Hundertschaft an Dateien in ebendiesem temporären Ordner resultiert.
Nun könnte es so sein, dass einem dieser temporäre Ordner am Allerwertesten vorbeigeht. Denn nur wer nach ihm sucht, findet ihn und kann sich über dessen unaufgeräumten Zustand echauffieren. Jedenfalls gibt es Leute, die den temporären Ordner ansehen, dort die Überbleibsel vorfinden und auch mit den Aufräumungsbemühungen des Datenträgerbereinigungsprogramms nicht zufrieden sind. „Dauerhafte Ordnung im temporären Ordner“ weiterlesen

Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen

Eine neue Suchmaschine! Hohe Erwartungen! Banges Hoffen! Wird Wolfram-Alpha uns endlich etwas Unabhängigkeit von Google geben? (Wie gross die ist, haben wir vorgestern erlebt.)
Nun ist Wolfram-Alpha aus der geschützten Kinderstube entlassen und den Webnutzern zum Frass vorgeworfen worden. Gestern Freitag wurde die «Antwortmaschine eingeschaltet. Und war bei den ersten Tests doch um die viele Antworten verlegen: „Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen“ weiterlesen